Die „gute“ Grundschullehrerin - Bausteine zu einem professionellen Selbstverständnis
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Grundschullehrerin werden 4
2.1. Berufswahl 4
2.2. Leistungsvoraussetzungen 5
2.3. Ausbildung 6
3. Grundschullehrerin sein 7
3.1. Was macht eine gute Grundschullehrerin aus? 7
3.1.1. Selbstkompetenz 7
3.1.2. Sozialkompetenz 8
3.1.3. Fachkompetenz 9
3.1.4. Methodenkompetenz 9
3.1.5. Professionalität 11
3.2. Was macht guten Unterricht aus? 12
3.3. Fortbildungen 13
4. Schluss 14
5. Literatur. 16
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Die „gute“ Grundschullehrerin - Bausteine zu einem professionellen Selbstverständnis
Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Die gute Grundschullehrerin - Bausteine zu einem professionellen Selbstverständnis“. Beim Lesen der Literatur zu diesem Thema wird Eines schnell klar: die Anforderungen an eine gute Grundschullehrerin sind sehr hoch und oft unerreichbar.
Da hauptsächlich Frauen diesen Beruf ausüben 1 , beziehe ich mich im Folgenden meist auf die Lehrerinnen, möchte aber die männlichen Kollegen nicht ausschließen.
Der Titel der Hausarbeit lautet zwar „Die gute Grundschullehrerin[...]“, doch eigentlich kann man zwischen einer guten Lehrerin/einem guten Lehrer und speziell einer guten Grundschullehrerin/einem guten Grundschullehrer keine großen Unterschiede festmachen, sodass ich - außer in einigen Ausnahmenmeist allgemein auf die Lehrerin/den Lehrer eingehe. Dafür, dass man an die Grundschullehrerinnen so hohe Anforderungen stellt, werden sie in der Gesellschaft nicht sehr geschätzt (zumindest bei denen, die nicht professionell mit der Grundschule zu tun haben). Man benötige kein Fachwissen und man brauche nur „ein Herz für Kinder“ 2 , um diesen Beruf ausüben zu können. Doch nur „ausüben“ reicht eben nicht, gut ausüben ist die Schwierigkeit.
Seit Erscheinen der PISA-Studie ist die Kritik an den Grundschullehrerinnen groß. Doch dass die Studie an der Sekundarstufe I durchgeführt wurde, also nicht direkt mit der Grundschule zu tun haben muss, daran denken viele nicht. Man müsste meinen, dass als Folgerung dieser Studie die Lehrerausbildung verbessert werden würde 3 - doch eher das Gegenteil ist der Fall. Geringeres Veranstaltungsangebot an den Universitäten, überfüllte Seminare u.ä. prägen den Alltag eines Lehramtsstudenten. Wie soll man so lernen? In Kapitel zwei geht es um den Weg vom Schüler zum Lehrer, also um die Frage nach dem ‚Wie werde ich zur Grundschullehrerin?’. Kapitel drei hingegen beschäftigt sich mit der Frage ‚Was ist eigentlich eine gute Lehrerin?’ und ‚Wie sieht guter Unterricht aus?’.
1 vgl. Terhart, Ewald (2001): S. 97, 101f
2 Terhart, Ewald (2001): S. 97
3 Schlussfolgerungen von PISA vgl. Kauffold, Peter (2002): S. 10f Seite: 2/19
Die „gute“ Grundschullehrerin - Bausteine zu einem professionellen Selbstverständnis
Auf die Geschichte des Berufes, das Thema Schulentwicklung und auf die Fortbildungen werde ich hier aufgrund von Platzmangel nicht eingehen 4 . Die Zitate oder Verweise habe ich mit Fußnoten am Ende jeder Seite angegeben. Das ist am einfachsten zu lesen, da das Hin- und Herblättern entfällt und der Textfluss somit nicht gestört wird.
4
Detaillierte Informationen hierzu findet man bei Terhart, Ewald (2001): S. 98ff; Miller, Reinhold (1997): S. 259ff
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Die „gute“ Grundschullehrerin - Bausteine zu einem professionellen Selbstverständnis
2.1. Berufswahl
Warum entscheiden sich Schülerinnen und Schüler der Oberstufe dazu, ein Lehramtsstudium aufzunehmen? Wie begründen sie dies? Warum gibt es an der Universität viele Lehramtsstudenten, die schon eine andere Ausbildung abgeschlossen oder zumindest angefangen hatten, um nun - auf dem „zweiten Bildungsweg“ sozusagen - ein Lehramt zu studieren? Es ist interessant mit diesen Menschen zu sprechen und ihre Gründe zu erfahren. Die am häufigsten genannten sind die, dass zum damaligen Zeitpunkt genügend Lehrer vorhanden waren und von einem Lehramtsstudium abgeraten wurde. So haben sie erst etwas Anderes gelernt und als dann die Aussichten wieder besser waren, gingen sie doch an die Universität, um schließlich das zu werden, was die meisten von ihnen schon von Anfang an wollten: Lehrer! Doch man begegnet auch vielen Studenten, die Lehrer werden, weil das Studium recht kurz ist, ein Lehrer viel Urlaub bzw. Ferien hat, ein Lehrer nur vormittags arbeiten muss und sich somit am Rest des Tages anderen Dingen zuwenden kann 5 . Außerdem war es bis vor kurzem so, dass es gerade für das Grundschullehramtsstudium keine Zulassungsbeschränkungen gab 6 . Diese Berufswahlabsichten sind natürlich nicht die Regel. Es gibt auch andere Gründe für Studenten, Lehramt zu studieren, eben die „professionellen Absichten“ 7 . Die hier am Häufigsten genannten sind der Spaß an der Arbeit mit Kinder und Jugendlichen und das Interesse daran anderen etwas beizubringen und sie somit zu prägen und ihnen zu helfen 8 . Die Abbruchquote bei den Lehramtsstudiengängen ist relativ hoch. Das mag zum einen mit der schlechten universitären Ausbildung zu tun haben (siehe auch Kapitel 2.3.), zum anderen sicherlich auch, weil für viele Studenten das erste Pflichtpraktikum (meist nach dem dritten oder vierten Semester) die erste Begegnung mit der beruflichen Praxis darstellt und gerade diejenigen, die
5 vgl. Miller, Reinhold (1997): S. 255
6 Dies wurde geändert. An der Johann Wolfgang Goethe-Universität beispielsweise zum Wintersemester 2002/2003.
7 Miller, Reinhold (1997): S. 255
8 vgl. Miller, Reinhold (1997): S. 255 Seite: 4/19
Arbeit zitieren:
Vera Witkowski, 2003, Die gute Grundschullehrerin, München, GRIN Verlag GmbH
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