Fachhochschule Pforzheim
Hochschule für Gestaltung, Technik und Wirtschaft
Studiengang: BWL / Marketing
Das Kyoto Protokoll als Beispiel für internationale
Umweltschutzabkommen
Kienzler, Oliver
I
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
2 Die Klimaproblematik der Erde der Treibhauseffekt 1
2.1 Der natürliche Treibhauseffekt 1
2.2 Der anthropogene Treibhauseffekt 2
3 Der Weg nach Kyoto 3
3.1 Die Weltkonferenz von Rio de Janeiro Nachhaltige Entwicklung und
die Agenda 21 3
3.2 Die UN Klimarahmenkonvention 4
3.3 Das Berliner Mandat 4
4 Die Klimakonferenz von Kyoto 5
4.1 Verhandlungen und Ergebnisse 5
4.2 Die Instrumente des Kyoto-Protokolls 6
4.2.1 Die Joint Implementation 6
4.2.2 Der Clean Developement Mechanism 7
4.3 Ein Problem der Umsetzung: Das Free-Rider Verhalten 8
5 Weitere Umweltschutzvereinbarungen 9
5.1 Das Montreal Protokoll zum Schutz der Ozonschicht 9
5.2 Das Washingtoner Artenschutzabkommen 9
6 Schlussbemerkungen 10
Literaturverzeichnis II
1
1 Einleitung Die Debatte um die Klimapolitik der Erde ist sicherlich eine der komplexesten und wichtigsten unserer Zeit, auch wenn sie abseits von spektakulären Ereignissen keine große öffentliche Lobby besitzt. Einige kleine Inselstaaten in der Südsee bangen durch den prognostizierten Anstieg des Meeresspiegels um ihren Lebensraum. Wiederum andere sehen in der Erwärmung der Erdatmosphäre nur eine der regelmäßig wiederkehrenden Klimaschwankungen und keinen Grund zur Besorgnis. Es ist daher um so erstaunlicher, dass es trotz dieser Meinungsdifferenzen gelungen ist, diesen Diskurs in Kyoto zu einem vorläufigen Ergebnis zu bringen und ein Protokoll auszuhandeln, das den Prozess unterstützt. Diese Hausarbeit widmet sich dem Kyoto-Protokoll, seinem Zustandekommen in der Historie der Klimapolitik, den darin enthaltenen Vereinbarungen 1 , deren Bewertung, und die damit auftretenden Probleme der Umsetzung. Daneben werden weitere wichtige, internationale Umweltschutzvereinbarungen angesprochen. Zunächst will ich mich jedoch mit den Grundzügen des naturwissenschaftlichen Problems befassen.
2 Die Klimaproblematik der Erde – der Treibhauseffekt
2.1 Der natürliche Treibhauseffekt Sonnenstrahlen treffen auf die Erdatmosphäre, die die Erde wie eine Schutzhülle bis in etwa 20 km Höhe umgibt. Nachdem ein Teil der Strahlung auf die Erdoberfläche gelangt, wird sie in Infrarotstrahlung umgewandelt und erwärmt die Erde und die untere Atmosphäre. Auf dem Weg in die oberen Schichten verhindern Treibhausgase (THG), z.B. Wasserstoff (H), Kohlenstoffdioxid (CO 2 ) und Methan (CH 4 ) die Ausstrahlung eines Teils der Wärme in das Weltall. 2
1 Auf die vereinbarten Politiken und Maßnahmen kann hier aus Platzgründen nicht
eingegangen werden. Der Emissionsrechtehandel ist Teil einer anderen
Seminararbeit.
2
Vgl. Watson (Hrsg.) (2001), S.170.
2
Dieser Vorgang wird als natürlicher Treihauseffekt bezeichnet und sorgt dafür, dass die Erde für uns Menschen bewohnbar ist. 3 Der Effekt wird sowohl durch natürliche als auch anthropogene Faktoren verstärkt. Besonders große, natürliche CH 4 Quellen sind die Ozeane, aus denen nach neuesten Schätzungen bis zu 400 Millionen Tonnen Methan pro Jahr entweichen. 4
2.2 Der anthropogene Treibhauseffekt „The Earth`s climate system has demonstrably changed on both global and regional scale since the pre-industrial era, with some of these changes attributal to human activities.“ 5 Dieses Ergebnis ist eine der wichtigsten Aussagen des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) 6 in seinem letzten Bericht. An dieser Stelle möchte ich zwei wichtige, anthropogene Eingriffe in den natürlichen Treibhauseffekt kurz erklären. 7 Durch die extensive Nutzung fossiler Brennstoffe wie Öl und Erdgas, hat der Mensch den CO 2 Anteil in der Atmosphäre seit dem Jahr 1750 um ca. 30% erhöht. Ozeane und Wälder gelten als sog. Senken, die CO 2 binden. Jedoch sind durch Brandrodung tropischer Regenwälder und anderer Biomasse ebenfalls riesige Mengen an CO 2 in die Atmophäre abgegeben worden. 8 Ein weiteres wichtiges Teibhausgas ist das Methan. Nach dem letzen IPCC Bericht hat die CH 4 Konzentration in der Atmosphäre um den Faktor 2,5 seit zugenommen. 9 der Industrialisierung Die Permafrostböden der Tundragebiete gelten als CH 4 Senken. Durch weitere Erwärmung wäre auch dieser Speicher gefährdet. 10 Die menschlichen CH 4 Emissionen entstammen dem Reisanbau, den Mülldeponien und der Zucht von Wiederkäuern, speziell
3 Legget (Hrsg.) (1991), S.459.
4
Vgl. Kehse (2002), S.50.
5
Watson (Hrsg.) (2001), S.4.
6
Der IPCC ist ein vom UNEP (United Nations Enviromental Program) eingesetztes
Gremium, welches in regelmäßigen Abständen Analysen zum Klimawandel erstellt.
7
Neben dem CO 2 und dem CH 4 gehören zu den sog. Kyoto Gasen noch
Stickstoffoxid, HFC, PFC und Schewfelhexafluorid.
8
Bspw. 1,2 Milliarden Tonnen im Jahre 1987. Vgl. Rifkin (1994), S.190.
9
IPCC (2001), S.248.
10
Legget (Hrsg.) (1991), S.453.
Arbeit zitieren:
Oliver Kienzler, 2003, Das Kyoto-Protokoll als Beispiel für internationale Umweltschutzabkommen, München, GRIN Verlag GmbH
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