Praktikumsbericht Blockpraktikum Musik
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Inhaltsverzeichnis
1 Allgemeine Rahmenbedingungen 2
1.1 Das Goethe-Gymnasium 2
1.2 Das Fach Musik 3
1.3 Das Kollegium 3
1.4 Der Praktikumszeitraum 4
2 Praktikumsleistungen 6
2.1 Hospitationen 6
2.2 Selbst erteilte Unterrichtsstunden 9
2.3 Ausserunterrichtliche T atigkeiten 11
3 Planung und Durchf uhrung einer Unterrichtseinheit und Un-
terrichtsstunde 12
3.1 Die Unterrichtsreihe 12
3.2 Der zeitliche Rahmen 17
3.3 Die Planung einer Unterrichtsstunde 19
4 Reflexion 24
4.1 Reflexion der Unterrichtsergebnisse 24
4.2 Reflexion der eigenen Leistungen 24
4.3 Eigener Erfahrungsgewinn 26
Abbildungsverzeichnis 27
Quellenverzeichnis 28
Praktikumsbericht Blockpraktikum Musik 2
1 Allgemeine Rahmenbedingungen
1.1 Das Goethe-Gymnasium
Das Goethe-Gymnasium in ist ein altsprachliches Gymnasium. Es ist grundst¨ andig und damit eins der wenigen grundst¨ andigen alt-
sprachlichen Gymnasien in Leitbild sich die Schule st¨ utzt, lautet:
”
kannten das Unbekannte entwickeln und n¨ ahert sich dem Meister.“ 1
Die Schule hat eine Tradition von 104 Jahren.
Das Abitur ist aktuell ab der 7. Klasse in 12 Jahren zu erreichen, wie an
Gymnasien generell. Alle h¨ oheren Klassen machen ihr Abitur noch nach 13 Schuljahren.
Ab der 5. Klasse haben die Sch¨ uler Englisch, was aus der Grundschule fortgef¨ uhrt wird, und es kommt Latein hinzu. Ab der 8. Klasse ist Alt-Griechisch ebenfalls im Pflichtprogramm und die 4. Fremdsprache Franz¨ osisch wird wahlweise angeboten.
Wie angeblich an vielen anderen altsprachlichen Gymnasien ebenso, gibt es am Goethe-Gymnasium den Schulsamstag. An jedem 2. Samstag gibt es einen vollst¨ andigen Schultag, an dem in der Regel alle Klassen, alle Lehrer und alle F¨ acher vertreten sind.
Die Sch¨ uler kommen zu etwa 50% aus dem direkten Umfeld und sonst aus ganz angereist. Insgesamt gibt es derzeit leicht ¨ uber 800 Sch¨ uler(innen)
am Goethe-Gymnasium. 20% davon kommen aus nicht-deutschen Familien und insgesamt 15 Nationen. Lehrer gibt es 53, hinzu kommen 5 bis 12 Referendare. Das Durchschnittsalter der Lehrerschaft betr¨ agt etwa 50 Jahre. Der Prozentsatz der Sch¨ uler, die das Probehalbjahr nicht schaffen, liegt bei unter 0,8%.
Insgesamt habe ich am Goethe-Gymnasium eine fast ausschliesslich freundliche und offene Atmosph¨ are gesp¨ urt. Das begann bereits am Tag meiner dortigen Vorstellung.
1 Johann Wolfgang von Goethe: Maximen und Reflexionen 620
Praktikumsbericht Blockpraktikum Musik 3
1.2 Das Fach Musik
Musik wird am Goethe-Gymnasium von insgesamt 3 Lehrern unterrichtet. Diese 3 sind grundverschieden und ich hatte die Gelegenheit, bei allen in verschiedenen Klassen zu hospitieren sowie auch unter der Obhut eines jeden Musiklehrers zu unterrichten.
Es gibt einen haupts¨ achlichen Musikraum, der einen Fl¨ ugel beherbergt und ein mittelgrosses Archiv an Noten und Instrumenten. Zus¨ atzlich gibt es eine Aula, ebenfalls mit einem Fl¨ ugel und sogar einer Orgel best¨ uckt. Die Aula wird jedoch nicht f¨ ur den Unterricht genutzt, die ist lediglich Konzert- und Klausursaal. Auf Grund dieser Raumnot wird hin und wieder der Musikunterricht in den Klassenraum verlegt, was leider einige Probleme mit sich bringt. Zum einen ist immer der Lehrer Gast bei der Klasse, und nicht umgekehrt, wie es ein Musikraum mit entsprechender Atmosph¨ are hergibt. Zum anderen ist es in den Klassenr¨ aumen sehr schwierig, entsprechendes Equipment mitzubringen. Es gibt zwar einen tragbaren CD-Player mit Kassette, der sehr unhandlich und schwer ist, doch man kann ihn transportieren. Alles weitere, etwa ein Keyboard, weitere Instrumente, Medien oder Partituren oder auch allgemeine musikspezifische Gegenst¨ ande, an Hand derer gern spontan etwas demonstriert wird, gibt es nicht bzw. ist mit erheblichen zus¨ atzlichen Wegen und damit Zeiteinbussen verbunden.
