Seminar: Minderheitensprachen, im SS 2002
Verfasserin: Anna Michna
Datum: 5.11.2002
I
Inhaltsverzeichnis:
1 Einleitung 1
2 Zweisprachigkeit und Zweitspracherwerb - allgemeine Einführung 3
2.2 Definition(en) 4
2.3 Wichtige Faktoren des Spracherwerbs 5
2.3.1 Antrieb 5
a) Soziale Integration 5
b) Kommunikative Bedürfnisse 5
c) Einstellungen 5
d) Erziehung 6
2.3.2 Sprachvermögen 6
2.3.3 Zugang 7
2.3.4. Endzustand 7
2.4 Verschiedene Arten der Zweisprachigkeit 7
a) Äquilingualismus 7
b) Billingualismus 8
c) Semilingualismus 8
2.5 Semilingualismus - Versuch einer Definition 8
2.6 Kritik am Bilingualismus 11
3 Spracherwerb der Migrantenkinder - Hintergrundinformationen 11
3.2 Sozioökonomische Situation in den Migrantenfamilien 12
3.3 Familie und Kultur 12
3.4 Folgen: 13
3.4.1 Soziale Isolation 13
3.4.2 Kaum Kontakte zur Landessprache außerhalb des Unterrichts 14
3.4.3 Schwache Schulleistungen 14
3.4.4 Zustand der „Sprachlosigkeit“ 15
II
4 Verschiedene theoretische Ansätze zur Klärung der
Spracherwerbsprobleme bei Migrantenkindern 16
4.2 Schwellenhypothese 16
4.3 Interdependenzhypothese 17
5 Möglichkeiten der Verbesserung 18
6 Schlussbemerkungen 19
7 Fremdsprachliche Zusammenfassung 20
8 Literatur 21
III
1. Einleitung
Im vergangenen sowie in diesem Jahrhundert befand sich die Welt und insbesondere Europa in ständiger Bewegung. Es vollzogen sich unzählige Entwicklungen, die eine neue Situation sowie neue Anfordergerungen an den Einzelnen aber auch an alle Staaten und Gemeinschaften geschaffen haben.
Als eine der wichtigsten Ursachen dieser Veränderungen der letzten Jahrzehnte muss mit Sicherheit die Globalisierung genannt werden, ein Phänomen also, das fundamentale Veränderungen der Welt und des Weltmarkts nach sich zieht. Die Migration ist eine anhaltende Begleiterscheinung dieser Veränderungen in der Welt. Sie ist jedoch keine moderne Erscheinung 1 . Bevölkerungsbewegungen und Migrationprozesse gehören untrennbar zur menschlichen Geschichte, ob aufgrund demographischer Entwicklungen, Veränderungen der Umweltbewegungen oder politischer Entscheidungen.
Trotzdem kann man aber das 20. Jahrhundert als „Migrationjahrhundert“ bezeichnen. Das hat zum einen damit zu tun, dass zu Beginn des 20. Jhd.’s die Anzahl der Menschen, die nicht in ihren Herkunftsländern lebte, sondern in westliche Nationalstaaten auswandert oder flieht, enorm ansteigt. Des weiteren gibt es im 20. Jhd. auf einmal die Unterscheidung zwischen den Bürgern eines Landes und den Arbeitsmigranten oder Flüchtlingen, die in das Land kommen, hauptsächlich über das Kriterium der Staatsbürgerschaft, was früher nicht der Fall war. Anhand einer Tabelle 2 soll die Migrationentwicklung, ihre Ursachen und Auswirkungen, dargestellt werden.
1 Im Folgenden referiere ich aus Bade Klaus, J. (2000): „Europa in Bewegung. Migration vom späten 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart“
2 Zusammengestellt anhand von Bade Klaus, J. (2000): „Europa in Bewegung. Migration vom späten
18. Jahrhundert bis zur Gegenwart“
1
Es kommen immer noch Einwanderer nach Westeuropa und lassen sich hier dauerhaft nieder. Dafür gibt es vielerlei Gründe (ökonomische, politische, Perspektivlosigkeit der jungen Menschen in ihren Ländern, usw.) Mittlerweile ist Westeuropa sehr stark heterogenisiert, es entstehen immer mehr ethnische Minoritäten in den einzelnen Nationalstaaten. Man kann eine ganz neue, transnationale Wirklichkeit beobachten, nämlich eine Bewegung in Richtung „sowohl - als - auch“ Identitäten. 3
Trotz einiger positiver Veränderungen bringt die Situation viele Probleme mit sich. An dieser Stelle wäre mit Sicherheit die Lage der Migranten in ihrer Wahlheimat zu nennen, die vieles zu wünschen übrig lässt.
Diese Arbeit soll sich mit den sprachlichen Schwierigkeiten der Migranten, vor allem der Migrantenkinder, befassen, die ein Hauptmerkmal ihrer Situation in der Migration sind. Diese Sprachprobleme können jedoch nicht losgelöst von sozioökonomischen Problemen, von Kulturkonflikten und anderen wichtigen Faktoren oder Merkmalen der Migration betrachtet werden. Auch auf die Darstellung eben dieser Faktoren zielt die Arbeit ab.
Zu Beginn werden einige allgemeine Informationen vermittelt, die für das Begreifen der Problematik und für die Suche nach Problemlösungen von enormer Wichtigkeit sind. Des weiteren wird versucht, die Sprachschwierigkeiten und gleichzeitig ihre möglichen Ursachen darzustellen.
Die Einleitung umriss bereits in Kürze die Migrationgeschichte und führte in die heutige Situation ein.
3 Holz 2000: 43
3
Arbeit zitieren:
Anna Michna, 2002, Spracherwerb bei Migrantenkindern, München, GRIN Verlag GmbH
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