Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung S.1
2. Emerson und die Entdeckung des Gewöhnlichen S.3
2.1 Kurze Biographie Emersons und Darlegung einiger seiner Ideen S.3
2.2 Gesellschaftliche Hintergründe und Rahmenbedingungen S.8
3. Filmanalyse der Screwballkomödie „It happened one night“
unter Gesichtspunkten der Gewöhnlichkeit S.10
3.1 Kurze Inhaltsangabe des Films und Einordnung als S.10
Screwballkom ödie
3.2 Analyse unter Aspekten der Gewöhnlichkeit S.13
4. Fazit S 16
Emerson - die Entdeckung der Gewöhnlichkeit und die Anwendung der
Perspektive der Gewöhnlichkeit auf die Filmanalyse von „It happened one
night“
1.Einleitung:
In Anbindung an das Seminar „Medienphilosophie des Gewöhnlichen“ soll im Folgenden und innerhalb der thematischen Ausrichtung der vorliegenden Hausarbeit auf den amerikanischen Philosophen Emerson und seine Vision des Gewöhnlichen eingegangen werden und im Anschluß daran diese Theorie anhand des praktischen Beispiels der Filmanalyse der Screwballkomödie „It happened one night“ veranschaulicht werden. Auf die Hauptfragestellungen, die im Seminar beleuchtet wurden, wird hierbei ebenfalls, wenn auch am Rande, eingegangen. Dazu zählt zum Einen die Frage nach der eigentlichen Essenz des Begriffs „Gewöhnlichkeit“, bzw. auch, in welchem (philosophischen, theoretischen, kritischen) Kontext Gegenstände des Gewöhnlichen untersucht werden können. Diese Fragestellung wird im Rahmen der Arbeit jedoch nur minimal behandelt. Zum Anderen wurde innerhalb des Seminares auch die Frage nach der Existenz einer Theorie des Gewöhnlichen aufgeworfen, und inwieweit diese das Verständnis von Kulturwissenschaft und Kritik transformieren/ beeinflussen und somit zu einer veränderten Einstellung der Forschenden gegenüber ihren Gegenständen führe. Die Anbindung an diese Fragestellung nimmt einen größeren Rahmen innerhalb der Hausarbeit ein, da Emersons Ideen zum Gewöhnlichen weitergehend thematisiert werden und am Beispiel der (betont subjektiven) Fimanalyse der klassischen Screwballkomödie „It happened one night“ von 1934 aufgezeigt wird, wie unter einer derartigen Perspektive Kunst bzw. Filmkunst analysiert werden kann. Doch bevor noch genauer auf die Struktur der vorliegenden Arbeit eingegangen wird , sei zunächst einmal auf die Relevanz der vorliegenden, zunächst sehr abstrakt anmutenden Grundthematik, die Suche nach einer Theorie und auch die Suche nach einer Berechtigung dieser Theorie des Gewöhnlichen, und letztendlich auch ihrer Anwendung, verwiesen.
So mag der Titel „Medienphilosophie des Gewöhnlichen“ zunächst, gerade durch die darin zum Ausdruck kommende Wissenschaftlichkeit, sehr alltagsfremd wirken
(zumindest erschien der Verfasserin dieser Arbeit dies zunächst so) und somit gerade nicht (wie eigentlich bezweckt) eine fortschreitende Annäherung der
Wissenschaft(lichkeit) an den Alltag bzw. eine natürlichere Betrachtungsweise der in der Wissenschaft betrachteten Gegenstände symbolisieren. Dennoch scheint die dahinterstehende Forderung, die Wissenschaft solle gewissermaßen ein wenig mehr aus ihrem Elfenbeinturm hinaus - und auf das „Reale Leben“ bzw. Alltagsleben zugehen, diese beiden bis dato oftmals so unvereinbar scheinenden Pole sollten sich einander stärker annähern, durchaus berechtigt.
Betrachtet man z.B. auch die so häufig verwendeten sprachlichen Gemeinplätze wie z.B. „Carpe Diem“, sprich „Nutze den Tag“, so wird deutlich, wie relevant nicht nur im Wissenschaftsbetrieb, sondern auch im alltäglichen Leben eine (Rück-) Besinnung auf den Moment, auf die Gegenwart, auf eine natürliche und gegenwartsbejahende Ausrichtung erscheint.
Gerade auf diese Aspekte und Zusammenhänge wird im Folgenden, unter 2., noch eingehender verwiesen, indem auf einige Grundideen Ralph Waldo Emersons sowie auch auf seine Biographie, in 2.1, eingegangen wird, die zur Entdeckung des Gewöhnlichen führten bzw. diese beeinhalteten, und die wesentlich das amerikanische (kulturelle und philosophische) Selbstverständnis (gerade in Abgrenzung zum europäischen Selbstverständnis) prägten. Im Anschluss daran wird in 3. die Screwballkomödie „It happened one night“ untersucht. Hierbei wird in 3.1 eine kurze Inhaltsangabe des Films dargelegt, um daraufhin in 3.2 kurz auf einige Hintergründe des Films einzugehen. In 3.3 wird schließlich die Analyse des Films, im Hinblick auf den besonderen Stellenwert des Gewöhnlichen ( und dieses mit Emersons Grundideen über die Natur in Verbindung stehend), vollzogen.
In 4. rundet ein Fazit und der aktuelle Ausblick die Arbeit ab.
2. Emerson und die Entdeckung des Gewöhnlichen
Ralph Waldo Emerson (1803-1882) war ein amerikanischer Essayist, Dichter und Philosoph, der unmittelbar sowohl mit der Begründung der Theorie des Gewöhnlichen (wobei das Gewöhnliche hierbei, wie bereits erwähnt, auf das Alltägliche, Banale bezogen gedeutet werden kann) als auch mit der philosophischen Richtung des amerikanischen Transzendentalismus zusammenhängt und als Schlüsselfigur der amerikanischen Ideengeschichte wie auch der frühen Moderne
gewertet werden kann. 1
2.1 Kurze Biographie Emersons
Am 25. Mai 1803 in Boston geboren, waren sieben von Emersons Vorfahren Geistliche, sein Vater Pfarrer der unitarischen First Church in Boston. Emerson studierte an der Universität Harvard und arbeitete einige Jahre als Priester, bis er sein Amt 1832 aus Gewissensgründen niederlegte, nachdem er zu der Auffassung gekommen war, das heilige Abendmahl nicht länger als festes Sakrament betrachten
zu können und es deshalb nicht mehr zelebrieren zu können. 2 Hier wird bereits deutlich was er später verlauten liess, und was er in seinem Leben und Denken immer wieder verkörperte:
“:KRVRRZRXOGEHHDDPDQQPXVWWEHHDDQRQFRQIRUPLVW´´
2GHUUDXFK
³,VVLWWVRREDGWKHQQQWRREHHPLVXQGHUVWRRG""3\WKDJRUDVVZDVVPLVXQGHUVWRRGDQG 6RFUDWHVDQGG-HVXVDQGG/XWKHUDQGG&RSHUQLFXVDQGG*DOLOHRRRDQGG1HZWRQQQ DQGHYHU\\SXUHHDQGZLVHHVSLULWWWKDWWHYHUUWRRNIOHVKKK7RREHHJUHDWWLVVWREHH PLVXQGHUVWRRG´
sssss
sshttp://www.inkultura-online.de/bioemers.htm, eingesehen am 5.06. 2008
sssssZDDD,,,,,, ^,,^^^^W DD^^^ssssssssss ttttttttD^^ >>EEEEEEEE' 'DD>> '^^^^^^
Nach dieser Zäsur in seinem Leben zog es Emerson nach Europa, und es verschlug ihn einige Zeit nach England, wo er mit einigen literarischen Persönlichkeiten wie Walter Savage Landor, Samuel Taylor Coleridge, Thomas Carlyle und William Wordsworth zusammentraf. Nach seiner Rückkehr 1833 ließ sich Emerson in Concord nieder und arbeitete von nun an als Dozent in Boston.
Die Basis seiner Vorträge über Philosophie (z.B. “The Philosophy of History, Human Culture, Human Life and The Present Age”) bildete eine Sammlung von Beobachtungen und Notizen, die er bereits als Student in Harvard aufgezeichnet hatte. Hierbei zeugt sein Essay “Nature” (1836), auf das im Folgenden noch eingegangen werden wird, wohl am stärksten von den Grundgedanken - und Auffassungen seines Glaubens.
Das zunächst anonym erschienene Werk fand anfangs kaum Beachtung, gilt heute jedoch als Emersons fundamentalstes Werk, das den Kern seiner Transzendentalphilosophie beschreibt. Diese idealistische Lehre kann als philosophisch- religiös- literarische Bewegung interpretiert werden, die in den 1830er Jahren in den intellektuellen Zirkeln von Boston entstanden war und die von Emerson, Henry David Thoreau und Margaret Fuller konstituiert wurde. 4
Des Weiteren von großer Bedeutung war auch Emersons Rede “The American Scholar”, auf die auch im Rahmen des Seminars eingegangen wurde. In dieser Rede, die Emerson 1837 vor der Phi Beta Kappa Society of Harvard hielt, übertrug er diese Gedanken auf kulturelle und intellektuelle Probleme. So heißt es darin z.B.:
“We do not meet for games of strength or skill, for the recitation of histories,Tragedies and odes, like the ancient Greeks; for parliaments of love and poesy, like the Troubadours; nor for the advancement of science, like our contemporaries in the British and European capitals. Thus far, our holiday has been simply a friendly sign of the survival of the love of letters amongst a people too busy to give to letters anymore. As such it is precious as the sign of indestructible instinct.” 5 Hier wird bereits die deutliche Abgrenzung von der europäischen Kultur ersichtlich: Emerson kontrastiert alteuropäische Traditionen mit amerikanischen Gepflogenheiten (“people too busy to give to letters anymore”), und betont zugleich die Besonderheit und auch den Wert derselbigen, der eben besonderen amerikanischen Traditionen. Hier zeigt sich beispielhaft wieder der optimistische, idealistische Ansatz Emersons,
s^dZttt,,d DDDDDDDDD&&^^^ ZZZZZZttttttd^///E^^EEz
Arbeit zitieren:
Maria Elena Knolle, 2008, Emerson - die Entdeckung der Gewöhnlichkeit und die Anwendung der Perspektive der Gewöhnlichkeit auf die Filmanalyse von „It happened one night“, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend): Emerson - die Entdeckung der Gewöhnlichkeit und die Anwendung der Perspektive der Gewöhnlichkeit auf die Filmanalyse von „It happened one night“ ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend): neuer Titel erschienen: Emerson - die Entdeckung der Gewöhnlichkeit und die Anwendung der Perspektive der Gewöhnlichkeit auf die Filmanalyse von „It happened one night“
Maria Elena Knolle hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare