INHALTSVERZEICHNIS
1. EINLEITUNG
2. DEFINITIONEN
2.1 Soziale Probleme
2.1.1 Definition nach Staub - Bernasconi
2.1.2 Weiterer Definitionsversuch Heiner, Meinhold, Spiegel und Staub-Bernasconi
2.2 Armut
2.2.1 Definition nach einem Universallexikon
2.2.1.1 Relative, subjektive, absolute und politische Armut
2.2.1.1.1 Relatives Armutskonzept
2.2.1.1.2 Subjektives Armutskonzept
2.2.1.1.3 Absolutes Armutskonzept
2.2.1.1.4 Politisches Armutskonzept
2.2.1.2 Bedeutungswandel von Armut in der europäischen Geschichte
3. DIE DEMOGRAPHISCHE ENTWICKLUNG IN DEUTSCHLAND
4. STANDARDRENTE - DURCHSCHNITTSRENTE
4.1 Standardrente
4.1.1 Die Höhe der Standardrente
4.2 Durchschnittsrente
4.2.1 Durchschnittliche Rentenzahlbeträge
5. ARMUT AUS SOZIOLOGISCHER PERSPEKTIVE
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5.1 Citizenship - Wohlfahrtsstaat 5.2 Armut als soziales Problem und Subkultur
6. INTERVENTIONSMÖGLICHKEITEN ZUR BEKÄMPFUNG DER ALTERSARMUT 6.1 Alterssicherung in der Bundesrepublik Deutschland 6.2 Die Gesetzliche Rentenversicherung 6.2.1 Allgemeiner Überblick 6.2.2 Leistungen der Rentenversicherung 6.2.3 Rente wegen Alters 6.3 Die bedarfsorientierte Grundsicherung 6.3.1 Fakten zur Grundsicherung 6.3.2 Die Höhe der Grundsicherung
7. FAZIT
8. LITERATURVERZEICHNIS
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1. EINLEITUNG
„Leben heißt, Anforderungen gegenüberzustehen, sie zu begreifen, die damit verknüpften Empfindungen in Worte zu fassen und die Anforderungen zu bewältigen versuchen. Je mehr sich die reale, zu erkennende wie zu verändernde Situation dem Bild nähert, das sich ein Mensch von ihr macht, umso größer die Chancen einer Realisierung - vorausgesetzt, daß die Ressourcen hierzu vorhanden sind. Soziale Probleme entstehen dort, wo diese Ressourcen fehlen“ (HEINER u.a. 1994, 289). Unsere Hausarbeit zum Thema „Altersarmut - ein Soziales Problem?!“ soll klären, inwieweit es im Speziellen den älteren und alten Menschen in der Bundesrepublik möglich ist, diese Anforderungen des Lebens zu erfüllen und damit, ob ihnen genügend Ressourcen zur Verfügung stehen.
Im Folgenden werden wir nun versuchen, einen Überblick über des gesellschaftliche Feld der Altersarmut zu geben.
2. DEFINITIONEN
2.1 Soziale Probleme
2.2.1 Definition nach Staub - Bernasconi
Die Tatsache, dass Menschen für ihr Überleben, ihre Existenzsicherung und ihr Wohlbefinden auf eine menschengerechte Gesellschaft angewiesen sind, ist Grundlage für soziale Probleme und deren Konsequenzen bezüglich der Teilhabe am Leben in der Gesellschaft.
Staub - Bernasconi unterscheidet zwischen:
- Ausstattungsproblemen (Probleme nicht erfüllter Bedürfnisse und legitimer Wünsche, behinderten Lernens und mithin unzureichender Ausstattung von
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Menschen bei gleichzeitig übererfüllten Wünschen anderer Menschen und Gruppen bis hin zur Luxusausstattung)
- Austauschproblemen (Probleme asymmetrischen Gebens und Nehmens und damit von Austauschbeziehungen, die nicht auf Gegenseitigkeit beruhen)
- Machtproblemen (Probleme behinderter Machtverhältnisse)
- Kriterienprobleme (Probleme nicht erfüllter, zerstörter, fehlender oder willkürlich gehandhabter Werte und Kriterien) (vgl. STAUB-BERNASCONI 1994, 105-106)
2.2.2 Weiterer Definitionsversuch Heiner, Meinold, Spiegel und Staub-Bernasconi Nach HEINER (1994, 289) entstehen soziale Probleme dort, wo Ressourcen fehlen: „Oftmals umfassen soziale Probleme nicht vermeidbare ethisch-moralische Dilemmata, weil
a) wir in einer Gesellschaft leben, in welcher mit der unterschiedlichen Verteilung von Ressourcen und entsprechender Knappheiten umgegangen werden muß;
b) die individuellen Wünsche grenzenlos sein können und mithin deren Erfüllung die Befriedigung der Bedürfnisse und der Wünsche anderer Menschen beeinträchtigen können;
c) wir aber gleichzeitig die anderen für unser Überleben, die Befriedigung unserer Bedürfnisse und Wünsche brauchen;
d) wir anderen Leid zufügen oder ihnen helfen, sie ausschließen oder mit ihnen kooperieren können;
e) wir schließlich innerhalb bestimmter Grenzen frei sind, das zu wählen, was wir als richtig oder falsch erachten und hierfür behindernde oder begrenzende Regeln/Normen durchsetzen können.
Soziale Probleme sind in Sprache, Bildern und Konzepten erfaßtes, unter Umständen über lange Zeit hinweg stummes Leiden als Konsequenz
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a) nicht erfüllter Grundbedürfnisse und legitimer Wünsche und damit unzureichender Ausstattung von Menschen bei gleichzeitiger überdurchschnittlicher Ausstattung anderer Menschen und Gruppen;
b) symmetrischen Gebens und Nehmens und damit von Austauschbeziehungen, die nicht auf Gegenseitigkeit beruhen;
c) behindernder Machtverhältnisse, und
d) ethisch-moralischer Dilemmata und Asymmetrien im Hinblick auf die Ausbalancierung von Pflichten und Rechten gegenüber sich selbst und anderen Mitgliedern der Gesellschaft“ (HEINER u.a. 1994, 289).
2.2 Armut
2.2.1 Definition nach einem Universallexikon
„Wirtschaftliche Lage, in der es Menschen an ausreichenden Mitteln fehlt, um ein bestimmtes minimales Niveau der Gesundheitsvorsorge, Ernährung, Kleidung, Bildung und des Wohnens aufrechtzuerhalten, das allgemein als notwendig erachtet wird, um einen angemessenen Lebensstandard zu gewährleisten. Was dabei als angemessen gilt, hängt allerdings stark vom durchschnittlichen Lebensstandard der jeweiligen Gesellschaft ab.
Die EU hat arme Haushalte als Haushalte definiert, deren Nettoeinkommen weniger als die Hälfte des Durchschnittsnettohaushaltseinkommens in einem Land beträgt. Nach dieser Definition leben in der Bundesrepublik Deutschland bereits 12,3 Prozent (1996) der Bevölkerung in Armut. Mehr als 2,5 Millionen Bundesbürger beziehen Sozialhilfe. Besonders betroffen von Armut sind ältere Menschen, Behinderte sowie soziale Randgruppen.“
aus: Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2002
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Arbeit zitieren:
Judith Hilden, 2003, Altersarmut, München, GRIN Verlag GmbH
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