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Gliederung
1. Einleitung
2. Modelllernen
2.1. Die sechs Typen des Modelllernens
2.1.1. Beeinflussung von Auffassungen über die Realität
2.1.2. Übertragung emotionaler Erregung
2.1.3. Reaktionsauslösung
2.1.4. Soziale Veranlassung
2.1.5. Hemmung und Enthemmung
2.1.6. Beobachtungslernen
Die Aneignungsphase ( Akquisition )
a.) Der Aufmerksamkeitsphase
(attention)
b.) Der Behaltensphase
(retention)
II Die Ausführungsphase (Performanz)
c.) Motorische Reproduktionsphase
(production)
d.) Verstärkungs- und Motivationsphase
(motivation)
2.2. Untersuchung von Bandura 1965
2.3. Die Selbststeuerung
3. Die Massenmedien
3.1. Medienwirkungsforschung
3.1.1. Katharsistheorie
3.1.2. Inhibitionsthese
3.1.3. Wirkungslosigkeit
3.1.4. Lernorientierte Theorien
a.) Imitation
b.) Suggestionstheorie
c.) Stimulationstheorie
d) Habitualisierungsthese
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3.2. Entwicklung von Aggressionsauslösern 3.3. Die Medienwelt als Kinderspielzeug
3.4. Untersuchung von Clemens Trudewind und Rita Steckel 3.5. Computeranimationen im Militär 4. Fazit 5. Literatur
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1. Einleitung
Albert Bandura wurde am 4.12.1925 in Alberta geboren. Dort verbrachte er seine Jugendzeit, bevor er sein Studium an der Universität von British Columbia begann. Später entschied er sich für die Universität von Iowa, um dort Klinische Psychologie zu studieren und an den Erforschungen von Lernprozessen teilzunehmen. 1950 ging er nach Stanford und arbeitete dort auf dem Gebiet der Interaktionsprozesse in der Psychotherapie und dem Familienmuster, welches Aggressivität bei
Kindern erzeugt. Während der Arbeit auf diesem Gebiet, stieß er auf die zentrale Rolle des Modelllernens bei der Persönlichkeitsentwicklung. Ziel seiner Forschungen war eine umfassende Theorie vom menschlichen Verhalten zu erhalten, um die menschlichen Fähigkeiten besser einordnen zu können.
1980 erhielt Bandura die wissenschaftliche Auszeichnung der Vereinigung der „American Psychological Association“ für „vorbildliche Leistungen als Forscher, Lehrender und Theoretiker“. 1
Bandura vertrat, bevor er nach Stanford ging, die behavioristische Sichtweise, in welcher der Mensch passiv und von außen gesteuert dargestellt wird.
Die behavioristischen Lerntheorien, die die klassische und instrumentelle Konditionierung beinhalten, beschreiben den Mensch als „black box“. Nur die sichtbaren Aspekte des Lernprozesses werden dargestellt. Nach der Auffassung der Behavioristen reagieren Menschen nur auf Reize, wie Belohnung oder Bestrafung.
Die Ergebnisse seiner Forschungen interpretierte Bandura folgendermaßen: Der Mensch lernt nicht nur durch sofortige Verstärkung seines Verhaltens, sondern es genügt ihm, andere Personen, die als Modelle fungieren und die nach einer bestimmten Verhaltensweise belohnt oder bestraft werden, zu beobachten.
1 Diese Ausführung stütz sich auf Stangl, Werner: „Lernen am Modell - Albert Bandura“.
http://www.stangl-taller.at/ARBEITSBLAETTER/LERNEN/Modelllernen.shtml
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Heute gilt Bandura als wichtigster Vertreter der Theorie des Lernens am Modell. Bandura ordnet die Theorie des Modelllernens (1969) den kognitiven Lerntheorien zu und verließ damit den Boden des Behaviorismus.
Demnach spricht er dem Lernenden eine aktivere Rolle zu, da dieser im Stande ist neue Reize und Informationen aufzunehmen, diese zu verarbeiten und anschließend darauf zu reagieren. In der sozial - kognitiven Theorie gilt Verstärkung als förderlich, aber nicht als notwendige Bedingung.
„Der Mensch ist ein denkender Organismus, der Fähigkeiten besitzt, die ihn mit einem gewissen Selbststeuerungsvermögen versehen. […] Sie können Probleme auf der Vorstellungsebene lösen, ohne die verschiedenen Alternativen in die Tat umsetzten zu müssen; und sie können die wahrscheinlichen Konsequenzen der verschiedenen Handlungsweisen voraussehen und ihr Verhalten dementsprechend ändern.“ 2 Der Mensch verändert sein Verhalten wenn er einen anderen Menschen beobachtet, der zum Beispiel positivere Verhaltenskonsequenzen hatte als der Beobachter. Er kann nach der Beobachtung aufgrund seiner kognitiven Fähigkeiten sein Verhalten neu überdenken und daraufhin seine Ausführung verändern.
Wenn wir nicht vom Verhalten anderer lernen könnten, dann würden wir oft an unsere Grenzen stoßen. Der Lernprozess wäre viel schwieriger, aufwendiger und gefährlicher. Jede Person müsste jedes Verhalten zeigen und die Gefahr der negativen Konsequenzen hinnehmen. Somit ist es viel einfacher, auf schon „Ausgetestete“ Verhaltensweisen anderer zurückzugreifen.
2. Modelllernen
„Nach Bandura liegt Modelllernen dann vor, wenn ein Individuum als Folge der Beobachtung des Verhaltens anderer Individuen sowie der darauf folgenden Konsequenzen sich neue Verhaltensweisen aneignet oder schon bestehende Verhaltensmuster weitgehend verändert.“ 3
2 Bandura, Albert: Aggression: eine sozial-lerntheoretische Analyse.[Die Übers. besorgte Uwe
Olligschläger]. - 1. Auflage. Stuttgart: Klett-Cotta, 1979. S. 59.
3 Stangl, Werner: „Lernen am Modell - Albert Bandura“.
http://www.stangl-taller.at/ARBEITSBLAETTER/LERNEN/Modelllernen.shtml
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Bandura sieht die Fähigkeit von Personen Wissen und Fertigkeiten auf der Basis von Modelllernen zu erwerben, in der menschlichen Natur.
Für das Modelllernen sind Modelle sehr bedeutend, da sie durch ihre Verhaltensweisen und deren Konsequenzen den Beobachter beeinflussen. Dabei entsteht die Frage, wer und wie sollten Modelle sein?
An Stelle der Modelle können aber auch verbale oder bildhafte Darstellungen zur Beeinflussung des Beobachterverhaltens führen. Demnach unterscheidet man die direkte Modellierung, in der ein Modell beobachtet wird, das anwesend ist und die indirekte Modellierung, in der die Beobachtung des Modellverhaltens über ein Massenmedium vollzogen wird. Bei der verbalen Modellierung muss darauf geachtet werden, dass die zu modellierenden Aktikvitäten nicht zu komplex sind, da ansonsten das Modelllernen wenig Erfolg verspricht. Außerdem beeinflussen hohe sprachliche Kompetenzen und kognitive Fähigkeiten den positiven Verlauf des Modelllernens. 2.1. Bandura unterscheidet sechs Typen des Modelllernens Beeinflussung von Auffassungen über die Realität; Aufmerksamkeitslenkung Übertragung emotionaler Erregung Reaktionsauslösung Soziale Veranlassung Hemmung und Enthemmung Beobachtungslernen
Es werden drei Wirkungen von Modellierungseinflüssen unterschieden. Beobachter können neue Verhaltensmuster erlernen, die im Verhaltensrepertior noch nicht enthalten waren. Zweitens können schon bestehende Verhaltensmuster gehemmt oder enthemmt werden. Als letzte Wirkung dienen die Verhaltensweisen anderer als soziale Anreize das beobachtete Verhalten nachzuahmen. Demnach werden auch die drei Lerneffekte eingeteilt.
Arbeit zitieren:
Claudia Hinze, 2003, Die sozial-kognitive Lerntheorie von Albert Bandura. Lernen an Medien, insbesondere an Computerspielen und ihre Wirkung., München, GRIN Verlag GmbH
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