Eine kurze geschichtliche Zusammenfassung der Beziehungen zwischen Albanien 3 , Kosovo 4 und Österreich 5
Die vorliegende Arbeit wird sich mit der geschichtlichen Beziehungen drei Ländern Europas befassen. Diese Forschungsländer sind: Albanien (UNO, NATO, OSZE und Europarat Mitglied), Kosovo (selbstständiger Staat seit 17.02.2008, z.Z. kein UNO-Mitglied, bisher von 74 Staaten anerkannt) als Balkanländer und Österreich (UNO, seit 1.1.1995 als Mitglied der Europäischen Union und auch Mitglied zahlreicher internationaler rechtlicher Konventionen, u.a. beim New Yorker Schiedsgerichtsübereinkommen 1958 und bei der Wiener Kaufrechtskonvention 1980 (internationales UN-Kaufrecht).
Die Charakterstika der zwei ersten Ländern ist, dass jene aus dem albanischen 6 Volkes (Kosovo 7 ) bewohnt sind und sich auf verschiedenen Ebenen vollziehender europäischen- und Welt Integrationsprozeß festzustellen ist. Eine andere Charakteristika ist auf Grund ihrer gemeinsamen indoeuropäischen Herkunft mit der Sprache der Albaner und Österreichern verbunden 8 . In der früheren Zeit in den Territorien der beiden Völlker lebten illyrischen Stämme.
Nach albanischen Schätzungen zufolge leben derzeit 42.000 Albaner in Österreich 9 , davon in den Jahren 1998 und 1999 rund 13.000 Personen, vorwiegend aus dem Kosovo, um
3 Dieser Name stammt von dem albanischen Wort shqipe, das „Adler" bedeutet.Dieser Name taucht erst im Jahre 1079. Im 12. Jahrhundert wurde in der griechischen Form Arbanon/Albanon bezeichnet. Im 14. Jahrhundert auch italeinische Quelle geben Hinweise über die Beziechnung Albanien, in: Frantz, Anne- Eva: Albanische Geschichte: Stand und Perspektiven der Forschung, München 2009, S. 62.
4 Kosovo, (albanisch Kosova) wird zum ersten mal im Jahr der berühmten Schlacht (1389) auf dem Amselfeld (serb. Kosovo polje, alb. Fushë Kosova und lat. campus merulae), in: Melčić, Dunja: Der Jugoslawien-Krieg: Handbuch zu Vorgeschichte, Verlauf und Konsequenzen, 2., Aktualisierte und erweiterte Auflage, Wiesbaden 2007, S121.
5 Der Name Österreich taucht in den Quellen zum ersten Mal 996 in einer Urkunde Kaiser Ottos III. auf, mit der dieser dem Bichof von Freising Liegenschaften in Neuhofen an der Ybbs schenkte, die in der Urkunde als in regione vulgari vocabulo Ostarrichi in marchia et comitatu Heinrici comitis filii Liutpoldi marchionis lokalisiert werden. Im altenhochdeutsch bedeutete ostar ostwärts und richi Land. Also Land im Osten. Seit dem 12. Jahrhundert wurde nach den lateinischen Quellen Austria bezeichnet. Hoke, Rudolf: Österreichische und deutsche Rechtsgeschichte, 2 verb. Aufl. - Wien, Köln, Weimar, Böhlau 1996, S.198.
6 In Albanien leben 3. 1700 000 Einwohner, davon 90% Albaner, und der rest von Griechen, Aromunen, Roma und slawische Makedonier. Renat, Ndarurinze: Albanien: Auf den Spuren Skanderbegs 3 aktualisierte und erweiterte Auflage, Berlin 2010, S. 18.
7 Vgl. URL: http://esk.rks-gov.net// [Stand: 28.01.2011]. Die letzten Schätzungen des kosovarischen Statistischen Amtes gehen von einer Bevölkerung von mehr als 2,2 Millionen Einwohnern aus, von welchen 92 Prozent Albaner und rund 5 Prozent Serben sind, während die andern ethnischen Gruppen weniger als 3 Prozent der Bevölkerung ausmachen.
8 Frantz, Anne- Eva: Albanische Geschichte: Stand und Perspektiven der Forschung, München 2009, S.38.
9 Granser, Theodor: Sprachensteckbrief Albanisch, Eine Information des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur, S. 4.
politisches Asyl in Österreich an suchten und ungefähr 3000 von ihnen erhielten Flüchtlingsstatus 10 .
Hierin soll zunächst ein Überblick über die auffindbare Informationslage hinsichtlich der geschichtlichen Fakten der albanisch-österreichischen Beziehungen gegeben werden. Dies ist damit zu begründen, dass aufgrund dieser wesentlichen Informationen über ihre Beziehungen zu einem Ergebniss kommt, wobei sie reichen viel weiter zurück als die letzten 20 Jahre der Neuezeit und hat beide Völker mehr vereint als getrennt. Schon im 17 Hahrhundert gibt es Berichte über eine Begeißterei der albanischen Bevölkerung über die österechische Versuche für die albanische Befreiung von den Türken. So z. B. als die Kaiserlichen Truppen im Krieg gegen Türken im October/November 1689 in Kosovo eingedrungen wurden, wurden sie von dort lebenden Albanern begeißtert begrüßt 11 .
