Bitte warten
Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.
Hauptseminararbeit, 2002, 42 Seiten
Autor: Christina Wolf
Fach: Musikwissenschaft
Details
Institution/Hochschule: Universität Hildesheim (Stiftung) (Institut für Musik und Musikwissenschaft)
Tags: Filmmusik, Zeitalter, Tonfilms, Josef, Sternbergs, Blaue, Engel, Theorie, Geschichte, Filmmusik
Jahr: 2002
Seiten: 42
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-21724-8
Dateigröße: 2934 KB
Geschichte des Tonfilms und der Filmmusik (Einführend), Produktionsgeschichte des Films, Bedeutung der Musik für Handlung und Dramaturgie des Films, Näheres zum Komponisten Friedrich Hollaender und der Hauptdarstellerin Marlene Dietrich. Viele Bilder!
Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:
Textauszug (computergeneriert)
„Von Kopf bis Fuß auf Musik eingestellt“
Filmmusik im beginnenden Zeitalter des
Tonfilms am Beispiel von Josef von
Sternbergs "Der Blaue Engel" (1930)
Hausarbeit zum Seminar
„Theorie und Geschichte der Filmmusik“ (WS 01/02)
Christina Wolf
INHALTSVERZEICHNIS
EINLEITUNG 4
1. AUFBRUCH IN EINEN NEUE ZEIT: DIE ERSTEN TONFILME 5
1.1. DER TONFILM 6
1.2. ENTWICKLUNG DER FILMMUSIK 9
2. MUSIK ALS TEIL DES GANZEN: EINORDNUNG DER FILMMUSIK IN DIE GESAMTDRAMATURGIE DES „BLAUEN ENGELS“ 12
2. 1. PRODUKTIONSGESCHICHTE 12
2.2. FUNKTIONSZUWEISUNG DURCH DEN REGISSEUR 16
2.3. ZUM KOMPONISTEN FRIEDRICH HOLLAENDER 18
3. DIE BEDEUTUNG DER MUSIK FÜR DEN ERFOLG DES TONFILMS „DER BLAUE ENGEL“ 21
3.1. EINE GESCHICHTE WIRD ÜBER MUSIK ERZÄHLT 21
3.2. UNTERSUCHUNG DER FILMMUSIK AM BEISPIEL DES LIEDES „ICH BIN VON KOPF BIS FUß AUF LIEBE EINGESTELLT“ 26
RESUMÉE 31
LITERATURVERZEICHNIS
ANHANG
EINLEITUNG
Der „Blaue Engel“ gehört bekanntermaßen zu den ersten Tonfilmen, die die Anforderungen an einen unterhaltsamen Spielfilm erfüllten und damit den Durchbruch für den Tonfilm brachten. Darüber hinaus gelingt dem Komponisten der Filmmusik des „Blauen Engels“, Friedrich Hollaender, erstmalig die Etablierung der Musik als sinngebendes, also dramaturgisch wichtiges Element des Tonfilmes. Durch seine Liedkompositionen wird die Figur der Künstlerin Lola (Marlene Dietrich) genau charakterisiert und die Beziehung zur zweiten Hauptfigur Professor Rat (Emil Jannings) beschrieben und kommentiert.
Friedrich Hollaender vermochte durch seine Arbeit nicht nur zur Qualität des Filmes und seines anhaltenden Erfolges beizutragen, er schaffte es auch erstmalig, dass seine Filmsongs unabhängig vom Film als Schlager bekannt wurden. Die wechselseitigen Beziehungen zwischen Film – Filmsongs – Hauptdarsteller(in) sind auch heute ein Schlüssel zum Erfolg eines Filmes. So konnte Friedrich Hollaender wesentlich zur Etablierung Marlene Dietrichs als gefeierter Filmstar und Sängerin beitragen. Durch die Inszenierung ihrer Person, die auch mit Hilfe der Musik erfolgt, legt der Regisseur Josef von Sternberg, mit Hilfe Friedrich Hollaenders, den Grundstein für die Karriere der bis dahin unbekannten Schauspielerin Marlene Dietrich.
In der vorliegenden Arbeit soll versucht werden, diese Behauptungen zu belegen und damit die Bedeutung des Filmes „Der Blaue Engel“ - insbesondere der Filmmusik - für den Durchbruch des Tonfilmes darzustellen. Die Filmmusik in den Mittelpunkt zu stellen bedeutet aber auch auf andere Aspekte der Verfilmung nicht eingehen zu können:
Der „Blaue Engel“ war zum Zeitpunkt seines Erscheinens ein Politikum. Er löste kontroverse Diskussionen besonders in Bezug auf die Frage der Adaption einer Romanvorlage aus. Die spezielle und selektierte Verwendung eines Romans unter filmischen Gesichtspunkten erschien vielen Kritikern sowohl rechter als auch linker Parteigesinnung fragwürdig. Dementsprechend groß ist auch die Literatur, die sich bis heute mit der historischen Rezeptionsforschung beschäftigt: Siegfried Krakauer: Von Caligari zu Hitler. Eine psychologische Geschichte des deutschen Films; Helmut Korte: Der Spielfilm und das Ende der Weimarer Republik. Ein rezeptionshistorischer Versuch; Werner Sudendorf: Marlene Dietrich. Dokumente, Essays, Filme. Teil 1; Luise Dirscherl/ Gunther Nickel (Hrg.): Der Blaue Engel. Die Drehbuch-Entwürfe; Thomas Epple: Heinrich Mann, Professor Unrat: Interpretation.1
Zwar wird auch die Musik in fast jeder Veröffentlichung erwähnt, es gibt allerdings wenige, die sich diesem Thema eingehender widmen. Dementsprechend möchte ich versuchen auch die unzähligen verstreuten Informationen zur Filmmusik des „Blauen Engels“, so weit als möglich, in einen zusammenhängenden Kontext zu stellen.
1. AUFBRUCH IN EINEN NEUE ZEIT: DIE ERSTEN TONFILME
Will man die Musik des Films „Der Blaue Engel“ zum Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung machen, so gehört, im Hinblick auf die Thematik dieser Arbeit, neben der filmimmanenten Analyse auch eine kurze Abhandlung zur Geschichte des Tonfilms und der Filmmusik dazu. Mit seiner Welt-Premiere am 1. April 1930 im Berliner Ufa-Palast (die Dreharbeiten waren bereits Ende Januar beendet) gehört der „Blaue Engel“ zu den ersten Tonfilmen überhaupt, die komplett vertont wurden (durch Sprache, Geräusche und Musik). Er war damit ein „all-talkie“2 in Spielfilmlänge und konnte so seinen Beitrag zum Durchbruch des Tonfilms als „Publikums-Magnet“ leisten. Die Musik Friedrich Hollaenders, seine Lieder für die Künstlerin Lola, wurde ein Welterfolg und zeigen, wie wichtig die Filmmusik schon damals für den Erfolg eines Films war (siehe dazu Kapitel 1.2.).
Die nun folgenden Abschnitte zur Geschichte des Tonfilms und der Filmmusik erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sie dienen als Einstimmung und bieten das nötige Hintergrundwissen für die spätere Analyse der Filmmusik des „Blauen Engels“.
1.1. Der Tonfilm
[....]
1 Vollständige Literaturangaben ebenfalls im Literaturverzeichnis.
2 Bezeichnung für einen Film mit durchgängig aufgenommenem Dialog. Dementsprechend vollständiger Tonfilm. Sein Vorläufer war der „part-talkie“, ein Film, der teilweise hörbare Dialoge enthielt aber eben streckenweise noch Stummfilm war.
Kommentare
Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:
Zu: "M - eine Stadt sucht einen Mörder" von Fritz Lang
Autor: Magister Christiane HagnSeminararbeit, 2001 Als PDF-Datei downloaden für 4,99 EUR
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Bisher keine Kommentare