Universität Wien Institut für Musikwissenschaft Proseminar Liederzyklen (SS 2003)
Richard Strauss
David Siener
Inhaltsverzeichnis:
0. Gedichte im Original - Textabweichungen und Kompositionsdaten
1. Allgemeines
2. Zur Abfolge der Lieder und zur Zyklushaftigkeit
3. Analysen
3.1. Frühling
3.1.1.Text
3.1.2. Melodik und Motivik
3.1.3. Harmonik
3.2. September
3.2.1. Text
3.2.2. Melodik und Motivik
3.2.3. Harmonik
3.3. Beim Schlafengehen
3.3.1. Text
3.3.2. Melodik und Motivik
3.3.3. Harmonik
3.4. Im Abendrot
3.4.1. Text
3.4.2. Melodik und Motivik
3.4.3. Harmonik
4. Bibliographischer Nachweis
5. Notenbeispiele
0. Op. 150: »Vier letzte Lieder« Abfolge:
1. „Frühling“ (H. Hesse) op. 150, 1
2. „September“ (H. Hesse) op. 150, 2
3. „Beim Schlafengehen“ (H. Hesse) op. 150, 3
4. „Im Abendrot“ (Joseph v. Eichendorff) op. 150, 4
1. „Frühling“ In dämmrigen Grüften Träumte ich lang Von deinen Bäumen und blauen Lüften, Von deinem Duft und Vogelgesang. Nun liegst du erschlossen In Gleiß und Zier Von Licht übergossen Wie ein Wunder vor mir. Du kennest mich wieder, Du lockest mich zart, Es zittert durch all meine Glieder Deine selige Gegenwart.
Komposition:
Abweichung:
2. „September“ Der Garten trauert, Kühl sinkt in die Blumen der Regen. Der Sommer schauert Still seinem Ende entgegen. Golden tropft Blatt um Blatt Nieder vom hohen Akazienbaum. Sommer lächelt erstaunt und matt In den sterbenden Gartentraum. Lange noch bei den Rosen Bleibt er stehen, sehnt sich nach Ruh. Langsam tut er die großen, Müdgewordenen Augen zu.
Komposition:
Abweichung:
3. „Beim Schlafengehen“ Nun der Tag mich müd gemacht, Soll mein sehnliches Verlangen Freundlich die gestirnte Nacht Wie ein müdes Kind empfangen. Hände laßt von allem Tun, Stirn vergiß du alles Denken, Alle meine Sinne nun Wollen sich in Schlummer senken. Und die Seele unbewacht Will in freien Flügen schweben, Um im Zauberkreis der Nacht Tief und tausendfach zu leben. Komposition: 4. August 1948
4. „Im Abendrot“
Wir sind durch Not und Freude Gegangen Hand in Hand, Vom Wandern ruhn wir beide Nun überm stillen Land. Rings sich die Täler neigen, Es dunkelt schon die Luft, Zwei Lerchen nur noch steigen Nachträumend in den Duft. Tritt her, und laß sie schwirren, Bald ist es Schlafenszeit, Daß wir uns nicht verirren In dieser Einsamkeit. O weiter stiller Friede! So tief im Abendrot Wie sind wir wandermüde -Ist das etwa der Tod?
Komposition:
Abweichung:
Arbeit zitieren:
David Siener, 2003, Richard Strauss op. 150: "Vier letzte Lieder", München, GRIN Verlag GmbH
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