Markenpositionierungsanalyse
Vorgelegt von: Peggy May
Inhaltsverzeichnis
Kapitel I: Allgemeines zur Markenpositionierung 1
1. Der Begriff: Markenpositionierung 1
2. Die Bedeutung der Markenpositionierung 3
3. Der Begriff: Markenpositionierungsanalyse 3
Kapitel II: Analyseverfahren 4
4. Die Datenerhebung 4
5. Modellarchitektur 5
5.1. Distanzmodelle 6
5.2. Präferenzmodelle 6
6. Statistische Verfahren 7
6.1. Positionierung mit der Faktorenanalyse 8
6.2. Positionierung mit der Multidimensionale Skalierung (MDS) 10
6.3. Positionierung mit der Conjoint Analyse 11
Kritische Stellungnahme 13
Neue Marken für den Neuen Markt
In den letzten Jahren hat die Marke sich emanzipiert und ist zu einem tragenden Bestandteil im System des geistigen Eigentums in Europa geworden. Durch die Globalisierung und dem dadurch unüberschaubaren Überangebot an austauschbaren Produkten, erhält die Marke als glaubwürdiges Garantieversprechen eine Ankerfunktion. Sie wirkt als Orientierungshilfe und hat einen unmittelbar marktwirksamen Bedeutungszuwachs zur Folge. Das „Made in ...“ verliert im Zeitalter der Globalisierung an Bedeutung, das „Made by ...“ erobert den Markt. Starke Marken sind in diesem Sinne als wesentliche Identitätsträger Erfolgsgaranten für ihre Inhaber und für eine entwickelte Volkswirtschaft. Die Marke individualisiert Produkte aus der Anonymität des Marktgeschehens und ist damit Träger und Erfolgsgarant der zu kommunizierenden Botschaft.1
Kapitel eins soll die Bedeutung einer Markenpositionierung herausstellen. Es werden die Begriffe der Markenpositionierung und Markenpositionierungsanalyse definiert und kurz erläutert.
Kapitel zwei stellt die klassischen Positionierungsverfahren dar. Es wird auf die Modellarchitektur sowie auf bestimmte Analyseverfahren eingegangen. Den Schluss der Arbeit bildet eine kritische Stellungnahme zu den verschiedenen Markenpositionierungsanalyseverfahren.
Kapitel I: Allgemeines zur Markenpositionierung
1. Der Begriff: Markenpositionierung
Das Ziel der Markenpositionierung besteht nach Bekker darin, mit bestimmten Produkteigenschaften eine feste Stellung in der Psyche der Konsumenten einzunehmen, sowie eine Differenzierung gegenüber Konkurrenzprodukten zu erreichen.2 Meffert schließt sich der Meinung von Bekker an. Er ergänzt diese Definition mit der Behauptung, das die erfolgreiche Markenpositionierung der strategische Kern zur Profilierung und Differenzierung der Marke ist.3 Franz-Rudolf Esch versteht unter dem Begriff der Markenpositionierung die Abgrenzung der eigenen Marke von Konkurrenzmarken. Als notwendige Bedingung gilt für ihn, dass die gewählten Positionierungseigenschaften den Wünschen und Bedürfnissen der Konsumenten entsprechen und für diese relevant sind. Abgrenzung von der Konkurrenz heißt demnach, dass eine Marke in der subjektiven Wahrnehmung der Konsumenten ein eigenständiges und unverwechselbares Profil gewinnt. Die subjektive Wahrnehmung der Konsumenten ist Maßstab für eine gute Markenpositionierung. Mit der Position einer Marke meint Esch, deren Stellung in den Köpfen der Konsumenten. Es geht bei der Positionierung von Marken also um den Aufbau spezifischer und relevanter Gedächtnisinhalte. Des weiteren bildet für Esch die Markenpositionierung den Kern der verhaltenswissenschaftlich orientierten Strategieformulierung.1
Die verschiedenen Definitionen des Begriffs Markenpositionierung haben gemeinsam, dass in jeder Ausführung die feste Stellung der Marke in den Köpfen der Konsumenten und die Abgrenzung zur Konkurrenz herausgestellt wird. Für Esch und Meffert ist die Markenpositionierung ein strategisches Vorgehen. Von der gewählten Strategie hängt es demnach ab, ob sich die Marke zu einer „starken Marke“ entwickelt. Die Definitionen sind um einen wesentlichen Kerngedanken zu erweitern. Meines Erachtens, ist die Markenpositionierung längst zur Aufgabe der strategischen Unternehmensführung geworden, denn in der Marke spiegelt sich sowohl der Unternehmenszweck, das Unternehmensleitbild sowie die Unternehmensidentität (Corporate Identity) wieder.
Dazu ein Beispiel: Für die neue Markenkommunikation hat Opel drei Kerneigenschaften für die Marke Opel definiert: Kreativität, Vielseitigkeit und Dynamik, die sich in den zukünftigen Modellen wiederspiegeln sollen. „Es weht ein frischer Wind bei Opel“ ist der neue Unternehmensleitsatz. „Wir bauen Ihr Auto“ ist ein Versprechen, das in jeder Anzeige zum tragen kommt. Mit der neuen Positionierung der Marke Opel wurde auch das Corporate Design mit neuem Opel-Blitz und kräftigem Gelb als Hintergrundfarbe überarbeitet. Strategisches Ziel des neu gestalteten Auftritts ist es, neben der Produktdarstellung Opel mit seinen Markenwerten stärker und selbstbewusster zu präsentieren.2
2. Die Bedeutung der Markenpositionierung
[...]
1 Vgl. Vorsitzender des Vorstandes Nestle Deutschland AG und Vorsitzender des Markenverbandes e.V. Wiesbaden, “Marken bieten strategische Vorteile“, Frankfurter Allgemeine, 01.10.1999 ; Hrsg. HWWA.
2 Vgl. Meffert [Markenpositionierung], 9. Aufl. 2000, S.851(mit einem Zitat von Bekker 1998, S.188 ff).
3 Vgl. Meffert [Markenpositionierung], 9. Aufl. 2000, S.851.
1 Vgl. Esch, F.R., „ Moderne Markenführung“, 3. Aufl. 2001, S235f.
2 Vgl. Media Information von Opel, April 2002.
Arbeit zitieren:
Peggy May, 2002, Markenpositionierungsanalyse, München, GRIN Verlag GmbH
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