Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS
Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis V
Abk ürzungsverzeichnis VI
I. EINLEITUNG 1
II. CHARAKTERISTIKA VON PORTALEN ALLGEMEIN. 4
A. Grundlagen. 4
B. Klassifizierung von Portalarten 4
1. Horizontales Portal 5
2. Vertikales Portal 6
3. Weitere Klassifizierungsmöglichkeiten. 7
4. Zusammenfassung 8
III. ENTWICKLUNG VON UNTERNEHMENSPORTALEN. 9
A. Das „Business Problem“ und der Stakeholder-Ansatz 9
1. Die erste Teil-Lösung: Das Intranet 11
1.1. Möglichkeiten des Intranet 11
1.2. Grenzen des Intranet 12
(1 ) Fehlende Verknüpfung der Datenquellen untereinander 12
(2 ) Menge der angebotenen Informationen 12
(3 ) Pflege und Aktualität der Informationen 13
(4 ) Nicht alle Informationen im Intranet. 13
(5 ) Schwierigkeiten der Informationsbeschaffung und des
Zugangs zu bestimmten Informationen 14
2. Die zweite Teil-Lösung: Das Extranet. 14
2.1. Möglichkeiten des Extranet 14
2.2. Grenzen des Extranet 15
3. Die dritte Teil-Lösung: Das Internet 15
3.1. Möglichkeiten des Internet 15
3.2. Grenzen des Internet 16
B. Zusammenfassung 16
II
Inhaltsverzeichnis
IV. MÖGLICHKEITEN UND GRENZEN VON UNTERNEHMENSPORTALEN. 17
A. Definition von Unternehmensportal 17
B. Möglichkeiten von Unternehmensportalen. 18
1. Die Leistungsmerkmale 18
1.1. Einheitlicher Einstiegspunkt 18
1.2. Personalisierung 19
1.3. Simplizität. 20
1.4. Suchwerkzeuge. 20
1.5. Aggregation großer Informationsmengen. 20
1.6. Strukturierung und Aufbereitung von Informationen 22
1.7. Integration 22
1.8. Kommunikation und Kollaboration. 23
1.9. Validierung von Informationen 24
2. Beispiele 25
3. Gründe für die Einführung eines Unternehmensportals. 27
3.1. Kosteneinsparungen durch effizientere Prozesse 28
3.2. Besserer Informationsgrad der Mitarbeiter 29
3.3. Erhöhung der Kundenzufriedenheit. 30
3.4. Bessere Beziehungen zu Partnern. 31
3.5. Kostenreduktion für den Kundenservice. 31
3.6. Höhere Mitarbeiterzufriedenheit 32
3.7. Bessere Einbindung von Zulieferern 33
3.8. Umsatzsteigerung durch Up- oder Cross-Sales 34
C. Grenzen von Unternehmensportalen 35
1. Wann lohnt sich der Einsatz eines Unternehmensportals? 35
2. Kosten 36
3. Personalressourcen. 37
4. Sicherheit. 39
5. Zeit 40
D. Zusammenfassung 41
III
Inhaltsverzeichnis
V. DIE BEDEUTUNG VON UNTERNEHMENSPORTALEN FÜR DIE INTERNE UND
EXTERNE KOMMUNIKATION 42
A. Abgrenzung: interne vs. externe Kommunikation 43
1. Ziele und Zielgruppen 43
1.1. interne Kommunikation 43
1.2. externe Kommunikation. 44
2. Traditionelle Instrumente 45
2.1. interne Kommunikation 45
2.2. externe Kommunikation. 45
B. Bedeutung von Unternehmensportalen für die interne
Kommunikation. 46
1. Mitarbeiterzufriedenheit und -motivation. 46
2. Kommunikation der Mitarbeiter untereinander. 47
3. Kommunikation des Unternehmens mit den Mitarbeitern 49
4. Identifikation und Loyalität der Mitarbeiter mit dem Unternehmen. 51
5. Der gesicherte geschäftsrelevante Informationsfluss 52
6. Zusammenfassung 53
C. Bedeutung von Unternehmensportalen für die externe
Kommunikation. 54
1. Kundenzufriedenheit. 54
2. Bekanntheit und Image des Unternehmens. 57
3. Abgrenzung von der Konkurrenz 58
4. Unterstützung des Verkaufs 59
5. Beziehungen zu Geschäftspartnern 60
6. Zusammenfassung 60
VI. AUSBLICK. 61
VII. FAZIT 63
QUELLENVERZEICHNIS 65
IV
Abbildungsverzeichnis
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1: Beispiel für ein horizontales Portal:
Einstiegsseite von yahoo.de
Abbildung 2: Beispiel für ein vertikales Portal:
Einstiegsseite von baby.de.
