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GLIEDERUNG
A. Einleitung 10
B. Herleitung des datenschutzrechtlichen Schutzguts 11
I. Anerkennung eines Rechts auf informationelle Selbstbestimmung durch das
Volkszählungsurteil 11
II. Der Schutzumfang des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung nach dem BVerfG 11
III. Der Niederschlag des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung in einfachen Gesetzen 12
C. Abgrenzung des Telekommunikationsgesetzes zu anderen Rechtsvorschriften 12
D. Allgemeine Grundsätze und bereichsspezifische Ausnahmen im Datenschutzrecht: das
BDSG und das TKG 13
I. Das Verhältnis vom TKG zum BDSG 13
1. Grundsatz der subsidiären Geltung des BDSG 13
2. Anwendbarkeit allgemeiner Regelungen des BDSG im TKG 14
a) Rückgriff auf allgemeine Bestimmungen des BDSG 14
b) Ausschließlichkeit der Erlaubnistatbestände des TKG 14
3. Schlussfolgerung zum Verhältnis von BDSG und TKG 14
II. Schutzbereiche des allgemeinen und bereichsspezifischen Datenschutzrechts 14
1. Die sachlichen Schutzbereiche von BDSG und TKG 15
a) Beschränkung auf personenbezogene Daten im BDSG 15
b) Die Konkretisierung der „personenbezogenen Daten“ im TKG 15
aa) Bestandsdaten 16
bb) Verkehrsdaten 16
cc) Standortdaten 16
c) Schlussfolgerung zum sachlichen Schutzbereich des BDSG und TKG 16
2. Personaler Schutzbereich des BDSG und des TKG 17
a) Der Schutz der natürlichen Person nach dem BDSG 17
b) Schutz natürlicher und juristischer Personen nach dem TKG 17
aa) Die Definition von Teilnehmer und Nutzer nach §§ 3 Nr. 20, Nr. 14 TKG 17
bb) Konsequenzen der Begriffsbestimmungen für den personalen Schutzbereich 18
(1) Der Zugriff des Diensteanbieters auf Daten von Nutzern 18
(2) Ein systematischer Widerspruch durch § 91 Abs. 1 S. 1 TKG? 18
cc) Schlussfolgerung zum personalen Schutzkreis des TKG 19
c) Schlussfolgerung zu den personalen Schutzbereich des TKG und des BDSG 19
3. Schlussfolgerung zu den Schutzbereichen des TKG und des BDSG 19
7
III. Die Kontrollzuständigkeiten in BDSG und TKG 19
1. Die Aufsichtsbehörden nach § 38 VI BDSG 19
a) Die unterschiedliche Umsetzung der Kontrollverpflichtungen in den Ländern 19
b) Der Umfang der Kontrolle nach dem BDSG 20
2. Die Kontrollzuständigkeit im TKG 20
a) Die Bundesnetzagentur als Hüterin des 7. Teils des TKG 20
b) Der Bundesbeauftragte für Datenschutz als Kontrollinstanz im Datenschutz des TKG 20
c) Begründung der abweichenden Regelung 20
d) Weitere Durchbrechungen allgemeiner Datenschutzgrundsätze durch das TKG 21
aa) Der Adressatenkreis im TKG 21
bb) Die Befugnisse des Bundesbeauftragten für Datenschutz 21
(1) Theorie des uneingeschränkten Betretungsrecht 21
(2) Theorie der verfassungskonformen Auslegung von § 115 Abs. 4 S. 1 TKG 22
(3) Stellungnahme 22
cc) Schlussfolgerung zur Durchbrechung allgemeiner Datenschutzgrundsätze 23
e) Schlussfolgerung zu den Kontrollzuständigkeiten im TKG- Bereich 23
3. Schlussfolgerung zu den Kontrollzuständigkeiten 23
IV. Das Prinzip des Verbots mit Erlaubnisvorbehalt (§ 4 I BDSG) 23
1. Die datenschutzrechtliche Einwilligung als vorrangige Erlaubnis 24
a) Allgemeine Anforderungen an die Einwilligung nach dem BDSG 24
aa) Grundsätzliche Anforderungen an die Einwilligung nach § 4a BDSG 24
bb) Formwirksamkeit einer Einwilligung nach dem BDSG 24
b) Bereichsspezifische Regelungen zur Einwilligung durch das TKG 24
aa) Die Möglichkeit der Einwilligung im elektronischen Verfahren 25
bb) Besondere Anforderungen an die elektronische Form 25
cc) Das Koppelungsverbot des § 95 Abs. 5 TKG 25
c) Begründung der unterschiedlichen Regelungen von BDSG und TKG 25
2. Nachrangige Legitimation der Datenverwendung durch gesetzliche
Zul ässigkeitstatbestände 26
a) Der Erlaubnistatbestand des Vertragsverhältnisses nach § 95 TKG 26
aa) Erhebung und Verwendung von Daten durch den Diensteanbieter 26
bb) Rechtmäßigkeit der Datenübermittlung zwischen Diensteanbietern 26
cc) Die Übermittlung von Daten an Dritte 27
dd) Rechtmäßigkeit der Verwendung von personenbezogenen Daten für Werbungszwecke:
8
das „opt-in“ und das „opt-out“- Prinzip 27
b) Erlaubnistatbestände bezüglich der Verkehrsdaten 28
aa) Rechtmäßigkeit der Erhebung und Verwendung von Verkehrsdaten nach § 96 Abs. 1 TKG
28
bb) Nachvertragliche Verwendung von Verkehrsdaten nach § 96 Abs. 2 TKG 28
cc) Einwilligungsbedürftige Verwendung nach § 96 Abs. 3 TKG 29
c) Erlaubnistatbestände bezüglich der Standortdaten und Dienste mit Zusatznutzen 29
3. Weitere legitime Erhebungs- und Verwendungszwecke 29
a) Verkehrsdaten mit Entgeltrelevanz nach § 97 TKG 29
b) Die Datenverwendung zur Störungs- und Missbrauchsverhinderung nach § 100 TKG 31
V. Zweckbindungs- und Erforderlichkeitsgrundsatz 31
1. Grundsätze nach dem BDSG 31
a) Das Erfordernis der Zweckbindung von Daten nach dem BDSG 31
b) Das Erforderlichkeitsprinzip nach dem BDSG 32
2. Bereichsspezifische Ausnahmen durch das TKG 32
a) Verdrängende Löschungsbestimmungen nach § 95 Abs. 3 S. 1 TKG 32
aa) Begründung der abweichenden TKG- Regelung 32
bb) Verbraucherrechtliche Einwände gegen § 95 Abs. 2 S. 2 Nr. 3 TKG 33
cc) Die Vereinbarung längerer Speicherungsdauer im Spannungsfeld zwischen
Privatautonomie und gesetzlicher Regelung 33
b) Entsprechende Anwendung des § 35 Abs. 3 BDSG 34
VI. Betroffenenrechte 34
1. Informationspflichten nach dem BDSG 34
a) Die Benachrichtigung des Betroffenen nach § 33 BDSG 34
aa) Regelungsgehalt des § 33 Abs. 1 BDSG 34
bb) Lückenlose Gewährleistung des Datenschutzes durch § 33 BDSG? 35
b) Das Auskunftsrecht nach § 34 BDSG 35
2. Eingeschränkte Informationspflichten nach dem TKG 36
3. Begründung der abweichenden Regelung des TKG 36
E. Resümee 37
9
Seminararbeit
A. Einleitung
