Otto-Friedrich Universität Bamberg
Lehrstuhl: Neuere Deutsche Literaturwissenschaft
ES II: Das Volkstück
Seminararbeit im Bereich der neueren Deutschen Literaturwissenschaft SS 2000
Der Volksstück-Begriff bei Brecht
Maia Tabukashvili
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung................................................................................................................. 4
2. Brechts „Volkstümlichkeit und Realismus“ 4
2.1 Die Notwendigkeit volkstümlicher und realistischer Schreibweise 5
2.2 Der Begriff „Volkstümlichkeit“ 6
3 Brechts „Anmerkungen zum Volksstück“ 8
3.1 Das alte Volksstück. 8
3.2 Brechts Anliegen: Ein neues besseres Volksstück. 9
4.Schluss 12
Literaturverzeichnis 13
1.Einleitung
Die vorliegende Seminararbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Auseinandersetzung Brechts mit der Gattung des Volksstücks. Um den Standpunkt Brechts zu vermitteln, befasst sich die Arbeit mit Brechts Essays „Volkstümlichkeit und Realismus“ 1 (1938) und „Anmerkungen zum Volksstück“ 2 (1940). Diese Aufsätze erhalten enge Definitionen von den Begriffen „Volkstümlichkeit“, „Realismus“ und „Volksstück“. Die Erläuterungen dieser Begriffe dienen Brecht, wie auch die Arbeit zeigen wird, zu dem Entwurf der Gründzüge eines neuen realistischen Volksstückswas sein wichtigstes Anliegen darstellt.
In der Arbeit wird erläutert, was Brecht unter „Volkstümlichkeit“ und „volkstümlicher Kunst“ versteht, was volkstümliche Kunst seinem Publikum bieten sollte und welche Kriterien ein Werk erfüllen sollte, um Brechts Idealvorstellung eines Volksstücks gerecht zu werden. Die Arbeit soll verdeutlichen, wozu die realistische Darstellung auf der Bühne nach der Auffassung Brechts dient und warum sie als notwendig erscheit, wenn Kunst Volksinteressen dienen soll.
2. Brechts „Volkstümlichkeit und Realismus“
Die Kombination zwischen Volkstümlichkeit und realistischer Schreibweise ist die notwendige Voraussetzung für Brechts theoretischen Entwurf des neuen Volksstücks. Denn das Theater für das Volk müsse für dieses verständlich sein und seine Probleme auf realistische, greifbare Weise darstellen können.
Mitte der 30-er Jahre, zu einem Zeitpunkt, als „Brecht und andere fortschrittliche sozialistische Schriftsteller gezwungen waren, ihre eigene schriftstellerische Tätigkeit gegenüber einer sich unter dem Druck des Stalinismus immer weiter verhärtenden
1 Brecht, Bertolt: Schriften zum Theater 4. 1933-1947. Über den Beruf des Schauspielers; Anmerkungen zu den Stücken; Der Galilei des Laughton. Frankfurt am Mein: Suhrkamp 1963. S. 149-161.
2 Ebd. S.141-149.
Arbeit zitieren:
Maia Tabukashvili, 2002, Das Volksstückbegriff bei Brecht, München, GRIN Verlag GmbH
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