Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Seminar in der allgemeinen Betriebswirtschaftslehre
Innovationsmanagement
„Empirische Forschung zum Innovationsmanagement - eine
Bestandsaufnahme der Jahre 1997 - 2002“
Wintersemester 2002/2003
ZUR ROLLE DES WISSENSMANAGEMENTS
IM INNOVATIONSMANAGEMENT
Arne Schierenbeck
1. EINLEITUNG
2. AUFGABE DES WISSENSMANAGEMENTS
3. DARSTELLUNG EMPIRISCHER UNTERSUCHUNGEN ZUM WISSENSMANAGEMENT
3.1. UNTERSUCHTE ARTIKEL
3.2. BEDEUTUNG VON INFORMATIONSSAMMLUNG, -VERTEILUNG UND -NUTZUNG FÜR DEN ERFOLG VON INNOVATIONEN
3.3. INFORMATIONS-/ KOMMUNIKATIONSTECHNOLOGIE (ICT), UNTERNEHMENSPHILOSOPHIE UND INNOVATION
3.4. BEEINFLUSSUNG VON INNOVATIONEN DURCH “ABSORPTIVE CAPACITY” UND INTRAORGANISATIONALE NETZWERKPOSITION VON UNTERNEHMENSBEREICHEN .
3.5. BEITRAG EXTERNER WISSENSQUELLEN ZUR INNOVATIONSLEISTUNG
3.6. SCHUTZ EIGENER INNOVATIONEN VOR IMITATION ALS MÖGLICHE KOMPONENTE DES WISSENSMANAGEMENTS
4. ZUSAMMENFASSENDE BEURTEILUNG
Literaturverzeichnis
1. EINLEITUNG
Innovationen als neuartige Zweck-Mittel-Relationen erfordern zwingend den überlegten Umgang mit Wissen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Produkt- oder Prozeß- bzw. um technische oder administrative Innovationen handelt. Es bedarf bei den meisten Innovationen auf der einen Seite des technologischen Know-how zur Generierung potentiell innovativer Projekte. Doch auf der anderen Seite darf nicht übersehen werden, daß die Entdeckung sowie die Ausnutzung latent auf dem Markt vorhandener Bedürfnisse einen entscheidenden Schlüssel zu langfristig erfolgreicher Innovationstätigkeit darstellt. Ohne Zweifel kann davon ausgegangen werden, daß alle Innovatoren in ihren jeweiligen Teilgebieten einen hohen Informationsbedarf haben, den es möglichst effizient zu befriedigen gilt. Dies erfordert von innovierenden Organisationen insbesondere auch den zielgerichteten Umgang mit explizitem sowie implizitem Wissen.
Die Menge an Wissen nimmt bezogen auf die Zeit überlinear zu. So haben sich in der jüngeren Vergangenheit aufgrund der Existenz hoher Mengen spezifischer Informationen und neuer Bedürfnisstrukturen in der Gesellschaft ganze Branchen, wie etwa die Biotechnologie, entwickelt, um die Wissensflut zu bewältigen1. Das Management von Wissen auf organisationaler Ebene erscheint in diesem Zusammenhang als geradezu elementare Notwendigkeit. Diese Schrift befaßt sich im Schwerpunkt mit einigen empirischen Studien der Jahre 1997- 2002, welche Aspekte des Wissensmanagements im Kontext innovativer Aktivität als Untersuchungsgegenstand haben. Es soll schließlich auf der Basis der vorliegenden Literatur herausgearbeitet werden, welche Elemente des Wissensmanagements einen wertvollen Beitrag zum erfolgreichen Innovationsmanagement leisten könnten.
2. AUFGABE DES WISSENSMANAGEMENTS
Innovationen bedingen den Umgang mit neuem ebenso wie mit altem Wissen. Wissen setzt sich aus einer Vielzahl zweckorientierter, miteinander vernetzter Informationen zusammen. Informationen sind demnach die Bausteine des Wissens, welche “im Lichte von Entscheidungssituationen zusammengeführt und strukturiert werden und so eine Bedeutung erhalten.”2 In dieser Schrift werde ich Informations- und Wissensmanagement unter letztgenanntem Begriff zusammenfassen, da sich dadurch keine sinngemäßen Änderungen ergeben. Es sollte jedoch in diesem Zusammenhang stets bedacht werden, daß eine noch so große Menge an Informationen nur dann für eine Organisation von Wert sein kann, wenn sie nach
Relevanzgesichtspunkten gefiltert und nach Anwendungsgesichtspunkten geordnet werden kann. Die Aufgabe des Wissensmanagements einer Organisation besteht in einem Satz formuliert in der Regelung des effektiven und effizienten Umgangs mit den Ressourcen Information und Wissen.
Zur Erfüllung dieser Aufgabe kann bzw. muß das Wissensmanagement verschiedene Ansätze verfolgen, um die Innovationsaktivitäten einer Unternehmung zu unterstützen. Dazu gehören unter anderem die Sammlung, Verteilung und Nutzung von Informationen, der Einsatz von moderner Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) oder auch die Verwendung externer Wissensquellen als besonderer Teil der Informationssammlung. Die effektive sowie effiziente Nutzung von Informationen und Wissen hängt wiederum von weiteren Faktoren wie beispielsweise der intraorganisationalen Netzwerkposition einer Unternehmenseinheit oder ihrer Fähigkeit zur absatzmarktorientierten Ausbeutung von Informationen, der sogenannten absorptive capacity3, ab. Des weiteren kann es für das Wissensmanagement von Interesse sein, in welchem Ausmaß das eigene innovative Wissen vor Imitation durch die Konkurrenz geschützt ist. Die Bedeutung all dieser Aufgaben für die Innovationstätigkeit von Unternehmen wird im folgenden aus einer empirischen Perspektive heraus untersucht.
3. DARSTELLUNG EMPIRISCHER UNTERSUCHUNGEN ZUM WISSENSMANAGEMENT
Vergleicht man empirische Studien zu einem Themenkomplex miteinander, so erhofft man sich davon i.d.R. die Ableitung mehr oder minder allgemeingültiger Aussagen bzw. die Identifikation dominierender Erfolgsfaktoren. Ein derart facettenreiches Forschungsobjekt wie das Wissensmanagement kann kaum in einer einzigen Studie zufriedenstellend empirisch beleuchtet werden, so daß mehrere Arbeiten herangezogen werden müssen, um einen Überblick zu gewinnen. Doch auch in diesem Fall muß bedacht werden, daß man einerseits stets nur eine begrenzte Auswahl zur Verfügung stehender Artikel bearbeiten wird und daß es andererseits möglich ist, daß elementare Einflußfaktoren des Wissenmanagements auf Innovationen noch gar nicht identifiziert und folglich noch nicht gezielt untersucht worden sind. Unter Beachtung dieser Gedanken kann tiefer in die Materie eingestiegen werden.
3.1. UNTERSUCHTE ARTIKEL
[....]
1 Vgl. HAGE, HOLLINGSWORTH (2000), S. 997.
2 ZAHN (2001), S. 377.
3 Vgl. STOCK, GREIS, FISCHER (2000), S. 77 und Kapitel 3.4. dieser Arbeit.
Arbeit zitieren:
Arne Schierenbeck, 2002, Zur Rolle des Wissensmanagements im Innovationsmanagement, München, GRIN Verlag GmbH
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