Abbildungsverzeichnis
Einleitung 1
Situationsanalyse und Handlungsbedarf an der GGS 5
1.1. Ausgangssituation an der GGS. 5
1.2. Handlungsbedarf 5
1.3. Zielformulierung 6
Theoretischer Hintergrund und Begriffsklärung 7
1.4. Allgemeine Überlegungen zur SCHILF 7
1.5. Verschiedene Methoden zur SCHILF 8
1.6. Möglichkeiten und Chancen einer SCHILF 10
1.7. Der Begriff „Fachkompetenz“ 10
1.8. Wesentliche Elemente des Inhaltsbereiches 5 „Bewegen 11
an Geräten - Turnen“ 11
Konzeption und Verlauf der SCHILF 12
1.9. Gestaltung der schulinternen Lehrerfortbildung 12
1.9.1. Organisatorische Rahmenbedingungen 12
1.9.2. Inhaltliches und methodisches Vorgehen 13
Durchführung der SCHILF 22
1.10. Einleitung 22
1.11. Hauptteil 23
1.12. Schlussteil 28
Evaluation der SCHILF 29
Resümee und Ausblick 33
Literaturverzeichnis 35
Anhang 36
Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 : Organisatorische Rahmenbedingungen
Abbildung 2 : Wahl von Inhalten und Methoden
Abbildung 3 : Hallenrundgang mit den Teilnehmerinnen
Abbildung 4 : Teilnehmerinnen beim Aufbau des Recks
Abbildung 5 : Präsentation einer Gerätekombination
Einleitung 1
Einleitung
„Schulsport: mangelhaft
Bis zu 80 Prozent der Sportstunden in den Grundschulen werden von Lehrern ohne entsprechende Qualifikation gegeben, heißt es im Deutschen Kinder- und Jugendsportbund.“ 1
Auf diesen Artikel stieß ich im Herbst letzten Jahres beim Lesen der Rheinischen Post. Der Artikel weckte meine Neugier. Ich entnahm dem Text, dass die Bewegungsförderung der Kinder auf niedrigem Niveau stagniert. Lehrer ohne entsprechende Ausbildung im Fach Sport agierten in großen Hallen oftmals gehemmt, sie trauten sich auch nicht, neue Übungen auszuprobieren und böten deshalb nur ein Schmalspurprogramm. 2 Zudem mahnten die Autoren der Studie mehr Bewegungsmöglichkeiten in der Grundschule an und forderten deshalb mehr Fortbildungsmöglichkeiten für Lehrer ohne entsprechende Bewegungsausbildung.
Vergleiche ich den beschriebenen Zustand des Sportunterrichtes im oben erwähnten Artikel mit der konkreten Situation an der GGS, so sind viele Parallelen zu erkennen. Zwar zeichnet sich unser Kollegium durch ein hohes Engagement aus, doch scheuen sich viele meiner fachfremd unterrichtenden Kolleginnen nicht selten den Geräteraum zu benutzen und lassen stattdessen die Kinder immer wieder die gleichen Lauf- und Fangspiele spielen. Bei dieser Art von Sportunterricht bleibt man als fachfremder Kollege auf der sicheren Seite, da man Risiken vermeidet und sich zeitintensive Auf- und Abbauten ersparen kann. Außerdem machen Kolleginnen in der Regel die Erfahrung, dass die Kinder die angebotenen Spielformen freudig annehmen und sich am Ende der Stunde durchaus positiv äußern. „[…] hat Spass gemacht!“ 3
Die bei den Kolleginnen zurecht vorhandenen Bedenken, den Kompetenzerwartungen der Lehrpläne nicht zu genügen, führen wegen solcher Schülerreaktionen nur selten zu Verhaltensänderungen bezüglich ihres eigenen Sportunterrichts. Hinzu kommt die verständliche Befürchtung, dass bei anderen Unterrichtsinhalten vermehrt Sicherheitsaspekte Beachtung finden müssen. Die häufig fehlende gerätekundliche Sachkompetenz und die vielfältigen erforderlichen Kenntnisse von Hilfestellungen lassen die Kolleginnen häufig vor Unterrichtsalternativen im Sport zurückschrecken.
1 Rheinische Post, Sportteil, Mittwoch 12. November 2008
2 vgl. ebd.
3 Häufige Äußerungen der Kinder.
Einleitung 2
Ich bemerkte in meinen Sportstunden, dass ein sinnvoller, selbst sparsamer Einsatz von Geräten sich besonders motivierend auf die Kinder auswirkte. Teilweise reichte es schon aus, wenn kleine Kästen oder umgedrehte Bänke während des freien Spiels am Anfang der Stunde in der Sporthalle standen. Ich sah, dass die Kinder, statt einfach nur zu laufen, auf, über und von den Kästen sprangen oder über die Bänke liefen. Dies zeigt, dass schon kleine sicherheitstechnisch unbedenkliche Veränderungen sich sehr positiv auf die Schülerinnen und Schüler auswirken können.
Auf der Basis dieser Beobachtungen beschäftigte ich mich intensiver mit der Thematik und so entstand der Gedanke, eine Schulinterne Lehrerfortbildung (SCHILF) im Inhaltsbereich 5 „Bewegen an Geräten - Turnen“ zu planen und zu entwickeln, da in diesem Inhaltsbereich die meisten Großgeräte wie Reck, großer Kasten, Barren usw. verwendet werden. Meine Überlegungen gingen in die Richtung, den fachfremden Kolleginnen 4 Praxisbeispiele zu Geräten und Gerätekombinationen aufzuzeigen sowie die entsprechende Sicherheitsförderung anzubieten.
Im Folgenden werde ich zur besseren Übersicht die Vorgehensweise der vorliegenden Arbeit schildern sowie die in der Planung, Durchführung und Evaluation meines pädagogischen Konzepts der schulinternen Lehrerfortbildung erfüllten Lehrerfunktionen benennen und kurz erläutern.
2. Kapitel: Situationsanalyse und Handlungsbedarf an der GGS
Im zweiten Kapitel erfolgt zunächst eine auf die Qualität des Sportunterrichtes gerichtete Situationsanalyse der GGS, in der innerschulische Bedingungen sowie eine Umfrage im Kollegium bezüglich des Themas dargestellt werden. Entsprechend der Ergebnisse lässt sich der Handlungsbedarf ableiten sowie Ziele für die schulinterne Lehrerfortbildung formulieren.
3. Kapitel: Allgemeine Überlegungen zur schulinternen Lehrerfortbildung
Im dritten Kapitel beschäftige ich mich mit den verschiedenen Methoden der SCHILF und zeige auf, welche Möglichkeiten und Chancen eine SCHILF in Sport bietet. Anknüpfend daran erläutere ich wesentliche Elemente des Inhaltsbereichs 5 „Bewegen an
4 Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird bei der Bezeichnung der Personen auf die Nennung beider Geschlechter verzichtet und sowohl im theoretischen Teil als auch im praktischen Teil aufgrund der entsprechend personellen Besetzung die weibliche Form verwendet.
Einleitung 3
Geräten - Turnen“ des Lehrplans Sport 2008 und begründe meine Wahl, die Kolleginnen in diesem Inhaltsbereich fortzubilden.
4. Kapitel: Konzeption und Verlauf der schulinternen Lehrerfortbildung
In Kapitel 4 folgen die Konzeption und der Verlauf der SCHILF. Es werden die zu berücksichtigenden organisatorischen Rahmenbedingungen genannt und daraufhin detailliert das für die Konzeption notwendige inhaltliche und methodische Vorgehen erläutert. Als Grundlage dazu dienen allgemeine Überlegungen, aus denen eine Detailplanung der Konferenz resultiert.
5. Kapitel: Durchführung der SCHILF
Es folgt eine ausführliche Dokumentation der Durchführung der Fortbildung, in der die zuvor genannten Ziele auf ihren Erfolg hin überprüft werden.
6. Kapitel: Evaluation der SCHILF
In diesem Kapitel erfolgt die Evaluation der Fortbildung, wobei an dieser Stelle nur auf die Reflexion der Konferenz selbst eingegangen werden kann; ihre nachhaltige Wirkung bzgl. einer Neugestaltung des Unterrichts ist aus zeitlichen Gründen nicht zu überprüfen und bleibt abzuwarten.
7. Kapitel: Resümee und Ausblick
Das letzte Kapitel beschäftigt sich mit einem Resümee und einem Ausblick auf die Weiterarbeit.
Innerhalb der Auseinandersetzung mit der hier vorliegenden Thematik, d.h. mit der Vorbereitung, Durchführung und Evaluation der schulinternen Lehrerfortbildung, finden folgende Lehrerfunktionen Berücksichtigung:
Unterrichten
Durch die Analyse der Evaluationsbögen ermittle ich die Lernvoraussetzungen der Teilnehmerinnen, strukturiere und rhythmisiere daraufhin die Konferenz. Während der Fortbildung benutze ich zielorientierte und zurückhaltende Gesprächsführung, verteile klare Aufgaben und Arbeitsaufträge und schaffe eine angenehme Lernatmosphäre.
Einleitung 4
Organisieren und Verwalten
Ich organisiere die schulinterne Lehrerfortbildung, führe sie pädagogisch verantwortlich durch und bereite sie nach. Dabei sind vielerlei organisatorische Aspekte im Voraus zu beachten, so z.B. Absprachen mit der Schulleitung und dem Kollegium, die frühzeitige Erstellung von Erhebungen zum Kenntnisstand bzgl. des Themas sowie das fristgerechte Versenden von Einladungen. Auch die Gestaltung der Konferenz selbst (Bereitstellung von Materialien, Wahl der Methodik und der Medien etc.) ist ausführlich und mit fundiertem Hintergrundwissen zu planen und zu organisieren.
