Unterteilung in:
Je mehr durch den Staat überwacht wird (durch Gesetze, Rechte, ...), desto geringer die Transaktionskosten, da Aufwendungen der Akteure zur Kontrolle entfallen. Erst dadurch kommt es zu einem höheren Austausch von Gütern
Unvollständigkeit der Verträge:
Da für das Vertragsverhältnis nicht alle relevanten Entwicklungen im voraus schriftlich festgehalten werden können, ist das Risiko, einen lückenhaften Vertrag anzunehmen geringer, wenn man auf einen funktionsfähigen rechtlichen Rahmen bauen kann, der für einen fairen Interessensausgleich sorgt.
5. Zum Wettbewerbsbegriff
Wirtschaftlicher Wettbewerb wird verstanden als:
Ziel der Wettbewerbspolitik ist die Erhaltung und Förderung von Wettbewerb:
1. Strukturelle Komponente:
2. Verhaltenskomponente:
3. Prozessuale Komponente:
Gesellschaftliche Funktion
1. Freiheitsfunktion:
Statische Funktionen
2. Einkommensverteilung:
3. Angebotszusammenstellung: (Selektionsprozess)
4. Optimale Faktorallokation:
Dynamische Funktionen
5. Anpassungsflexibilität:
6. Technischer Fortschritt:
... als Ansatz zur Beurteilung der Marktleistung:
Es gibt 4 Funktionen, die bei Nichterfüllung zum Marktversagen führen / hindeuten:
Übermachterosionsfunktion: (Beseitigung von dauerhafter Übermacht)
Gesellschaftliche Grundwerte:
Wirtschaftspolitische Ziele:
Wettbewerbsfunktionen:
Gewährleistung von Handlungsfreiheit:
Wettbewerb ist untrennbar mit individueller Freiheit Wettbewerb setzt Freiheitsspielräume voraus
Marktteilnehmer brauchen Entscheidungsalternativen (∆ Preis oder Marktaustritt) Formale Handlungsfreiheit:
Gleichheit vor dem Gesetz und Schutz vor staatlicher Willkür (keinerlei Diskriminierung) alleine reicht formale Handlungsfreiheit aber nicht aus, daher ... Materiale Entschließungsfreiheit:
Vermögen, im Rahmen der formalen Freiheit selbstgesteckte Ziele zu verwirklichen
Enthält der Zielkatalog des Wettbewerbs auch „Wettbewerbsfreiheit“ ?
Dies ist strittig in der Literatur. Man unterscheidet 2 Aspekte:
⇒ relativ große Handlungsfreiheit der einzelnen Wirtschaftssubjekte (Unternehmer und Verbraucher) NICHT absolute Handlungsfreiheit, da Freiheitsgewinn des einen, einen Freiheitsverlust für den anderen darstellt = reziprokes Freiheitsverhältnis zwischen den Wirtschaftssubjekten) ⇒ Wahlmöglichkeiten und Handlungsspielräume müssen hinlänglich gleichgehalten werden
Adäquanz von wirtschaftlicher und politischer Ordnung:
relative breite Streuung wirtschaftlicher Macht, damit die Funktionsfähigkeit der parlamentarischen Demokratie nicht eingeschränkt wird.
11. Zur Verteilungsfunktion
Gerechtigkeitsfunktion Voraussetzung:
Gerechtigkeitsvorstellungen:
Wettbewerb baut Übergewinn durch Markteintritt bzw. Kapazitätsauf- / -abbau ab: Übergewinne darf nur derjenige erzielen,...
exogen verursachte Strukturänderungen (Nachfrageexpansion / -kontraktion) führen über Wettbewerb zur „optimalen Anpassung“.
Basisinnovation:
strukturell (neues Produkt)
systembezogen (nicht technischer Natur, z.B. Kulturinnovation) Verfahrensinnovation: neue Prozesse Anreizmechanismen: extrinsische Motivation: Beeinflussung durch die Umwelt (z.B. Chef) intrinsische Motivation: Besessenheit des Handlenden
Wettbewerb fungiert im Zeitablauf als:
Lernprozess:
Das neue Wissen durch Information & Lernen verbreiten Kostensenkungsprozess
14. Charakterisierung des Wettbewerbsprozesses
Wettbewerb:
als dynamischer Prozess mit Kontroll- und Steuerungsmechanismen (finanzielle
Wettbewerb führt zu einer tendenziellen Realisierung des vorhandenen Zielkatalogs, da...
Primär-Ziele: - Freiheit Ziele sollen durch Wettbewerbsfunktionen konkretisiert werden - Wohlstand Ziel & Mittel sollen ein zusammenhängendes System sein - Gerechtigkeit
(Hoppmann hat den Schwerpunkt auf die Konsistenz von Zielsystemen gelegt) - Instrumente Mittel:
(Kanzenbach hat den Schwerpunkt auf die Konsistenz der Mittel gelegt)
Ziel & Mittel sollen ein zusammenhängendes System sein
Mit welchen Mitteln kann welches Ziel erreicht werden (Berücksichtigung von Nebenbedingungen und konkurrierenden komplementären Zielen)
Ziel & Mittel werden nicht getrennt betrachtet, sie müssen auf Konsistenz geprüft werden: Freiheit durch Wettbewerb Wettbewerb durch Freiheit
Können alle Wettbewerbsfunktionen realisiert werden ?
Das wird bestritten: Oft muss man sich zwischen dem Freiheitsziel oder ökonomischen Funktionen
Zielkonflikte:
Wenig technischer Fortschritt (aufgrund der niedrigen Gewinnspielräume)
Marktgeschehen ist nicht mit der Verteilungsgerechtigkeit kompatibel
Welche marktstrukturellen Voraussetzungen müssen für gute Ergebnisse gegeben sein ? Welcher Grad an Dezentralisierung kann in einer hochtechnisierten Volkswirtschaft noch
Zielkonflikte innerhalb der ökonomischen Funktion
Gegensätze:
Das Dilemmaproblem hier ist, wenn technische und organisatorische Erfordernisse große Unternehmenseinheiten und hohe Konzentrationsgrade notwendig machen !!!
Zielkonflikte innerhalb der gesellschaftlichen Funktion
Das Dilemmaproblem hier ist die Diskussion zwischen der theoretisch möglichen Realisierbarkeit der Funktionen und deren effektiven Chancen realisiert zu werden !!!
Innerhalb der Dilemmathesen befinden wir uns in einer statischen Situation Wettbewerb muss aber dynamisch sein.
19. Bedingungen zur Gültigkeit der Dilemmathesen
Die beiden Dilemmathesen gelten nur unter folgenden Voraussetzungen:
Es existieren Größenvorteile (economies of scale), die die Errichtung großer Unternehmenseinheiten erforderlich machen
Die Fortschrittsfunktionen großer Unternehmen sind grundsätzlich größer
Die Errichtung von Großunternehmen impliziert hohe Konzentrationsgrade auf den betroffenen Märkten Hohe Konzentrationsgrade bedingen sinkenden Wettbewerbsdruck, wodurch die Anpassungs- und Fortschrittsneigung der Unternehmen abnimmt
Hohe Konzentrationsgrade implizieren niedrige Grade an wirtschaftlicher Freiheit für andere Markteilnehmenr, nämlich die Marktgegenseite und potentielle Konkurrenten
20. Bedingungen zur Gültigkeit der Harmoniethesen
Diese Vermutungen (Voraussetzungen der Dilemmathesen) werden von den Anhängern der Harmoniethesen bezweifelt
Diese sagen:
D.h., im wettbewerblichen Marktprozess bilden sich die jeweils optimalen Größen von selbst heraus, da nur sie überleben
Es existieren zwar Größenvorteile, ihr Ausmaß ist aber nur in sehr wenigen Bereichen erheblich Es gibt keine einheitliche, d.h. für alle Phasen des Fortschrittsprozesses gleiche und zudem hohe
fortschrittsoptimale Unternehmensgröße
Selbst wenn große Unternehmenseinheiten erforderlich sind, ergeben sich nicht notwendigerweise auch hohe Konzentrationsgrade.
Zu berücksichtigen ist die Erweiterung der Märkte durch:
Wettbewerbliche Anpassungs- und Forschungsprozesse können auch bei geringer Zahl von Markteilnehmern stattfinden (Wichtiger ist die Freiheit des Marktzutritts) Geringe Zahl von Marktteilnehmern impliziert nicht automatische Freiheitsbeschränkungen für andere Marktteilnehmer
Große Unternehmen kaufen innovative kleinere Unternehmen auf
Große Unternehmen tätigen eher Verfahrensinnovationen, kleinere eher Basisinnovationen Bei hohem Konzentrationsgrad ist die prinzipielle Rivalität am höchsten
21. Marktversagen als Begründung für (wettbewerbliche) Ausnahmebereiche
Arbeit zitieren:
Thomas Kramer, 2000, Wettbewerbstheorie und -politik, München, GRIN Verlag GmbH
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