Universität Leipzig
Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft
Lehrstuhl Historische und Systematische Kommunikationswissenschaft
Seminar
Einführung in die Kommunikationswissenschaft
Wintersemester 1999/2000
Geschlechtsspezifische Kommunikation
Matthias Krause
Sportwissenschaft
(Magister, KMW und Theaterwissenschaft im NF)
1. Semester
Abgabe: 31. März 2000
Gliederung
Thema
1. Vorwort 3
2. Die Sprache als System 4
3. Das sprachliche Verhalten von Frauen 5
4. Das sprachliche Verhalten von Männern 7
5. Der Vergleich von Senta Trömel-Plötz und Deborah Tannen
5.1 Senta Trömel-Plötz
5.1.1 Die Erkenntnisse von Senta Trömel-Plötz 8
5.1.2 Interpretation 9
5.2 Deborah Tannen
5.2.1 Die Erkenntnisse von Deborah Tannen 10
5.2.2 Interpretation 12
6. Nachwort 13
7. Zitatnachweis 14
8. Quellennachweis 15
2
1. Vorwort
Gibt es einen Unterschied zwischen der männlichen und der weiblichen Kommunikation? Woran liegt es, dass Männer und Frauen sich so oft missverstehen? Kann man anhand bestimmter Definitionen das Gesprächsverhalten des anderen Geschlechts erlernen? Da diese Fragen sehr viele Menschen beschäftigen und man zu diesem Thema auch sehr unterschiedliche Meinungen haben kann, soll diese schriftliche Ausarbeitung des Referats mit dem Thema “Geschlechtsspezifische Kommunikation” dazu beitragen, das “Problem” zwischen Männer und Frauen mit Hilfe der Erkenntnisse einiger Forscherinnen aufzuklären. Es wird versucht, das Gesprächsverhalten des anderen Geschlechts dem Leser näher zu bringen um so einige Missverständnisse von Beginn an aus den Weg zu räumen. Dabei soll das Augenmerk auf die beiden Forscherinnen Senta Trömel-Plötz und Deborah Tannen gerichtet werden. Ihre Erkenntnisse und Aussagen sind ein wichtiger Bestandteil dieser schriftlichen Ausarbeitung. Die komplette Ausarbeitung wurde nach den Hinweisen von Tobias Liebert “Zitieren und Belegen von Quellen - Hinweise zur formalen Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten” geschrieben.
3
2. Die Sprache als System
Das System ist und war schon immer in fast allen Bereichen auf den Mann zugeschnitten. Das erkennt man zum Beispiel schon an einigen Berufsbezeichnungen und Ausdrücken. Worte, wie Politiker, Gesetzgeber, Bauherr, Ratsherr oder Milchmann sind typische Männerbezeichnungen. Die weibliche Form von ihnen, wie Politikerin oder Bauherrin sind erst in der Zeit der Emanzipation richtig zur Geltung gekommen. Auch anhand von einigen Redensarten ist dieser Status des Mannes zu beweisen. Es gibt Redensarten, wie “seinen Mann stehen” oder “der kluge Mann baut vor”, welche auf die Frau auch zutreffen, die jedoch vom Wortlaut nur von dem Mann handeln. Trotz der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau geht die Weiterentwicklung solcher alten Redensarten nur sehr langsam voran. Das ändert auch nichts, wenn Frauen in solchen Gebieten mit der typischen Männerbezeichnung in der Mehrheit sind. Was sich eingebürgert hat, lässt sich nur ganz schwer ändern. Aus diesem Grund haben auch viele Sprecher - eines Vortrages zum Beispieldas Problem, dass sie sich so ausdrücken müssen, dass sie auch richtig verstanden werden. So fühlt sich zum Beispiel eine Frau ausgegrenzt, verunsichert und vergessen, wenn der Sprecher nur von Ärzten und Dozenten spricht, obwohl er eigentlich die Absicht hatte, Männer und Frauen anzusprechen. Es entsteht ein tautologisches Missverständnis zwischen dem Sprecher und den Zuhörerrinnen. Aus diesem Grund gibt es einige Worte, die im Sprachgebrauch ambig sind. Dabei handelt es sich um Begriffe, wie Politiker oder Arzt, welche durch ihre Zweideutigkeit den Mann oder die Frau meinen können. Trotzdem wird in unserer Gesellschaft nur dann eine Gleichbehandlung erreicht, wenn es sich eingebürgert hat, die Frau explizit anzusprechen.
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Arbeit zitieren:
Matthias Krause, 2000, Geschlechtsspezifische Kommunikation, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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