Kompaktseminar
Zum Thema:
Sportstadt Berlin: Im Fokus Deutscher Geschichte
Thema:
Eine Heimstadt für Athleten:
Das Olympische Dorf Döberitz
vorgelegt von:
Christiane Jansen
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung S 3
2. Die Entscheidung: Döberitz S 3
3. Planung des Olympischen Dorfes S 4
4. Bau des Olympischen Dorfes S 5
5. Beginn der Olympischen Spiele S 6
6. Leben im Dorf S 7
6.1 Die Dorfverwaltung S 7
6.2 Kontrolle des Dorfes S 7
6.3 Die Dorfzeitung S 8
6.4 Die Einkaufsmöglichkeiten S 8
6.5 Der Transportdienst S 9
7. Gebäude im Olympischen Dorf S 9
7.1 Empfangsgebäude S 9
7.2 Unterbringung S 10
7.3 Wirtschaftsgebäude S 11
7.4 Sportanlagen S 11
7.5 Arztlichter Dienst S 12
7.6 Hindenburg-Haus S 12
7.7 Die Bastion S 13
8. Was danach geschah S 13
9. Schluss S 14
2
1. Einleitung
Die Idee der gemeinschaftliche Unterbringung der Athleten vor und während der Olympischen Spiele ist keineswegs neu, denn schon aus Berichten der Spiele des Altertums wurde die gemeinsame Unterbringung im „geheiligten Bezirk von Elis“ 1 übermittelt. Sie diente dem friedvollen Austausch zwischen den Nationen und zu letzter gemeinsamer Vorbereitung.
Die Tradition, die Athleten in einer gemeinsamen Stätte unterzubringen, wurde erst zu den Spielen 1932 in Los Angeles vollständig wieder entdeckt. Zwar war der Grund für den Bau des Olympischen Dorfes in Los Angeles weniger dem Interesse an Gemeinsamkeit der Athleten gewidmet, eher hatte er seinen großen Vorteil in der Kosteneinsparung. So konnte auch gleichzeitig noch der Mangel an Hotelquartieren umgangen werden.
2. Die Entscheidung: Döberitz
Berlin hatte sich bereits für die Spiele 1916 beworben, da diese allerdings wegen des
1. Weltkrieges ausfallen mussten, bewarb man sich nochmals in den 20er Jahren
und wurde 1931 erneut für die Austragung der Olympischen Spiele ausgewählt. Auch für die Errichtung eines Olympischen Dorfes wurde sich ausgesprochen, denn wie Blomberg sagte: „Der Gedanke des Olympischen Dorfes ist wie kaum ein anderer geeignet, die Völker im Geiste des Sports und im Dienste hoher menschlicher Ideale einander Näherzubringen.“ 2
Was nun noch fehlte war das geeignete Gelände:
Da der Bau des Olympischen Dorfes der Wehrmacht unterstellt war, bot sich das Militärlager Döberitz geradezu an. Döberitz war ein Truppenübungsplatz mit Tradition und es bestand zum einen die Möglichkeit, bereits bestehende Bauten zu nutzen oder aber auch -wie später verwirklicht- den unbebauten Teil des Übungsplatzes in ein Dorf zu verwandeln.
1
ORGANISATIONSKOMITEE FÜR DIE XI. OLYMPIADE BERLIN 1936: XI.Olympiade
Berlin 1936. Amtl.Bericht ; Wilhelm Limpert Verlag Berlin o.J.; S.186 Mitte; Band I.
2
MARCH, Werner: Olympisches Dorf 1936; Berlin; o.J.; S.1.
3
Zum anderen lag das Gebiet ruhig und beschaulich 14 km westlich der Stadt und hatte doch gleichzeitig eine gute Verkehrsanbindung über die Hamburger Chaussee (heute B5) zur Stadt Berlin.
Landschaftlich gesehen gab es kaum einen besseren Ort zur Errichtung des Olympischen Dorfes. Eingebettet in die märkische Landschaft, reich an Grundwasser, mit Anhöhen, Kiefern, Birken, Eichen, der Talsenkung eines alten Wasserlaufes und ihren wiesenartigen Freiflächen.
Wegen der Schönheit der Lage und der sich daher bietenden Möglichkeiten erkannte das Organisationskomitee das Olympische Dorf auch als Propagandamittel: „Das Gelände sollte den ausländischen Gästen das Erlebnis einer von urdeutschem Geist beseelten märkischen Landschaft und gleichzeitig die Idee vom neuen deutschen Geist vermitteln.“ 3
3. Planung des Olympischen Dorfes
Nachdem der Vorschlag des Organisationskomitees 1933 auf das Militärlager Döberitz gefallen war und der Reichswehrminister das Gebiet zur neuen Bebauung zur Verfügung gestellt hatte, konnte mit dem Bau begonnen werden.
Der Architekt Werner March erhielt –unter Obhut der deutschen Wehrmacht- die Oberleitung über die 550.000 qm umfassende Fläche, und bildete mit seinem Bruder Walter March, dem Architekten Dr. Steinmetz sowie dem Gartenarchitekten Prof. Wiepking -Jürgensmann ein Team zur Planung der Anlage und der Bauten. Dieses Olympische Dorf, welches nur mit einem Zehntel der Gesamtfläche bebaut wurde, sollte neue Heimat werden für ursprünglich 3500 Teilnehmer aller Nationen. Eine große glückliche Familie aus 40 Nationen sollte hier leben.
So ganz ohne Eigennutz allerdings hatte die Wehrmacht das Gelände nicht zur Verfügung gestellt. Hier sollte im Anschluss an die Spiele die Infanterieschule und das 1. Bataillon des Infanterie-Lehrregimes untergebracht werden. Der Bau des
3
CILLEßEN, Wolfgang: Das Olympische Dorf von 1936 – Dorf des Friedens?; in:
http:// www.dhm.de/-jarmer/olympiaheft/olympia8.htm (2.6.2003); S.1
4
Arbeit zitieren:
Christiane Jansen, 2003, Eine Heimstadt für Athleten: Das Olympische Dorf Döberitz, München, GRIN Verlag GmbH
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