In diesem Kontext der Gegenseitigen Symapthie zwischen beiden Völkern gab es auch im 19. 12 und 20. 13 Jhd Versuche von mehreren Autoren Berichte über die Ähnlichkeiten der außergerichtlichen Konfliktschlichtung bei den alten Albanern und den alten Österreichern, besonders würde ich den österreichischen Doktor der Rechte Walther Peinsip 14 erwähnen.
Es gab auch viele andere Versuche des albanisch-österreichischen Teams, die österreichische Gelehrte und diplomatische Vertreter zusammengefunden hat, um gemeinsam Beiträge zur Geschichte der Albaner, des Gewohnheitrechts sowie zur Geschichte der außergerichtlichen Konfliktschlichtung zu geben. Es ist dafür sehr empfehlenswert die eingereichte Dissertation von Lindita Arapi: „Wie Albanien albanisch wurde: Rekonstruktion eines Albanienbildes“, eine 2001 an der Geistes- und Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien, welche einen Aufschluss über die Entwicklung des Albanienbildes vor allem im deutschsprachigen Raum, insbesondere während des 19. Und frühen 20. Jhd
http://www.sprachensteckbriefe.at/fileadmin/sprachensteckbriefe/pdf/Sprachensteckbrief_Albanisch.pdf [Stand: 04.12.2010].
10 Wassertheurer, Peter: Flüchtlingsland Österreich: Flüchtlinge aus Ex-Jugoslawien S.7. http://www.dorner-verlag.at/downloads/fluechtlingsland/FluechtlingslandOesterreich5.pdf [Stand: 04.12.2010].
11 Klaus Detlev Grothusen: Jugoslawien- Integrationsprobleme in Geschichte und Gegenwart, Beiträge zum V.Internationalen Südosteuropa- Kongreß, Götingen, 1984, S.145.
12 Hahn, Johann- Georg.v.:Reise durch die Gebiete des Drin und Wardar, Wien 1867. Hahn war als Konsul in Joannina.
13 Gabriel, Luis - Jeray.: L’Albanie inconnue, Paris, 1913, S. 97.
14 Peinsipp, Walther: Populli i shqipeve te malit, übersetzung durch Gladiola Kraja, Tirane 2005, S. 11, Original Titel: „“Das Volk der Shkypetaren. Ein Beitrag zur Rechtsarchäologie und zur soziologischen Anthropologie des Balkans.“, Wien, Graz, 1985.
(Reiseberichte, Karl May, Karl Otten, Joseph Roth und vieles mehr) gibt. Von der zeitgenössischen albanischen Literatur sind vor allem die Werke von Ismail Kadare ins Deutsche übersetzt.
Einige von den bekanntesten Namen der beeindruckenden Leistungen der österreichischungarischen Forscher, die mit den wissenschaftlichen Betätigungen auf dem Balkan im allgemeinen und in Albanien im besonderen sind, wie z.B.: Gustav Meyer mit seinem Werk"Etymologisches Wörterbuch der albanischen Sprache" und "Albanesische Studien", Wilhelm Meyer - Lübke, Norbert Jokl und Maximilian Lambertz; Arthur Haberlandt und Franz Seiner; Johann Georg von Hahn, welchen man, als "Vater der Albanologie" zu Recht bezeichnen darf; Franz von Miklosich, Ludwig von Thallóczy, als ungarischer Politiker ("Bergstämme Nordalbaniens und ihr Gewohnheitsrecht", "Acta et diplomata res Albaniae mediae aetatis illustrantia" und "Illyrisch-albanische Forschungen"), Theodor Anton Ippen, (als Konsul in Shkodra und Datenlieferant für das Wiener Militärgeographische Institut) über das nordalbanische Gewohnheitsrecht und die Stammesorganisation ("Gewohnheitsrecht der Hochländer in Albanien"), Franz Baron Nopcsa, der als nachrichtendienstlich für den Generalstabschef Hötzendorf tätig war ("Bergstämme Nordalbaniens und ihr Gewohnheitsrecht", "Geographie und Geologie Nordalbaniens" und "Albanien. Trachten, Bauten und Geräte Nordalbaniens"), Arthur Haberlandt ("Kulturwissenschaftlichen Beiträge zur Volkskunde von Montenegro, Albanien und Serbien), Walther Peinsip "Das Volk der Shkypetaren. Ein Beitrag zur Rechtsarchälogie und zur soziologischen Anthropologie des Balkans", Erich Siebertz, Karl Steinmetzt, Josef Konstantin Jirecek und der hervorragende Albanien-Historiker Milan von Šufflay, Leibniz, Thunmann, Fallmerayer, und viele andere waren mehr oder weniger in allen diesen Bereichen tätig.
Ein angeknüpfter Punkt der Unterstützung der österreichischern Forschern für die albanischen Forschungen war auch dank der Habsburger Monarchie, die in der nordalbanischen Metropole Shkoder seit Mitte des 19. Jhd weitgehend durch Konsule vertreten wurde. Eine wichtige Rolle des österreichischen Engagagement in diesem Gebiet war auch die Schutzfunktion, welche die Monarchie über die Katholischen Bewohner Nordalbaniens ausübte 15 , was einige auch, als das Protektorat Österreich-Ungarns über die
15 Durham, Mary. E.: High Albania, London 1909, (Neuerscheinung 1994). Dies.:Some tribal origins, laws and customs of the Balkans, London 1928.
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