Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 2
2. Der Energieverbrauch privater Haushalte 3
2.1 Was ist Energie? Was ist Energieeinsparung? 3
2.2 Der Energieverbrauch privater Haushalte der BRD in Zahlen 4
2.3 Die Notwendigkeit des Energiesparens 7
3. Umweltbewußtsein und Umweltverhalten im Energiebereich 10
3.1 Definition der Begriffe Umweltbewußtsein und energiesparendes
Verhalten 10
3.2 Statistische Daten zum Umweltbewußtsein und Umweltverhalten der
deutschen Bevölkerung 13
4. Strategien zur Förderung energiesparenden Verhaltens 19
4.1 Preise. 19
4.2 Informationen 20
4.3 Verbrauchsrückmeldungen. 21
4.4 Anreize 21
4.5 Einstellungen und Werte. 22
5. Schlußbetrachtungen 26
Literaturverzeichnis. 28
Abbildungsverzeichnis 30
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1. Einleitung
Diese Hausarbeit befaßt sich mit Energiesparen in privaten Haushalten in der Bundesrepublik Deutschland.
In der Bundesrepublik Deutschland hat sich der Energieverbrauch in den letzten 50 Jahren verdreifacht (Bundesamt für Statistik, 2002, S. 370). In Kapitel 2.2 (S. 4-7) werde ich aufzeigen, daß insbesondere die privaten Haushalte wesentlich zu dieser Steigerung beigetragen haben. Der hohe Energieverbrauch westlicher Industrienationen verursacht schwerwiegende Umweltprobleme, beispielsweise das des Treibhauseffektes mit globalen Klimaveränderungen (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, 2002a, S. 11). Ich halte daher eine Beschäftigung mit diesem Thema für eine wichtige, alle Menschen betreffende Angelegenheit und habe daher den Energieverbrauch privater Haushalte zum Thema meiner Hausarbeit gemacht.
Im 2. Kapitel werde ich den Energieverbrauch privater Haushalte der Bundesrepublik Deutschland darstellen und darauf aufbauend die dringende Notwendigkeit des Energiesparens aufzeigen. Das 3. Kapitel befaßt sich mit dem Umweltbewußtsein und dem Umweltverhalten privater Haushalte. Zunächst werde ich die Begriffe Umweltbewußtsein und Umweltverhalten in Bezug auf Energiesparen definieren. Im Anschluß folgen statistische Daten aus Umfragen bezüglich des Umweltbewußtseins und des Energiesparverhaltens der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland. Im 4. Kapitel werde ich verhaltensabhängige Strategien zum Energiesparen erörtern. Hierbei handelt es sich um Ansätze, die mittels Preise, Information über energiesparendes Verhalten, Verbrauchsrückmeldungen, Anreize und mittels Einstellungen und Werte Einfluß auf das Umweltverhalten der Verbraucher nehmen. Die Hausarbeit endet mit einer persönlichen Einschätzung zum gegenwärtigen Stand der psychologischen Forschung bezüglich energiesparenden Verhaltens.
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2. Der Energieverbrauch privater Haushalte
Zu Beginn dieses Kapitels werden die Begriffe Energie und Energieeinsparung erläutert. Im Anschluß wird der Energieverbrauch privater Haushalte in der Bundesrepublik Deutschland dargestellt. Das letzte Unterkapitel befaßt sich mit möglichen Szenarios des Umweltbundesamtes zum zukünftigen Energieverbrauch.
2.1 Was ist Energie? Was ist Energieeinsparung?
Bevor im folgenden Kapitel genaue Daten zum gegenwärtigen Energieverbrauch privater Haushalte aufgeführt werden, sehe ich es als notwendig an, wesentliche Begriffe kurz zu definieren:
Nach Hellbrück (1999, S. 542-547) wird Energie als Arbeit definiert, die geleistet wird, wenn eine Kraft von 1 Newton ihren Angriffspunkt um 1 m in Wegrichtung dieser Kraft verschiebt. Energie tritt dabei in verschiedenen Formen auf: Als mechanische, thermische, elektrische, magnetische, chemische Energie sowie als Strahlungs- und Kernenergie. Sie kann von einer Form in eine andere umgewandelt werden. Diese Umwandlungen können reversible oder irreversible sein. Da Energie also lediglich umgewandelt werden kann, ist der alltäglich verwendete Begriff Energieverbrauch 1 eher irreführend. Er wird jedoch in dieser Arbeit aufgrund des häufigen Gebrauchs benutzt.
1 Zur Messung des Energieverbrauchs lassen sich im Wesentlichen zwei Größen heranziehen: Zum einen der Primärenergieverbrauch, zum anderen der Endenergieverbrauch. Der Primärenergieverbrauch kann von der Verwendungsseite her als Summe aus dem Endenergieverbrauch, dem nicht energetischen Verbrauch sowie dem Saldo in der Umwandlungsbilanz berechnet werden. Der Primärenergieverbrauch bildet den Verbrauch von Energieträgern vor der Umwandlung ab; über 90 % der hier erfaßten Energieträger befinden sich im Rohzustand und werden erst durch Umwandlungsprozesse in einen für Verbrauchszwecke nutzbaren Zustand überführt. Im Endenergieverbrauch werden der Verbrauch sowohl von Primärenergieträgern als auch von Sekundärenergieträgern, d. h. Energieträgern, die Produkte eines Umwandlungsprozesses sind, bei den Endabnehmern -Industrie, Verkehr, private Haushalte sowie Handel, Gewerbe, öffentliche Einrichtungen und Dienstleistungen- erfaßt (Bundesamt für Statistik, 2002, S. 369).
