Inhalt
1. Einleitung 1
2. Definitionen. 2
2.1 Was bedeutet Kreativität? 2
2.2 Was bedeutet Heilung? 4
3. Was ist Kunsttherapie und wie kann Kreativität zur Heilung beitragen? 4
4. Die Arbeit am Tonfeld 5
4.1 Geschichte und Entstehung 5
4.2 Material 5
4.3 Adressaten 6
4.4 Der Prozessablauf. 6
4.5 Ziele der Arbeit am Tonfeld 6
5. Warum sollten Sozialarbeiter/Innen um diese Thema wissen und welche
Handlungsm öglichkeiten haben sie? 7
6. Quellenangaben/ Literatur. 8
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1. Einleitung
In dieser Seminararbeit möchte ich die Begriffe Kreativität und Heilung erläutern um dann der Frage auf den Grund gehen zu können, inwiefern Kreativität heilend wirken kann. Als Beispiel für eine „kreative Heilmethode“ möchte ich die Arbeit am Tonfeld® von Professor Heinz Deuser anbringen, die auf verschiedenen theoretischen Grundlagen der Kunsttherapie beruht. Abschließend möchte ich klären, warum das Thema für Sozialarbeiter/innen von Interesse sein kann, um den Bezug zur Sozialen Arbeit herzustellen.
2. Definitionen
Zu Beginn sollten nun die zentralen Begriffe Kreativität und Heilung geklärt werden. Aufgrund der Vielzahl von Definitionen und deren verschiedener Ansätze, war bezüglich des Rahmens dieser Arbeit lediglich eine begrenzte Auswahl zu treffen. Für das Ziel dieser Arbeit soll diese Auswahl jedoch ausreichen.
2.1 Was bedeutet Kreativität?
Das Wort selbst entstand aus dem lateinischen Wort „creare“, welches sich mit erschaffen, gebären übersetzen lässt. Eingeführt wurde der Begriff „creativity“ aus dem Amerikanischen; ursprünglich als Bewertungskriterium bei Eignungstests der Armee. (vgl. Hartmut von Hentig, 1998, S. 12ff)
Tatsächlich gibt es unzählige Definitionen der Kreativität. Als Assoziationen werden aber am häufigsten genannt: Originalität, Erfindungsreichtum, Flexibilität, Entdeckung, Außergewöhnliches, Intelligenz. (vgl. Paul Matussek, 1979, S.13) Eindeutig definieren lässt sich dieser Begriff also nicht. Im Volksmund werden oft Menschen als kreativ bezeichnet, die besonders gut zeichnen und malen können. Diese Verwendung des Begriffes wird dem Umfang der Bedeutung von Kreativität jedoch nicht gerecht. An dieser Stelle möchte ich gern ein Zitat einfügen, das mir sehr gut gefällt. ‐ 2 ‐
„Ein Kind, das ein neues Spiel erfindet; Einstein, der die Relativitätstheorie formuliert; die Hausfrau, die sich für ein Fleischgericht eine neue Soße ausdenkt; ein junger Schriftsteller, der seinen ersten Roman schreibt: Alles das ist gemäß unserer Definition kreativ, und es wäre wohl falsch, diese Leistungen als mehr oder weniger kreativ einzustufen.“
Carl R. Rogers, Entwicklung der Persönlichkeit
Demnach ist jeder, der etwas erfindet, neu erschafft oder eine Lösung findet kreativ. Nur jeder auf eine andere Art und Weise.
Die Kreativitätsforschung stellt Theorien zur Kreativität auf. So werden bspw. Verschiedene Typen von kreativen Menschen beschrieben: der Eifrige, der Initiator, der Diagnostiker, der Gelehrte, der Geschickte, der Ästhet, der Methodiker, der Unabhängige. (Paul Matussek, 1979, S. 37f)
Diese werden v.a. anhand ihrer Vorgehensweise bei Problemlösungen unterschieden. Auch fand man heraus, dass kreative Prozesse mehrere Phasen durchlaufen, die teilweise unbewusst geschehen. Die Phasen im Prozess der kreativen Aufgabenlösung nach Graham Wallas sind:
1. Die Vorbereitungsphase: Das Problem oder die Aufgabe müssen definiert werden und Informationen oder Werkzeuge werden bereitgelegt. Hilfreich sind Brainstorming und Mind Mapping.
2. Inkubationszeit: die Aufgabe oder das Problem werden aus den Gedanken gestrichen. In dieser Phase laufen unbewusste Prozesse ab. Man muss zunächst wieder Abstand zum Vorbereiteten gewinnen.
3. Erleuchtung, Idee: Spontan kommen Einfälle und sie sollten sofort notiert oder anders festgehalten werden.
4. Überprüfung der Ideen: Die Einfälle, denen man spontan Beachtung geschenkt hat, ohne sie zu bewerten, sollte man nun sortieren. Evtl. werden nicht durchsetzbare Lösungsansätze gestrichen oder weiter ausgearbeitet. Wichtig ist auch für die kreative Arbeit, sich ein Ziel zu setzen. Das fördert die Motivation. Kreativität lässt sich in Teilen lernen, man kann sie fördern und hemmen.
‐ 3 ‐
Arbeit zitieren:
Sabrina Gavars, 2010, Arbeit am Tonfeld ®, München, GRIN Verlag GmbH
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