Inhaltsverzeichnis
ABBILDUNGSVERZEICHNIS III
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS IV
1 EINLEITUNG, ZIELSETZUNG UND METHODIK. 1
1.1 EINLEITUNG. 1
1.2 ZIELSETZUNG UND METHODIK. 2
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN. 2
2.1 ANWENDUNGSNUTZEN. 2
2.2 DAS ARIS-MODELL. 3
2.3 KONZEPT DER ARIS-SICHTEN. 4
2.4 PHASE-N UND VORGEHENSMODELL NACH ARIS. 5
2.5 MODELLIERUNGSPRINZIPIEN. 7
2.6 GESCHÄFTSPROZESSMANAGEMENT (HOUSE OF BUSINESS ENGINEERING) 8
3 FALLBEISPIEL „INFORMATIONSSYSTEM FÜR DIE FUßBALL-WM 2006“ 10
3.1 MODELLIERUNG DER FUNKTIONSSICHT. 10
3.2 MODELLIERUNG DER ORGANISATIONSSICHT 13
3.3 MODELLIERUNG DER DATENSICHT 15
3.4 MODELLIERUNG DER STEUERUNGSSICHT. 19
4 RESÜMEE UND AUSBLICK. 21
LITERATURVERZEICHNIS V
EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG. VI
II
Abbildungsverzeichnis
ABB. 1: DAS ARIS-HAUS MIT PHASENMODELL.
ABB. 2: GESCHÄFTSPROZESSMANAGEMENT NACH DEM HOBE-KONZEPT.
ABB. 3: ZIEL- UND OBERSTE FUNKTIONSSTRUKTUR.
ABB. 4: VOLLSTÄNDIGE DARSTELLUNG DER FUNKTIONSEBENE.
ABB. 5: EXEMPLARISCHE DETAILLIERUNG AUF ELEMENTARFUNKTIONSEBENE.
ABB. 6: ORGANIGRAMM DER FUßBALL AG.
ABB. 7: BEISPIEL AUS DEM ROLLENKONZEPT.
ABB. 8: AUSSCHNITT DER NETZTOPOLOGIE (DV-SICHT DER ORGANISATIONSSCHICHT)
ABB. 9: ER-DIAGRAMM ZUM SPIELE-MANAGEMENT
ABB. 10: EEPK DES TEILPROZESSES AKQUISITION VON SPONSOREN.
III
Abkürzungsverzeichnis
ARIS Architektur integrierter Informationssysteme BPO Business Process Owner / Geschäftsprozessverantwortlicher BPR Business Process Reengineering bzw. beziehungsweise CPI Continous Process Improvement d.h. das heißt Def. Definition DV Datenverarbeitung eEPK erweiterte Ereignisgesteuerte Prozesskette EPK Ereignisgesteuerte Prozesskette ERM Entity Relationship Model f. folgende ff. fortfolgende FIFA Fédération Internationale de Football Association HOBE House of Business Engineering ISO International Standardization Organization IT Informations-Technologie /- Technik KPI Key Performance Indicator KVP Kontinuierlicher Verbesserungsprozess MIS Management Information System S. Seite TCO Total Cost of Ownership u.a. unter anderem/anderen vgl. vergleiche WM (Fußball-) Weltmeisterschaft z.B. zum Beispiel
IV
1 Einleitung, Zielsetzung und Methodik
1.1 Einleitung
Mit der steigenden Verbreitung von Informationstechnologie in Unternehmen einerseits und den immer komplexer werdenden Geschäftsprozessen von Unternehmen in globalen Märkten andererseits, steigt der Bedarf an ganzheitlich unterstützenden i ntegrierenden Konzepten. Die Wirtschaftsinformatik liefert einen solchen Ansatz und untersucht Beziehungen zwischen betriebswirtschaftlichen Abläufen und der Informations- und Kommunikationstechnik. Damit die Konzepte dieser wechselseitigen Wirkung umgesetzt werden können, müssen sie durch Informationssysteme in die betrieblichen Abläufe integriert werden. Die Realisierung dieser Informationssysteme kann entweder durch Eigenentwicklung oder Kauf von Standardsoftware