Freie Universität Berlin
Seminar: Einführung in die Soziologie der Geschlechterverhältnisse
Wintersemester 2008/09
Abgabetermin: 13. April 2009
Die Diskriminierung von Frauen auf dem
Arbeitsmarkt
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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ... S. 3
2. Ursachen der Benachteiligung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt ... S. 4
2.1. Sozialisation und Ausbildung ... S. 4
2.2. Berufswahl ...S. 5
3. Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung und Diskriminierung von Frauen ... S. 6
3.1. Benachteiligung durch die Familienarbeit ... ............. S. 6
3.2. Formen der Diskriminierung ... S. 7
3.2.1. Lohndiskriminierung ... S. 7
3.2.2. Allokative Diskriminierung ... S. 7
3.2.3. Evaluative Diskriminierung ... S. 8
3.3. Teilzeitarbeit Frauenarbeit ...S. 9
3.4. Frauenerwerbsquote ... S.10
3.5. Arbeitslosigkeit ... S.10
4. Motivationen zur Aufnahme eines Berufes ... S.11
5. Perspektiven der Frauen auf dem Arbeitsmarkt ... S.12
6. Schlussbetrachtung ... S.13
7. Literaturverzeichnis ... ...... S.15
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1. Einleitung
,,Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche
Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die
Beseitigung bestehender Nachteile hin. [...] Niemand darf wegen seines
Geschlechtes [...] benachteiligt oder bevorzugt werden."
(Deutscher Bundestag 1993, Art. 3, Abs. 2 und 3)
Trotz der gesetzlich festgelegten Gleichberechtigung und Chancengleichheit sind
nach wie vor viele Frauen auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt. Die zunehmende
Erwerbsbeteiligung von Frauen erweckt den Eindruck, dass die Gleichberechtigung
der Geschlechter in unserer Gesellschaft vollzogen wurde. Beobachtet man jedoch
die Situation von Frauen im Erwerbsleben ausführlicher, zeigt sich, dass dem nicht
so ist.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den frauenspezifischen Problemen auf
dem Arbeitsmarkt. Es soll die Frage geklärt werden, ob Frauen wirklich
gleichberechtigt sind in der Arbeitswelt. Der Blick richtet sich zunächst auf die
Ursachen für die Benachteiligung. Im Vordergrund stehen dabei die Sozialisation und
Ausbildung, sowie die Berufswahl. Im darauf folgenden Teil wird die Benachteiligung
durch die Familienarbeit dargestellt und sich mit den Formen der Diskriminierung
auseinandergesetzt. Für ein besseres Verständnis wird des Weiteren auf die
Teilzeitarbeit, Frauenerwerbsquote und Arbeitslosigkeit eingegangen. Es folgen
Gründe, warum Frauen beziehungsweise Mütter trotz mangelnder Anerkennung und
Entlohnung ihrer Leistungen eine Berufstätigkeit ausüben wollen. Abschließend
werden die Perspektiven der Frauen auf dem Arbeitsmarkt aufgezeigt und nach
Lösungen gesucht, die eine gleichberechtigte Behandlung bewirken.
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2. Ursachen der Benachteiligung von Frauen
Worin liegen die Ursachen, dass Frauen mehr Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt
haben als Männer?
2.1. Sozialisation und Ausbildung
Ein Erklärungsansatz liefert die Sozialisation: In dieser findet nach wie vor eine
geschlechtsspezifische Erziehung statt, wobei die Mädchen auf ihre zukünftige Rolle
als Ehefrau und Mutter vorbereitet werden. Sie eignen sich an
,,für die unmittelbaren Bedürfnisse anderer zu sorgen, ihnen zu helfen, sie
emotional zu stützen usw., ferner den Haushalt in Gang zu halten, die konkreten
Erfordernisse des Alltags zu gewährleisten - und vorrangig genug äußere und
innere Vorzüge zu zeigen, um über ,,soziale Anerkennung" Zugang zum
eigentlichen Aufgabenbereich [Ehe, Familie] zu finden" (Beck-Gernsheim 1976, S. 53).
In der Schule wird ebenfalls weiterhin geschlechtsspezifisch erzogen. Mädchen sind
bis zum Übergang von der Kindheit zum Erwachsensein (Adoleszenz) besser und
erfolgreicher in der Schule als Jungen, danach nehmen ihre Leistungen abrupt ab
(vgl. Beck-Gernsheim 1976, S. 54). Auslöser dafür ist, dass die guten Leistungen der
Mädchen als nicht "weiblich" gelten und angesehen werden. Als ,,Haupternährer" wird
immer noch der Mann dargestellt, der infolgedessen eine bessere Ausbildung
benötigt. Die Frau muss für ihre Aufgaben, die sich auf Haushalt und Kinder
beschränken, nicht über eine gute Schul- und Berufsausbildung verfügen.
Diese Sichtweise veränderte sich in der 60er Jahren durch die Weiterentwicklung des
Bildungswesens. Die Beteiligung der Frauen an höherqualifizierten Bildungsgängen
hat sich verstärkt. Dies schließt den Schul- und Hochschulbereich, sowie die
berufliche Bildung mit ein (vgl. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend 1998, S. 21). Dennoch überwiegt der Anteil von erwerbstätigen Männern mit
einer höheren Ausbildung den der Frauen um das Zweifache. Es ist aber zu
beachten, dass die Unterschiede in den jüngeren beziehungsweise nachwachsenden
Generationen geringer vorhanden sind. Dies beruht auf eine veränderte
Zukunftsvorstellung junger Frauen, die eine ,,qualifizierte berufliche Ausbildung und
Erwerbstätigkeit, Selbstentfaltung und ökonomische Unabhängigkeit"
(Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 1998, S. 16) in
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