3
1. Einleitung
Der amerikanische Politikwissenschaftler Samuel P. Huntington veröffentlichte im Sommer 1993 in der Zeitschrift Foreign Affairs den Artikel „The Clash of Civilizations?“. Die von ihm vertretene These, dass die zentrale und gefährlichste Dimension der kommenden globalen Politik der Konflikt zwischen Gruppen aus unterschiedlichen Zivilisationen sein werde, löste weltweit eine kontroverse Diskussion aus. 1 Sein 1996 erschienenes Buch „The Clash of Civilizations“ stellt Huntingtons Versuch dar, auf die zuvor formulierte Frage eine umfassende Antwort zu geben. Er entwickelt ein Modell für die Perspektiven der Weltpolitik im 21. Jahrhundert.
Mittlerweile ist seine These vom „Kampf der Kulturen“ ein fester Begriff in der Debatte um die neue Weltordnung nach Ende des Ost-West-Konflikts geworden. Im Zuge dessen ist der Einfluss von kulturellen Variablen auf politische und gesellschaftliche Entwicklungen im neueren
wissenschaftlichen Diskurs nahezu unbestritten. Jedoch hat Huntington mit seiner radikalen Zuspitzung des Themas heftige Kritik von akademischer Seite provoziert. In meiner Arbeit möchte ich Huntingtons Hauptthesen vorstellen, erörtern und vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Reaktionen anderer Autoren und des tatsächlichen politischen Geschehens analysieren und bewerten. Nachdem der Begriff der Kultur lange Zeit in den Internationalen Beziehungen eine eher untergeordnete Rolle spielte und in der Folge nahezu zu einem „Modewort“ in der Politologie und anderen Geisteswissenschaften geworden ist, werde ich zunächst einen Überblick über die unterschiedlichen argumentativen Zugänge einzelner Fachgebiete geben.
Im Anschluss werde ich mich mit Huntingtons Thesen und der ihr widerfahrenen Kritik auseinandersetzen. Dazu werde ich die Gegenpositionen seiner bekanntesten deutschen Kritiker, Harald Müller
1 Samuel P. Huntington, Kampf der Kulturen. Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21.
Jahrhundert, München Wien 1998, S. 11
4
und Dieter Senghaas, aber auch Meinungen anderer Autoren, heranziehen.
Im darauffolgenden empirischen Teil werde ich anhand einer Analyse des Konfliktbarometers 2000 des HIIK (Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung) aufzeigen, welche Thesen Huntingtons zur
Einschätzung globaler Konflikte greifen und welche nicht. Anschließend werde ich auf die Terroranschläge in den USA vom 11. September diesen Jahres eingehen. Aufgrund der Aktualität der Ereignisse fehlt zwar die theoretische Grundlage, um diese auf wissenschaftlicher Basis bewerten zu können, jedoch möchte ich sie nicht unkommentiert lassen.
Meine Arbeit schließt mit einer kritischen Beleuchtung des dargestellten Diskurses.
2. Das Thema der Kultur im Aufwind
In neuerer Zeit haben Begriffe wie Kultur und Identität an Bedeutung gewonnen, werden sie doch häufig diskutiert - nicht nur im universitären Umfeld, sondern auch in der Politik und im Alltag. Aber was ist dieses schwer greifbare Gebilde der Kultur konkret und was kann man damit erklären? Zahlreiche Autoren aus verschiedenen wissenschaftlichen Zweigen versuchen Antworten zu geben und haben grundlegende Thesen aufgestellt, welche die Relevanz des Kulturbegriffs auf die internationale Politik sowie auf gesellschaftliche Konflikte untermauert. Versuche, den Begriff der Kultur einer einheitlichen Definition zu unterwerfen und ihn mit Inhalten zu füllen, variieren in der Literatur erheblich, was zu äußerst heterogenen Kulturkonzeptionen in der interdisziplinären Forschung führt. Dabei lassen sich traditionelle Interpretationen des Kulturbegriffs finden, welche sich auf ein eher pessimistisches Menschenbild auf anthropologischer Grundlage stützen. Dem stehen neuzeitlichere Ansätze gegenüber, die in Richtung der Flexibilität des Menschen als Träger seiner Kultur zum Guten hin argumentieren. Entscheidend für die Bewertung von Huntingtons
5
prognostiziertem „clash of civilizations“, erscheint es sinnvoll, sein Verständnis von Kultur, w elches gegensätzlich zu dem seiner Kritiker steht, zu beleuchten.
