1 Einleitung
1.1 Einführung ins Thema
Es gibt kaum Einkäufer, die nicht davon sprechen, kaum Unternehmen, welche nicht die Forderung danach stellen: Lieferantenmanagement. 1 Ein Unternehmen wird von zahlreichen Firmen beliefert. Angefangen bei Produktionsmaterial über Büromaterial bis zu Hygieneartikel und
Personaldienstleistungen. In der Regel haben Unternehmen eine Vielzahl verschiedener Lieferanten. Lieferanten tragen wie Mitarbeiter und Kunden zum Erfolg eines Unternehmens bei 2 .
Steigender Wettbewerbsdruck durch zunehmende Globalisierung, eine verstärkte Dynamik der Märkte sowie steigende Kundenanforderungen führen zu immer höheren Anforderungen an die Unternehmen. Eine Tendenz zu Kooperationen zwischen Unternehmen und Lieferanten ist bereits seit Beginn der 90er Jahre erkennbar 3 . Die traditionellen Einkaufsfunktionen mit rein operativen und dispositiven Tätigkeiten haben sich im Laufe der Zeit stark erweitert. In den letzten Jahren wurde die strategische Bedeutung der Lieferanten verstärkt wahrgenommen 4 .
Unter einem modernen Beschaffungsmanagement versteht man vielmehr die Etablierung langfristiger Partnerschaften mit den leistungsfähigsten Lieferanten. Der Einkauf kann so durch das optimale Management der Lieferanten zur Kostenoptimierung und Erfolgen in Bezug auf Service, Qualität und Innovationen beitragen 5 . Somit trägt konsequentes Lieferantenmanagement auch zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit bei. Ein gezieltes Lieferantenmanagement muss den
1Vgl.http://www.cornelsen.de/sbk/1.c.1694054.de?hasjs=1294674398&submittedByForm=1&gsid=1.c.1153490.de&id=1694 054
2 Vgl. http://www.widepartners.de/de/einkaufsmanagement/lieferantenmanagement/
3 Vgl. Stella-Christina Jäger, Instrumente des Beschaffungscontrollings, 2009, S.66
4 Vgl. G. Hofbauer, T. Mashhour, M. Fischer, Lieferantenmanagement, S. 16
5 Vgl. Stella-Christina Jäger, Instrumente des Beschaffungscontrollings, 2009, S.66
2
Kundenwert durch Innovationen, Qualität und rechtzeitige Markteinführungen maximieren 6 .
1.2 Ziele der Arbeit und Vorgehensweise
Ziel des Assignment ist es, Lieferantenmanagement als Teil des Beschaffungsmanagements vorzustellen, den grundsätzlichen Aufbau zu beschreiben sowie die Wichtigkeit für die Wertschöpfung im Unternehmen herauszustellen.
Nach der Einleitung werden im zweiten Kapitel die theoretischen Grundlagen erörtert. Nach einer Begriffsdefinition wird nach der Notwendigkeit des Einsatzes dieses Managementkonzepts gesucht. Anschließend folgen die Ziele, welche mit dem Management der Lieferantenbeziehungen verfolgt werden. Der theoretische Teil endet mit der Beschreibung der Prozessstufen, aus welchen das Lieferantenmanagement besteht.
Im dritten Kapitel folgt der praktische Teil. Hier wird vor allem erörtert, wie das Lieferantenmanagement auf die verschiedenen Lieferantentypen (vom Teilelieferant bis zum Entwicklungspartner) angewendet werden sollte. Ein Ausblick in die Zukunft und ein Fazit verdeutlichen nochmals das Thema und lassen den Trend erkennen, wohin das Lieferantenmanagement führt.
2 Aufbau des Lieferantenmanagements
2.1 Begriffsdefinition Lieferantenmanagement Das Lieferantenmanagement bildet einen Aufgabenschwerpunkt im
Beschaffungsprozess, und kann nicht isoliert betrachtet werden 7 . Unter Lieferantenmanagement versteht man die Summe aller Maßnahmen zur Beeinflussung der Lieferanten im Sinne der Unternehmensziele 8 . Es handelt sich um eine aktive Gestaltung der Beziehung zwischen dem abnehmenden Unternehmen
6 Vgl. G. Hofbauer, T. Mashhour, M. Fischer, Lieferantenmanagement, S. 6
7 Vgl. http://www.lieferantenbewertung.de/theorie/th-index_prozess.html
8 Vgl. O.Grün,, W. Jammernegg, S. Kummer, Grundzüge der Beschaffung, Produktion und Logistik, S.97
3
und seinen Lieferanten mit dem Ziel, einen Mehrwert für beide Partner zu schaffen 9 . Dabei geht es um eine Weiterentwicklung der traditionellen Beschaffungsprozesse 10 . Das Lieferantenmanagement kann als Prozess verstanden werden, welcher sieben Prozessstufen oder Elemente beinhaltet. Dies sind Lieferantenidentifikation, Lieferanteneingrenzung, Lieferantenanalyse,
Lieferantenbewertung, Lieferantenauswahl, Lieferantencontrolling sowie Steuerung der Lieferantenbeziehungen 11 .
2.2 Notwendigkeit des Lieferantenmanagements
Damit Unternehmen im Wettbewerb bestehen können, reicht es nicht aus die Beschaffung als Einkaufen zu niedrigen Preisen zu verstehen. Vielmehr ist es erforderlich Lieferanten als Partner in der Wertschöpfungskette zu begreifen, um im Wettbewerb bestehen zu können. Steigende Kundenanforderungen und anspruchsvollere Umweltbedingungen machen das Lieferantenmanagement notwendig, um den Kundenwert zu maximieren. Ein Großteil der Wertschöpfung wird von Zulieferern generiert und wird in Zukunft auch noch steigen. Durch Lieferantenmanagement kann dieser Wertbeitrag noch optimiert werden. Lieferanten können bei Innovationsprozessen mitwirken, durch hohe Qualität und Zuverlässigkeit Kundenwert schaffen. Der Mittelpunkt des traditionellen Einkaufs war die Erzielung eines optimalen Preises. Durch niedrige Preise in der Beschaffung wollten Unternehmen Kosten drücken. Der Einkauf hatte nur eine operative Rolle im Tagesgeschäft und fand eher regional oder national statt. Der Moderne Einkauf hat einen strategischen Fokus, was auch neue Anforderungen an Lieferanten stellt. Lieferanten sollen nicht länger nur die Handlanger bleiben sondern durch Innovationen, Qualität, Flexibilität und Service zur Wettbewerbsfähigkeit beitragen. Veränderte Rahmenbedingungen, wie die Möglichkeiten des Internets lassen neue Formen der Zusammenarbeit zu. Die Internationalisierung der Märkte intensiviert
9 Vgl. Stella-Christina Jäger, Instrumente des Beschaffungscontrollings, 2009, S.66
10 Vgl. http://www.bilanzbuchhalter-weiterbildung.de/lieferantenmanagement.html
11 Vgl. http://www.ebz-beratungszentrum.de/logistikseiten/artikel/liefermgmt.html
4
Arbeit zitieren:
Melanie Maier, 2011, Lieferantenmanagement - Definition, Ziele und praktischer Einsatz, München, GRIN Verlag GmbH
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