Inhaltsverzeichnis
1 Einführung 1
2 Grundlagen 3
2.1 Grundlagen der Produkt-Portfoliotheorie 3
2.1.1 Produkt-Portfolio 3
2.1.2 Produkt-Portfoliomanagement 4
2.2 Grundlagen des IT-Portfoliomanagements 5
2.2.1 IT-Portfolio 5
2.2.2 IT-Portfoliomanagement 5
3 Portfoliomanagement 6
3.1 Rolle im strategischen Management 6
3.2 Produkt-Portfoliomanagement 8
3.2.1 Aufgabenbereiche 8
3.2.2 Analysemethoden 9
3.3 IT-Portfoliomanagement 12
3.3.1 Kernaufgaben und Analysemethoden 12
3.3.2 Reifegradmodell des IT-Portfoliomanagements 17
4 Diskussion 19
4.1 Vorteile des IT-Portfoliomanagements 19
4.2 Methodische Probleme des IT-Portfoliomanagements 20
5 Zusammenfassung und Ausblick 22
Abk ürzungsverzeichnis 23
Abbildungsverzeichnis 24
Literaturverzeichnis 25
A IT-Portfoliosteuerung 27
B IT Portfolio Management Maturity Model 28
Kapitel 1
Einführung
„Business executives love to hate information technology.
An estimated 68% of corporate IT projects are neither on time nor on budget, and they
don’t deliver the originally stated business goals.“
(Auszug aus der Studie von Ingmar Leliveld und Mark Jeffery, MIT Sloan Management Review 45, Seite 1, 2004 [8].)
Mit dieser Einleitung stellen die beiden Autoren in ihrer Studie die gravierenden Fehlschläge von IT-Projekten in den letzen Jahren heraus. Allein zwischen 2002 und 2004 beziffert sich der durch gescheiterte IT-Projekte verursachte Schaden in amerikanischen Unternehmen auf 130 Milliarden Dollar. 1 Im Gegensatz dazu stiegen 2002 zeitgleich die Ausgaben für Informationstechnologie in den USA 2 auf 780 Millionen Dollar an. 3 Angesichts dieser Entwicklung fragen sich viele Führungskräfte wie sie in Zeiten knapper werdender Budgets und intensiveren Wettbewerbs, die richtigen IT-Projekte auswählen und diese mit ihrer Unternehmensstrategie abgleichen können? Nach Meinung von Wirtschaftsanalysten gibt IT-Portfoliomanagement Antworten auf diese Fragen. 4 Es ermöglicht die IT 5 eines Unternehmen ähnlich einem Finanzportfolio zu messen, zu kontrollieren und letztendlich anzupassen. Damit soll es möglich sein Fehlinvestitionen weitestgehend zu vermeiden und IT-Projekte an die Unternehmensstrategie auszurichten. 6
Nach einer aktuellen Studie des Wirtschafts- und Beratungsunternehmens KPMG 7 sparen Unternehmen durch IT-Portfoliomanagement im Durschnitt 20% des Investitionsvolumens und bis zu 7% des IT-Budgets ein. 8
1 Vgl. [3], Seite 3.
2 United States of America (USA)
3 Vgl. [8], Seite 1.
4 Vgl. [3], Seite 1.
5 Information Technology (IT)
6 Vgl. [8], Seite 1.
7 Klynveld Peat Marwick Goerdeler (KPMG)
8 Vgl. [9], Seite 1.
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Kapitel 1 Einführung
Es stellt sich jedoch die Frage, wie kann man mithilfe von Portfoliomanagement IT-Projekte objektiv miteinander vergleichen und damit Führungskräften eine transparente Basis für ihre Entscheidungen geben?
Um diese Frage zu beantworten werden im Rahmen dieser Arbeit im Kapitel 2 zuerst die Begriffe Produkt-Portfolio und Produkt-Portfoliomanagement definiert, bevor ab Abschnitt 2.2 auf das IT-Portfoliomanagement selbst eingegangen wird. Im Abschnitt 3.1 werden die Rollen des Produkt- und IT-Portfoliomanagements im strategischen Management eingeordnet, um im Abschnitt 3.2 auf deren Aufgabenbereiche und Analysemethoden näher einzugehen.
Im Kapitel 4 werden die Vorteile sowie die methodischen Probleme des IT-Portfoliomanagements diskutiert. Zum Schluss werden die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst und ein kurzer Ausblick gegeben.
2
Kapitel 2
Grundlagen
2.1 Grundlagen der Produkt-Portfoliotheorie
2.1.1 Produkt-Portfolio
Der Begriff Portfolio kommt aus dem Französischen Portefeuille und bezeichnet ein Behältnis zur Verwahrung von Wertpapieren. 1
Übertragen auf die Betriebswirtschaftslehre stellt das Produkt-Portfolio die Gesamtheit der für ein Unternehmen oder einer SGE 2 relevanten Produkte dar. 3 Ein Produkt-Portfolio kann nach folgenden Abgrenzungs- bzw. Strukturierungskriterien erstellt werden (siehe Abbildung 2.1):
Abbildung 2.1: Gegenstand des Produkt-Portfoliomanagements, Vgl. [10], Seite 5.
1 Vgl.[12], Seite 60.
2 Eine strategische Geschäftseinheit, kurz SGE, ist ein Unternehmensbereich mit einer eigenständigen Leistungsmessung und Marktaufgabe (Vgl. [12], Seite 60).
3 Vgl. [10], Seite 6.
3
Kapitel 2 Grundlagen
2.1.2 Produkt-Portfoliomanagement
Die Portfoliotheorie hat ihren Ursprung in der Finanzwirtschaft. Eine besondere Rolle bei der Entwicklung der Portfoliotheorie spielten die Arbeiten von Markowitz in den 50er Jahren. In seiner Portfolio-Selection-Theorie geht Markowitz von einer für den Anleger optimalen Kombination von Wertpapieren aus. Dabei folgt er dem Grundsatz: „Kombiniere eine Gruppe von Vermögenswerten so, dass für eine gegebene Gewinnrate das Risiko des Portfolios minimiert wird - oder umgekehrt, für ein gegebenes Risiko der erwartete Gesamtgewinn aus dem Portfolio maximiert wird.“ 4
Übertragen auf die Betriebswirtschaftslehre hat das Produkt-Portfoliomanagement als Ziel das Produkt-Portfolio eines Unternehmens oder einer SGE so zu kombinieren, dass die Ziele des Gesamtunternehmens in der kommenden Periode am besten erreicht werden können. 5 Dabei folgt das Produkt-Portfoliomanagement dem Grundsatz des Strategischen Dreiecks. 6
Das Strategische Dreieck
Das Strategische Dreieck stellt das Spannungsverhältnis zwischen Kunde, Wettbewerb und dem eigenem Unternehmen dar (siehe Abbildung 2.2).
Abbildung 2.2: Wettbewerbsvorteil im Strategischen Dreieck, Vgl. [12], Seite 61.
4 Vgl. [11], Seite 2.
5 Vgl. [11], Seite 8.
6 Vgl. [12], Seite 61.
4
Kapitel 2 Grundlagen
Nach diesem Grundsatz muss ein Produkt in ein Portfolio aufgenommen und beibehalten werden, wenn es eine Vorteilsposition gegenüber dem Wettbewerber in Form der folgenden Punkte aufweist: 7
• Das Produkt bzw. die Dienstleistung ist für den Kunden wichtig.
• Der Wettbewerbsvorteil ist für den Kunden wahrnehmbar.
• Der Wettbewerbsvorteil kann nachhaltig gestützt werden.
2.2 Grundlagen des IT-Portfoliomanagements
2.2.1 IT-Portfolio
Das IT-Portfolio beinhaltet die Gesamtheit aller Informationssysteme eines Unternehmens einschließlich alle zukünftigen internen IT-Projekte über einen mittelfristigen Planungszeitraum. 8
2.2.2 IT-Portfoliomanagement
Das IT-Portfoliomanagement ist ein auf die IT angepasster strukturierter Managementansatz. Der Ansatz ermöglicht es IT-Projekte auf deren Nutzen und Risiken hin zu analysieren und zu bewerten. Das Ergebnis ist das IT-Portfolio, dass letztendlich effektiv und effizient an die Unternehmensziele angepasst werden kann. 9 Das IT-Portfoliomanagement lässt sich in die beiden Teilbereiche IT-Portfolioplanung und IT-Portfoliosteuerung aufgliedern: 10
• IT-Portfolioplanung: Die IT-Portfolioplanung ist ein Teil des strategischen Managements und beinhaltet die Bewertung und Auswahl zukünftiger Wartungs - und IT-Projekte. Ziel ist letztendlich die Effektivität der IT-Investitionen sicherzustellen und gegebenenfalls an geänderte Rahmenbedingungen und Anforderung anzupassen.
• IT-Portfoliosteuerung: Die IT-Portfoliosteuerung ist ein Element des IT-Controlling 11 und hat die Aufgabe die ausgewählten IT-Projekte und Maßnahmen zu steuern und zu gestalten. Das Ziel ist eine effiziente Durchführung der Projekte.
7 Vgl. [12], Seite 61.
8 Vgl. [8], Seite 1.
9 Vgl. [9], Seite 67.
10 Vgl. [8], Seite 1.
11 Das IT-Controlling plant, koordiniert und steuert die Informationstechnologie und ihre Aufgaben für die Optimierung der Geschäftsorganisation (Vgl. [9], Seite 33).
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Kapitel 3
Portfoliomanagement
3.1 Rolle im strategischen Management
Um die Rolle des Portfoliomanagements im strategischen Management einordnen zu können müssen zuerst die Begriffe Unternehmens-, IT-Ziel sowie Unternehmens- und IT-Strategie definiert und deren Abhängigkeiten herausgestellt werden (siehe Abbildung 3.1):
Abbildung 3.1: Rolle des Portfoliomanagements, Vgl. [4], Seite 72, angepasste Darstellung.
6
Arbeit zitieren:
Franz-Josef Lang, 2009, Produkt- und IT-Portfoliomanagement, München, GRIN Verlag GmbH
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