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Nach Grawe, Schulz & Winkler (1990, S. 12-13) bedeutet Energieeinsparung die Verminderung des Energieverbrauchs für einzelne Stufen in oder für die gesamte Energienutzungskette. Diese Kette umfaßt die Gewinnung der Primärenergie, die Umwandlung der Primärenergie in Endenergie, die Wandlung der Endenergie in Nutzenergie und schließlich den vom Verbraucher gewünschten Energienutzen, die Energiedienstleistung. Beispiele für Energieeinsparungen in diesem Sinne sind die Verringerung des Energieverbrauchs zur Beheizung einer Wohnung oder die Reduzierung des Energieverbrauchs für einen bestimmten Waschgang mit der Waschmaschine.
2.2 Der Energieverbrauch privater Haushalte der BRD in Zahlen
Seit 1950 hat sich im früheren Bundesgebiet sowohl der Primär- als auch der Endenergieverbrauch verdreifacht (Bundesamt für Statistik, 2002, S. 370). In Deutschland wurden im Jahr 2000 etwa 14.200 Petajoule (PJ) Primärenergie verbraucht. Das entspricht knapp 500 Mio. t Steinkohle oder knapp 4.000 Mrd. kWh. Damit beträgt der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch an Energie 177 Gigajoule (GJ), 6 t Steinkohle oder gut 49.000 kWh (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, 2002a, S. 19). Die folgende Grafik zeigt, daß der gesamte Endenergieverbrauch im Jahr 2000 9197 PJ betrug. Private Haushalte hatten dabei einen Anteil von 28 %; private Haushalte einschließlich Kleinverbraucher einen Anteil von 44 %. Der Anteil der Industrie lag bei 26 % und der Anteil des Verkehrs bei 30 %.
Abb. 1 - Primärenergieverbrauch nach Energiesektoren in PJ
Auffällig ist die unterschiedliche Entwicklung im Verbrauchsverhalten der jeweiligen Sektoren. Laut Bundesamt für Statistik (2002, S. 377) entwickelte sich der Energiebedarf für die drei Verbrauchergruppen Industrie, Verkehr, Haushalte (einschl. Kleinverbraucher) in der Vergangenheit unterschiedlich. Während im früheren Bundesgebiet 1950 noch die Industrie mit einem Anteil von rund 46% Hauptabnehmer von Endenergie war und die Haushalte und Kleinverbraucher nur mit 37% am Endverbrauch partizipierten, hat sich das Verhältnis mittlerweile umgekehrt. Die Ursachen für diese Entwicklung liegen insbesondere in der zunehmenden Ausstattung der privaten Haushalte mit elektrischen Haushaltsgeräten, in gestiegenen Verkehrsleistungen und im relativ sparsameren Einsatz im Rahmen der Industrieproduktion. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2002a, S. 20) sieht eine weitere Ursache im wirtschaftlichen Strukturwandel von energieintensiven Produkten hin zu Dienstleistungen und kommt aufgrund dieser gegenläufigen Tendenzen zu dem Ergebnis, daß der Endenergieverbrauch praktisch unverändert geblieben ist.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist, daß die Energieversorgung der Bundesrepublik Deutschland ganz überwiegend auf fossile Energieträger, wie etwa Kohle, Erdöl, Erdgas sowie Uran basiert.
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Abb. 2 - Anteil der Energieträger am Primärenergieverbrauch 2001
Dies führt zu einer Reihe von Problemen: Laut Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2002a, S. 10-12) liegen die Schwierigkeiten nicht nur in der frühzeitigen Erschöpfung dieser nichtregenerativen Energievorräte und in der bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern entstehenden Luftschadstoffe wie Schwefeldioxid und Stickoxide. Diese sind sowohl für die Umwelt als auch für Menschen direkt gesundheitsschädigend. Denn neben diesen häufig auch als “klassische” Luftschadstoffe bezeichneten Emissionen wird bei jeglicher Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Energieträgern, also vor allem Kohle, Erdgas und Erdöl immer auch Kohlendioxid freigesetzt. Dieses Gas ist zwar in den hier relevanten Konzentrationen für Organismen nicht giftig, aber seine schädigende Wirkung liegt in der Verstärkung des Treibhauseffekts, der zu einer Erhöhung der globalen Temperaturen und zu zahlreichen Folgewirkungen führt. Deutschland hat 2000 rund 858 Mio. Tonnen Kohlendioxid emittiert. Das sind knapp 4 % der weltweiten Emissionen. Jeder Bewohner Deutschlands ist damit für den Ausstoß von über 10 t Kohlendioxid pro Jahr verantwortlich. Zum Vergleich: Ein US-Amerikaner bläst pro Jahr 22 t in die Luft, ein Chinese hingegen nur 2,7 t und ein Inder sogar nur 0,7 t. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2002a, S. 12) stellt fest, daß
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Arbeit zitieren:
Oliver Goebel, 2003, Energiesparen in privaten Haushalten, München, GRIN Verlag GmbH
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