1) Begriffklärung: Aggression......................................................................................................... 2 2) Arten der Aggression .................................................................................................................. 3 3) Theorien und Entstehungsmodelle für Aggression....................................................................... 4
Quellen: .......................................................................................................................................... 7
1) Begriffklärung: Aggression
Das Wort Aggression leitet sich aus dem lateinischen „aggressio“ ab und bedeutet „heranschreiten, sich nähern, etwas beginnen, aber auch angreifen oder überfallen“. Auch die Römer haben das Wort „aggredi“ verwendet, was so viel bedeutet wie „in Angriff nehmen“. Das heißt damit ist auch gemeint, dass man z.B.: ein Problem in Angriff nimmt. Somit ergibt sich, dass die eigentliche Grundbedeutung von dem Wort Aggression weder gut noch böse ist.
Es gibt in der Literatur unterschiedliche Definitionen des Begriffes „Aggression“. Heutzutage bezieht man die Aggression gewöhnlich nur noch auf jene absichtlichen Verhaltensweisen, die einem Lebewesen (Menschen, Tiere, Pflanzen) Schaden zufügen oder einen Gegenstand beschädigen oder zerstören. Allerdings lässt sich nicht immer klar erkennen ob ein Mensch absichtlich einem Lebewesen oder einem Gegenstand Schaden zufügt. Es kann z.B.: sein, dass ein Kind im Übermut versehentlich eine Vase umstößt, das heißt dabei wird ein Gegenstand beschädigt. Es wird hier aber niemand von Aggression sprechen, da das Kind nicht mit Absicht gehandelt hat.
Oftmals verwechselt man auch fröhlich-impulsive Entdeckerfreude von Kindern mit Aggression. Ein Beispiel dafür ist, wenn ein Kind ein Auto zerlegt. Dies kann vielleicht als Zerstörungsdrang des Kindes missverstanden werden, wobei hier das Kind eventuell nur das Fahrzeug erkunden möchte.
Hingegen gibt es auch im Alltag oft versteckte Aggression. Das ist wenn jemand z.B.: einem anderen ganz unabsichtlich einen Fuß stellt oder jemanden anrempelt. Im Normalfall entschuldigt sich man dann bei der zu Schaden gekommen Person und bedauert den Vorfall. Hier ist also die Absicht der aggressiven Handlung oft nicht klar erkennbar.
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Referat von Birgit Mayer
Das heißt ob jetzt aggressives Verhalten als berechtigt oder unberechtigt, als sinnvoll oder sinnlos zu gelten hat, lässt sich nie allgemeingültig klären. Das hängt auch vom Standpunkt des Betrachters und vom Bezugsrahmen, das heißt vom allgemeinen gesellschaftlichen Kontext ab.
Ein Beispiel dafür ist folgendes: Die Verletzung eines anderen Menschen würden wir sicherlich als Aggression bezeichnen. Für einen Kampfsportler ist diese Handlung aber durchaus legitim und bei einem Arzt, der seinem Patienten eine Injektion gibt, eine Operation vornimmt oder einen falsch zusammengewachsenen Knochen nochmals bricht, würden wir diese Handlungen sogar als notwendig betrachten. Der Arzt handelt also zum Wohle des Patienten.
Ein anderes Beispiel für den Standpunkt des Betrachters ist der Vater, der z.B.: der Meinung ist, dass sein Sohn für ein bestimmtes Verhalten eine Ohrfeige verdient, das heißt er ist vielleicht der Meinung, dass diese nur zu seinem Wohle ist. Der Sohn wird aber anderer Meinung sein.
2) Arten der Aggression
Die uns bekannteste Form der Aggression ist die handgreiflichte Attacke. Das beginnt z.B.: bei kindlichen Auseinandersetzungen mit Schlagen, Treten, Beißen, usw. bis hin zur brutalen Gewaltkriminalität.
Eine weitere Form der Aggression sind verbale Angriffe in Form von Beleidigungen. Hier stellt sich die Frage, wo die Aggression beginnt. Ist eine gereizte, boshafte Äußerung mit einem harten Tonfall nicht auch schon Aggression?
Eine weitere Form der Aggression, welche manchmal nicht klar erkennbar ist, ist der passive Widerstand. Bei dieser Form finden weder tätliche noch verbale Angriffe statt. Die „aggressive“ Person ignoriert lediglich z.B.: Wünsche und Bitten der Mutter, das heißt sie leistet einen passiven Widerstand, woraufhin die andere Person eventuell in Rage gerät.
Eine weitere Unterscheidung bei den Aggressionen ist die direkte und indirekte Aggression.
Von einer direkten Aggression spricht man, wenn das Objekt gegen das sich die Aggression richtet, selbst zu Schaden kommt. Von einer indirekten Aggression spricht man, wenn das Objekt nicht selber zu Schaden kommt.
Ein Beispiel dafür ist, wenn Fritz eine große Wut auf Hans hat und ihn deshalb schlägt. Hier handelt es sich um eine direkte Aggression, da sich die aggressive Handlung direkt gegen Hans richtet.
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Referat von Birgit Mayer
Schlägt aber Fritz die Tür zu, da er auf Hans wütend ist, so spricht man von einer indirekten Aggression. Die aggressive Handlung bezieht sich nun auf die Tür und nicht auf Hans selbst.
3) Theorien und Entstehungsmodelle für Aggression
Die Instinkttheorie nach Konrad Lorenz
(die ethologische bzw. Verhaltens-Theorie)
Konrad Lorenz, ein bekannter Verhaltensforscher geht davon aus, dass es sich bei der Aggression um einen angeborenen Trieb handelt. Auf Grundlage von Tierbeobachtungen hat Lorenz die Behauptung aufgestellt, dass Aggression eine spontane innere Bereitschaft zum Kampf sei, die für das Überleben eines Organismus entscheidend ist. Das heißt er geht davon aus, dass Aggression ein arterhaltender Instinkt ist, der biologisch nützliche Aufgaben erfüllt. Es wird so z.B.: eine natürliche Auslese unter den Tieren hergestellt, es werden klare Macht- und Rangverhältnisse geschaffen, der Lebensraum wird aufgeteilt und eine ausreichende Versorgung mit Nahrung wird gesichert usw.
Aus diesem Grund wird laut Lorenz im Tier die Energie für Aggressionspotential ständig neu gebildet und diese muss sich natürlich dann auch in irgend einer Form wieder entladen. Wenn nun die Umwelt keinen Auslöser dafür bietet, so ist es möglich, dass die Aggression ohne erkennbaren Reiz ausgelöst wird, was man dann auch als Leerlaufhandlungen bezeichnet.
Ein Kritikpunkt an Konrad Lorenz ist, dass er seine Beobachtungsergebnisse, die er bei Fischen und Vögeln gewonnen hat, auf den Menschen übertragen hat, was nicht ganz unproblematisch ist.
Nach seiner Ansicht ist es somit auch beim Menschen notwendig, dass das Aggressionspotential in irgendeiner Form reguliert und kanalisiert wird. Als Möglichkeit sieht er die sportliche, geistige oder künstlerische Betätigung durch welche aggressive Energien in Ersatzhandlungen abgebaut werden können.
Ein weiterer Kritikpunkt an Lorenz ist, dass er die Umwelteinflüsse gänzlich außer Acht lässt und auch für real vorkommende Situationen bietet diese Theorie keine Erklärung. Denn wie ist es zu erklären, dass z.B.: ein Fußballspieler, der seine Aggressionen bereits abreagieren konnte, trotzdem plötzlich zu prügeln beginnt.
Die Triebtheorie nach Sigmund Freud
(die psychoanalytische Theorie)
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Arbeit zitieren:
Birgit Mayer, 2003, Aggression, München, GRIN Verlag GmbH
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