„Experience should teach us to be most on our guard to protect liberty when the Government’s purposes are beneficent. Men born to freedom are naturally alert to repel invasion of their liberty by evil-minded rulers. The greatest dangers to liberty lurk in insidious encroachments by men of zeal, wellmeaning but without understanding.” 1 Mit diesem Ausspruch bewies der amerikanische Bundesrichter Justice Brandeis bereits 1928 das Gespür und die Vernunft zu erkennen, dass sich ein wohltätiger und behütender Staat durch sein Bestreben, sich Bedrohungen des Gemeinwohls durch umfassende Regelungssysteme zu erwehren, immer auch der Gefahr ausufernder Kritik aussetzt. Bereits seit der Entscheidung des deutschen Gesetzgebers, die Verarbeitung personenbezogener Daten nur unter gesetzlichen Voraussetzungen zuzulassen, haben ebensolche Kritik und Zweifel am Datenschutz einen Nährboden gefunden. 2 Zwar gehört der Datenschutz zu den seltenen Problemfeldern in unserer technisierten Gesellschaft, die von Politik und Jurisprudenz bereits angegangen wurden, bevor ein entsprechender Regelungsbedarf in der Öffentlichkeit gefordert wurde 3 - schließlich waren Gefahren durch Computer und immer größere Speicherungsmöglichkeiten im Jahr 1979, den Jahr, in dem das erste Bundesdatenschutzgesetzes 4 in Kraft getreten ist, längst nicht in der heutigen Form bekannt 5 . Dennoch flaute die Kritik an einem einerseits zu intensiven, aber andererseits nicht umfassenden Datenschutzkonzept des Gesetzgebers auch nach mehreren Novellierungen des BDSG nicht ab. Infolge dieser Diskussionen trat schließlich im Rahmen der Liberalisierung der Telekommunikationsmärkte 6 1996 das Telekommunikationsgesetz 7 in Kraft, welches in § 89 TKG bereits eine eigene Norm zur Bekämpfung datenschutzrechtlicher Problemstellungen im Telekommunikationssektor kannte. Eine Differenzierung zwischen allgemeinem und bereichsspezifischem Datenschutzrecht in BDSG und TKG war somit für das deutsche Recht besiegelt.
Die vorliegende Arbeit soll einerseits klären, inwieweit es dem Gesetzgeber bis zum heutigen Tage gelungen ist, an dieser Konzeption festzuhalten und anderseits die Praktikabilität dieser Konzeption durch einen Strukturvergleich zwischen dem allgemeinen Datenschutzrecht des
1 Justice Brandeis, in: Olmsted v. United States, 277 U.S. 438, 479 (1928); Übersetzung: Die Erfahrung sollte uns lehren,
insbesondere dann wachsam beim Schutze unserer (persönlichen) Freiheit zu sein, wenn die Ziele der Regierung wohltä-tig sind. Freiheitlich geborene Männer (Menschen) sind von Natur aus auf der Hut, ihre Freiheit gegenüber übelgesinnten
Herrschern abzuwehren. Die größten Gefahren für (unsere) Freiheit lauern jedoch in heimtückischen Eingriffen durch
übereifrige Menschen, wohlgemeinte (Eingriffe), allerdings solche ohne Verständnis.
2 Simitis, Datenschutz: Voraussetzung oder Ende der Kommunikation?, S. 495.
3 Gola/Schumerus, BDSG, Einleitung, Rn. 1.; Abel, Zur Geschichte des Datenschutzrechts, in: Roßnagel, Handbuch
Datenschutzrecht, Nr. 2 f.).
4 Bundesdatenschutzgesetz in der Fassung vom 1.2.1977, im Folgenden: BDSG.
5 Gola/Schumerus, BDSG, Einleitung, Rn. 1 f.
6 Schuster, in: Beck’scher TKG, Einleitung A, Rn. 1 ff.
7 Telekommunikationsgesetz in der Fassung vom 1.8.1996, im Folgenden: TKG.
10
Arbeit zitieren:
Alexander Benecke, 2010, Überblick und Strukturvergleich zwischen allgemeinem und bereichsspezifischem Datenschutzrecht, München, GRIN Verlag GmbH
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