Evaluieren, Innovieren, Kooperieren
Berufliche, insbesondere fachdidaktische Kompetenzen, werden im Rahmen der schulinternen Fortbildung durch die Vermittlung entsprechender Inhalte weiterentwickelt. Im Verlauf der Konferenz wird miteinander und voneinander gelernt.
Beraten
Ich berate meine Kolleginnen in der Rolle des Moderators während der Konferenz und erschließe mit ihnen zusammen die Arbeitsaufträge. Zudem gebe ich Hilfen für die zukünftige Umsetzung des Gelernten im Unterricht.
SituationsanalyseundHandlungsbedarfanderGGS 5
Situationsanalyse und Handlungsbedarf an der GGS
1.1. Ausgangssituation an der GGS
Zurzeit unterrichten 20 Kolleginnen, bestehend aus Lehrerinnen, Sonderpädagoginnen und Referendarinnen, an der GGS. Wie den Fragebögen zu entnehmen ist, besteht das Kollegium recht ausgewogen sowohl aus jungen als auch aus älteren Kolleginnen, während Kolleginnen mittleren Alters (zwischen 35 und 50) eine Minderheit darstellen. Die Klassenlehrerinnen führen in den meisten Klassen eigenverantwortlich den
Sportunterricht 5 durch. Außer meine Mentorin sind alle Kolleginnen fachfremd, da keine von ihnen Sport als Ausbildungsfach gehabt hat.
Die Turnhalle der GGS zeichnet sich durch eine große Gerätevielfalt aus. Die Geräte sind alle neuwertig, werden aber von den Kolleginnen so gut wie nie genutzt. Die Kinder im Einzugsgebiet der Schule leiden häufig unter Bewegungsmangel, da die Eltern ihnen keine Bewegungsherausforderungen bieten. Diese Aufgabe wird der Lehrerschaft zuteil, die meist unzureichend umgesetzt wird.
1.2. Handlungsbedarf
Vor der Durchführung der SCHILF habe ich den Kolleginnen einen Fragebogen ausgeteilt, der mir helfen sollte, einen Überblick über Kenntnisstand, Schwierigkeiten und Fragen zu dem Inhaltsbereich 5 zu erhalten.
So ergaben sich laut Evaluationsbogen 6 drei Schwerpunkte im Inhaltsbereich 5 des Lehrplans, die von den Kolleginnen in der SCHILF gewünscht wurden: 68% der Lehrkräfte sehen den größte Handlungsbedarf laut Auswertung der Fragebögen im Schwerpunkt: „Elementare turnspezifische Bewegungsformen erlernen, üben und anwenden“. „Gerätekombinationen herstellen, bewältigen und variieren“ wird von 55% der Kolleginnen gewünscht. Der dritte Schwerpunkt „Körperspannung und Kraft in ihrer Bedeutung für das Gelingen turnerischer Anforderungen erleben und aufbauen“ wurde mit 50% fast genauso häufig von den Kolleginnen gewünscht.
Zu der Frage: „Was erhoffen Sie sich zum Thema Geräteeinsatz im Sportunterricht“?
5 In zwei 1. Klassen und einer 3. Klasse übernehme ich den Sportunterricht in Kooperation mit meiner Ausbildungslehrerin.
6 Der Fragebogen besteht aus sechs Fragen. Zunächst geht es darum, den gewünschten Schwerpunkt im Inhaltsbereich 5 einzugrenzen. Es schließen Fragen an, um konkret die Wünsche bezüglich Inhalt und Methoden zu äußern.
Arbeit zitieren:
Marcel Stempel, 2009, Inwiefern ist die Schulinterne Lehrerfortbildung (SCHILF) im Fach Sport geeignet, fachfremde Kollegen im Rahmen des Schwerpunktes „Bewegen an Geräten – Turnen“ fachkompetent zu machen?, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Sport - Sportpädagogik, Didaktik: neuer Titel erschienen: Inwiefern ist die Schulinterne Lehrerfortbildung (SCHILF) im Fach Sport geeignet, fachfremde Kollegen im Rahmen des Schwerpunktes „Bewegen an Geräten – Turnen“ fachkompetent zu machen?
Marcel Stempel's Text Inwiefern ist die Schulinterne Lehrerfortbildung (SCHILF) im Fach Sport geeignet, fachfremde Kollegen im Rahmen des Schwerpunktes „Bewegen an Geräten – Turnen“ fachkompetent zu machen? ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Marcel Stempel hat den Text Inwiefern ist die Schulinterne Lehrerfortbildung (SCHILF) im Fach Sport geeignet, fachfremde Kollegen im Rahmen des Schwerpunktes „Bewegen an Geräten – Turnen“ fachkompetent zu machen? veröffentlicht
0 Kommentare