Innovative Geschäftsmodelle in der Biotechnologie
I. Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung und Einordnung in die BWL 1
1.2 Eingrenzung des Themas 1
1.3 Verfolgtes Ziel und Gang der Arbeit 1
2. Begriffliche Definitorik 2
2.1 Biotechnologie - Biologie und mehr 2
2.2 Innovation - Was ist das? 3
2.3 Geschäftsmodell - Ein Abbild der Wirklichkeit? 4
3. Historische Entwicklung der Biotechnologie 5
4. Umweltanalyse der Biotechnologie 6
4.1 Ökologische Umwelt 7
4.2 Gesellschaftliche Umwelt 8
4.3 Ökonomische Umwelt 9
4.4 Politisch-Rechtliche Umwelt 9
5. Innovative Biotech-Geschäftsmodelle 10
5.1 Produktmodell 11
5.2 Tool - und Dienstleistungsmodell 13
5.3 Hybrid-Modell 15
6. Fazit und Ausblick 16
Innovative Geschäftsmodelle in der Biotechnologie
II. Abbildungsverzeichnis
Abbildung 2-1: Bestandteile der Biotechnologie
Abbildung 2-2: Phasen des Innovationsprozesses
Abbildung 3-1: Meilensteine der Biotechnologie
Abbildung 5-1: Wertschöpfungskette in der Humanmedizin
Innovative Geschäftsmodelle in der Biotechnologie
Abstract
Biotechnologie als die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts ist in aller Munde und allgegenwärtig. Produkte und Verfahren dieser innovativen Technologie sind aus unserem Leben nicht mehr hinwegzudenken. Medikamente und biotechnologisch veränderte Nahrungsmittel begleiten uns häufig in unserem Leben. Dabei bietet die Biotechnologie Chancen für neue Unternehmen oder bereits etablierte, sich im teilweise noch jungen Markt durchzusetzen. Auf der anderen Seite sind diese aber auch zahlreichen Risiken ausgesetzt, wie beispielsweise die Akzeptanz biotechnologischer Verfahren und einer hohen finanziellen Abhängigkeit in einem sehr dynamischen Umfeld. Daher ist es von größter Wichtigkeit, innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln, um den Anforderungen aller Stakeholder gerecht werden zu können. Diese Seminararbeit soll das Umfeld der Biotech-Branche beleuchten und Entwicklungen sowie Strategien in den einzelnen Wertschöpfungsbereichen darstellen.
Innovative Geschäftsmodelle in der Biotechnologie 1
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Einordnung in die BWL
Die Biotechnologie, bestehend aus Mikrobiologie, Chemie und Technik, ist in einem dynamischen Markt angesiedelt. Kaum eine Technologie ist so stark von Umwelteinflüssen geprägt wie diese, nicht zuletzt aus ihrer Zusammensetzung heraus. Politische, rechtliche, technologische und sozio-kulturelle Komponenten wirken auf die Unternehmen in der Biotech-Branche ein. Neben Forschung und Entwicklung von neuen innovativen Verfahren oder Produkten ist Flexibilität und Schnelligkeit ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. 1 Um dies bei einer Neugründung oder aber auch bei einem etablierten Unternehmen zu erreichen, sind fundierte Kenntnisse über das betriebliche Umsystem 2 und über die zur Verfügung stehenden Ressourcen notwendig. Techniker und Forscher haben allerdings nicht die entsprechenden betriebswirtschaftlichen Fachkenntnisse. Daher ist es sinnvoll, dass sich Gründerteams aus Biologen, Chemikern, Technikern und Wirtschaftswissenschaftlern zusammenschließen, um ein einheitliches innovatives Geschäftsmodell zu entwickeln, welches allen Anforderungen genügt und somit zu einem langanhaltenden Geschäftserfolg beiträgt.
1.2 Eingrenzung des Themas
Es ist sicherlich klar, dass bei einem so weiten Feld wie der Biotechnologie nicht bis ins letzte Detail vorgedrungen werden kann, zumal ein Wirtschaftswissenschaftler recht wenig Ahnung von Genom- und Stammzellenforschung hat. Darum werden nachfolgend vorrangig ökonomische Aspekte betrachtet, wobei hin und wieder auf Beispiele aus der technologischen Anwendung zum besseren Verständnis nicht verzichtet werden kann.
1.3 Verfolgtes Ziel und Gang der Arbeit
Ziel dieser Arbeit ist es aufzuzeigen, was ein innovatives Geschäftsmodell in der Biotechnologie auszeichnet und wie es entsteht bzw. aus welchen Chancen und Risiken es abgeleitet wird. Bevor man genauer Geschäftsmodelle betrachtet oder gar entwickelt ist es notwendig, Begriffe zu definieren und die Biotechnologie genauer zu beleuchten. Wo liegt der Ursprung der Biotechnologie? Welche Meilensteine gab es? Was sind innovative Geschäftsmodelle? Dies wird im ersten Teil behandelt. Danach beschäftigt sich die Arbeit mit dem betrieblichen Umfeld, in welchem sich das Biotech-Unternehmen befindet. Dann werden verschiedene Geschäftsmodelltypen dargestellt und strategische Maßnahmen und Beispiele aufgezeigt. Dabei
1 Vgl. DIB (BioTech Info 2001), S. 14.
2 Vgl. Kubicek/Thom (Umsystem, betriebliches 1976), S. 3978 - 4012.
Innovative Geschäftsmodelle in der Biotechnologie 2
wird bereits vorhandenes betriebswirtschaftliches Wissen auf die Biotechnologie transferiert. Ein persönliches Fazit mit Ausblick rundet die Arbeit zum Schluss ab.
