Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Medienspezifische Agenda-Setting Effekte 3
2.1 Unterschiedliche Wirkung von
Fernsehen und Zeitungen 3
2.2 Die Glaubwürdigkeit des Kommunikators 5
3. Unterschiedliche Ansätze und Probleme
bei der Erforschung von Agenda-Setting Effekten 6
3.1 Probleme bei der Erforschung
von Agenda-Setting Effekten 7
3.2 Widersprüchliche Forschungsergebnisse 7
4. Zusammenfassung und Ausblick 10
5. Literatur 12
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1. Einleitung
Nachdem McCombs und Shaw Anfang der 70er Jahre ihren Artikel ,,The Agenda-Setting-Function of Mass Media'' herausbrachten, hielt der Begriff des Agenda-Setting Einzug in den Wortschatz der Medienwirkungsforschung. Im Gegensatz zur klassischen
Persuasionsforschung und dem Effekt der selektiven Wahrnehmung, steht hierbei nicht mehr die Frage im Fordergrund, wie und mit welcher Tendenz die Medien berichten, sondern worüber sie berichten. Die Agenda-Setting-These besagt, dass die Medien nicht beeinflussen, was Rezipienten über bestimmte Themen denken, sondern welche Themen sie für unabdingbar in der öffentlichen Diskussion, also für lebenswichtig halten (Brosius, 1994, S. 270). Die Rezipienten
empfinden demnach Themen als wichtig, die weit oben auf der Agenda der Medien stehen. Den Grundstein der Theorie beschreiben McComb und Shaw in ihrer Arbeit wie folgt: „While the mass media may have little influence on the direction or intensity of attitudes, it is hypothesized that the mass media set the agenda for each political campaign, influencing the salience of attitudes toward the political issues [Hervorhebungen im Original].“ (1972, S. 177). Trotz vieler methodischer Schwachpunkte (kleine Stichprobe, keine Abfrage der Mediennutzung, etc.) bei der Chapel Hill Studie von McCombs und Shaw, die den Ausgangspunkt der Agenda-Setting-These bildete, löste diese eine große Anzahl von Nachfolgeuntersuchungen aus und bleibt bis heute ein wichtiger Bestandteil der medienzentrierten Wirkungsforschung.
Bei diesen Untersuchungen wurden das Fernsehen und die Printmedien (insbesondere Zeitungen) als Hauptlieferanten von Nachrichten angesehen und bilden dabei die Medienkomponente der Studien. McCombs und Shaw´s Agenda Setting Studie und eine Reihe von Nachfolgeuntersuchungen (Sanders & Atwood, 1975; Carey, 1976;
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u.v.a) ergaben keine signifikanten Unterschiede zwischen den durch die beiden Medien hervorgerufenen Effekten. Andere Forscher fanden heraus, dass Zeitungen effektiver in ihrer Agenda-Setting-Funktion sind, während gegenteilige Ergebnisse von einer stärkeren Wirkung des Fernsehens sprechen.
Diese Arbeit liefert einen Überblick über Forschungsansätze zur medienspezifischen Untersuchung von Agenda-Setting-Effekten und die Erforschung unterschiedlicher Wirkungspotenziale von Zeitungen und Fernsehprogrammen. Des weiteren werden methodische Probleme in der Erforschung der Wirkung von Fernsehen und Zeitungen in bezug auf Agenda-Setting-Effekte anhand von Beispielstudien näher erläutert.
2. Medienspezifische Agenda-Setting-Effekte
Im folgenden sollen die Eigenschaften eines Kommunikators und ihr Einfluss auf die daraus resultierenden Agenda-Setting-Effekte erörtert werden. Nach Durchsicht verschiedener Lösungsansätze zu dieser Problematik sind die Wirkungspotenziale von Fernsehen und Zeitungen sowie der Einfluss der Glaubwürdigkeit der Kommunikatoren die zentralen Anknüpfungspunkte (Eichhorn, 1996, S. 38; Rössler, 1997, S. 144- 148).
2.1 Unterschiedliche Wirkung von Fernsehen und Zeitungen
In seiner Studie zur Europawahl 1979 kommt Schönbach zu dem Ergebnis, dass vom Fernsehen aufgegriffene Themen einen unmittelbaren, kurzfristigen Einfluss auf das Publikum ausüben (Schönbach, 1991, 127-129). McCombs macht in seiner 1972 durchgeführten Studien zum US-Wahlkampf dieselbe Erfahrung und
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Arbeit zitieren:
Srdjan Govedarica, 2001, Der Agenda-Setting-Effekt bei unterschiedlichen Medien, München, GRIN Verlag GmbH
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