Prüfungsvorbereitung „Migration“ - Thema der schriftlichen Soziologie -
Prüfung für die Diplom - Prüfung Pädagogik im Juli 2002 an der Universität Regensburg
1 Einleitung
2 Ausmaß und Formen der Migration 2.1 Ausmaß 2.2 Formen 2.2.1 Arbeitsmigration 2.2.2 Familienmigration 2.2.3 Migration von Flüchtlingen 2.2.4 Illegale Migration
3 Makroebene
4 Mikroebene
5 Theorien des Fremden 5.1 Georg SIMMEL: Der potentielle Wanderer 5.2 Robert E. PARK: Der Marginal Man 5.3 Der Fremde nach Alfred SCHÜTZ
6 Psychosoziale Folgen
7 Marginalisierung der Migranten seitens der Aufnahmegesellschaft 7.1 Residentiale Segregation 7.2 Diskriminierung am Arbeitsmarkt
1 Einleitung
Gesetz zur Zuwanderung/Einwanderung erwähnen!
Der Gast bleibt - Migrant ist kein Wandernder, der heute kommt und morgen geht, sondern der, der heute kommt und morgen bleibt (vgl. Theorien des Fremden von SIMMEL).
2 Ausmaß und Formen der Migration
2.1 Ausmaß
Im Jahre 1997 leben weltweit insgesamt etwa 130 Millionen Menschen außerhalb ihrer Her-kunftsorte bzw. außerhalb ihrer Herkunftsgesellschaft. Typische Einwanderungsländer sind ebenfalls Auswanderungsländer.
Seit einiger Zeit sprechen die Sozial- bzw. Geisteswissenschaften von einem „Age of migration“.
2.2 Formen
Es gibt nicht DIE Migration schlechthin, sonder viele unterschiedliche Formen von Migration. Ich möchte zunächst auf die Arbeitsmigration, auf die Familienmigration sowie auf die Migration von Flüchtlingen und auf die illegale Migration in erster Linie eingehen.
2.2.1 Arbeitsmigration
Bereits Max Weber hält seine Antrifftsvorlesung als Professor über die ostelbische Landarbeiterbewegung, das heißt über die polnischen und russischen Wanderarbeiter. Das Thema war also auch damals schon für die Sozialwissenschaften durchaus interessant. Auch der Sklavenhandel gilt als eine besondere Form der Arbeitsmigration - leider auch heute noch.
Insgesamt etwa 1,2 Millionen ausländische Arbeiter waren im Deutschen Reich in der stahlerzeugenden und stahlverarbeitenden Industrie beschäftigt (siehe hier auch die Problematik der Zwangsarbeiter).
Im Zweiten Weltkrieg waren zahlreiche Fremdarbeiter und Zwangsarbeiter überall in der Industrie beschäftigt und mußten für einen geringen Lohn schwere körperliche Arbeiten verrichten.
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Nach dem Weltkrieg erforderte das Wirtschaftswachstum die Anwerbung vieler ausländischer, vor allem italienische, griechische, türkische und spanische, polnische Gastarbeiter. Die Gastarbeiter arbeiteten nach einer Art „Rotationsmodell“.
Erst als die Energiekrise 1973 einsetzte, erfolgte ein Anwerbestopp und die Zahl der Gastarbeiter stagnierte.
Durch die Einführung der sog. Green Card vor allem in der IT-Branche und im Bereich der Altenpflege kamen und kommen immer noch viele ausländische Arbeitnehmer in die BRD.
2.2.2 Familienmigration
Familienmigration gilt als Folge der Arbeitsmigration und es fanden und finden immer noch viele Familienzusammenführungen in Deutschland statt.
Auch der Ehegatten(innen)- und Familiennachzug ist bedingt durch die Arbeitsmigration. Viele ausländische Männer kehren zwar wieder in ihr Heimatland zurück, andererseits kommen auch viele Familien nach Deutschland.
2.2.3 Migration von Flüchtlingen
Als Einleitung die „Genfer Flüchtlingskonvention“ erwähnen!
Es gibt fünf Gründe, um überhaupt als Flüchtling anerkannt zu werden: Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe, politische Überzeugung. Flüchtlinge unterliegen immer einem bestimmten Zwang und vor allem der Furcht vor staatlicher Verfolgung.
Oftmals treibt die Menschenrechtsverletzung die Flüchtlinge zur Flucht aus dem eigenen Land.
Binnenflüchtlinge sind Flüchtlinge, die innerhalb ihres Heimatlandes in einen anderen Teil des Landes fliehen oder fliehen müssen.
Auch Umwelt- Hunger- Naturkatastrophen treiben viele Menschen (vor allem Menschen in der sogenannten Dritten Welt) zur Flucht.
2.2.4 Illegale Migration
Eine Art von illegaler Migration sind die sog. visa overstayers, das heißt Menschen, die auch noch nach abgelaufenem Visum das Einreiseland nicht verlassen und sich so illegal aufhalten. Der Hauptgrund der illegalen Migration liegt in der strukturellen Ungleichheit der Welt. Migrationsdruck gilt als Ventil in der Illegalität.
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Arbeit zitieren:
Sonja Deml, 2002, Migration, München, GRIN Verlag GmbH
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Politik - Internationale Politik - Thema: Völkerrecht und Menschenrechte
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