bzw. einzelner Softwarekompone nten erfolgen. Beide Vorgehensweisen unterscheiden sich zwar hinsichtlich i hrer Stärken und Schwächen, ihnen gemein ist jedoch die hohe Komplexität der Modellierung. Der Entwurf und die erfolgreiche Umsetzung eines betriebswirtschaftlichen Geschäftsprozesses, wie etwa die Optimierung eines Herstellungsprozesses, bedingt die Berücksichtigung der Tätigkeiten, der Ablauf- und Auf-bauorganisation, der Umfelddaten, der Kommunikation im Rahmen der Tätigkeiten, der Sicht auf die materiellen und immateriellen Leistungen und letztendlich der Integration all dieser Komponenten. Wie schon durch diese kurze Aufzählung ersichtlich, ist die Struktur eines solches Informationssystems komplex. 1
Vor diesem Hintergrund sind eine Vielzahl von Methoden zur Unterstützung der Entwicklung von Informationssystemen geschaffen worden. Einen vertie-
fenden Einblick in diese Vielfalt liefert Balzert. 2 Um eine Zusammenarbeit mehrerer Parteien mit unterschiedlichen Konzepten, wie es bei großen Softwareentwicklungsprojekten üblich ist, zu ermöglichen und um eine Vereinheitlichung der Konzepte zu erreichen, haben sich ferner so genannte Methoden-Rahmenwerke (Frameworks) verbreitet. Eine heute stark verbreitete und anerkannte Methode ist das ARIS Rahme nkonzept das seit 1990 von Scheer über die IDS Scheer AG entwickelt und ve rmarktet wird. Die Abkürzung ARIS steht dabei für „A rchitektur integrierter Informationssysteme“. Es bietet einen Konzept zur Beschreibung von Geschäftsprozessen und ein Modell für deren Management.
1 Scheer, A.-W.: ARIS - Vom Geschäftsprozess zum Anwendungssystem. 4. Aufl., Springer, Berlin et al. 2002, S. 5.
2 Balzert, H.: Lehrbuch der Software-Technik: Software -Entwicklung. 1. Aufl., Spektrum, Heidelberg et al. 1996.
1
1.2 Zielsetzung und Methodik
Die vorliegende Arbeit diskutiert die Hintergründe der Modellierung von In-formationssystemen nach dem ARIS-Konzept, am Beispiel eines Informationssystems für die Fußballweltmeisterschaft 2006. Einen Vergleich alternativer Ansätze findet sich z.B. bei Scheer. 3
Im Anschluss an die Einleitung werden zunächst die theoretischen Grundlagen diskutiert. Hierzu wird das Basis-Geschäftsmodell für ARIS vorgestellt und entlang des ARIS Vorgehensmodells die Modellierung der einzelnen Schichten dargestellt. Das Phasenmodell und schließlich das Konzept des Geschäftsprozessmanagements (House of Business Engineering (HOBE)) wird skizziert. Im dritten Teil werden dann die theoretisch beschriebenen Konzepte durch eine Fallstudie, der Entwicklung eines Informationssystems für die Fußball-WM 2006, verdeutlicht. Hierbei werden auf Basis der gegebenen Kurzbeschreibung, der organisatorischen Rahmenbedingungen, sowie der Aufgaben und Ziele bei der Ausric htung der Fußball-WM, die einzelnen Sichten beispielhaft modelliert und diskutiert.
Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung und einem Ausblick auf weiterführende Entwicklungen.
