Inhaltsverzeichnis
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I. Einleitung. 1
II. Materialisierung des Strafrechts. 1
1. Einführung. 1
2. Analogieerlaubnis. 2
a) RGSt 70, 315. 4
b) RGSt 75, 42. 4
c) RGSt 70, 173. 4
3. Wahlfeststellung. 5
a) Das Reichsgericht. 5
b) Der BGH. 7
c) Fazit. 8
4. Das Notwehrrecht. 8
5. Die Irrtumslehre. 11
a) des Reichsgerichts. 11
b) des BGH. 13
III. Subjektivierung des Strafrechts. 14
1. Einführung. 14
2. Täterschaft und Teilnahme. 15
3. Vorbereitung und Versuch. 18
4. Der „Gewohnheitsverbrecher“ 19
IV. Zusammenfassung / Schluss. 20
1. Der Hang zum Positivismus. 21
2. Die Republikfeindlichkeit der Richterschaft. 21
3. Die Furcht vor dem Nationalsozialistischen Terror. 22
II
Gribbohm, Günter Nationalsozialismus und Strafrechtspraxis - eine Bilanz, in: NJW 1988 (Zitat: Gribbohm, NJW 1988, Fs;)
Gruchmann, Lothar Justiz im Dritten Reich 1933 - 1940, München 1988
(Zitat: Gruchmann, Justiz im Dritten Reich, Fs;)
Hartung, Fritz Jurist unter vier Reichen, Köln 1971 (Zitat: Hartung, Jurist unter vier Reichen, Fs;)
ders. Der „Badewannenfall“, in: JZ 1954 (Zitat: Hartung, JZ 1954, Fs;)
ders. DRZ 1949 (Zitat: Hartung, DRZ 1949, Fs;)
IV
Hippel, Robert v. Deutsches Strafrecht, Neudruck der Ausgabe Berlin 1925 - 1930, Aalen 1971 Bd.2 (Zitat: v. Hippel, Deutsches Strafrecht II, Fs;)
Kaul, Friedrich Karl Geschichte des Reichsgerichts, Band 4 19971, Glashütten i.T. (Zitat: Kaul, Geschichte des Reichsgerichts, Fs;)
(Zitat: Kohlrausch, Kommentar, Fs;)
Krey, Volker Studien zum Gesetzesvorbehalt im Strafrecht, Berlin 1976
(Zitat: Krey, Studien zum Gesetzesvorbehalt im Strafrecht, Fs;)
Kühl, Kristian Strafrecht Allgemeiner Teil, 4. Auflage, München 2002 (Zitat: Kühl, Strafrecht AT, Fs;)
Lang - Hinrichsen, Dietrich Tatbestandslehre und Verbotsirrtum, in: JR 1952
(Zitat: Lang-Hinrichsen, JR 1952, Fs;)
Lengemann, Rolf Höchstrichterliche Strafgerichtsbarkeit unter der Herrschaft des Nationalsozialismus, Marburg/Lahn 1974
(Zitat: Lengemann, Höchstrichterliche Strafgerichts-barkeit, Fs;)
Lüken, Erhard - Josef Der Nationalsozialismus und das materielle Strafrecht, Göttingen 1987
(Zitat: Lüken, Der Nationalsozialismus und das materielle Strafrecht, Fs;)
Majer, Dietmut Grundlagen des nationalsozialistischen Rechtssystems, Stuttgart 1987 (Zitat: Majer, Grundlagen des nationalsozialistischen Rechtssystems, Fs;)
Marxen in: Reifner/Sonnen: Strafjustiz und Polizei im Dritten Reich, Frankfurt 1984 (Zitat: Marxen in Reifner/Sonnen: Strafjustiz und Polizei, Fs;)
V
Mayer, Hellmuth Der Bundesgerichtshof über das Bewusstsein der Rechtswidrigkeit, In: MDR 1952 (Zitat: Mayer, MDR 1952, Fs;)
Naucke, Wolfgang Strafrecht, 9. Auflage 2000 (Zitat: Naucke, Strafrecht, 9.Auflage, Fs;)
Pauli, Gerhard Die Rechtsprechung des Reichsgericht in Strafsachen zwischen 1933 und 1945 und ihre Fortwirkung in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes, Berlin 1992
(Zitat: Pauli, Die Rechtsprechung des Reichsgerichts im Nationalsozialismus, Fs;)
Picker, Henry Hitlers Tischgespräche im Führerhauptquartier 1941-42, Bonn 1951
(Zitat: Picker, Tischgespräche im Führerhauptquartier, Fs;)
Roxin, Claus Die Abgrenzung von Täterschaft und Teilnahme, in: 50 Jahre Bundesgerichtshof, Band 4, 2000 (Zitat: Roxin, Die Abgrenzung von Täterschaft und Teilnahme, 50 Jahre BGH, Fs;)
Sax, Walter Das strafrechtliche „Analogieverbot“, Göttingen 1953
(Zitat: Sax, Das Strafrechtliche Analogieverbot, Fs;)
ders. Der Bundesgerichtshof und die Täterlehre, in: JZ 1963 (Zitat: Sax, JZ 1963, Fs;)
Schaffstein, Friedrich Notwehr und Güterabwägungsprinzip, in: MDR 1952 (Zitat: Schaffstein, MDR 1952, Fs;)
Staff, Ilse Justiz im Dritten Reich, Frankfurt 1964
(Zitat: Staff, Justiz im Dritten Reich;)
Wassermann, Rudolf Auch die Justiz kann aus der Geschichte nicht aussteigen, Baden - Baden 1990 (Zitat: Wassermann, Auch die Justiz..., Fs;)
Weidenthaler, Heiko Die Strafsenate des Reichsgerichts von 1933 bis 1945 - Hüter der Gerechtigkeit oder Handlanger des Terrors ?, Würzburg 1999 (Zitat: Weidenthaler, Die Strafsenate des Reichsgerichts, Fs;)
VI
Weinkauff, Hermann Die deutsche Justiz und der Nationalsozialismus, Stuttgart 1968
(Zitat: Weinkauff, Die deutsche Justiz, Fs;)
Welzel, Hans Das Deutsche Strafrecht in seinen Grundzügen, Berlin 1947
(Zitat: Welzel, Das Deutsche Strafrecht, Fs;)
ders. Der Irrtum über einen Rechtfertigungsgrund, in: NJW 1952 (Zitat: Welzel, NJW 1952, Fs;)
Strafrecht Allgemeiner Teil, 31. Auflage,
(Zitat: Wessels/Beulke, Strafrecht AT, Fs;)
Wolter, Jürgen Wahlfeststellung und in dubio pro reo, Berlin 1987
(Zitat: Wolter, Wahlfeststellung und in dubio pro reo, Fs;)
Zeiler, Alois Zur Frage der Verurteilung auf wahldeutiger Tatsachen-grundlage, in: ZStW Band Nr. 72 (Zitat: Zeiler, ZStW 72, Fs;)
VII
Thema II Nr.1:
Die Rechtsprechung des Reichsgerichts zum Allgemeinen
Teil des materiellen Strafrechts
I. Einleitung
Die vorliegende Arbeit soll einen groben Überblick davon verschaffen, ob und inwieweit das Reichsgericht, in Fragen welche den allgemeinen Teil des Strafrechts betreffen, den nationalsozialistischen (Rechts-)Entwicklungen zwischen 1933 und 1945 gefolgt ist. Dabei wird vor allem versucht zu erörtern, inwieweit man der Behauptung von einigen Autoren 1 , die deutsche Justiz, vorrangig das Reichsgericht, habe sich im Dritten Reich als willfähriges Werkzeug in den Händen der damaligen Machthaber erwiesen, zustimmen kann. Zudem wird im Anschluss an die einzelnen Gliederungspunkte dort, wo es möglich bzw. nötig ist noch kurz darauf eingegangen, inwieweit sich die Rechsprechung des BGH noch an Rechtssätzen orientiert, die vom Reichsgericht im 3. Reich eingeführt bzw. verwendet wurden. Um dies darzustellen muss im folgenden auf zwei der, vor allem für den allgemeinen Teil, bedeutendsten Entwicklungen im damaligen Rechtsdenken eingegangen werden: Der Materialisierung und der Subjektivierung des Strafrechts.
II. Materialisierung des Strafrechts
1. Einführung
Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war die Rechtsfindung des Reichsgerichts (RG) streng formal ausgerichtet. Dem Richter kam bis dato nur die Funktion eines „Sprachrohrs des Gesetzes“ zu, er hatte jedoch kaum einen rechtsschöpferischen Anteil an der Rechtsfindung. Seine Aufgabe bestand allein darin, die Buchstaben des Gesetzes anzuwenden 2 .
Bereits vor 1933 gab es jedoch eine Bewegung (die sog. „Freirechtsbewegung“ um Eugen Ehrlich, Hermann Kantorowicz und Ernst Fuchs), welche die richterliche Rechtsfindung vom Gesetz lösen wollte. Die entscheidend auf das
1 vor allem Kaul, Geschichte des Reichsgerichts, 1971; Staff, Justiz im Dritten Reich, 1964;
2 Krey, Studien zum Gesetzesvorbehalt im Strafrecht, S.56;
1
Arbeit zitieren:
Jan Savas, 2003, Die Rechtsprechung des Reichsgerichts zum allgemeinen Teil des materiellen Strafrechts 1933 - 1945, München, GRIN Verlag GmbH
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