Abbildung 3: schematische Darstellung eines Unternehmensportals.
Abbildung 4: Credit Suisse: Einstiegsseite des Unternehmensportals
Abbildung 5: Siemens: Einstiegsseite des Unternehmensportals
Abbildung 6: Unternehmensportale: Gründe für die Einführung.
Abbildung 7: Organisationsformen der
Online -Information und Kommunikation
Abbildung 8: Bedeutung der Unternehmensportale in den nächsten Jahren
V
Abkürzungsverzeichnis
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
Abb. = Abbildung bzw. = beziehungsweise EAI = Enterprise Application Integration EIP = Enterprise Information Portal etc. = etcetera evtl. = eventuell ggf. = gegebenenfalls i. d. R. = in der Regel o. V. = ohne Verfasser PDA = Personal Digital Assistent PoS = Point of Sale PR = Public Relations ROI = Return on Investment s. = siehe s. o. = siehe oben u. a. = und andere usw. = und so weiter u. v. a. = und viele andere u. v. m. = und vieles mehr XML = Extensible Markup Language z. T. = zum Teil z. B. = zum Beispiel
VI
I. Einleitung
I. EINLEITUNG
Portale schaffen einen Zugang, einen Eingang zu Elementen die dahinter liegen. Im Sinne eines Internet-Basierten Portals, wie z. B. das Unternehmensportal, sind diese Elemente Informationen. Im privaten und im geschäftlichen Leben bilden sie die Grundlage jeder Aktivität. Informationen werden empfangen, verarbeitet, verändert, analysiert, bereitgestellt und kommuniziert. Sie tragen so zur Entscheidungsfindung in allen Bereichen bei. In alltäglichen Situationen ist der Mensch sich häufig gar nicht darüber bewusst, dass er ständig Entscheidungen auf Grundlage von Informationen fällt. Zum Beispiel im Supermarkt ist mit jedem zusätzlichen Produkt im Einkaufswagen eine Entscheidung für genau dieses Produkt getroffen worden. Unbewusst wurden Informationen über diese Art des Produkts abgewogen und letztendlich wurde das Eine ausgewählt. Aber häufig müssen Entscheidungen getroffen werden, bei denen die benötigten Informationen an anderen, verschiedenen Orten gespeichert sind und erst verfügbar gemacht werden müssen.
Auf die verschiedenen Unternehmensbereiche übertragen bedeutet dies: Außer bei Produkten des alltäglichen Bedarfs wollen viele Kunden vor und nach einer Kaufentscheidung umfassende Informationen und eine intensive Beratung zu dem Produkt. Auch der Informationsfluss zwischen einem Unternehmen und seinen anderen Bezugsgruppen muss bestehen, damit sichere Entscheidungen getroffen werden können. Neben der Sicherstellung des Informationsflusses, wird auch hier eine Bereitstellung von adäquaten Informationen erwartet. Mitarbeiter müssen in Unternehmen tagtäglich viele wichtige Entscheidungen treffen. Um eine fundierte Entscheidung treffen zu können, sollten alle verfügbaren und relevanten Informationen dem Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Doch genau dies ist häufig nicht der Fall. Oft muss lange und mühsam an verschiedenen Orten und mit Hilfe verschiedenster Medien danach gesucht werden, ohne dass am Ende Sicherheit besteht, dass alle im Unternehmen verfügbaren und externen Informationen zu diesem Thema gefunden worden sind.
Auf den Punkt gebracht, besteht in allen Bereichen eines Unternehmens folgende Herausforderung:
Der richtigen Person am richtigen Ort zur richtigen Zeit, in der richtigen Art und Weise die gewünschte Information verfügbar zu machen.
1
I. Einleitung
Geschieht dies, können verschiedene Wettbewerbsvorteile wie z. B. effizientere Prozessabläufe, Kostenreduzierung und Umsatzsteigerung daraus gewonnen werden. Dies zu realisieren ist die Hauptaufgabe des Wissensmanagement. Das Intranet, das Extranet und das Internet sind die technischen Möglichkeiten, mit denen bisher versucht wurde dieser Forderung nachzukommen. Doch treten bei diesen Lösungen verschiedene Probleme auf, die einer optimalen Informationsversorgung im Wege stehen.
Eine Weiterentwicklung dieser drei Komponenten stellt das Unternehmensportal dar. Es verbindet die Stärken dieser drei Bereiche und versucht die Schwächen zu minimieren. Das Unternehmensportal macht alle verfügbaren Informationen an einer Schnittestelle für alle Stakeholder in einer individualisierten Art und Weise verfügbar. Darüber hinaus unterstützt es die interne und externe Unternehmenskommunikation, so dass auch der Informationsfluss und die Generierung neuer Ideen gefördert werden. Das hört sich zunächst an wie eine ideale Lösung, doch bietet das Unternehmensportal auch nur begrenzte Möglichkeiten.
Im Rahmen dieser Arbeit wird die oben beschriebene Problematik aufgegriffen und erläutert. Dabei wird zunächst ein notwendiger Einblick in die allgemeine Portalthematik bezüglich ihrer Charakteristika gewährt, um eine Vorstellung zu bekommen, wie der Name „Portal“ in diesem Zusammenhang entstanden ist, und wie Unternehmensportale in die verschiedenen Klassifizierungsmöglichkeiten ein-zuordnen sind.
Anschließend wird die Entwicklung der Unternehmensportale aufgezeigt. Dabei werden die Grundproblematik und die Möglichkeiten und Grenzen von Intranet, Extranet und Internet in diesem Zusammenhang näher erläutert, um ein komplexes Bild der Notwendigkeit von Unternehmensportalen generieren zu können. Auf dieser Grundlage wird der Kern der Arbeit - die Möglichkeiten und Grenzen von Unternehmensportalen - herausgearbeitet und dadurch aufgezeigt, wie die angesprochene Problematik mit ihrer Hilfe gelöst werden könnte. Nachdem auf diese Art und Weise eine komplexe Vorstellung von Unternehmens-portalen geschaffen wurde, wird im darauf folgenden Kapitel die Bedeutung für die interne und externe Kommunikation von den Möglichkeiten und Grenzen der Un-ternehmensportale abgeleitet.
2
I. Einleitung
Im Anschluss wird ein Ausblick bezüglich der zukünftigen Entwicklung der Unter-nehmensportale gewährt.
Schließlich werden die gesammelten Erkenntnisse in einem Fazit zusammenfassend dargestellt.
Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass in dieser Arbeit die sehr umfangreiche technische Seite der Unternehmensportale nur ansatzweise besprochen werden kann. Eine ausführliche Behandlung dieses Bereichs würde den vorgegebenen Umfang der Arbeit übersteigen. Vielmehr soll hier die theoretische Idee des Unternehmensportals vorgestellt werden. Die technische Realisierung wird dabei weitestgehend unterstellt.
Im selben Maße stellt die rechtliche Seite z. B. bezüglich des Publizierens von In-formationen und des elektronischen Handels einen gesonderten Teil dar, auf den ebenfalls aus Platzgründen nicht näher eingegangen wird. Ziel dieser Arbeit ist es, die theoretischen Möglichkeiten und Grenzen von Unter-nehmensportalen für Unternehmen herauszuarbeiten und die Konsequenzen für die externe und interne Unternehmenskommunikation abzuleiten.
3
II. Charakteristika von Portalen allgemein
A. Grundlagen
II. CHARAKTERISTIKA VON PORTALEN ALLGEMEIN
A. GRUNDLAGEN:
In der Literatur gibt es zahlreiche Definitionen verschiedener Arten von Portalen. 1 Um zunächst eine allgemeine Vorstellung von dem Begriff „Portal“ zu bekommen, vorab eine grundlegende Definition aus dem Duden 2001: „Portal: Vorhalle, (prunkvolles) Tor, Pforte, großer Eingang.“ 2 Übertragen auf die EDV und auf das Internet, kann allgemein gesagt werden, dass ein Portal eine Anwendung (= der Eingang) ist, in der Inhalte, Dienste und Funktionen integriert werden. 3 Ein Portal ist vergleichbar mit einer „Pforte“ zu verschiedenen, ansonsten nicht an einem Ort befindlichen Informationen und Anwendungen. Diese Internet-Portale versuchen den Anwender gezielt in seinem Bedürfnis nach Information zu unterstützen.
