Université Paris III, Asnières
2 e semestre 2003
Etudiante : Andrea Krumnow
Semantische Relationen
Inhalt
1. Einleitung 2. Begriffsklärung Synonymie 3. Defintionen Hyperonym und Hyponym 4. Lexemanalyse 5. Schlussbemerkung Bibliographie
2
1. Einleitung
In unserem Sprachsystem finden wir eine große Anzahl von Beziehungen zwischen den Wörtern bzw. ihren Bedeutungen. Man spricht hier von semantischen Relationen. Die Lexeme können sich demnach gleichen oder entgegengesetzt sein, einander über- oder untergeordnet sein usw. Diese Art von Beziehungen nennt man Synonymie, Antonymie, Hyperonymie und Hyponymie. Es gibt aber selbstverständlich noch viele andere Möglichkeiten, wie zwei Wortbedeutungen zueinanderstehen können. Es ist jedoch nicht immer eindeutig, in welche Kategorie die jeweilige Lexeme einzuordnen sind. Der von mir studierte Korpus umfasst die Artikel „Dunkles Treiben - Zecken gehen nachts einen trinken“ aus dem Spiegel Online 1 und „Gar nicht so witzig“ aus dem Focus 2 . Für meine Analyse habe ich folgende Wörter ausgewählt:
„die Zecke“, „der Holzbock“, „Ixodes ricinus“, „der Blutsauger“, „der Vampir“, „der Parasit“, „das Spinnentier“, „das Tier“, „der Achtbeiner“. Im folgenden soll versucht werden die semantische Beziehung zwischen den Lexemen herauszustellen. Es wird bereits deutlich, dass diese Substantive in einem hierarchischen Verhältnis zueinander stehen. Sie sind demzufolge einander untergeordnet oder übergeordnet. Es besteht also eine hyponyme bzw. hyperonyme Beziehung. Auf dieses Phänomen werde ich später noch genauer eingehen.
Diese Hausarbeit wird sich demzufolge mit der Synonymie, der Hyperonymie und der Hyponymie beschäftigen. 2. Begriffsklärung Synonymie
Unter Synonymie versteht man ganz allgemein zwei Wörter, die sich in ihrem Sinn gleichen oder ähneln und im gleichen Satz austauschbar sind. Wie zum Besipiel „Florist“ und „Blumenhändler“ oder „aufhören“ und „beenden“.
Zunächst wenden wir uns allerdings den Defintionen von Wahrig 3 und Duden 4 zu, um den Begriff „Synonymie“ genauer zu bestimmen:
1 www.spiegel.de/wissenschaft/erde
2 Focus : 19. Mai 2003, S. 58-61
3 Wahrig, Gerhard (2001) Deutsches Wörterbuch. Gütersloh etc: Bertelsmann Lexikon-Verlag
4 Duden (1994) Das große Fremdwörterbuch. Mannheim etc : Dudenverlag
3
Im Wahrig wird „Synonymie“ folgendermaßen definiert:
Sinnverwandschaft von Wörtern.
Ist etwas „synonym“ so ist es ebenfalls laut Wahrig:
„sinnverwandt, von gleicher Bedeutung (Wörter).
Desweiteren erfahren wir, dass das Wort „synonym“ aus dem griechischen stammt und es sich folgendermaßen zusammensetzt: [
Im „großen Fremdwörterbuch“ von Duden wird „Synonymie“ wie folgt beschrieben: <über spätlat. synonymia aus gleichbed. gr. synnymía>: inhaltliche Übereinstimmung von verschiedenen Wörtern od. Konstruktionen derselben Sprache. Aus diesen Definitonen wird allerdings nicht ersichtlich, wie selten man wirklich von einer gleichen Bedeutung zweier Lexeme sprechen kann. Da es reine Synonyme bei genauer Betrachtung in Fachsprachen und auch in der natürlichen Sprache kaum gibt, müssen die meisten sog. Synonyme als Quasisynonyme angesehen werden. „Quasisynonyme sind bedeutungsähnliche Bezeichnungen, bei denen es aber keine vollständige Deckung gibt.“ 5
Quasisynonyme sind also zwei oder mehr Bezeichnungen, die als synonym empfunden werden, obwohl leichte Bedeutungsunterschiede bestehen. Auf dieses Problem stoßen wir auch bei Betrachtung der ausgewählten Wörter. 3. Defintionen Hyperonym und Hyponym
Hyperonym:
5 Bußmann, Hadumod (1990) Lexikon der Sprachwissenschaft. S. 904
6 Duden, Das große Fremdwörterbuch
4
Arbeit zitieren:
Andrea Krumnow, 2003, Semantische Relationen: Synonymie, Hyperonymie, Hyponymie, München, GRIN Verlag GmbH
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Bilaterales Zeichenmodell, Semiotisches Dreieck, Organonmodell
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