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Anwendungsnutzen
Die Modellierung von Geschäftsprozessen hat sich als Ergänzung zu betriebswirtschaftlichen Vorgehensweisen der Verga ngenheit etabliert. Sie bietet den Vorteil einer halbformalen Beschreibung für betriebliche Proble mstellungen, die einerseits sprachlich nachvollziehbar, anderseits auch exakt genug für eine Implementierung in Informationssystemen ist. Das ARIS-Konzept bietet eine umfassende Methodik, die von der Beschreibung betrieblicher Funktionen, über Organisationsstrukturen bis hin zum Wissensmanagement reicht. Die Bedeutung der Modellierung von Geschäftsprozessen ist in der Vergangenheit ausgiebig untersucht worden. Ihre Haupteinsatzmöglichkeiten sind: 4 (a) Optimierung betrieblicher Organisationen im Rahmen eines Business Process Reengineering (BPR),
3 Scheer, A.-W.: ARIS - Vom Geschäftsprozess zum Anwendungssystem. 4. Aufl., Springer, Berlin et al. 2002, S. 132.
4 Scheer, A.-W.: ARIS - Vom Geschäftsprozess zum Anwendungssystem. 4. Aufl., Springer, Berlin et al. 2002, S. 3.
2
(b) Dokumentation von (Organisations-)Wissen (Wissensmanagement), (c) Nutzung zur Prozessdokumentation (z.B. zur Zertifizierung nach ISO 9000 ff),
(d) Berechnung von Prozesskosten (Key Performance Indicator, KPI), (e) Nutzung zur Standardisierung und Einführung von Software. Die skizzierten Einsatzmöglichkeiten benötigen eine Anzahl von Modellierungsaspekten wie Ablauf- und Aufbauorganisation, Daten, Leistungserbringung, Ressourcen und deren Schnittstellen. Um die Abhängigkeit des Gesamtmodells von einzelnen Methoden zu vermeiden, ist das ARIS-Konzept methodenneutral, d.h. die Entwicklung geschieht anhand einer allgemeinen G eschäftsprozessdefinition.
2.2 Das ARIS -Modell
Zur Entwicklung eines Informationssystems nach dem ARIS-Konzept werden die Geschäftsprozesse zunächst aus betriebswirtschaftlichen Ereignissen gebildet und anschließend um weitere Details ergänzt. Aus einer verbalen, zum Be ispiel aus Interviews gewonnenen, oder dokumentierten Beschreibung werden unterschiedliche Sichten abgeleitet. Die Aufgabenträger und ihre Beziehungen werden identifiziert und der Ablauf anhand des Funktionsflusses modelliert. Im Anschluss wird der Funktionsfluss ergänzt durch die Modellierung der Zu-standsänderungen. Neben einfachen Ereignissen oder Nachrichten können auch komplexere Kombinationen existieren, welche durch logische Verknüpfungen (z.B. AND, OR, XOR) kombiniert werden, wobei die einzelnen Objekte durch eindeutige Symbole gekennzeichnet werden. Ein solcher ereignisgesteuerter Funktionsfluss wird im ARIS-Konzept auch als ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK) bezeichnet. 5
Neben den Ereignissen, die über Nachrichten den Kontrollfluss steuern, existiert das Konzept des Leistungsflusses. Hier werden die Arbeitsergebnisse einbezogen, als Informationsobjekte modelliert und im Informationsfluss schließlich die verwendeten Daten/Dokumente dargestellt. Inwieweit bei einer Modellierung zwischen Kontroll- und Leistungsfluss getrennt werden sollte, ist von der Zielsetzung abhängig. So ist z.B. für die Planung eines Workflow-Systems eine detaillierte Nachrichtendefinition erforderlich, während eine Kostenanalyse den Leistungsfluss exakt abbilden muss.
Der Entwurf eines Geschäftsprozesse kann auf unterschiedlen Abstraktionsebenen stattfinden. Um dies in ARIS abzubilden, ist dessen Modell hierar- 5 Scheer, A.-W.: ARIS - Vom Geschäftsprozess zum Anwendungssystem. 4. Aufl., Springer, Berlin et al. 2002, S. 18.
3
Arbeit zitieren:
Ralf Oestereich, 2003, Modellierung von Informationssystemen nach dem ARIS-Konzept inkl. Fallstudie, München, GRIN Verlag GmbH
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