Inhalt
1. Einleitung 3
2. Definition: Experiment 4
2.1 Probleme der Definition 4
2.2 Definition eines ,,echten“ Experiments 4
3. Experimentelle Lehrformen 5
3.1 Beobachtung 5
3.2 Untersuchung 5
3.3 Experimentieren 5
4. Experimente im Unterricht 7
4.1 Klassifikation nach der Versuchsanordnung 7
4.2 Formen methodischer und didaktischer Zuordnung 7
4.3 Ablauf eines Experiments 8
5. Vorzüge von Experimenten 10
5.1 Förderung verschiedener Lernziele 10
5.2 Binnendifferenzierung 11
6. Nachteile von Experimenten 11
6.1 Negative Erscheinungen im Unterricht 11
6.2 Begründungen für das Nichteinsetzen im Unterricht 11
7. Experimente in Lehrplänen 12
Literaturverzeichnis 14
1
Einleitung
Das geographische Experiment ist eine Form des Unterrichts, die trotz vielfältiger positiver Argumente wenig Beachtung im Schulalltag findet. ,,Experimente sind nach wie vor Stiefkinder des Geographieunterrichts 2000:4)“. Vielmehr wird diese Unterrichtsform in (WILHELMI
naturwissenschaftlichen Fächern wie Physik, Chemie und teilweise Biologie angewendet.
In der folgenden Ausarbeitung soll ein theoretischer Überblick über Experimente im Unterricht vorgestellt werden. Dazu wird anfangs erläutert, inwiefern der Themenaspekt definiert wird und welche Probleme sich daraus ergeben. Im anschließenden Kapitel werden die experimentellen Lehrformen kurz vorgestellt. Weiterhin soll das Experiment im Unterricht vertieft werden. Dies beinhaltet die einzelnen Klassifikationen, Formen und den theoretischen Ablauf von Experimenten. Im weiteren Textverlauf werden die Vorteile und Nachteile der Unterrichtsform dargestellt. Dabei bezieht sich der Inhalt ebenso auf die Gründe der oben angesprochenen Nichtachtung. Im letzten Kapitel dieser Ausarbeitung soll zusammenfassend geklärt werden, inwiefern das Experiment im Niedersächsischen Kerncurriculum erwähnt wird. Die gesamte Übersicht basiert auf eine Zusammenfassung von geographisch theoretischen Grundlagen.
3
2. Definition: Experiment
2.1 Probleme der Definition
Das Experimentieren wird häufig falsch definiert und verstanden. So gilt es bei einigen Lehrern schon dann als Experiment, wenn nur beobachtet oder gemessen wird. LETHMATE (2003:42 in: OTTO 2009:4) schlussfolgerte hinsichtlich einer eigenen Studie, dass ,,die Mehrzahl der geographische[n] Experimente […] keine Experimente“ sind. Diese Studie bezog sich nicht nur auf die Einstellung der getesteten Lehrpersonen, sondern zusätzlich auf den Inhalt von Schulbüchern. Die seit dem Bildungsplan existierenden ungenauen Anweisungen sind eine Ursache der vielseitigen Interpretationen eines Experiments. Schulbuchautoren und die zuständigen Nichtfachleute tragen zu falschen Themen- und Aufgabenvorschlägen bei (KAMINSKE 2009:21). 2.2 Definition eines „echten“ Experiments
Experiment bedeutet übersetzt so viel wie „versuchen, erproben, prüfen“ (PURTHZ 1988:11 in: OTTO 2009:4). OTTO definiert den Begriff Experiment weiterhin, indem er erläutert, dass das Experimentieren unterschiedliche Arbeitsweisen zusammenfasst, wie beispielsweise ,,beobachten, beschreiben, analysieren, bewerten, diskutieren und protokollieren“. Ein echtes Experiment weist den typischen Ablauf mit seinen aufeinander aufbauenden Phasen auf (siehe Kapitel 4 ) und ,,muss bei gleichen Versuchsbedingungen auch bei Wiederholungen gleiche Ergebnisse erbringen (KAMINSKE 2009:23)“. Besonders entscheidend bei einem Experiment sind ,,die Isolation und Variation des vermuteten Einflussfaktors“, sodass eine Ursache-Wirkungs-Beziehung nachgewiesen werden kann (ARNING & LETHMATE 2003:35). BREITBACH (1999:41 In: ARNING & LETHMATE 2003:35) definiert ein geographisches Experiment wie folgt: ,, Das Experiment ist ein Verfahren zur überprüfbaren Ermittlung von Einsichten in einem geographisch relevanten, regelhaften und meist auf Naturphänomene bezogenen Vorgang. Dieser wird zunächst isoliert, künstlich an einem Modell oder geeigneten Objekt erzeugt, dann beobachtet und anschließend erklärt.“
4
3. Experimentelle Lehrformen
Das naturwissenschaftliche Arbeiten im Geographieunterricht lässt sich in drei Formen unterteilen: das Beobachten, das Untersuchen und das Experiment. Diese Arbeitsweisen werden von PIETSCH (1954/55 zit.: LETHMATE 2006:5) zu den experimentellen Lehrformen zusammengefasst und werden wie folgt definiert:
3.1 Beobachtung
Das Beobachten bezieht sich lediglich auf die ,,Eigenschaften, Merkmale, räumliche und zeitliche Aspekte einer Erscheinung (LETHMATE 2006:5)“ und schließt keinen Eingriff in das Objekt ein.
3.2 Untersuchung
Anders als bei der einfachen Beobachtung umfasst der Versuch ein Eingreifen in das Objekt bzw. in die geographisch relevanten Prozesse. Nach LETHMATE (2006:5) ist das Untersuchen ein Beobachten mit Hilfsmitteln. Dabei kommen diverse Arbeitsmittel zum Einsatz und macht diese experimentelle Lehrform sehr vielfältig. Zu den Untersuchungen gehören Arbeitsweisen wie Messungen und Kartieren.
3.3 Experimentieren
Wie in der Definition bereits beschrieben (siehe Kapitel 2), bedeutet experimentieren, dass relevante Fragen an die Natur gestellt werden und diese anhand von künstlich hergestellten, kontrollierbaren und zu veränderbaren Bedingungen untersucht werden. Das Experimentieren umfasst also die Untersuchung genauso wie eine konzentrierte Beobachtung. Jedoch werden besonders der Ablauf und die Dynamik eines natürlichen Sachverhaltes dargestellt (LETHMATE 2006:5).
Diese Zusammenfassung der experimentellen Lehrformen ermöglicht es auch die Formen des Experimentierens mit einzuschließen, die die Aspekte eines echten Experiments nicht erfüllen. Weiterhin bleibt die grundsätzliche Unterscheidung zwischen Natur- und Modellexperimenten erhalten (siehe Abb.1).
5
Arbeit zitieren:
Katharina Vandrei, 2009, Experimentelles Arbeiten im Geographieunterricht, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Geowissenschaften / Geographie - Didaktik d. Geographie: neuer Titel erschienen: Experimentelles Arbeiten im Geographieunterricht
Katharina Vandrei hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare