Inhalt
0. Vorbemerkung
1. Einleitung
2. Erläuterung der Basisdaten / Basisannahmen
2.1 Geburten
2.2 Lebenserwartung
2.3 Wanderungen
3. Altersaufbau
4. Entwicklungen in der ehemaligen DDR und in Westdeutschland
4.1 Die Entwicklung in Westdeutschland
4.2 Die Entwicklung in der DDR
5. Gesamtbevölkerungszahl in Deutschland
6. Vergleich mit dem Ausland
7. Schlußbemerkung
Anmerkungen
Anhang
Weiterf ührende Literatur
Best ätigung der eigenständigen Arbeitsleistung
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Diese Hausarbeit wurde verfasst zur „Übung Einführung in die Soziologie II“, gehalten an der Ruhr-Universität Bochum am Donnerstag, den 31. Oktober 2002.
0. Vorbemerkung
Über die Entwicklung der Bevölkerung wird zur Zeit viel in den Medien diskutiert, Themen sind dort z.B. die Gesetzgebung in Bezug auf die Einwanderungspolitik der BRD, die Zuverlässigkeit des staatlichen Rentensystems, der absehbare Zusammenbruch auch der gesetzlichen Pflegeversicherung und die immer weiter fortschreitende Schwierigkeit der Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassenleistungen (da ältere Menschen im Schnitt häufiger oder länger krank sind als Jüngere. Dadurch das die jüngere Gesellschaft in der Minderheit ist, decken die eingegangenen Beiträge allerdings seit einiger Zeit nicht mehr die notwendigen Ausgaben und der Rückgriff auf das gesetzlich vorgeschriebene finanzielle Polster dieser Versicherungen wird über einen länger andauernden Zeitraum auch nicht immer bzw. irgendwann gar nicht mehr möglich sein.) und weitere Problematiken im Hinblick auf die Überalterung der deutschen Gesellschaft.
Als bereits vergangene Entwicklungen in der Bevölkerung sind dem deutschen Bundesbürger vor allem der „Baby-Boom“ in den 60er Jahren und der Versuch des Nationalsozialistischen Staates vor und während des ersten Weltkrieges mit menschenverachtender Judenvernichtung in die Bevölkerungsstruktur ihres Landes einzugreifen im Gedächtnis. Über das Allgemeinwissen hinaus gehen natürlich die Aussagen von
Bevölkerungswissenschaftlern. Dabei ist die Bevölkerungswissenschaft keine eigenständige Disziplin, sondern sie setzt sich aus Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen z.B. aus den Bereichen der Mathematik, Statistik, Biologie etc. zusammen. Neben der Darstellung der Entwicklungen und ihren Versuchen möglichst zutreffende Zukunftsprognosen abzugeben bestehen ihre Aufgaben unter anderem darin z.B. die Bedingungen der Geburtenentwicklung, der Migration etc. zu heraus zu arbeiten. Außerdem klären sie darüber auf, welche Folgen und Probleme sich aus diesen Tatbeständen bzw. Prognosen ergeben und Versuchen mögliche Lösungswege für Politik und Gesellschaft aufzuzeigen.
1. Einleitung
Um die „Struktur und Entwicklung der Bevölkerung“ (= Titel der Vorlesung und Übung Einführung in die Soziologie II am 31.Oktober 2002) in Deutschland beschreiben zu können stehen stets nur Modelle zur Verfügung. Diese Modelle gewähren keine 100 %ige Sicherheit,
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d.h. ihr tatsächliches Eintreffen ist eher zufällig bzw. erfolgt dann wenn die zur Modellrechnung angenommenen Daten und die ihr zugrunde liegenden vergangenen Trends zutreffend bleiben. Ändern können sich die angenommenen Daten zum Beispiel durch eintretenden Krieg, unerwartet zunehmenden bzw. abnehmenden Kinderwunsch, andauernde Wirtschaftskrisen, Naturkatastrophen etc.. „Unter Bevölkerung versteht man [dabei] die Gesamtzahl der Einwohner innerhalb eines politisch abgrenzbaren Gebietes“ 1 Die hier vorgestellten Daten und Schaubilder beziehen sich (soweit nicht anders angegeben) auf den Bevölkerungsstand vom 1.1. 1998 in Deutschland und sind dem Bericht „Bevölkerungsentwicklung in Deutschland bis zum Jahr 2050“ des Statistischen Bundesamtes entnommen (Stand Juli 2000).
Die Basisdaten für derartige Modelle gehen hervor aus beobachteten und erwarteten Geburten- und Sterbefällen (Lebenserwartung) sowie beobachteten und erwarteten Wanderungen der Bevölkerung (wobei die Wanderungen von deutschen und ausländischen Bürgern in den gängigen Medien teilweise getrennt berechnet und dargestellt werden).
1. Erläuterung der Basisdaten / Basisannahmen
Bei den Basisdaten ist zu unterscheiden zwischen Wanderungen und „natürliche[n] Bevölkerungsbewegung[en]“ 2 zu denen die Geburtenzahlen und das Lebensalter bzw. die Lebenserwartung zählt.
2.1 Geburten
Durch die „zusammenfassende Geburtenziffer“ 3 wird angegeben wie viele Kinder 1000 Frauen im Durchschnitt gebären würden, hielten die gegenwärtigen Bedingungen in Bezug auf Lebensumstände, Wirtschaftslage, Kinderfreundlichkeit der Gesellschaft etc. für die Dauer ihres Lebens bzw. für die Dauer ihrer Gebährfähigkeit kontinuierlich an. Laut dem Statistischen Bundesamt müßten 1000 Frauen durchschnittlich circa 2100 Kinder gebären um den gegenwärtigen Bevölkerungsstand zu halten. Das sind im Schnitt 2,1 Kinder pro Familie bzw. Elternpaar, wobei diese Generation ihrerseits wieder pro Paar 2,1 Kinder gebären müßte usw. Tatsächlich lag die „zusammenfassende Geburtenziffer“ in den alten Bundesländern Mitte der 80er Jahre allerdings unter 1300 Kindern pro 1000 Frauen und kennzeichnet damit einen absoluten Tiefpunkt. Zum Vergleich: Während des so genannten „Baby-Booms“ in den 60er Jahren betrug die durchschnittliche Kinderzahl pro Familie 2,5. 4
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Arbeit zitieren:
Conny Meyer, 2003, Bevölkerungsstruktur und -entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland, München, GRIN Verlag GmbH
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