Dennoch gibt es in der Sch¨ ulerschaft sehr viele, die Instrumente spielen und/oder in diversen Bands oder Orchester mitwirken. Leider sind solche Angebote nicht von der Schule gestellt, die Sch¨ uler besuchen und bezahlen eigenst¨ andig f¨ ur solche Angebote. Nichts desto Trotz finden im Goethe-Gymnasium regelm¨ assig Veranstaltungen statt, die musikalischer oder sonstiger k¨ unstlerischer Natur sind.
1.3 Das Kollegium
Das Lehrerkollegium am Goethe-Gymnasium ist laut Statistik ¨ uber 50 Jah-
re alt im Durchschnitt. Dennoch gibt es im Lehrerzimmer auch eine Reihe j¨ ungerer Kollegen. Diese sind allerdings h¨ aufig Aushilfen, Referendare oder Teilzeit-Lehrer, die an mehreren Schulen unterrichten (z.B. Religion). Ich bin zumeist sehr entgegenkommend empfangen worden und habe mich schnell auch im Lehrerzimmer heimisch gef¨ uhlt. Zu Beginn des Praktikums
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hat es scheinbar jemand vers¨ aumt, mich im Kollegium anzuk¨ undigen, denn ich musste mich bei fast jedem Lehrer (auch fast jedem Musik- und Informatiklehrer) einzeln vorstellen. Das an sich empfinde ich als selbstverst¨ andlich, doch waren einige Kollegen meiner F¨ acher sowie der stellvertretende Schulleiter durchaus ¨ uberrascht, einen weiteren Praktikanten zu haben. Insgesamt stellte dies jedoch kein Problem dar. Vermutlich ist es in der Maschinerie Schule auch besonders schwer bis unm¨ oglich, am ersten Tag nach den Sommerferien bereits alles gekl¨ art zu haben. Das Klima im Lehrerzimmer ist ¨ uberwiegend freundlich und ein wenig an-
onym. Als ich eine Kollegin darauf ansprach, dass ich die meisten Kollegen nicht kenne, erwiderte sie ¨ uberraschenderweise, dass sie ebenso nur die Kollegen kenne, mit deren F¨ achern die zu tun habe und sonst nur eine Handvoll. Im Laufe der Zeit habe ich allerdings auch Spannungen innerhalb des Kollegiums bemerkt, die auch mal heftiger wurden. ¨ Uber den Inhalt bin ich mir
nat¨ urlich nicht im Klaren, aber einen Streit habe ich mitbekommen, der ¨ Aus- Ichverbitte mir von Ihnen diesen Ton, Herr x!“ oder ” Ich lasse serungen wie ”
mir von Ihnen nicht vorschreiben, wie ich meinen Unterricht gestalten soll!“ enthielt. Doch will ich das nicht werten, sondern lediglich bemerken, da ich uber die n¨ aheren Umst¨ ande nicht informiert bin und Auseinandersetzungen ¨
eben zum menschlichen Alltag geh¨ oren.
Am Ende des Praktikums haben mir zwei Kollegen (Informatik sowie Musik) angeboten, mich jederzeit bei Fragen oder Materialschwierigkeiten an sie wenden zu d¨ urfen. Auch was das Referendariat betrifft, kann ich mich jederzeit bei den beiden Lehrern melden um Unterst¨ utzung zu bekommen.
1.4 Der Praktikumszeitraum
Insgesamt habe ich das Praktikum in 7 Wochen absolviert. Beide meiner F¨ acher, Musik und Informatik, waren inbegriffen. Zu Beginn waren die 7 an Stelle von 6 Wochen ein Rechenfehler und ich h¨ atte auch nur 6 Wochen an der Schule sein k¨ onnen. Dann haben allerdings einige Punkte daf¨ ur gesprochen, doch die 7 Wochen wie angek¨ undigt einzuhalten:
• Sehr wenig Informatikunterricht
An der gesamten Schule gab es nur 3 Kurse Informatik, von denen einer im Unklaren war, auf Grund von geringer Sch¨ ulerzahl ¨ uberhaupt
Praktikumsbericht Blockpraktikum Musik 5
fortgef¨ uhrt zu werden (wurde er dann aber). Daher h¨ atte es schwierig werden k¨ onnen, die geforderten Hospitations- und Unterrichtsleistungen zu erbringen.
• Herbstferien als Abschluss
Die 7. Schulwoche wurde mit den Herbstferien abgeschlossen. Viele Lehrer haben dies als Themenabschluss genommen, den ich gern miterlebt h¨ atte (nun habe ich das) und mein Abschied vom Kollegium und der Sch¨ ulerschaft hatte somit einen g¨ unstigen Termin.
• Sp¨ ate Unterrichtseinheiten in Musik
In Musik war es etwas unklar, wann ich in welchen Klassen unterrichten werde. Um verschiedene Klassen und Klassenstufen zu erleben, musste einiges organisiert werden, was sich unerwartet in die L¨ ange zog. Dass am Ende doch alle selbst gehaltenen Stunden in 6 Wochen gepasst haben, war ein Zufall, der nicht abzusehen war.
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Abbildung 2: Hospitationsliste Informatik
Arbeit zitieren:
Bertram Becker, 2008, Praktikumsbericht Unterrichtspraktikum Musik Gymnasium, München, GRIN Verlag GmbH
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