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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 4
2. Polarisation der Aufmerksamkeit. 4
2.1. Beschreibung des Phänomens 4
2.2 Zweck des Phänomens 5
2.2.1 Umgebung. 7
2.2.2 Freiheit. 8
2.2.3 Material. 9
2.2.4 Vorbereitung der Lehrerin 11
3. Fazit. 12
4. Literaturverzeichnis 16
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1. Einleitung
Das Thema der Hausarbeit ist die Polarisation der Aufmerksamkeit. Diese Erscheinung wird in der Literatur auch als „Montessori-Phänomen“ bezeichnet. Dieses Phänomen war das vorrangige Ziel der Ärztin und Pädagogin, das es in der Erziehung der Kinder zu erreichen galt. Zur Erreichung dieses Ziels müßen bestimmte Faktoren erfüllt werden; auch an die Lehrkraft werden besondere Ansprüche gestellt. Diese bestimmenden Faktoren sollen im Anschluß an der Beschreibung des Phänomens behandelt werden.
Zum Schluß der Arbeit soll bearbeitet werden, ob die Ziele (ihre Unterrichtspraxis), die sich Montessori setzte, auch in der heutigen Zeit ihre pädagogische Bedeutung behalten haben.
2. Polarisation der Aufmerksamkeit
2.1. Beschreibung des Phänomens
Maria Montessori schrieb, daß die Organisation des psychischen Lebens mit dem Phänomen der Aufmerksamkeit beginnt 1 . Das erste Mal erlebte Montessori diese methodische Meditation (Montessori benutzte die Begriffe „Polarisation der Aufmerksamkeit“, „Phänomen“, „methodische Meditation“ und „methodische Konzentration“ synonym) in San Lorenzo bei einem dreijährigen Kind. Das Mädchen beschäftigte sich mit einem Einsteckzylinderblock, aus dem es die kleinen Holzzylinder herauszog und wieder an ihre Stelle steckte. Auch unter erheblichen Ablenkungsbemühungen der Pädagogin, ließ sich das Kind nicht von seiner Tätigkeit abbringen. Wieder und wieder vollzog es die Bewegungsabläufe. Insgesamt hat Montessori 44 Übungen gezählt. Nach dieser Tätigkeit schaute das Mädchen zufrieden um sich und wirkte als sei es aus einem erholsamen Schlaf erwacht. 2
Tolstoi beschrieb ein ähnliches Geschehen unter Bauernkindern, die er in der Schule auf Jasnaja Poljana unterrichtete. 3
Das Montessori-Phänomen ließ sich auch bei den anderern Kinder erzeugen. Die Kinder schienen sich durch dieses Phänomen vollständig zu verändern. Für Montessori war dieses
1 Maria Montessori: Schule des Kindes, Seite 69.
2 Ebenda, Seite 70.
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Ereignis eine prägende Erfahrung, sie sprach sogar von einer Offenbarung. 4 Desweiteren konnte Montessori dieses Phänomen auch bei Erwachsenen feststellen, „die in einer intensiven Anziehung auf eine Sache unter Fixierung auf sie den Prozeß einer Selbstoffenbarung oder Selbsterfahrung durchlaufen.“ 5 Montessori unterteilte den Verlauf des Phänomens (seine äußere Erscheinungsform) in drei Phasen 6 :
a) Phase der Einübung
In dieser Phase ist das Kind mit der Auswahl des Materials beschäftigt.
b) Phase der großen Arbeit
Hier ist die Bindung der kindlichen Aufmerksamkeit an den Gegenstand eingetreten.
c) Abschlußphase
Während dieser Phase verarbeitet das Kind die gemachten Erfahrungen. Aus dieser Verarbeitung erwachsen die eigentlichen Entdeckungen.
Dieses Phänomen läßt sich nur erzeugen, wenn eine Reihe von Faktoren erfüllt sind. Diese Faktoren, werden später behandelt, da es zunächst wichtiger erscheint den Zweck dieses Phänomens zu kennen, bevor man sich mit dem Erreichen dieses Ziels beschäftigt.
2.2 Zweck des Phänomens
Was genau meinte Montessori also, als sie schrieb: „Die Organisation des psychischen Lebens setzt mit dem charakteristischen Phänomen der Aufmerksamkeit ein.“ 7 Zunächst einmal muß die Psyche des Kindes vorher unorganisiert gewesen sein. Dieser Zustand des Kindes ist aber keinesfalls der Normale, sondern eine Deviation, die durch das Abweichen von der „inneren Schöpfung“ 8 entstanden ist. Montessori schrieb hierzu: „Wenn die Arbeit eine Haltung geworden ist, erhöht sich das intellektuelle Niveau sehr schnell, und die organisierte Ordung läßt das gute Verhalten zu einer Haltung werden. Die Kinder arbeiten dann mit Ordnung, Ausdauer und Disziplin in einer andauerenden, natürlichen Weise.“ 9 Ziel der Montessori Pädagogik ist es, dem Kind die Möglichkeit zu geben, sich normal zu entwickeln, die Abweichungen zu reduzieren; es zurück zur „Normalität“ zu leiten.
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Hildegard Holtstiege (1): Maria Montessori, Seite 39.
4 Maria Montessori: Schule des Kindes, Seite 69.
5 Hildegard Holtstiege (1): Maria Montessori, Seite 94.
6 Montessori, Seite 102.
7 Ebenda, Seite 69.
8 Ebenda, Seite 70.
Arbeit zitieren:
Martin Boras, 1999, Maria Montessori - Polarisation der Aufmerksamkeit, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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