2.1. Zum Begriff der Kultur
„So sehr hat er (der Mensch) sich mit sprachlichen Formen, künstlerischen Bildern, mythischen Symbolen oder religiösen Riten umgeben, dass er nichts sehen oder erkennen kann, ohne dass sich dieses artifizielle Medium zwischen ihn und die Wirklichkeit schöbe.“ 2 Ernst Cassirer, Vertreter des Neukantianismus
2.1.1. Kulturpessimistischer Ansatz zum Begriffsverständnis
Unser heutiges Verständnis des Kulturbegriffes geht auf die westliche Philosophie zurück, wie sie beispielsweise Rousseau, Kant und Hobbes hervorgebracht haben. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Erkenntnis, dass Kultur sich nicht von Politik trennen lässt, da jede politische Handlung innerhalb eines kulturellen Raumes stattfindet und sich jede Kultur aufgrund politischer Probleme verändern kann. 3 Thomas Hobbes, der in seinem politologischen Hauptwerk „Leviathan“ die Entstehung eines legitimen und stabilen Staates zu begründen sucht, bedient sich in seiner Argumentation der Methode des „more geometrico“. Hierbei versucht er, die Prinzipien der Naturwissenschaft auf die menschliche Gesellschaft zu übertragen, wobei er Staat und Mensch in einer wissenschaftlich-geometrischen Form sieht und durch diese Art von physikalischer Soziologie das Verhalten beider vorhersagen möchte. Als Grundlage dient Hobbes ein pessimistisches Menschenbild, welches auf einem Modellindividuum basiert, das zur Vernunft zwar fähig, darüber
2 Ernst Cassirer, Versuch über den Menschen. Einführung in eine Philosophie der Kultur,
Frankfurt/M. 1990, S. 50
3 Beate Jahn, Globale Kulturkämpfe oder einheitliche Weltkultur? Zur Relevanz von Kultur
in den Internationalen Beziehungen, in: Zeitschrift für Internationale Beziehungen,
Heft 1, 1995, S. 220
6
hinaus jedoch im Kern nicht sozial v eranlagt ist und daher nach Nutzenmaximierung für die eigene Person strebt. Dieser Umstand wird vor allem in dem Ausspruch „homo homini lupus“, sprich „Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf“, ersichtlich. Daher muss das oberste Gebot für den Menschen, aufgrund des „lex naturalis“, die Sicherung des bloßen Lebens sein. 4 Diese von Hobbes begründete politische Anthropologie wurde für die heutigen Internationalen Beziehungen bedeutsam, griff sie doch Hans Morgenthau, der Mitbegründer der Realistischen Schule, in seiner anarchischen Konstruktion des Internationalen Systems explizit auf. 5 Es verwundert also kaum, dass Huntington, als ein ausgewiesener Vertreter des Realismus, sich ebenfalls auf das beschriebene, eher negative Welt-und Menschenbild beruft.
Zur Frage, was Kultur genau ist und wie man sie definiert, möchte ich Johann Gottfried Herder heranziehen, auf dessen Definition des Kulturbegriffs sich das uns vertraute Verständnis von Kultur gründet. Herder definiert Kultur im traditionellen Sinn als ein gemeinsames Auftreten von Merkmalen, bestehend aus Sprache, Denken, Wahrnehmen, Aussehen, Institutionen und geistigen Errungenschaften wie Kunst, Musik und Architektur, was zusammen eine Einheit und ein organisches Ganzes bildet. Kultur gilt hierbei als einheitlicher Ausdruck eines Volkes oder einer Nation, die deren Charakter ausdrückt und auf das Innere oder das Wesen des jeweiligen Volkes schließen lässt. 6
Aus soziobiologischer Perspektive spricht einiges für das Menschenbild, auf dem der Realismus aufbaut. Ihr zufolge wird der Mensch als Ganzes, also im Verbund seiner körperlichen Struktur und seiner spezifischen menschlichen Fähigkeiten, betrachtet, der in seiner Gesamtheit das Produkt der biologischen Evolution ist. Nach dieser Auffassung wird Bewusstsein, Geist, Vernunft, Moralität und auch Kultur als
4 vgl. Thomas Hobbes, Leviathan, Stuttgart 1980, 1. Teil, Kapitel 13
5 Ulrich Druwe, Politische Theorie, Neuried 1995, S. 137
6 Johann Gottfried Herder, Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit,
Frankfurt/M. 1961, S. 121, 122
7
Anpassungsleistung des Menschen im darwinschen Überlebenskampf gewertet. 7
Bis in die 60er Jahre galt Konrad Lorenz These, dass der Mensch ein biologisch verankertes, autochthones, endogen anwachsendes Potential der Aggressivität besitzt, als bestätigt. Heute jedoch geht man davon aus, dass dem Menschen lediglich eine Bereitschaft zum aggressiven Verhalten innewohnt, die allerdings unter bestimmten Voraussetzungen sehr leicht aktivierbar ist. 8
Weiterhin gilt, dass der Mensch als Produkt der Evolution lediglich ein Mittel ist, konstruiert, um den eigentlichen evolutiven „Zweck“, nämlich die Replikation seiner Gene, zu erfüllen. 9 Es drängt sich die Frage auf, wie es beim Menschen, der hauptsächlich an egoistischer Nutzenmaximierung interessiert ist, überhaupt zu uneigennützigen und sozialen Verhaltensweisen kommen kann. Die Antwort darauf leitet sich aus dem evolutionären Geschehen selbst ab. Wenn das Überleben der Gene entscheidend ist und nicht primär das des Träger-Individuums, ist uneigennütziges Verhalten verständlich, wenn der Nutznießer ein genetisch verwandtes Individuum ist. Dieser Umstand wird oft auch als „nepotistischer Altruismus“ bezeichnet, der im Prinzip auf einer versteckten Form des Egoismus beruht. Richtet sich kooperatives und soziales Verhalten an genetisch nicht verwandte Individuen, spricht man von einem sogenannten „reziproken Altruismus“. Dieser beruht auf dem klassischen Prinzip der Gegenseitigkeit. Dabei verzichtet der Handelnde auf seinen Vorteil, um zu einem späteren Zeitpunkt seinerseits von uneigennützigem Handeln anderer profitieren zu können. 10 Eine weitere Schlüsselthese aus der Humansoziobiologie lautet, dass der Mensch zu einer deutlichen Differenzierung zwischen „Ingroup“ und „Outgroup“ neigt. Einerseits sind wir scheinbar in aller Regel zu sozialem
7 Thomas Mohrs, Sri Kuhnt-Saptodewo, Interkulturalität als Anpassung. Eine evolutions-theoretische Kritik an Samuel P. Huntington, Frankfurt/M. 2000, S. 38, 39
8 Stavros Mentzos, Der Krieg und seine psychosozialen Funktionen, Frankfurt/M. 1993,
S. 30
9 Mohrs, Kuhnt-Saptodewo, Interkulturalität als Anpassung, S. 40
10 ebd., S. 42, 43
8
Verhalten gegenüber Angehörigen der eigenen „Ingroup“ ohne weiteres fähig. Andererseits jedoch neigen wir Menschen gegenüber Mitgliedern von „Outgroups“ zu gleichgültigen Verhaltensweisen, die aber im Extremfall in xenophobe Handlungen umschlagen können, welche von misstrauischer Abwehr bis hin zu gewalttätiger Aggression reichen können. Die Abgrenzung zwischen dem „Wir“ und den „Anderen“, die im ersten Fall Bereitschaft zur Kooperation und im zweiten latente Feindseligkeit impliziert, ist also aufgrund unserer genetischen
Verhaltensdisposition schlicht als „natürlich“ anzusehen. 11 Jede Bestimmung einer Kultur enthält auch die Bestimmung des Verhältnisses zu anderen Kulturen und damit e ine Dimension der Unterscheidung zwischen dem Eigenen und Vertrauten sowie dem Fremden und Unbekannten. Demnach definieren sich Kulturen über die Differenzbildung zu anderen Kulturen, was einer Grenzziehung nach außen gleichkommt. Dies hat zur Folge, dass andere Kulturen nicht so wahrgenommen werden, wie sie in der Realität sind, sondern als das Fremde klassifiziert werden und somit nur für die Identität des Eigenen dienen. 12 Problematisch erweist sich dies vor allem im Hinblick auf die Identitätsfindung des Menschen. Empfindet sich eine Gruppe von Menschen als ein „Wir“, werden dadurch gleichzeitig andere Gruppen als ein „Sie“ ausgegrenzt, was unweigerlich Konsequenzen auf Staat und Gesellschaft nach sich zieht. Um eine konkrete politische Situation verstehen zu können, muss im Konfliktfall untersucht werden, wie genau die „Wirs“ der Beteiligten bestimmt sind. Zwar kann sich jemand mehreren „Wirs“ zurechnen, z.B. wir Deutschen, wir Frauen, usw., meistens gibt es aber ein „Wir“, welches Vorrang genießt, nämlich das „Wir“, das von der kollektiven Identität geprägt ist. 13
11 Mohrs, Kuhnt-Saptodewo, Interkulturalität als Anpassung, S. 45, 46
12 Marion Gemende, Wolfgang Schröer, Stephan Sting (Hrsg.), Zwischen den Kulturen.
Pädagogische und sozialpädagogische Zugänge zur Interkulturalität, Weinheim,
München 1999, S. 13, 14
13 Vittorio Hösle, Moral und Politik. Grundlagen einer politischen Ethik für das 21.
Jahrhundert, München 1997, S. 349, 350
9
Kollektive Identitäten basieren auf gemeinsamen Bewusstseinsinhalten, aus denen sich nicht nur ein kollektiver Denkstil, sondern auch ein kollektives Unbewusstsein entwickelt. Die Ausrichtung a uf die Zukunft spielt eine wesentliche Rolle. Der Glaube, dass man eine gemeinsame Zukunft und einen gemeinsamen Ursprung hat, verbindet.
Zusammenfassend kann man sagen, dass kollektive Identität ein kulturelles Gebilde ist, das auf der Verbindung von gemeinsamen Werten und Interessen beruht. 14 Wenige Identitätsmomente und gemeinsame Ansichten implizieren fast immer die Aufgabe und Zerstörung der kollektiven Identität. Diese ist sehr anfällig für konkurrierende Identitäten, unabhängig davon, ob sie sich sehr von der eigenen unterscheiden oder sehr ähnlich sind. Als kollektive Identitätskrise wird die Abnahme von Identifikation der Individuen vom Kollektiv bezeichnet. Die Ursachen dafür können sein: Rückgang gemeinsamer Überzeugungen, Vernachlässigung der Symbole, Verfall von Traditionen, Spannungen zwischen dem Selbstbild und dem, was andere von einem selbst halten, Minderwertigkeitsgefühle gegenüber anderen Kollektiven und
Verständnislosigkeit gegenüber zu großer Fremdheit. Generell bedürfen kollektive Identitäten ihrer ständigen Vergegenwärtigung. Bedrohung durch eingebildete oder reale Feinde wirken stabilisierend. 15 Internationale Studien zeigen, dass die bloße Klassifikation von zwei Gruppen, die lediglich auf solch einem eingeschränkten sozialen Faktor wie dem des Anfangsbuchstabens des Nachnamens beruhen, ausreichen, um bei den Mitgliedern der beiden Gruppen ein Gemeinschaftsgefühl zu erzeugen. Dies hat die gleichzeitige Diskriminierung der jeweils anderen Gruppe zur Folge. Kategorisierungen erfüllen offensichtlich ein Verlangen nach sozialer Identität, die dazu angetan ist, durch ein positives Selbstkonzept sich und die eigene Gruppe durch negative Abgrenzung von anderen Gruppen zu unterscheiden.
14 Hösle, Moral und Politik., S. 350-352
15 ebd., S. 352, 353
10
Verschärfend kommt hinzu, dass das eigene bzw. fremde Verhalten oft mit unterschiedlichen Maßstäben bewertet wird, was zu einem Mechanismus des „double standards“ führen kann. So wird beispielsweise das Verhalten der eigenen Gruppe in einer misslichen Situation auf unglückliche Umstände zurückgeführt, das der anderen Gruppe bei gleicher Ausgangslage jedoch auf schwerwiegende Charakterfehler. 16 Des weiteren stellt Gert Krell fest, dass Feindbilder totalisierend und in der Regel mit einer groben Spaltung zwischen Gut und Böse verbunden sind, wodurch Perspektivenwechsel und Perspektivenübernahmen unmöglich gemacht werden. Auch widerstehen sie auf sehr hartnäckige Weise Korrekturimpulsen. Sie sind oft deshalb so stabil, weil sie Funktionen der Komplexitätsreduzierung und der Identitätsstiftung erfüllen. Auch stärken Feindbilder den Zusammenhalt von Gruppen und dienen der Kanalisierung von Aggressionen. Es geht „neben der Selbstdefinition über den Kontrast und der Selbstwerterhöhung durch die Diskriminierung ... auch um die projektive Abwehr verleugneter eigener innerer Konflikte, und zwar sowohl psychischer wie realer Interessenskonflikte.“ 17 Wäre dies der gesamte Stand der Forschung, müsste man Huntingtons Kultur- und Menschenbild wohl weitestgehend akzeptieren. Jedoch weisen neuere Forschungsansätze in eine gegensätzliche Richtung.
2.1.2. Neuzeitlicher Ansatz zum Begriffsverständnis
Die Interpretationen des Kulturbegriffes wurden in neuerer Zeit modifiziert. Untersuchungen zeigen, dass es kein einheitliches, für alle Kulturen und Nationen verbindliches, Zusammenspiel von Merkmalen gibt, die zur Bestimmung von Kulturen dienen. Einzelne soziale Gruppen innerhalb einer Kultur können sich über ihren Status in gegensätzliche Richtungen definieren; andere sind von transnationalen Strömungen wie Religion, von nationalen, regionalen und subkulturellen Tendenzen
16 vgl. Gert Krell, Weltbilder und Weltordnung. Einführung in die Theorie der
internationalen Beziehungen, S. 269, 270
17 ebd., S. 272
11
bewegt. Migranten der zweiten oder dritten Generation orientieren sich nur selten an der Kultur des Landes, in dem sie leben, sondern übertragen häufig Elemente ihrer Herkunftskultur in eine eigenständige Einwandererkultur. 18 Somit befinden sich Kulturen in einem ständigen wechselseitigen Dialog und unterliegen Einflüssen anderer Kulturen. Kultur wird also permanent durch Interaktion zwischen Gemeinschaften einerseits und dem Mensch und der Natur andererseits konstruiert und rekonstruiert. 19 Das hat zu einem neuen Verständnis von Kultur geführt, zum sogenannten dynamischen Kulturbegriff.
Vertreter des dynamischen Kulturbegriffs stellen fest, dass kulturell geprägte Konflikte meist dort auftreten, wo kulturelle Unterschiede aufeinandertreffen, also innerhalb einer Kultur. Diese Auffassung unterscheidet sich wesentlich vom traditionellen Kulturbegriff, der Kulturen per se als homogene Einheiten betrachtet. In diesem Zusammenhang ist eine Studie von Norbert Elias aufschlussreich. Er hat auf der lokalen Ebene einer englischen Vorortgemeinde die Konfliktformation zwischen Etablierten und Außenseitern untersucht und kam zu dem Schluss, dass sich die alteingesessene Gruppe der Bewohner durch eine Art „kollektives Charisma“ den später Zugezogenen überlegen fühlte. 20 Bemerkenswert an dieser Konfiguration war, dass es keine Differenzen bezüglich der Nationalität, der ethnischen Herkunft, des Berufs, des Einkommens oder des Bildungsgrads gab. Allein das „Alter“ der etablierten Gruppe reichte demnach aus, einen Gruppenzusammenhalt, eine kollektive Identität und gemeinsame Normen zu schaffen, welche es möglich machten, sich als Gruppe überlegen zu fühlen. Dieses Verhalten stellt für Elias ein universalmenschliches Phänomen dar, das er in Miniaturform beobachten konnte, gleichzeitig aber für einen größeren Kosmos Gültigkeit besitzt. Eine Gruppe von Menschen glaubt, eine Macht zu besitzen, die sie von anderen interdependenten Gruppen abgrenzt und überlegen erscheinen lässt. Das
18 Gemende, Schröer, Sting (Hrsg.), Zwischen den Kulturen, S. 13
19 Jahn, Globale Kulturkämpfe oder einheitliche Weltkultur?, S. 219
20 Norbert Elias, John L. Scotson, Etablierte und Außenseiter, Frankfurt/M. 1990, S. 7
12
Selbstbild solcher Gruppen wird oftmals durch die Tatsache bestärkt, dass diese tatsächlich über eine größere soziale Machtrate verfügen. Solche Formationen können die unterschiedlichsten Ausprägungen haben, wie z.B. bei Protestanten gegenüber Katholiken und umgekehrt oder eben wie bei der alteingesessenen Arbeitergemeinde gegenüber einer neuen Arbeitersiedlung in der Nachbarschaft. 21 Ungleiche Machtbalancen sind der entscheidende Faktor, der einer Etabliertengruppe die effektive Stigmatisierung einer Außenseitergruppe ermöglicht. Dies gelingt nur, solange sich die eine Gruppe sicher in der Machtposition befindet, zu denen andere keinen Zugang haben. Ungehemmte Verachtung und einseitige Brandmarkung von Außenseitern ohne Chance einer Gegenwehr sind charakteristisch für die Beziehung zwischen derartigen Gruppen.
Wenn sich das Machtgefälle verändert oder ausgeglichener wird, beginnen die früheren Außenseiter oft, sich in Form von Gegenstigmatisierung zu rächen, was naturgemäß zu einer weiteren Verschärfung des Konflikts beiträgt. Weltweit, und alle Kulturen miteinbeziehend, ist eine Gleichförmigkeit dieses Musters zu beobachten. 22 Die vorangegangenen Ausführungen lassen auf ein Konfliktpotential innerhalb von Gesellschaften schließen, das in seiner Bedeutung Konflikten von außerhalb gleichkommt und bei Huntington unbeachtet bleibt.
In der neueren Literatur wird Kultur entweder als Bedeutungssystem, Wertesystem oder als Repertoire von Handlungsstrategien aufgefasst. 23 Kultur als Bedeutungssystem stützt sich auf das menschliche Bedürfnis, die Wirklichkeit interpretieren zu wollen, so dass Realität intersubjektiv hergestellt werden kann. Somit ist Kultur ein „durch menschliche Interaktion geschaffenes Gewebe auslegbarer Zeichen, das Menschen
21 vgl. Elias, Scotson, Etablierte und Außenseiter, S. 8-10
22 ebd., S. 14, 20-23
23 Anja Jetschke, Andrea Liese, Kultur im Aufwind. Zur Rolle von Bedeutungen, Werten
und Handlungsrepertoires in den internationalen Beziehungen, in: Zeitschrift für
Internationale Beziehungen, Juni 1998, S. 151
13
nutzen, um ihre Umwelt zu deuten und ihr Handeln zu gestalten“. 24 Die Wirklichkeit wird durch Symbole vermittelt und ist aus diesem Grund nur innerhalb des jeweiligen kulturellen Rahmens zu verstehen. Erst die Kultur verleiht Handlungen einen Sinn und misst Objekten eine Bedeutung bei.
