- 2 -
II. Inhaltsverzeichnis Seite
I.Titelblatt. 1
II.Inhaltsverzeichnis 2
III.Abk ürzungsverzeichnis. 3
IV. Executive Summary 4
1.Die Bankenkrise - historischer Ablauf 5
1.1.Entwicklung bis 1989. 5
1.2.Entwicklung nach 1989 5
2.Ursachen der Bankenkrise. 7
2.1.Wirtschaftliche Einflussfaktoren. 7
2.2.Ertragsstruktur 7
2.3.Kreditvergabe. 8
2.4.Kapitalmarktverflechtung und die Folgen. 9
3.Lösungsansätze aus der Krise 11
3.1.Lösungsansätze für die Zentralbank 11
3.2.Lösungsansätze für Politik und Regierung. 12
3.3.Lösungsansätze für die Banken. 12
V. Abschlussbetrachtung 15
VI.Quellenverzeichnis. 16
VII Anhang 17
- 3 - III.Abkürzungverzeichnis
BOJ Bank of Japan, japanische Zentralbank BIP Bruttoinlandsprodukt BSP Bruttosozialprodukt USD US Dollar IWF Internationaler Währungsfonds BIZ Bank für internationalen Zahlungsausgleich
- 4 - IV.Executive Summary
Mit den Worten “’I don’t see any reasons for the crisis develop further’” beurteilte IWF Direktor Michel Camdessus im März 1997 die Lage der japanischen Wirtschaft. Dass er mit seiner Aussage einem klaren Trugschluss unterlief, ist heutzutage bekannt.
Insbesondere die japanischen Banken haben die schwerste Krise seit ihrem Bestehen zu meistern.
In unser Hausarbeit erörtern wir zunächst die wirtschaftlichen Zusammenhänge, die maßgeblich an der Schieflage der Banken mitgewirkt haben. Dabei legen wir besonderes Augenmerk auf die Entwicklung der allgemeinen Wirtschaft sowie der Entwicklung an den Kapital- und Immobilienmärkten.
Im zweiten Teil werden die spezifischen Problemfelder japanischer Banken genau analysiert. Dabei gehen wir vor allem auf Kreditvergabekriterien, den Umgang mit kritischen Kreditengagements, die Kapitalmarktverflechtung und auf die für Japan typische Ertragssituation ein.
Wir möchten jedoch nicht nur die Ursachen reflektieren, sondern auch interessante Lösungsansätze zur Krisenbewältigung darstellen. Einen abschließenden Ausblick auf die Zukunft japanischer Kreditinstitute legen wir im letzten Teil unserer Arbeit dar.
- 5 - 1.Bankenkrise- historischer Ablauf
1.1Entwicklung bis 1989
Durch einen günstigen Wechselkurs gegenüber dem USD konnte Japan in der Vergangenheit seinen Exportüberschuss stetig steigern. Mit der Aufwertung des japanischen Yen 1985 verteuerten sich in der Folge die Exporte und die Investitionen sowie das Wirtschaftswachstum gingen zurück.
Mit einer konsequenten Niedrigzinspolitik sollte die Wirtschaft erneut angekurbelt werden. Der Diskontsatz lag 1987 bei 2,5% mit dem Resultat e iner starken Kreditnachfrage. Die Geldmenge M2 stiegt von 1987 bis 1989 jährlich um 10%. 1 Mit Krediten wurden jedoch nicht nur Investitionen getätigt, sondern auch am Aktien- und Immobilienmarkt spekuliert. 2
Bis 1989 betrug der Zuwachs der Markkapitalisierung im Vergleich zu 1985 212%. 3 Die Marktkapitalisierung japanischer Unternehmen entsprach 50% der weltweiten Marktkapitalisierung. 4
Der Immobiliensektor vollzog eine ähnliche Entwicklung. Der Wertzuwachs lag hier bei 196%. 5
1.2Entwicklung ab 1989
Die Japanische Zentralbank hoffte mit einer Diskontsatzerhöhung von 0,75% im Mai 1985 und 1% im Dezember 1989 auf 4,25% der Inflation entgegenwirken zu können. Allerdings begann zu diesem Zeitpunkt eine langanhaltende Konsolidierungsphase
1 Die Geldmenge M2 ergibt sich aus der Geldmenge M1 (Bargeld, täglich fällige Einlagen) addiert
mit den Einlagen mit einer vereinbarten Laufzeit von zwei Jahren und Einlagen mit einer
vereinbarten Kündigungsfrist von bis zu 3 Monaten
2 Vgl. Ibel (2001) S. 52 f
3 Die Marktkapitalisierung betrug 1985 169 Trillionen Yen, 1989 527 Trillionen Yen
4 1989 lag das durchschnittliche Kurs-Gewinn-Verhältnis bei 72
5 Vgl. Ibel (2001) S. 54 f
- 6 - amAktien- und Immobilienmarkt. 1 Bis 1992 hatten der NIKKEI-Index sowie die Immobilienpreise in Tokio 60% an Wert verloren. 2
Die wirtschaftlichen Folgen waren immens; der Konsum ging zurück, die Sparquote stieg. 1994 betrug die Sparquote zwar 12,8%, lag damit jedoch 10% unter dem Niveau von 1974.
