Inhaltsverzeichnis
Einleitung 3
1. Frühe Phase 3
2. Belle Époque 4
3. Nüchterne Eleganz 6
4. Goldene Zwanziger 6
5. Dreißiger Jahre 7
Schluss 8
Literaturverzeichnis 10
2
Einleitung
Das Automobil bewegt uns in vielerlei Hinsicht. Ein Auto ist ein Transportmittel und ein Prestigeobjekt zugleich. Der Mensch hat eine eindrucksvolle Maschine entwickelt, die wie keine andere unsere Welt verändert hat. Ein Auto ist nicht mehr nur ein Gebrauchsgegenstand, sondern auch ein Modeaccessoire. Im Folgenden will ich deswegen die Entwicklung des Automobils und den Einfluss des Automobils auf die Textilmode analysieren. Zentrale Fragestellung dabei ist, ob und wie sehr sich Automobile und Bekleidung gegenseitig beeinflusst haben. In meiner Arbeit wird des Öfteren das Wort Mode vorkommen. Unter Mode verstehe ich: „die in einer konkreten Zeit über einen konkreten Zeitraum bevorzugte als zeitgemäß geltende Art, sich zu kleiden, zu frisieren, auszustatten“. 1 Kleidung ist mehr als nur Mode, sie hat von Anfang an immer eine
Funktion gehabt. Sie sie schmückt den Menschen und macht seine Zugehörigkeit erkennbar.
Um das Thema einzugrenzen, habe ich die Entwicklung des Automobils aus Mode- und Designaspekten in fünf Phasen eingeteilt. Die Phasen werden im Folgenden als Frühe Phase, Belle Époque, Nüchterne Eleganz, Goldene Zwanziger und als Dreißiger Jahre bezeichnet. In jeder Phase wird auf die Entwicklung der Mode und die des Autos eingegangen.
1. Frühe Phase
Die frühe Phase beschreibt die Entwicklung der Automobile von 1886 bis 1900. Im Jahre 1886 haben Carl Benz und Gottlieb Daimler es geschafft, ein Auto mit Benzinantrieb zu entwickeln. Davor gab es als Fortbewegungsmittel nur die Kutsche, die Eisenbahn und das Pferd. Die ersten Automobile wurden von einem Großteil der Bevölkerung sehr skeptisch aufgenommen. Die meisten Menschen konnten sich nicht vorstellen, dass eine Kutsche ohne Pferde fahren soll. Aus diesem Grund breiteten sich Automobile erst sehr zögerlich, dann jedoch immer schneller aus.
1 http://mode.know-library.net
3
Ab 1890 kamen die ersten serienmäßigen Kraftfahrzeuge auf den Markt, die sich vorerst nur die Oberschicht leisten konnte. Die Form und die Gestaltung dieses Statussymbols orientierten sich an der herrschaftlichen Kutsche. Die ersten Automobile erreichten zwei bis drei PS, sodass ist eine Geschwindigkeiten von 15 bis 20 Kilometern pro Stunde möglich war. Zum prachtvollen und aufwändig angefertigten Automobil bevorzugte die Oberschicht eine stilvolle Kleidung und das dazugehörige Accessoire. Die Frauen trugen hauptsächlich ein künstlich ausgepolstertes Gestell über dem Gesäß, das sich Turnüre nannte. Als Accessoire wurden hauptsächlich Hüte getragen. Weil die ersten Automobile kein Dach hatten, bevorzugten die Damen zudem zum Schutz vor der Sonne einen Sonnenschirm. 2 Die Kleidung der Männer hatte eine sachliche Form und zurückhaltende Farben.
Aber nicht nur geschmackvolle Kleidung wurde getragen, sondern auch funktionelle. So war es beliebt, zum Schutz bei Wind und Wetter hochgeschlagene Mantelkragen und Lederhauben zu tragen. Hier lässt sich schon erkennen, dass die Kleidung sich dem Automobil anpasste. Das lag vor allem daran, dass sich die Mode an das offene Automobil und den dadurch gegebenen Verhältnissen orientierte. Allerdings spielte das Automobil in dieser Phase weder wirtschaftlich noch gesellschaftlich eine wesentliche Rolle in Deutschland.
2. Belle Époque
Dies änderte sich in der Belle Époque, im Zeitraum von 1900 bis 1914. Die so genannte „schöne Zeit“ rückte das Automobil in den Vordergrund der Gesellschaft. Ein Gesetz belegte Personenwagen mit einer Luxusteuer. Je mehr PS ein Automobil hatte, desto höher war die Steuer. Dies galt allerdings nur für Privatpersonen. Jetzt war ein Automobil nicht mehr nur ein Gebrauchsgegenstand, sondern vor allem auch ein Prestigeobjekt, das Sportlichkeit, Dynamik und Unabhängigkeit verkörperte. Der sportliche Aspekt ist vor allem vor dem Hintergrund des Aufkommens des Autosports zu betrachten. Rennwagen wurden entwickelt, die mit einem 35-PS starken Motor ausgestattet waren. Selbst Frauen
2 Eckermann, Erik: Vom Dampfwagen zum Auto. Die Motorisierung des Verkehrs. Bielefeld 2002. S. 38.
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Arbeit zitieren:
Kerstin Kränzer, 2009, Automobile und Mode, München, GRIN Verlag GmbH
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