In einem Wertesystem werden die Ziele menschlichen und gesellschaftlichen Handelns durch Kultur festgelegt. „Über die Vermittlung von Wertmaßstäben ... gibt Kultur vor, welche Handlungen anzustreben sind und legt somit Präferenzen nahe bzw. schließt andere aus.“ 25 Der Ansatz von Kultur als Repertoire von Handlungsstrategien geht davon aus, dass Kultur das menschliche Handeln steuert. Dabei sind weniger die kulturell vorgegebenen Ziele von Bedeutung, vielmehr stehen die erlernten Handlungsstrategien im Vordergrund. „Kulturkomponenten wie Symbole, Rituale, Weltbilder und Werte bilden das akteursspezifische Handwerkszeug, das in verschiedenen Situationen aktiviert und zur Konstruktion von Handlungsstrategien genutzt wird“. 26
2.1.3. Globalisierung und Interkulturalität
Seit Beginn der 90er Jahre nehmen auf internationaler Ebene wirtschaftliche und interkulturelle Verflechtungen im Zuge der Globalisierung weltweit zu. Dieser Aspekt ist mittlerweile zur zentralen Kategorie im politischen Denken und Handeln sowie der Interaktion zwischen Staaten geworden, der alle Kulturen und deren Lebensbereiche mehr oder weniger umfasst. Wesentliche Elemente dieser Entwicklung sind der Fortschritt auf dem technischen und wirtschaftlichen Sektor, welcher auf einem globalen, scheinbar grenzenlosen, Markt agiert. Im Zuge dessen ist vor allem kultureller Austausch für Veränderungen innerhalb einer Kultur verantwortlich. Übernahmen von Elementen aus anderen Kulturen sind auf technologische und ökonomische
24 Jetschke, Liese, Kultur im Aufwind, S. 152
25 ebd., S. 152
26 ebd., S. 153
14
Veränderungen, welche die eigene Lebensweise tangieren,
zurückzuführen. Ein Beispiel dafür sind die vielen Anglizismen in der deutschen Sprache, die nach dem Computerboom eingeführt wurden, weil keine deutschen Wörter zur Verfügung standen. Daran lässt sich erkennen, dass der Mensch erhebliche Fähigkeiten zur kulturellen Transformation besitzt, so es denn seine veränderten Lebensumstände erforderlich machen. Jedoch muss festgehalten werden, dass Kulturen nicht beliebig veränderbar sind. Sie enthalten ein jeweils begrenztes Potential a n Deutungsalternativen, welche uns nur bestimmte Dinge wahrnehmen lassen und die Angleichung an unsere Umwelt begrenzen. 27 Auch die Soziobiologie stellt fest, dass der Mensch durch seine enorm hohe Anpassungs- und Verhaltensflexibilität dazu im Stande ist, sich partiell „gegen seine Gene“ zu verhalten, gibt doch seine genetische Beschaffenheit lediglich Verhaltenstendenzen und keine Verhaltenszwänge vor. 28 Im Laufe der Evolution hat der Mensch unter dem Anpassungsdruck an veränderte Lebensbedingungen, einen „...kulturellen Überbau zur Kontrolle auch der uns angeborenen Verhaltensweisen..“ 29 entwickelt. Der Ethnologe Clifford Geertz kommt zu dem Schluss, dass Kultur als Kontrollmechanismus des Verhaltens den Menschen vom instinktgeleiteten Tier unterscheidet. Ohne diese kulturelle Leistung ist das menschliche Verhalten unkontrollierbar und würde zu einem „chaos of pointless acts and exploding emotions“ führen. 30 Globalisierung erzeugt einerseits Anpassung an eine immer universalistischer werdende Welt, andererseits bringt es aber auch Prozesse kultureller Abgrenzung mit sich. Auf dem Weg zu einer modernen, multikulturellen Gesellschaft hat „....vergangen Geglaubtes nicht nur überlebt, sondern wird sogar revitalisiert. Probleme der Vertrauensbildung, der individuellen und kollektiven Ab- und Ausgrenzung
27 Georg Auernheimer, Notizen zum Kulturbegriff unter dem Aspekt interkultureller
Bildung, in: Gemende, Schröer, Sting (Hrsg.), Zwischen den Kulturen, S. 34
28 Mohrs, Kuhnt-Saptodewo, Interkulturalität als Anpassung, S. 48
29 Irenäus Eibl-Eibesfeldt, Krieg und Frieden aus der Sicht der Verhaltensforschung,
München 1986, S. 201
30 Clifford Geertz, The Interpretation of Cultures, New York 1973, S. 46
15
und die Frage nach der eigenen Herkunft ... haben erneut an Interesse gewonnen.“ 31 Die Zunahme von Kontakten und damit einhergehenden
Fremdheitserfahrungen führen zuerst zu einer Selbstreflexion von Kultur. Dadurch erkennt man die eigene kulturelle Orientierung und geht damit der Frage nach der eigenen kulturellen Zugehörigkeit nach. 32 In den Sozialwissenschaften werden im Rahmen der Globalisierungsdebatte häufig Fragen der Migration in den Brennpunkt des Untersuchungsinteresses gerückt. Weltweite Austausch-und
Angleichungsprozesse bewirken immer größere Migrationswellen. So wanderten beispielsweise zwischen 1950 und 1995 rund 28 Millionen Menschen aus dem Ausland nach Deutschland ein, wobei etwa 20 Millionen Menschen im selben Zeitraum das Land wieder verließen. 33 Als Ursache hierfür gelten ökonomische und soziale Ungleichheiten zwischen Ländern und Regionen, die auch als strukturelle Distanz bezeichnet werden, der Menschen durch Migration zu entfliehen versuchen.
Die strukturelle Distanz wird durch Massenarbeitslosigkeit, Armut, kriegerische Konflikte und ökologische Katastrophen bedingt. Sie hat sich im Laufe der letzten vier Jahrzehnte enorm verschärft. So hat sich der Abstand zwischen dem ärmsten und reichsten Fünftel der Weltbevölkerung von 30:1 im Jahre 1960 auf 61:1 im Jahre 1991 erhöht. 34 Demgegenüber steht die kulturelle Distanz, welche in einer gemeinsamen Vorstellung von Werten des modernen westlichen Kapitalismus, wie Wohlstand, soziale Sicherheit und politische Freiheit begründet ist. Sie kann durch kommunikative und konsumtive Annäherungsprozesse im Verlauf von Migration verringert werden. 35
31 Bernhard Giesen, Nationale und kulturelle Identität, Frankfurt/M. 1991, S. 255
32 Norbert Elias, Studien über die Deutschen, Frankfurt/M. 1990, S. 7
33 Rainer Münz, Wolfgang Seifert, Ralf Ulrich, Zuwanderung nach Deutschland.
Strukturen, Wirkungen, Perspektiven, Frankfurt/M., New York 1997, S. 14, 15
34 Elmar Altvater, Birgit Mahnkopf, Grenzen der Globalisierung: Ökonomie, Ökologie und
Politik in der Weltgesellschaft, Münster 1996, S. 48
35 Gemende, Schröer, Sting (Hrsg.); Zwischen den Kulturen, S. 8
16
In den westlichen Industriegesellschaften steigt der Druck und die Angst vor Arbeitslosigkeit und dem damit verbundenem sozialen Abstieg. Es kommt zu Spannungen, wenn Migranten durch das Anbieten ihrer Arbeitskraft als Konkurrenz gesehen werden. Dies fördert aus sozialpsychologischer Sicht das Streben nach eigener sozialer Integration bei gleichzeitiger Ausgrenzung anderer, welche das Fremde aufgrund des eigenen Gefühls der Bedrohung zum Feindbild stilisiert. 36 Somit erhält Globalisierung eine kulturell-ethnische Dimension, die nicht nur zu einer weltweiten Angleichung von ökonomischen und sozialen Mustern führt, sondern auch zu einem Wettstreit um globale Marktfähigkeit. Festzuhalten sind dementsprechend zwei gegensätzliche Entwicklungen: zum einen kulturelle Vereinheitlichungstendenzen in Richtung einer homogenen Weltkultur, zum anderen das Entstehen neuer ethnischer Konflikte und damit verbundener Ausgrenzung. Das Spannungsfeld von kulturellen Phänomenen, welche nicht in einer Einheitskultur aufgehen, Differenzierung mit sich bringen und somit in ein konfliktbelastetes Nebeneinander treten, bezeichnet man als
Interkulturalität. 37 Eine weitere Definition lässt erkennen, dass Interkulturalität aus einem „Bewusstseins- oder Erkenntnisprozess, der aus der selbstreflexiven Wahrnehmung und Erfahrung kultureller Pluralität erwächst“, entsteht. Durch die Begegnung mit anderen Kulturen lässt sich die jeweilige Kulturgebundenheit wechselseitig erfahren und zugleich überwinden. 38 Geht man davon aus, dass Kulturzugehörigkeit Grundlage für die Selbstdefinition und die Identitätsbildung ist, muss festgestellt werden, dass man sich nicht jenseits der Kulturen, sondern nur zwischen ihnen auf dem Pfad der Interkulturalität, bewegen kann. 39 Festzuhalten bleibt, dass allen Ansätzen zur Erklärung des Kulturbegriffs gemein ist, dass sie Kultur als ein Orientierungssystem des Menschen
36 Gemende, Schröer, Sting (Hrsg.); Zwischen den Kulturen, S. 9, 10
37 ebd., S. 11
38 Corinna Albrecht, Überlegungen zum Konzept der Interkulturalität, in: Yves Bizeul,
Vom Umgang mit dem Fremden, Weinheim, Basel 1997, S. 119
39 Gemende, Schröer, Sting (Hrsg.); Zwischen den Kulturen, S. 12
17
sehen, welches sein Wahrnehmen und Handeln sowie seine Mittel zur Kommunikation und Selbstdarstellung steuert. 40
2.2. Zur Relevanz von Kultur in den Internationalen Beziehungen
Im Anschluss soll auf die Frage der Relevanz von kultureller Identität zur Einschätzung globaler Konflikte eingegangen werden. Beate Jahn stellt in ihrer Arbeit 41 neuere Konzeptionen von Kultur vor und prüft diese auf ihre Relevanz für die Theorie der Internationalen Beziehungen. Dabei steht der dynamische Kulturbegriff, der ein neues Verständnis über das Entstehen kultureller Konflikte ermöglicht, im Vordergrund. Die Autorin stützt sich dabei auf die zwei unterschiedlichen Denkschulen der idealistischen und der realistischen Tradition. 42
Die idealistische Tradition geht von einer potentiellen Einheit der Welt aufgrund einer universalen menschlichen Natur aus, aus der objektiv gemeinsame Interessen zwischen Individuen und politischen
Gemeinschaften abgeleitet werden. Eine Auseinandersetzung mit dem Kulturbegriff in diesem Sinne ist unnötig, da er impliziert, dass kulturelle Differenzen keinen Bestand haben oder die Beschäftigung damit sogar gefährlich sei, da sie zu deren Verfestigung führen könnten. Negative Erfahrungen aus dem 1. und 2. Weltkrieg bewirkten eine etwas „realistischere“ Sicht des Kulturbegriffes, welche vor allem auf die amerikanische Außenpolitik Wirkung zeigte. Die realistische Tradition geht von einer relativen Permanenz kultureller Differenzen aus und verlangt von der Außenpolitik in Bezug auf das kulturelle Konfliktpotential d ie Erhaltung, Sicherung und den Ausbau an staatlicher Macht zur Wahrung ihres primären Interesses am Überleben. Kultur in diesem Sinne ist für die Konstitution einer politischen Gemeinschaft von großer Wichtigkeit, sie
40 Georg Auernheimer, Notizen zum Kulturbegriff unter dem Aspekt interkultureller
Bildung, in: Gemende, Schröer, Sting (Hrsg.), Zwischen den Kulturen, S. 28
41 Jahn, Globale Kulturkämpfe oder einheitliche Weltkultur?
42 ebd., S. 215
Arbeit zitieren:
Michèle Wollny, 2001, Clash of Civilizations? Die Kontroverse um Huntingtons "Kampf der Kulturen", München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Politik - Internationale Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit
Seminararbeit, 19 Seiten
Das religiöse Weltethos als Ethos für die Politik
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Hausarbeit (Hauptseminar), 39 Seiten
Der Gegenentwurf zu Huntingtons „Kampf der Kulturen“
Harald Müllers Kritik am Hunti...
Kulturwissenschaften - Allgemeines und Begriffe
Seminararbeit, 25 Seiten
Der Zusammenhang von Esskultur und Religion am Beispiel des Islam
Kulturwissenschaften - Naher Osten
Hausarbeit, 9 Seiten
Statussymbole - Kleidung im Wandel der Zeit und deren Status
Soziologie - Kultur, Technik und Völker
Hausarbeit, 22 Seiten
Soziologische Aspekte der europäischen Körpertätowierung - Funktionen...
Soziologie - Kultur, Technik und Völker
Hausarbeit (Hauptseminar), 31 Seiten
Unter besonderer Berücksichtig...
Seminararbeit, 17 Seiten
Der Kampf der Kulturen als Folge der Globalisierung?
Politik - Internationale Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie
Seminararbeit, 21 Seiten
'Der Kampf der Kulturen' von Samuel Huntington
Politik - Internationale Politik - Allgemeines und Theorien
Diplomarbeit, 82 Seiten
Die islamische Wirtschaftsmentalität
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Studienarbeit, 40 Seiten
Gleiche Rechte für Alle? Das Konzept der Menschenrechte zwischen Unive...
Soziologie - Politische Soziologie, Majoritäten, Minoritäten
Magisterarbeit, 104 Seiten
Die gesellschaftliche Funktion von Religion in fremden Gesellschaften
Seminararbeit, 19 Seiten
Samuel P. Huntingtons These vom Kampf der Kulturen und seine Darstellu...
Politik - Internationale Politik - Allgemeines und Theorien
Hausarbeit (Hauptseminar), 22 Seiten
Synagoge – Kirche – Moschee - ein Vergleich der Gotteshäuser
Hausarbeit, 25 Seiten
Huntingtons 'Clash of civilisations' und die USA nach dem 11. ...
Werk-Kritik - Rezeption - Gege...
Seminararbeit, 24 Seiten
Kleidung als symbolische Selbstinszenierung
Soziologie - Kultur, Technik und Völker
Diplomarbeit, 115 Seiten
Die traditionelle Schia und das Staatsverständnis Imam Khomeinis
Orientalistik / Sinologie - Islamwissenschaft
Hausarbeit, 21 Seiten
Kulinarischer Habitus als symbolisches Kapital sozialer Gruppen
Seminararbeit, 19 Seiten
Eigenarten des islamischen Bankensystems und wirtschaftliche Entwicklu...
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Seminararbeit, 26 Seiten
ClickandBuy 94349174 gefällt Clash of Civilizations? Die Kontroverse um Huntingtons "Kampf der Kulturen"
Michèle Wollny hat den Text Clash of Civilizations? Die Kontroverse um Huntingtons "Kampf der Kulturen" veröffentlicht
Michèle Wollny hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare