Otto – von – Guericke – Universität
Institut für Soziologie
Proseminar: Familiensoziologie
Thema:
Die Berufstätigkeit der Frau
von
Heidi Fischer
Gliederung
1) Die Frau in verschiedenen Familienformen
a) die bäuerliche Familie
b) die bürgerliche Familie
c) die Arbeiterfamilie
2) Entwicklungen ab 1945
3) Freisetzung der Frau aus den traditionellen Rollenzuweisungen
4) Zurückbindende Bedingungen an die traditionelle Frauenrolle
5) Heutige berufliche Situation der Frau
6) Frauen in „Männerberufen“
7) Auswirkungen der Berufstätigkeit der Frau
a) auf die Ehe/ Partnerschaft
b) auf die Entwicklung der Kinder
c) auf die Frau selbst
8) Einstellungen zur Rollenverteilung
9) Anhang: Modernisierungskonsequenzen 10) Quellen
1) Die Frau in verschiedenen Familienformen
a) Die bäuerliche Familie
Die Bauernfamilie war eine Lebens – und Arbeitsgemeinschaft. Der Arbeitsbereich umfasste Haus und Hof. Besonders arbeits – und zeitintensiv war das Bereiten der Mahlzeiten aus Rohprodukten wie die Brotherstellung, die Butterproduktion, das Bereiten der Feuerstelle oder die Herstellung der Kleidung.
Die Frau konnte sich zwar eine innerhäusliche Machtstellung erarbeiten, aber ihre Arbeit blieb unöffentlich.
Das bedeutet, dass der Mann den Hof und die Familie repräsentierte und die Autorität über die Familie besaß.
Mutter und Bäuerin zu sein, war damals eine lebensfüllende Aufgabe.
b) Die bürgerliche Familie
Die bürgerliche Familie trennte den Lebens – und Arbeitsbereich voneinander. Mit dieser Überwindung des bäuerlichen Familienmodells wurde die Frau weitgehend aus dem Erwerbsleben ausgegrenzt und auf den häuslichen Sektor beschränkt. Das führte auch zu einer Zuschreibung fester Charaktereigenschaften der Geschlechter. Der Mann war zuständig für den Gelderwerb und das öffentliche Leben und erhielt seinen Autoritätsanspruch durch seine berufliche Qualifikation.
Typisch männliche Eigenschaften waren Rationalität, Aktivität und Durchsetzungsfähigkeit. Die Frau war demgegenüber der passive und emotionale Part in der Ehe. Sie hatte sich dem Mann anzupassen, unterzuordnen und ihm zu gehorchen.
Gerade die starke Anbindung der bürgerlichen Frau an das Haus bedeutete eine gewaltige Abhängigkeit vom Mann.
Die Mädchen lernten neben Lesen und Schreiben vor allem Klavierspielen, Tanz, Religion und Handarbeit.
Jungen hingegen besuchten öffentliche Schulen und Internate, um eine berufsbezogene Ausbildung zu erhalten.
Arbeit zitieren:
Heidi Fischer, 2003, Die Berufstätigkeit der Frau, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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