INHALTSVERZEICHNIS
EINLEITUNG 1
1. BESCHREIBUNG 2
1.1. GESAMTEINDRUCK. 2
1.2. GRUNDRISS 2
1.3. FASSADE 2
1.4. VESTIBÜL. 3
1.5. INNENHOF 4
1.6. RÜCKFASSADE 4
2. BAUGESCHICHTE 5
2.1. ERSTE PHASE: ANTONIO DA SANGALLO (1516-1546) 5
2.2. ZWEITE PHASE: MICHELANGELO (1546-1550) 6
2.3. DRITTE PHASE: VIGNOLA (1550-1573), GUGLIELMO UND GIACOMO DELLA PORTA (1574-89) 7
2.4. SPÄTERE ÄNDERUNGEN 7
3. ZUR STILISTISCHER ENTWICKLUNG UND BEDEUTUNG DES PALAZZO FARNESE 8
3.1. ANTONIO DA SANGALLO 9
3.2. MICHELANGELO 10
3.3. VIGNOLA UND GIACOMO DELLA PORTA. 13
4. ZUSAMMENFASSUNG 13
Einleitung
In der vorliegenden Arbeit habe ich mir zum Ziel gesetzt, die stilistischen Merkmale des Palazzo Farnese in Rom zu analysieren und seine architektonische Bedeutung zu erläutern. Die Hausarbeit ist in drei Hauptteile und eine Zusammenfassung gegliedert. In dem ersten Teil werden der Gesamteindruck sowie die einzelnen Bestandteile des Palazzo beschrieben. In dem zweiten Teil handelt es sich um seine Baugeschichte, die sich in vier Phasen unterteilen lässt. Während sich die ersten drei Phasen unmittelbar mit dem Bau des Palazzo verknüpfen und auf die leitenden Architekten zurückzuführen sind, handelt es sich in der letzten Phase um die späteren Änderungen, die seit Ende des 16. bis Anfang des 20. Jahrhundert durchgeführt worden sind.
Der dritte Teil ist der stilistischen Entwicklung sowohl des Palazzo als auch der Architekten gewidmet. Dieser Teil leitet sich von den drei Hauptarchitekten ab, die den größten stilistischen Einfluss auf den Bau und Gestaltung des Palazzo hatten. Demzufolge ist er in drei Abschnitte unterteilt, die jeweils die Namen derer Architekten tragen. Am Schluss der Arbeit war es mir wichtig zusätzlich zu der Zusammenfassung der vorgegangenen Untersuchungen auch die architektonisch-stilistische Rolle des Palazzo Farnese zu betonen, die er in der römischen Palastbauarchitektur gespielt hat.
1
1. Beschreibung
1.1. Gesamteindruck
Palazzo Farnese befindet sich am Tiber in Rom südöstlich des Vatikans. Er steht als selbstständiger Baukörper und befindet sich im Mittelpunkt der Piazza Farnese. Der Gesamtbau erzeugt einen blockhaften Eindruck, der durch die geometrisch ausgeglichene und schlichte Wandgliederung der Fassade entsteht. Die Teilung des Baus in drei Geschosse durch die Gurtgesimse sowie die reihenhafte Anordnung der Fenster, die in gleichen Maßstab und Entfernung zu einander auf der Wandfläche platziert sind, verleiht dem Palazzo einen deutlichen horizontalen Gesamteindruck. Andererseits wird dieser durch die gleiche Größe der drei Geschosse, die Eckrustika und das außerordentlich großen Kranzgesims vertikal ausgeglichen. Auch die relativ schmalen nur bis leicht über die Mitte des Geschosses reichenden Fenster sowie besonderes die runden Fenster im dritten Geschoss mit ihren dreieckigen Giebeln „ziehen“ das Gebäude in die Höhe. Dazu tragen auch die Sockel unter der Fassade bei, die den ganzen Bau leicht über den Boden zu heben scheinen. Insgesamt stehen alle Bau- und Gliederungsteile der Fassade im gleichen Verhältnis zu einander.