Das eigentliche Charakteristikum eines Portals, welches es von einer normalen Homepage unterscheidet, ist jedoch die Funktion der Personalisierung. Der User des Portals hat die Möglichkeit sich anzumelden (z. B. mit Benutzername und Passwort) und die Einstiegsseite und die darauf folgende Darstellung von Informationen dauerhaft seinen Wünschen anzupassen. 4
B. KLASSIFIZIERUNG VON PORTALARTEN:
Es fällt schwer Portale zu klassifizieren. In der Literatur und in der Praxis haben sich viele verschiedene Arten von Gliederungen der zahlreichen Varianten entwickelt, wodurch eine konkrete Einteilung problematisch geworden ist. Über die grobe Unterteilung in horizontale und vertikale Portale besteht jedoch in nahezu der gesamten Literatur Einigkeit: 5
1 Vgl. u. a.: Hartmann (Portal-Sites als Einflussfaktor der Internet-Ökonomie / 2000), S. 7-8.;
Eberhardt / Gurzki (Portalsoftware / 2002), S. 14.
2 Duden (2001), S. 790.
3 Schelp / Winter (Enterprise Portals und Enterprise Application Integration / 2001), S. 7.
4 Vgl. u. a.: Bauer (Interview mit Andreas T. Frenko / 2001), S. 1-2.
5 Vgl. u. a.: Bauer (Unternehmensportale, 2001), S. 42.; Eberhardt / Gurzki (Portalsoftware / 2002),
S. 14.
4
II. Charakteristika von Portalen allgemein
B. Klassifizierung von Portalarten 1. Horizontales Portal:
„Website, die als Einstieg in das Internet dient (z. B. Suchmaschine)“ 6 , auch Mega-Portale oder (allgemeine) Webportale genannt. Sie wenden sich an eine sehr breite Nutzerschicht und weisen hohe Besucherzahlen auf. Als Beispiele seien hier genannt: www.yahoo.de, www.t-online.de etc. 7 Größtenteils sind diese Megaportale aus Suchmaschinen entstanden. 8
Abb. 1: Beispiel für ein horizontales Portal: Einstiegsseite von yahoo.de
Quelle: http://de.yahoo.com
6 Duden (2001) S. 790.
7 Anders / Büchel (Internetportale / 2001), S. 37-42.
8 Bauer (Unternehmensportale / 2001), S. 23.
5
II. Charakteristika von Portalen allgemein
B. Klassifizierung von Portalarten 2. Vertikales Portal:
Ein vertikales Portal ermöglicht den „Zugang zu einem bestimmten Themengebiet im Internet (z. B. Sport-, Wissensportal).“ 9
Sie werden auch Vortals genannt. Diese Portale bieten der definierten Zielgruppe Informationen zu ausgewählten - z. T. eng abgegrenzten - Themenbereichen, oft kombiniert mit der Möglichkeit eines Chats oder eines Diskussionsforums zum Gedankenaustausch rund um das ausgewählte Thema, Linklisten zu Unterthemen, Online-Shopping-Möglichkeiten etc. 10 Als Beispiele seien hier genannt: www.haus.de und www.baby.de.
Auch ein Unternehmensportal kann als vertikales Portal bezeichnet werden, der Themenbereich ist in diesem Fall das Unternehmen selbst. 11
Abb.2: Beispiel für ein vertikales Portal: Einstiegsseite von baby.de
Quelle: http://www.baby.de
9 Duden (2001), S. 790.
10 Anders / Büchel (Internetportale / 2001), S. 39.
11 Bauer (Unternehmensportale / 2001), S. 34.
6
II. Charakteristika von Portalen allgemein
B. Klassifizierung von Portalarten
3. Weitere Klassifizierungsmöglichkeiten
Außer der relativ klar abgrenzbaren Unterteilung in horizontal und vertikal gibt es weitere Arten und Unterarten. Hier lassen sich viele Varianten aufzählen, die sich bezüglich des Zwecks, der Schwerpunktsetzung oder nach dem Betreiber des Portals unterscheiden lassen.
Eine eindeutige Trennung der einzelnen Portaltypen ist jedoch nicht möglich, da sie sich z. T. in den Möglichkeiten, die sie bieten, überschneiden oder ergänzen. Unterschieden werden können Portale z. B. nach Art des Zugangs in offene und geschlossene Portale. 12
Oder es erfolgt eine Differenzierung nach Art der anvisierten Benutzer: Dann spricht man von Business-to-Business-, Business-to-Consumer-, Business-to-Employee- oder Business-to-Public-Portalen. 13
Bezüglich des Grades der Ortsabhängigkeit können auch mobile und fixe Portale unterschieden werden. 14
Genauso vielseitig wie die Anzahl der Portalarten ist auch die Anzahl der möglichen Betreiber eines Portals. 15 Prinzipiell kann jeder ein Portal betreiben. Deshalb ist eine allgemeine Kategorisierung auch hier schwierig. Um dies zu verdeutlichen nun eine (erweiterbare) Auflistung möglicher Betreiber: N Unternehmen N Staat
N verschiedene kommunale Behörden N Städte und Gemeinden N Hochschulen N Schulen N Privatleute
N sonstige öffentliche Einrichtungen etc.
Jeder dieser Betreiber verfolgt einen anderen Zweck und ein anderes Ziel mit seinem Portal. Im weiteren Verlauf dieser Arbeit wird insbesondere die Zielsetzung von Unternehmen weiter untersucht werden.
12 Anders / Büchel (Internetportale / 2001), S. 37-42.
13 Bauer (Unternehmensportale / 2001) S. 36-38.
14 Anders / Büchel (Internetportale / 2001), S. 38-42.
15 Hoffmann / Wolf (Portal-Basierte Geschäftsmodelle / 2000), S. 25-32.
7
II. Charakteristika von Portalen allgemein
B. Klassifizierung von Portalarten
4. Zusammenfassung
Es existiert eine Fülle verschiedener Arten von Portalen, welche alle unterschiedliche Charakteristika aufzeigen, die sich jedoch auch in einigen Punkten überschneiden. Das eigentliche Charakteristikum eines Portals, die Möglichkeit der Personalisierung, haben sie allerdings alle gemeinsam. Der Besucher kann also dauerhaft bestimmen, welche Inhalte auf seiner Einstiegsseite stehen. Auch die Betreiber und die möglichen Motive, die hinter einem Portal stehen können, sind sehr vielfältig.
Welche Portalarten hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung an Bedeutsamkeit zu-oder abnehmen werden, ist nicht eindeutig.
Die Fachwelt ist sich jedoch in einem Punkt einig: Der Entwicklung von Unterneh-mensportalen wird einstimmig eine erfolgreiche Zukunft vorausgesagt. 16 Wo der Ursprung von Unternehmensportalen liegt und wie genau sie zu klassifizieren und einzuordnen sind, wird das folgende Kapitel verdeutlichen.
16 Vgl. u. a.: Anders / Büchel (Internetportale / 2001), S. 45-46.
8
III. Entwicklung von Unternehmensportalen
A. Das „Business Problem“ und der Stakeholder-Ansatz
III. ENTWICKLUNG VON UNTERNEHMENSPORTALEN
A. DAS „BUSINESS PROBLEM“ UND DER STAKEHOLDER-ANSATZ
„Wenn Siemens wüsste, was Siemens alles weiß“ 17 - so kann das Grundproblem des ungenutzten Wissens als wichtige Ressource in einem Unternehmen wohl am treffendsten beschrieben werden. Denn innerhalb eines Unternehmens sind unzählig viele Informationen vorhanden. Diese liegen häufig in einer sehr unstrukturierten Art, an verschiedenen Orten, auf verschiedenen Datenträgern und Medien vor, so dass Mitarbeiter oft sehr viel Zeit investieren müssen, um an bestimmte Informationen (z. B. wichtige Emails, Verträge, Protokolle, Präsentationen etc.) zu gelangen. 18 Je größer ein Unternehmen und damit die vorhandene Menge an In-formationen ist, desto ausgeprägter tritt dieses Problem zum Vorschein. Hinzu kommt, dass in den letzten Jahren durch die Entwicklungen in der Softwareindustrie viele verschiedene Programme entstanden sind, die von Unternehmen verwendet werden, um Daten verschiedener Abteilungen zu verwalten. Für die Buchhaltung, die Kundenbetreuung, den Außendienst, die Geschäftspartner- und Lieferantenbetreuung, das Management etc. gibt es verschiedene Programme, die nicht untereinander vernetzt und deren Daten oft inkompatibel sind. Dies führt dazu, dass z. T. dieselben Daten (z. B. Kundendaten) gespeichert und unabhängig voneinander verändert/aktualisiert werden. Folglich kann es zu Diskrepanzen kommen. Ein Kunde könnte z. B. wesentlich besser bedient werden, wenn der Kundenberater vollständige Einsicht in die Geschichte einer Kundenbeziehung hätte. 19
Um eine fundierte strategische Entscheidung zu treffen, müssten die verschiedenen Datenquellen, Systeme und Anwendungen kombiniert werden. So muss ein Mitarbeiter jedoch sehr viel Zeit aufwenden, um diese unstrukturierten Daten zu sichten, bzw. sich mit den verschiedenen Anwendungen und Programmen vertraut zu machen. 20
Dieses Problem wird generell auch als „Business Problem“ bezeichnet. 21
17 Hönicke (Knowledgemanagement / 2003), S. 1.
18 Vgl. u. a.: Maier (Sind Unternehmensportale Himmelpforten? / 2002), S. 26.
19 Hudetz / Kaftan (Knowledge Management / 2001), S. 359.
20 Vgl. u. a.: Schneider / Zwerger (Sichere Unternehmensportale mit SAP / 2002), S. 15.
21 Collins (Corporate Portals / 2001), S. 3.
9
III. Entwicklung von Unternehmensportalen
A. Das „Business Problem“ und der Stakeholder-Ansatz Das Managen der Informationen und des Wissens im Unternehmen ist auch als Teil des Wissensmanagements oder auch Knowledge-Managements bekannt. 22 Es wäre also von Vorteil, die richtige Information zur richtigen Zeit der richtigen Person verfügbar zu machen, um schnellere und fundiertere Entscheidungen treffen zu können. 23 Das wiederum trägt zur Optimierung der Geschäftsprozesse und somit zu einer Kostenersparnis und anderen Wettbewerbsvorteilen, wie z. B. Umsatz- oder Gewinnsteigerung, bei. 24
Doch nicht nur für Mitarbeiter als eine Bezugsgruppe des Unternehmens sollen Informationen verfügbar gemacht werden - auch für alle anderen Stakeholder des Unternehmens sollten alle gewünschten Informationen bereit stehen. Mögliche potentielle Stakeholder sind neben den Mitarbeitern z. B.: Kunden, Lieferanten, Kreditgeber, Investoren, Gemeinden, Wohlfahrtsverbände, Unternehmerverbände, Eigentümer/Aktionäre, Konkurrenten, Einzel-/Großhändler, Staat, Medien, ausländische Regierungen und Öffentlichkeit. 25 Jede einzelne Bezugsgruppe hat eine bestimmte Machtposition, mit der sie sowohl negativen wie positiven Einfluss auf das Unternehmen nehmen kann. 26 Jedes Unternehmen sollte seine eigenen potentiellen Stakeholder identifizieren und sich mit deren Interessen und Forderungen an das Unternehmen auseinandersetzen, und diese in die Ermittlung und Festlegung relevanter Unternehmensziele mit einbeziehen. 27 Durch eine umfassende individuelle Kommunikation und Bereitstellung von Informationen, kann eine Identifikation der Bezugsgruppen mit dem Unternehmen erreicht werden. Solch eine offene Kommunikationspolitik trägt dazu bei, dass die Stakeholder dem Unternehmen mehr Vertrauen entgegen bringen und so weniger gewillt sind, ihre Machtposition im negativen Sinne gegen das Unternehmen zu gebrauchen.
Erhöhtes Vertrauen und eine Identifikation mit dem Unternehmen seitens der Stakeholder sind daher wünschenswert und können durch Wissens- und Informationsmanagement unterstützt werden. Dies wiederum kann zu steigenden Absatzzahlen und Marktanteilen (Marketingziele) führen oder z. B. auch die
22 Hudetz / Kaftan (Knowledge Management / 2001), S. 359.
23 Vgl. u. a.: Kuppinger / Woywode (Vom Intranet zum Knowledge Management / 2000), S. 119.
24 Hudetz / Kaftan (Knowledge Management / 2001), S. 359.
25 Welge (strategisches Management / 1999) S. 165-175.
26 Welge (strategisches Management / 1999)S. 165-175.
27 Welge (strategisches Management / 1999)S. 165-175.
10
Arbeit zitieren:
Mona Deußen, 2003, Möglichkeiten und Grenzen von Unternehmensportalen und deren Bedeutung für die interne und externe Kommunikation, München, GRIN Verlag GmbH
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