Universität Tübingen Romanisches Seminar Wintersemester 2002/2003
Proseminar I: Einführung in die Sprachwissenschaft des Spanischen
Kooperationsprinzip und Implikatur
Christina König
Inhaltsverzeichnis:
0. Einleitung 3
1.Das Kooperationsprinzip 3
1.1 Allgemeines zum Kooperationsprinzip 3
1.2 Die Konversationsmaximen 4
1.3 Beispiele für die Maximen 5
1.3.1 Die Maxime der Qualität 5
1.3.2 Die Maxime der Quantität 5
1.3.3 Die Maxime der Relation 5
1.3.4 Die Maxime der Art und Weise (Modalität) 5
2 Die Implikaturtheorie 6
2.1 Konversationelle Implikaturen 6
2.2 Generelle Implikaturen 9
3 Zusammenfassung 10
4 Bibliographie 10
2
0.Einleitung
Wenn man bedenkt, wie viele unterschiedliche Faktoren (beispielsweise die Herkunft, das unterschiedliche Weltwissen, der soziale Hintergrund etc.) in eine Unterhaltung hineinspielen, ist es eigentlich verwunderlich, dass Kommunikation doch so einfach zustande kommt. Scheinbar muss es ein universelles Prinzip geben, das Kommunikation ermöglicht.
Aus sprachwissenschaftlicher Sicht ist es sicherlich Herbert Paul Grices Modell, für das sich eine nähere Untersuchung hinsichtlich dieses Gedankens lohnt. Im Folgenden will ich mich also mit seinem Kooperationsprinzip und seiner Implika-turtheorie beschäftigen, um demonstrieren zu können, nach welch grundsätzlich anwendbaren, aber dennoch simplen Prinzipien Kommunikation aus seiner Sicht funktioniert.
1.Das Kooperationsprinzip
1.1 Allgemeines zum Kooperationsprinzip
Grice geht davon aus, dass zwischen allen Gesprächsteilnehmern quasi eine stillbare Vereinbarung zur Teilnahme an einem Gespräch bestehe. Schließlich verfolge man dasselbe Ziel - das Ziel einer gemeinsamen Unterhaltung. Dies bedeutet nicht, dass man auch inhaltlich übereinstimmen muss. Beispielsweise während eines Streits sind beide Streitparteien gegeneinander destruktiv, verfolgen aber insoweit dasselbe, als sie beide streiten „wollen“.
Außerdem bestehe zwischen ihnen eine gegenseitige Abhängigkeit. Damit ein Gespräch weitergehen kann und nicht zu einem Ende kommt, müssen beide Seiten ihren Teil dazu beitragen, damit die Fortsetzung gewährleistet ist. Und auch eine gemeinsame Basis müsse bestehen. Denn wenn Person A an einem Gespräch über Schmetterlinge, Person B aber an einer Fußballdiskussion interessiert ist, kann kein Gespräch erfolgreich zustande kommen.
Also sollte man davon ausgehen können, dass derjenige, der sozusagen in ein Gespräch ,,einwilligt“, sich kooperativ verhält, andernfalls würde er nur eine Konversation, an der er ja selbst Interesse hat, gefährden.
3
Arbeit zitieren:
Christina König, 2003, Kooperationsprinzip und Implikatur, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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