1.2. Grundriss
An dem Grundriss des Gebäudes wird dessen Einheit deutlich sichtbar. Der rechteckige Bau besteht aus einem Fassadentrakt, zwei Seitenflügel und einem Rücktrakt. In der Mitte ist ein Arkadenhof zu sehen. Während sich in den Fassadentrakten die großen Säle befinden, sind die schmaleren Seitenflügel für die kleineren Kammern bestimmt. In der Mitte der beiden Seitenflügel findet man zwei Portale. Im Vergleich Sangallos ursprünglichen Plans 1 des Grundrisses mit dem ausgeführten Bau 2 sind keine großen Änderungen zu erkennen: der gesamte Bau bleibt als Einheit mit einem Arkadenhof, dem dreischiffigen Vestibül, einer Gartenloggia im Rücktrakt und zwei Nebenportale in den Seitenflügel. Die Änderungen sind dagegen in der Disposition der Räume und Treppen, den inneren Durchgängen sowie in der Größe und Disposition der Säle zu finden.
1.3. Fassade
Wie schon oben beschrieben, verfügt die Fassade des Palazzo über eine schlichte Wandgliederung. Das Erdgeschoss unterscheidet sich jedoch etwas von den beiden
1 Uffizien-dis. 298 A. Aus: Herbert Siebenhüner, Der Palazzo Farnese in Rom. In: Wallraf-Richartz-Jahrbuch, 14.1952, S. 145.
2 Nach Letarouilly (Siebenhüner, S. 145).
2
Obergeschossen. Dieser Unterschied besteht in den geraden Fensterädikulen, die eine parallele horizontale Linie zum Gurtgesims des Piano Nobile bilden. Dieser Effekt verleiht dem gesamten Grundgeschoss einen Eindruck von Stabilität und es scheint die beiden oberen Geschosse zu tragen. Heute wird dieser Unterschied noch durch eine andere Farbgebung erzeugt und verdeutlicht dabei die Differenz zwischen dem Grundgeschoss und den beiden oberen Stockwerken. Es sind keine Säulen- oder Pilasterordnungen zu finden, außer an der Balkonloggia und den Fensterädikulen. Die Eckrustika verfeinert sich von groben Bossen im Erdgeschoss zur feineren Plattenrustika im dritten Geschoss. Man zählt sechs Fenster an jeder Seite von der Mittelachse, an der sich das Portal im Erdgeschoss befindet, die Balkonloggia im Piano Nobile und über ihr das siebte Fenster des dritten Geschosses. Die Fenster sind in Ädikulen mit Segment- oder Dreieckgiebel vertieft, wobei ihre Anordnung variiert: während es im ersten Geschoss keine Giebel bzw. nur gerade Gebälke gibt, variieren Segment- und Dreieckgiebel im Piano Nobile und im dritten Geschoss sind nur Dreieckgiebel zu finden. Besonderes unterscheiden sich die Fenster des dritten Geschosses dadurch, dass sie rundbogig sind. Zwischen dem lilienfriesbeschmückten Gurtgesims und der Fensterkante verläuft ein Sockelgesims. Dies wird auch in der Eckrustika der beiden Obergeschosse durch breitere Rustikasteine betont. Das Portal befindet sich in einem Rustikarisalit mit aufeinander steigenden und vorspringenden Bausteinen. Die Balkonloggia ist breiter als der Rest der Fenster. Sie hat doppelte korinthische Säulen, aber keinen Giebel, denn an seiner Stelle, der zentralen Stelle der Fassade, befindet sich das Wappen. Der Balkon ist ein Balustradenbauwerk, der kaum zu bemerken ist und scheint gleichzeitig ein vorspringendes Teil des Sockelgesimses und eine Bekrönung des Portals zu sein. Dazu verbindet er das Portal mit der Ehrenloggia und dem Wappen, sodass das Ganze als einheitlicher, zentraler Punkt des Baus erscheint.
1.4. Vestibül
Das Vestibül ist eine dreischiffige Durchganghalle, derer Mittelschiff breiter ist als die beiden Seitenschiffe. Das Mittelschiff wird von den Seitenschiffen durch zwei Reihen dorischer Granitsäulen auf sehr hohen Piedestalen abgegrenzt. Ebenso findet ein Wechsel der Decken statt: Kassettentonne im Mittelschiff und Flachkassetten in den Seitenschiffen. Die Gliederung der Seitenwände ist ein Wechsel von Nischen und Halbsäulen.
3
Arbeit zitieren:
Irina Jabotinsky, 2008, Der Palazzo Farnese in Rom , München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Architektur des Dritten Reiches 1933 bis 1945. Ein Architekturstil?
Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege
Hausarbeit, 20 Seiten
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Irina Jabotinsky hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare