Inhaltsverzeichnis
0. Einleitung. 2
0.1 Arbeitsplan. 2
0.2 Inhaltsangabe. 3
1. Das Ende der Romanreihe - Der letzte Roman. 4
Drei Aufgabenstellungen - Die Historische Aufgabenstellung -
Die wissenschaftliche Aufgabenstellung - Die philosophische
Aufgabenstellung
2. Doppelthematik. 7
Die Frage nach dem Sinn des Lebens / Der „triomphe de la
vie“- Der Wandel der Zielstellung - Die Frage nach dem Sinn
der Wissenschaft/ La science contre la foi
3. Pascal. 12
Pascal und Zola - In der Wissenschaft - Die Liebesbeziehungen
4. Schlussbetrachtung. 16
5. Literaturverzeichnis. 17
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Dernier épisode de l'épopée des "Rougon-Macquart", le "Docteur Pascal" exalte le triomphe de la
vie. Hymne à l'amour et à la science. 1
0. Einleitung
Diese Arbeit schließt sich an das Proseminar „Emile Zola und der französische Naturalismus“ an und behandelt den Roman Le docteur Pascal, der im Jahre 1893 erschienen ist.
Dieser ist der letzte und somit abschließende Teil des zwanzigteiligen Romanzyklus Les Rougon-Macquart von Emile Zola, was ihm einen besonderen Stellenwert im Gesamtwerk zukommen lässt, den ich im Laufe dieser Arbeit verdeutlichen möchte. Mit diesem Roman endet die Familiengeschichte, an der der Schriftsteller nun schon seit über 20 Jahren arbeitete.
Es gibt sogar Quellen die besagen, dass Zola der Arbeit an dem Werk langsam überdrüssig wurde, denn bereits im Jahre 1889 hatte er geschrieben:
Je suis pris du désir furieux de terminer au plus tôt ma série des Rougon-Macquart. Je voudrais en être débarrassé en janvier 1892. (Zola zitiert nach Bernard 1952 : 120) Diese Frist hatte er jedoch im Mai 1892 bereits überschritten, als er schließlich alle Dokumente für den Roman vereinigte. Im Dezember begann er dann mit der Ausarbeitung, und am 15. Mai 1893 war es endlich soweit: Der Feuilletonabdruck des Docteur Pascal wurde beendet und im Juni erschien folgend das Buch.
0.1 Arbeitsplan
In dieser Arbeit werde ich folgende Punkte näher beleuchten, die helfen sollen, die im Roman vertretenen Einstellungen besser zu verstehen und ihn in Leben und Werk des Autors einzuordnen.
Seine Funktion als abschließender Teil einer gesamten Romanreihe soll dabei Ausgangspunkt der Ausführungen sein.
Wie hat Zola sein Vorhaben realisiert, mit dem letzten Roman „eine gute Schlussfolgerung aus der ganzen Reihe [zu] ziehen“ und das „Ende der Rougon-Macquart“ zu schreiben, wie es in einem Brief an den holländischen Journalisten Van Santen Kolff vom 25. Januar 1893 heißt?
Weiterhin soll der erste Teil der Arbeit einen Einblick in die Aufgabenstellungen geben, die der Schriftsteller in seinem Werk bearbeitet hat sowie Zeitumstände, die Einfluss auf die Auswahl der Thematik im Docteur Pascal hatten.
Daran anknüpfend (und eng damit verbunden) werde ich mich im zweiten Teil mit den beiden Zentralthemen des Romans beschäftigen. Zum einen ist dies die Frage nach dem Sinn des Lebens, die ich im Zusammenhang mit der Moral des Romans betrachten möchte. Zum anderen ist es die Frage nach dem Sinn der Wissenschaft, wobei der Konflikt von Religion und Wissenschaft und die Zielstellung Zolas, einen
„wissenschaftlichen Roman“ (roman scientifique) zu schreiben, im Mittelpunkt der Betrachtung stehen sollen. Hier soll auch erschlossen werden, warum der Docteur Pascal als « hymne à la science » bezeichnet wird. Und schließlich werde ich mich der Person des Pascal zuwenden. Wie hat Zola diesen Charakter entworfen? Der Schwerpunkt der Betrachtungen liegt dabei auf dem Anteil der autobiographischen Elemente im Roman, die von der Sekundärliteratur oft besonders hervorgehoben werden. Inwiefern die Absichten Zolas für diesen Roman mit seinem Privatleben erklärbar sind, und was den Autor mit dem Hauptcharakter seines Romans verbindet, versuche ich im letzten Teil dieser Arbeit zu erörtern.
0.2 Inhaltsangabe
Der 59-jährige, alleinstehende Arzt Pascal Rougon lebt mit seiner 25-jährigen Nichte Clotilde und seiner Hausangestellten Martine in Plassans in der Souleïade, wo er Studien zur Vererbungslehre anstellt.
Hierbei ist sein Hauptuntersuchungsobjekt seine eigene Familie, von deren Mitgliedern er sämtliche Informationen und Dokumente sammelt und unter anderem auf mögliche Vererbung von Krankheiten auswertet. Doch seine Mutter Félécité, für die Ruhm und Ehre der Familie Vorrang vor allem anderen haben, versucht, an die störenden Dokumente zu gelangen. Sie will diese vernichten, da sie die Schandflecken der Vergangenheit aufdecken und somit die Ehre der Familie schänden.
Hierzu überzeugt sie Clotilde und Martine von der Gefahr für das Seelenheil Pascals, und dass man ihn retten könne, indem man die Dossiers vernichtet. Es entbrennt ein offener Krieg zwischen Pascal und den beiden Frauen in seinem Haus. Eines Nachts, als Clotilde die Akten vernichten will, kommt es zu einem Handgemenge zwischen ihr und Pascal, infolge dessen beide gemeinsam die Akten der Familie lesen und wieder einordnen.
Kurz darauf erkrankt Pascal und Clotilde pflegt ihn. Beide verlieben sich ineinander. Clotilde entscheidet sich gegen eine Heirat mit dem jungen Arzt Ramond, und
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gesteht Pascal ihre Liebe. Dieser erfährt nun eine zweite Jugend und geht in der Liebe zu Clotilde auf. Doch der Kinderwunsch des Paares bleibt unerfüllt. Und als Pascal vom seinem Banquier betrogen wird und verarmt, entscheidet er, sich von Clotilde zu trennen und sie zu ihrem an Ataxie leidenden Bruder Maxime zu schicken, damit sie diesen pflege.
Pascal leidet sehr unter der Trennung von Clotilde und sein Herzleiden, das bereits erkennbar war, wird immer stärker.
Dann erreicht ihn ein Brief von Clotilde, in dem sie ihm mitteilt, dass sie im zweiten Monat schwanger sei. Und noch am selben Tag erhält Pascal mit Hilfe von Ramond einen Teil seines Vermögens wieder. Er ruft seine Geliebte in einem Telegramm zu sich zurück. Doch bevor diese ankommt, erliegt Pascal seinem Herzleiden. Während Clotilde am Totenbett Pascals wacht, nutzt Félécité ihre Chance und verbrennt die gesamten Akten.
Clotilde, die den Stammbaum der Rougon-Macquart retten konnte, den Pascal selbst noch vor seinem Tod vervollständigt hatte, bleibt in der Souleïade. Dort bringt sie einige Monate später einen gesunden Sohn zur Welt.
Félécité hingegen lässt zu Ehren der Familie Rougon ein Altersheim erbauen, das deren Namen trägt und ihren Ruhm verkünden soll.
1. Das Ende der Romanreihe - Der letzte Roman
Nach 20 Jahren Arbeit lag nun vor Zola ein sehr komplexes Werk über fünf Generationen einer Familie. Jedes Buch war Teil des großen Puzzles, dem noch das letzte Teil fehlte: Das Fazit.
Zola hat mehrfach betont, dass der Docteur Pascal nicht nur letzter Teil, sondern auch Schlussfolgerung des gesamten Romanzyklus sein sollte. Dabei galt es, die drei im folgenden Zitat unterstrichenen Aufgabenstellungen zu erfüllen.
Ich schreibe diesmal wirklich das Ende der Rougon-Macquart, h i s t o r i s c h , w i s s e n s c h a f t l i c h u n d p h i l o s o p h i s c h . Ich wäre entzückt, wenn man fände, dass der letzte Roman der Knoten ist, der die Kette der neunzehn anderen zusammenhält. (Schober 1974 : 416 f. ) Die Rougon-Macquart sollten also historisch, wissenschaftlich und philosophisch abgeschlossen werden.
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Arbeit zitieren:
Katharina Brehmer, 2001, Le Docteur Pascal und der Sieg des Lebens, München, GRIN Verlag GmbH
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