Die Wirtschaft konnte nur noch einen Zuwachs von 1% erreichen; ab 1998 lag das Wirtschaftswachstum unter Null. 3 Die Zentralbank senkte den Diskontsatz schließlich bis auf 0,5%. 4
Dieses negative Bild zeigte sich auch im Bankensektor. Die finanziellen Probleme japanischer Unternehmen nahmen stark zu. In Verbindung mit einem ruinösen Preiskampf mit staatlich unterstützten Firmen, war es für die meisten nicht möglich, profitabel zu arbeiten. Insolvenzen waren unvermeidbar. 5 Die japanischen Banken hatten 1992 Kreditausfälle in Höhe von USD 120 Mrd. zu verzeichnen, wobei 1/3 nicht besichert waren. Das Finanzministerium, das für 1995 einen Kreditausfall von 400 Mrd. USD prognostizierte, was 25% des BIP entspricht, „gründete 1995 die Tokyo Kyodo B ank“ 6 , deren Aufgabe im Aufkauf notleidender Kredite bestand. „Im gleichen Jahr gab es Bank Runs 7 auf verschiedene Banken.“ 8 88% aller Jusen 9 wurden 1996 aufgrund von Insolvenz geschlossen.
1 Die Aktienblase ist vor allem deshalb geplatzt, weil sich die hohen Gewinnerwartungen nicht mehr
plausibel erklären ließen. Diese Situation fand man 2000 auch in Deutschland vor.
2 Vgl. Ibel (2001) S. 56
3 Vgl. Horowitz / Heo (2001) S. 133
4 1998 wurden 60% der japanischen Ersparnisse mit einem Zinssatz unter 0,5% vergütet - Vgl. Ibel
(2001) S. 51
5 Vgl. Kashyap (2002) S. 12
6 Ibel (2001) S. 57
7 Bei einem Bank Run wird die Bank mit einer sehr starken Nachfrage nach Bargeld konfrontiert, da
Kunden aus Angst vor Insolvenz der Bank um ihre Einlagen fürchten und diese nun sichern
wollen. Allerdings ist eine Bank nicht in der Lage, alle Einlagen mit einmal auszuzahlen.
8 Ibel (2001) S. 57
9 Jusen sind Tochterunternehmen der großen Banken mit Spezialisierung auf Baufinanzierung
Arbeit zitieren:
Torsten Jäger, Alexandra Eckhardt, 2003, What's wrong with Japanese Banks? - Die Bankenkrise in Japan, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Die Krise in Japan und Bewertung unterschiedlicher wirtschaftspolitisc...
Hausarbeit, 22 Seiten
Liquiditätsfalle und Geldpolitik in Japan
Aktuelle Fragen der Geld- und ...
VWL - Geldtheorie, Geldpolitik
Seminararbeit, 29 Seiten
Japan in der Liquiditätsfalle - eine selbstverstärkende Krise
VWL - Geldtheorie, Geldpolitik
Hausarbeit, 9 Seiten
Mergers and Acquisitions in the European Banking Sector
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Masterarbeit, 96 Seiten
Hörsinnig gut? Die Anwendung der Nachrichtenwerttheorie im privaten Re...
Medien / Kommunikation - Rundfunk und Unterhaltung
Zwischenprüfungsarbeit, 93 Seiten
Wirtschaftspolitik in der Krise: Das Problem der Deflationspolitik
Hausarbeit (Hauptseminar), 24 Seiten
Wirtschaftspolitik: Zielbeziehungen zwischen Stabilisierungszielen
Hausarbeit, 15 Seiten
Polnische Migration ins Ruhrge...
Soziologie - Politische Soziologie, Majoritäten, Minoritäten
Hausarbeit, 17 Seiten
Die Ökonomisierung der sozialen Arbeit
Eine erziehungswissenschaftlic...
Pflegemanagement / Sozialmanagement
Diplomarbeit, 322 Seiten
Der Liberalismus in den Internationalen Beziehungen
Politik - Internationale Politik - Allgemeines und Theorien
Seminararbeit, 19 Seiten
Die Bilanzierung latenter Steuern
Ein kritischer Vergleich von I...
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Hausarbeit, 31 Seiten
Performancemessung: Eine empirische Untersuchung von Ethikfonds
BWL - Investition und Finanzierung
Diplomarbeit, 63 Seiten
Internationaler Wertewandel und Wirtschaftsentwicklung - "Die Sti...
Referat (Ausarbeitung), 62 Seiten
Einfluss der IFRS auf die steuerliche Gewinnermittlung
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Seminararbeit, 22 Seiten
Measurement wothout theory - Die Kontroverse um die Phillips-Kurve
VWL - Makroökonomie, allgemein
Hausarbeit, 17 Seiten
Ein Vergleich zwischen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der amer...
VWL - Geldtheorie, Geldpolitik
Seminararbeit, 17 Seiten
Torsten Jäger hat den Text What's wrong with Japanese Banks? - Die Bankenkrise in Japan veröffentlicht
Torsten Jäger hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare