System- und Entscheidungstheorie/ E-Business, Hausarbeit von Timo Wlecke
Inhaltsverzeichnis
1 ABBILDUNGSVERZEICHNIS 3
2 ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 3
3 WAP IM ALLGEMEINEN 4
3.1 Was ist WAP? 4
3.2 Wie funktioniert WAP? 5
4 ERWARTUNGEN, GRÜNDE DES SCHEITERNS UND
ERFAHRUNGEN 7
4.1 Erwartungen 7
4.1.1 Wirtschaftliche Erwartungen der Mobilfunk-Industrie 7
4.1.2 Erwartungen der Nutzer 8
4.2 Gründe des Scheiterns 9
4.2.1 Werbung 10
4.2.2 Preis/Leistungsverhältnis 11
4.2.3 Probleme der Dienst-Anbieter 11
4.2.4 Geräterestriktionen 12
4.2.5 Kompatibilitätsprobleme 12
4.2.6 Alternative Techniken 13
4.3 Erfahrungen für zukünftige Einführungen von neuen
Technologien 13
5 FAZIT 15
6 LITERATURVERZEICHNIS 17
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1 Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Funktionsweise von WAP ...................................................................... 6 Abbildung 2: Beispiele für "Killer-Applikationen" ......................................................... 7 Abbildung 3: Datenabfrage per WAP .......................................................................... 9 Abbildung 4: Deutschland bestens ausgestattet ....................................................... 10 Abbildung 5: Preisvergleich WAP-Dienste (2000)..................................................... 11
2 Abkürzungsverzeichnis
CSD -Circuit Switched Data
DSL -Digital Subscriber Line
GPS GSM HSCSD -High Speed Circuit Switched Data HTML
ISO LBS -Location Based Services
M-Business -OSI -Open Systems Interconnection PCMCIA
PDA SMS -Short Message Service
WML WWW XMLeXtended Markup Language
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3 WAP im Allgemeinen
3.1 Was ist WAP?
Ende der 90er Jahre redeten alle von „mobilem Internet“ und „WAP-Handys“. Was steckt hinter den Begriffen und was verbirgt sich hinter dieser von den Entwickler-und Herstellerfirmen so hochgelobten und von den Medien so viel beworbenen Technik?
WAP (Wireless Application Protocol) beschreibt einen offenen, weltweiten Standard und stellt lediglich eine Protokollspezifikation dar. Diese besteht aus der Definition von Übertragungswegen, den benötigten Komponenten (Mikro-Browser auf den jeweiligen Endgeräten, Content-Server, WAP-Gateway) und der speziell für WAP entwickelten Programmiersprache WML (Wireless Markup Language). Entwickelt wurde diese Spezifikation vom WAP-Forum, einer internationalen Organisation, an der mittlerweile mehr als 450 Telekommunikationsfirmen (Internet-Provider, Hersteller von Mobiltelefonen, Softwarefirmen etc.) beteiligt sind. Mit der Entwicklung von WAP sollte erreicht werden, dass dieser Kommunikationsweg unabhängig von bestimmten gegenwärtigen oder zukünftigen Übertragungsstandards des Mobilfunks ist, um einen einheitlichen Weg für die Entwicklung der weltweiten Kompatibilität von drahtlosen Diensten zu finden.
WAP sorgt für die Kommunikation zwischen einem digitalen Mobiltelefon oder mittlerweile anderen mobilen Endgeräten (z.B. einem PDA oder einem Notebook in Verbindung mit einem Mobiltelefon bzw. einer PCMCIA-Karte) und dem Internet und ermöglicht so dem Benutzer des Gerätes den Zugriff auf Daten, die auf einem entfernten Server im Internet liegen. Durch diese Technik und speziell aufbereitete Inhalte auf den Internet-Servern ist es von unterwegs möglich, z.B. auf Flugpläne von Luftfahrtgesellschaften oder auf Wetterinformationen zuzugreifen. Aber auch Datenbanken oder andere Daten aus einem firmeninternen Intranet sind erreichbar, wenn sie denn für WAP aufbereitet wurden.
Es handelt sich also um das Standardisieren und Definieren eines einfachen mobilen Internetzugangs, der aber auch vom stationären PC zu nutzen ist, einhergehend mit der Installation eines WAP-fähigen Browsers auf dem PC, welcher häufig kostenlos aus dem Internet bezogen werden kann 1 . Die Nutzungsmöglichkeit von einem Desktop-PC aus ist aber nur aus eher nebensächlichen Gründen entstanden, da auf diesem die jeweiligen WAP-Dienste entwickelt und getestet werden müssen. Aus der Notwendigkeit heraus entstanden zahlreiche Emulatoren und Browser 2 .
Die ursprüngliche WAP-Technologie verzichtet bei der Darstellung auf hochauflösende, farbige und graphisch aufwendige Webinhalte. Auf dem Display des mobilen Endgerätes werden bevorzugt reiner Text und Links wiedergegeben. So erscheint eine angeforderte WAP-basierte Seite völlig anders, als eine eventuell vorhandene Seite des gleichen Anbieters im Internet. Das Nutzen von WAP statt HTML auf einem PDA oder Notebook kann auch von Vorteil sein, da die WML-Seiten kleiner und somit schneller geladen sind 3 .
1 Z.B. Wireless Companion 2.62, http://www.yourwap.com/de/download/download.html
2 Vgl.: Živadinović (2000), S.196.
3 Vgl.: Bager (2002), S. 94.
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3.2 Wie funktioniert WAP?
WAP nutzt bestehende Internet-Architekturen. Es bietet eine Schnittstelle für mobilfunkorientierte Anwendungen und kann auf verschiedenen Betriebssystemen, wie z.B. Windows CE, PalmOS, OS/9 oder JavaOS aufsetzen.
Die Architektur des WAP ist eng an das bekannte 7-schichtige ISO/ OSI-Referenzmodell angelehnt. Allerdings besitzt die WAP-Architektur nur 5 Schichten: Anwendungs-, Sitzungs-, Übertragungs-, Sicherungs- und Transportschicht. Alle weiteren Protokoll-Schichten, die unter der Transportschicht liegen, werden bei der WAP-Architektur in der Netzwerkschicht (Bearer) zusammengefasst. Diese wird aber nicht mehr dem eigentlichen WAP-Protokollstack zugerechnet.
Ähnlich der Programmiersprache HTML und dem damit verbundenen Internetprotokoll HTTP für die herkömmliche Nutzung des Internets mit einem PC verhält es sich mit der Programmiersprache WML und dem dazugehörigen Protokoll WAP. Als Grundlage diente hier XML. WML ermöglicht es mittels WAP, Daten aus dem Internet auf dem mobilen Endgerät darzustellen.
Das Identifizieren einer gesuchten Seite erfolgt, wie bei HTTP, über eine eindeutige URL, allerdings folgt noch eine weiteres Unterteilen der Decks (WML-Seiten) in sogenannte Cards. Diese Cards beinhalten jeweils vier bis zehn Zeilen mit je zehn bis zwölf Zeichen, um den Inhalt, ähnlich einer SMS, auf dem kleinen Display des Endgerätes darstellen zu können.
Grundsätzlich bestehen zwei Möglichkeiten, WAP einzusetzen: Entweder das mobile Endgerät kommuniziert direkt mit einem WAP-Server, also einem Server im Internet, der ebenfalls diese Protokollschichten implementiert, oder es kommuniziert mit einem gewöhnlichen HTTP-Server.
Wird eine Verbindung zu einem HTTP-Server aufgebaut, so muss ein sogenanntes WAP-Gateway zwischen Funknetz und Internet das bidirektionale sogenannte „Content-Management“ übernehmen, d.h. das Codieren der WML-Dokumente, das Kompilieren von WML-Skripten und unter Umständen auch das Konvertieren von HTML-Seiten nach WML, um Zugriff auf das Internet, die darin eingebundenen Server und somit auf die gesuchten Inhalte zu haben. Bei der Einführung von WAP wurde die Verbindung zum WAP-Gateway noch mit einem in die Geräte integrierten GSM-Fax-Modem mittels CSD (Circuit Switched Data) hergestellt. Über nur einen Funkkanal des jeweiligen Mobilfunkanbieters wurde mit einer maximalen Geschwindigkeit von 9.6 kBits/s gearbeitet.
Durch das Entwickeln neuer Übertragungstechnologien hat sich in den letzten Jahren einiges geändert. Als Übergangslösung bis zum Fertigstellen der leistungsstärkeren UMTS-Netze (Universal Mobile Telecommunications System) wurden im Jahre 2000 weitere Standards verabschiedet. Unter anderem sorgen seitdem GPRS (General Packet Radio Service) und HSCSD (High Speed Circuit Switched Data) für das Übertragen der Daten zwischen dem mobilen Endgerät und dem Gateway. Sie ermöglichen das gleichzeitige Nutzen mehrerer GSM-Funkkanäle, erhöhen durch dieses Bündeln die Übertragungsraten auf das vier- bis fünffache der einfachen GSM-Lösung und nähern sich somit der ISDN-Geschwindigkeit 1 .
1 Vgl.: Živadinović (2000), S.197f.
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Arbeit zitieren:
Dipl. Wirt.-Inform. (FH) Timo Wlecke, 2002, Was ist bisher im europäischen mobilen Internet (WAP) schief gegangen?, München, GRIN Verlag GmbH
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