2. Begriffliche Definitorik
2.1 Biotechnologie - Biologie und mehr
In der Literatur gibt es unterschiedliche Definitionen des Begriffs der Biotechnologie. Alle haben jedoch gemeinsam, dass sie die einzelnen Fachgebiete dieser interdisziplinären Schlüsseltechnologie aufzählen, um sie damit abzugrenzen. Je nach Aufgabenstellung sind Kenntnisse aus der Biologie, der Molekulargenetik, der Zellbiologie, der Humangenetik, der Virologie, Bioverfahrenstechnik und Systembiologie notwendig. Aber auch die Informatik hält Einzug in den Biotech- Bereich. 3 Also lässt sie sich grob in drei Bestandteile aufgliedern, nämlich in Biologie, Chemie und in Technik.
Allgemein versteht man unter Biotechnologie den Einsatz von lebenden oder toten Organismen oder auch nur aktive Bestandteile dieser Organismen in technologischen Prozessen. Aus dieser Definition ergibt sich, dass die Biotechnologie eine umweltfreundliche und anwendungsorientierte Technologie ist, da sie hauptsächlich auf natürlich vorkommende Ressourcen bzw. Rohstoffe zurückgreift und gleichzeitig noch Recycling mit einschließt. Innerhalb der Biotechnologie unterscheidet man die klassische Biotechnologie, welche ihren Ursprung in der Antike hat, die moderne Biotechnologie, die nachfolgend betrachtet wird und die Molekulare Biotechnologie mit der Gentechnik als Werkzeug. 4
3 Vgl. Schmid (Biotech Taschenatlas 2002), Vorwort.
4 Vgl. Zimmermann (Was ist Biotechnologie?).
Innovative Geschäftsmodelle in der Biotechnologie 3
Anwendungsgebiete der modernen Biotechnologie sind die Humanmedizin, also die Rote Biotechnologie, die Agro- bzw. Lebensmittel- bzw. Tierzucht, die in der Literatur auch als die grüne Biotechnologie bezeichnet wird und die graue Biotechnologie im Bereich Umwelt bzw. Chemie. Ziel der Humanmedizin ist unter anderem die Entwicklung neuer therapeutischer Produkte, wie beispielsweise Insulin. Ziele der grünen Biotechnologie sind beispielsweise Resistenzsteigerung von Getreide durch gentechnisch verändertes Saatgut, sowie die Nährwertsteigerung in Lebensmitteln. Das Hauptziel des letzten Anwendungsgebietes ist der Umweltschutz, beispielsweise durch Abbau umweltbelastender Stoffe in Klärwerken durch neue Enzyme. 5
2.2 Innovation - Was ist das?
Wie bei vielen Begriffen gibt es auch beim Begriff der Innovation zahlreiche unterschiedliche Definitionen. Das Wort Innovation kommt aus dem lateinischen (innovatio) und bedeutet soviel wie Neuschöpfung. 6 Hauschildt sieht Innovation als „neuartige Verknüpfung von Zwecken und Mitteln.“ 7 Eine weitere interessante Sichtweise ist die von Schumpeter. Nach ihm setzt der Unternehmer „neue Kombinationen“ durch. Teile dieser Kombinationen sind, erstens „die Erzeugung und Durchsetzung neuer Produkte und Qualitäten von Produkten“, zweitens „die Einführung neuer Produktionsmethoden“, drittens „die Schaffung neuer Organisationen der Industrie“, viertens „die Erschließung neuer Absatzmärkte“ und fünftens „die Erschließung neuer Bezugsmärkte.“ 8 Grundsätzlich kann aber gesagt werden, dass Innovation für eine neue, fortschrittliche Lösung eines bestimmten Problems, im technischen, sozialen oder wirtschaftlichen Bereich steht. Dabei werden Produktinnovationen und Prozess - bzw. Verfahrensinnovationen unterschieden. 9 Eine Innovation ist nicht von jetzt auf nachher real existent, sondern muss entwickelt werden. Dabei werden fünf verschiedene Phasen durchlaufen, welche auf nachfolgendem Schaubild verdeutlicht werden.
5 Vgl. Ollig (Strategiekonzepte, 2001), S. 30 ff.
6 o.V. (Knaur, 1982), S. 3813.
7 Vgl. Hauschildt (Innovationsmanagement, 1993), S. 1.
8 Vgl. Schumpeter (Unternehmer, 1928), S. 483.
9 Vgl. Berg (Innovationsmanagement, 2002).
Arbeit zitieren:
Markus Rosenberger, 2002, Innovative Geschäftsmodelle in der Biotechnologie, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
West Side Story und Romeo und Julia: Ein Vergleich der Handlungsführun...
Hausarbeit, 13 Seiten
Existenzgründung - Alternative Finanzierungsformen im Vergleich
BWL - Investition und Finanzierung
Seminararbeit, 21 Seiten
Die Pragmatik der Kommunikation
Medien / Kommunikation - Interpersonale Kommunikation
Hausarbeit, 14 Seiten
Die Kommunikationstheorie Paul Watzlawicks
Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend)
Hausarbeit (Hauptseminar), 31 Seiten
Kommunikationsmodelle von Niklas Luhmann und Paul Watzlawick im Vergle...
Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
Hausarbeit (Hauptseminar), 17 Seiten
Markus Rosenberger hat den Text Innovative Geschäftsmodelle in der Biotechnologie veröffentlicht
Markus Rosenberger hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare