Inhaltsverzeichnis
0 Problematischer Charakter der Begriffe 3
1 Begriffsklärungen von “Gewalt und “Aggression 3
1.1 Zum Begriff “Gewalt 3
1.2 Zum Begriff “Aggression 4
2 Aggressionstheorien 6
2.1 Aggression als natürliche Anlage des Menschen/Aggression als Trieb 6
2.1.1 Aggression aus der Sicht der Ethnologie 7
2.1.1.1 Aggressionstheorie von Konrad Lorenz 7
2.1.1.2 Aggressionsmodell des Verhaltensforschers Eibl-Eibesfeldt 13
2.1.2 Aggression aus der Sicht der Psychoanalyse 16
2.1.2.1 Verständnis der Aggression bei Freud 16
2.1.2.2 Neuere Auffassung des Aggressionsverständnisses nach Mitscherlich 23
2.1.2.3 Verständnis der Aggression bei Hacker 28
3 Literaturverzeichnis 33
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0 Problematischer Charakter der Begriffe
• Was ist eigentlich alles “Aggression”?
• Und was ist eigentlich alles “Gewalt”?
Wenn ich jemanden erschlage (auch in Notwehr), soll das eine Handlung meines Aggressionstriebes sein? Wenn ich ihn nicht töte, sondern bloß beleidige/beschimpfe, ist das “sublimierte Aggression”? Auch wenn man sehr vorsichtig herangeht, Thesen zu formulieren, ist es trotzdem noch Aggression. Weil Aggression vom lateinischen aggredi abgeleitet wird, was bedeutet, jede Art von Herangehen und Zupacken. Aggression scheint ein Allbegriff mit höchst unscharfen Rändern zu sein.
(vgl. Schöpf 1985, S. 143)
1 Begriffsklärungen von “Gewalt” und “Aggression”
1.1 Zum Begriff “Gewalt”
“Gewalt” (lat. potestas): Merkmal vieler Macht- und Herrschaftsbeziehungen, tritt in sehr verschiedenen Erscheinungsformen auf: als elterliche, Amts-, Staatsgewalt, als richterliche, militärische oder kirchliche Gewalt. Zur Aufrechterhaltung des Herrschaftsverhältnisses bedürfen die Träger der Gewalt personaler und sachlicher Gewaltmittel, um im Fall der Gehorsamsverweigerung eine dem jeweiligen Herrschaftssystem entsprechend differenzierte Gewaltanwendung durchführen zu können.
Unter Gewalt versteht man die Manifestation von Macht und Herrschaft. Gewalt hat die Schädigung von Menschen zur Folge, bzw. zum Ziel, sie führt immer zu physischer, psychischer oder sozialer Schädigung, schafft immer Opfer und bricht deren Willen.
Eine weitere Definition des Begriffs Gewalt, die besondere Vorzüge aufweist, ist jene von dem Friedensforscher Galtung (1971). Er definiert wie folgt: “Gewalt ist etwas, was einem Menschen Schaden zufügt..., sofern dieser Schaden als prinzipiell vermeidbar angesehen werden kann.” Diese Definition ist umfassend. Sowohl physische (zum Beispiel Geldtransportüberfall mit vorgehaltener Waffe) als auch psychische Gewalt (zum Beispiel Erzwingen eines Geständnisses durch Drohungen), legitime (zum Beispiel Verhaftung eines sich sträubenden Tatverdächtigen) und illegitime Gewalt (zum Beispiel Terrorismus), individuelle (zum Beispiel Ermordung eines Nebenbuhlers) sowie strukturelle (zum
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Beispiel Ausbeutung von Unterprivilegierten) Formen von Gewalt lassen sich unter dieser Definition einordnen. (vgl. Tewes 1992, S. 141)
Es gibt verschiedene Erscheinungsformen von Gewalt. Die strukturelle Gewalt geht auf ungleiche Herrschafts- und Machtverhältnisse im gesellschaftlichen System zurück. Dazu gehören zum Beispiel Hierarchien und Rollenzuweisungen. Die strukturelle Gewalt kann eine mögliche Erklärung für die personale Gewalt sein. Die personale Gewalt ist durch ungleiche Macht zwischen Ausübenden und Betroffenen gekennzeichnet. Die personale Gewalt läßt sich gliedern in physische Gewalt und psychische Gewalt. Typisch für die physische Gewalt sind Schläge, Freiheitsberaubung, Misshandlungen und Verletzungen eines anderen durch körperliche Kraft und Stärke. Die psychische Gewalt ist gekennzeichnet durch verbale Attacken, Abwendungen, Ablehnungen, Abwertungen, durch Entzug von Vertrauen, durch Entmutigungen, durch emotionale Erpressungen, Diskriminierungen, Bedrohungen und Beleidigungen.
(vgl. Brockhaus 1984 und Bründel 1994, S. 23)
1.2 Zum Begriff “Aggression”
“Als Aggression soll solches Verhalten bezeichnet werden, bei dem schädigende Reize gegen einen Organismus (oder einen Organismussurrogat) ausgeteilt werden. Dieses Verhalten muss als gerichtet interpretiert werden.”
(Klaus 1994, S. 57)
Über die Entstehung von Aggression bestehen verschiedene, teils sich überschneidende, teils gegensätzliche Theorien. Bis heute sind die einzelnen Erklärungsansätze durch die Aggressionsforschung nicht hinreichend geklärt. Allgemeine Kriterien für die Begriffsbestimmung “Aggression” können bislang kaum oder gar nicht definiert werden.
Unter Aggressivität verstehen wir nichts anderes als eine erschlossene, relativ überdauernde Bereitschaft zu aggressivem Verhalten.
(vgl. Klaus 1994, S. 57)
Es erscheint zweckmäßig, beim Menschen eine Mehrzahl (siehe oben) von Aggressivitäten zu unterscheiden, um nicht den Völkermord mit dem bissigen Witz eines Kabarettisten in den gleichen Topf der Aggressivitäten zu werfen. Ein kleines Unterscheidungsmerkmal zwischen
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Aggression und Aggressivität wäre, dass Aggression eher die Verhaltensebene und Aggressivität eher die Gefühlsebene beschreibt.
Die meisten psychologischen Definitionsversuche verstehen Aggression als Verhalten, wie auch bei der oben formulierten Definition, die eine Schädigung oder Verletzung intendiert. Eine solche Begriffsbestimmung kann man charakterisieren als Enggefasster Aggressionsbegriff. Was ist nun der Unterschied zwischen dem Enggefassten und Weitgefassten Aggressionsbegriff?
Zum engeren Typ kann man alle Definitionen rechnen, in denen von einer Schädigung die Rede ist. Sie unterscheiden sich untereinander vor allem darin, ob versehentliche Schädigungen oder unvermeidbare Schmerzzufügungen absichtlich und intendiert oder aktiv und zielgerichtet oder auch gerichtet sind. Gerichtet ist fast gleichbedeutend wie absichtlich; absichtlich beinhaltet das Problem, dass man schwer erkennen kann, ob eine Person mit Absicht etwas tut oder nicht. Deshalb entscheiden sich manche Autoren (zum Beispiel Selg) eher für das beobachtbare Merkmal der “Gerichtetheit”, d.h. Ziel und Gerichtetheit werden miteinander verbunden. Ein Unterschied liegt auch darin, ob als geschädigten Objekten nur Individuen oder Sachen genannt werden.
Der weite Aggressionsbegriff - die Weitgefasste Definition geht vom lateinischen Ursprung des Wortes aus: aggredi = herangehen - umfasst jedes offensive “In-Angriff-Nehmen”, zum Beispiel auch sozial akzeptable Formen der Selbstbehauptung, zielstrebiges Arbeiten, tatkräftiges Helfen usw.
Das bedeutet, dass jedes Verhalten gemeint ist, dass das Gegenteil von Passivität und Zurückhaltung darstellt.
(Bach/Goldberg 1974, S. 14)
Der Aggressionsbegriff verliert hier seine typische Bedeutung und wird fast gleichbedeutend mit dem Wort “Aktivität”. Auch Tatkraft und Destruktivität werden in einen Topf geworfen, man ist praktisch immer aggressiv. Der weite Aggressionsbegriff wird deshalb nur von wenigen Psychologen (zum Beispiel von Bach, Goldberg, Mitscherlich, Hacker usw.) vertreten, besonders von meist triebtheoretischen orientierten Autoren. (Zum Beispiel wird gelegentlich jede nichtsexuelle Aktivität auf einen Aggressionstrieb oder Todestrieb
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zurückgeführt). Ebenso gehören alltagssprachliche Ausdrücke, wie “aggressive” Werbung, Musik usw. nicht zum typischen psychologischen Aggressionsbegriff.
(vgl. Tewes 1992, S. 13)
Der psychologische Aggressionsbegriff (enge) mag zwar negativ klingen, er ist jedoch nicht wertend gemeint, sondern im beschreibenden Sinne. (Es gibt auch Psychologen die die Wertung mit aufnehmen) Wichtig ist deshalb, dass die beschreibende, definitorische Ebene und die bewertende Ebene getrennt werden sollte, um sie gedanklich auseinander halten zu können und nicht in einem Begriff zu vermengen. (vgl. Nolting 1992, S. 13 f.)
Deshalb bietet eine enge bzw. eine weite Auslegung Vor- und Nachteile. Wird ein Begriff eng definiert, kann er an Präzision gewinnen. Wird er weiter gefasst, wird sein Inhalt weniger spezifisch. “Soll ein Phänomen in seiner Unterschiedlichkeit und spezifischen Erscheinungsform beschrieben werden, dienen enge Begriffe diesem Zweck am besten; sollen Gemeinsamkeiten und Zusammenhänge hervorgehoben werden, benötigt man weiter gefasste Begriffe.”
(Hacker, 1972, S. 30)
2 Aggressionstheorien
2.1 Aggression als natürliche Anlage des Menschen/Aggression als Trieb
Freud und Lorenz gelten auch international- als die Hauptvertreter, die aggressives Verhalten beim Menschen auf einen spezifischen, biologischen fixierten Trieb zurückführen wollen. Aus der Analyse individuellen und kollektiven menschlichen Verhaltens entwickelt Freud sein Konzept. Lorenz hingegen versucht, die Beobachtungen und Interpretationen die er bei bestimmten Tierarten gemacht hat, auf den Menschen zu beziehen.
Nach Ansicht beider Autoren ist der Trieb ein angeborener Mechanismus.
Hierbei entsteht die Frage, was ist überhaupt ein Trieb? Die Auffassungen sind nicht einheitlich bei den Autoren. Ganz allgemein gilt als Trieb jene Komponente von Verhaltensweisen, die dynamisch, energetisierend den Gesamtorganismus antreibt, ein Bedürfnis aufzuheben, wobei man unter Bedürfnis einen Mangelzustand des Organismus versteht. Als Musterbeispiel wird in der Motivationspsychologie dafür meist der Hunger mit seinen physiologischen, phänomenalen und behavioralen Aspekten angeführt.
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2.1.1 Aggression aus der Sicht der Ethnologie
Die Ethnologie ist die Verhaltensforschung, die sich mit der Erforschung der angeborenen Verhaltensdisposition der Tiere und im größeren Umfang sich auch mit dem Menschen beschäftigt.
(vgl. Meyers Lexikonredaktion 1992, Bd. 6, S.235)
2.1.1.1 Aggressionstheorie von Konrad Lorenz
Konrad Lorenz wurde am 7. November 1903 in Wien geboren und starb am 27. Februar 1989 in Altenberg (Niederösterreich). Er war Professor in Königsberg, Münster und München. Von 1951-54 war er Leiter der Forschungsstelle für Verhaltensphysiologie des Max-Planck-Instituts für Meeresbiologie. Anschließend stellvertretender 1961-73 Direktor am Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie in Seewiesen bei Starnberg; zuletzt leitete er die Abteilung Tiersoziologie am Institut für vergleichende Verhaltensforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaft in Wien. Er ist Begründer der Forschungsrichtung der Ethnologie. Doch dürfen seine Gedanken nicht in jedem Fall als repräsentativ für die von ihm vertretene Wissenschaft angesehen werden. Bei seinen Untersuchungen über instinktives Verhalten, (insbesondere bei der Graugans) erforschte Lorenz unter anderem Auslösemechanismus und Auslöser, sowie die individuelle und stammesgeschichtliche Entwicklung des den Tieren angeborenen Verhaltens. Weiterhin entdeckte er das Phänomen der Prägung. Zusammen mit N. Tinbergen klärte Lorenz in den 30er Jahren viele Grundbegriffe der vergleichenden Verhaltensforschung und erhielt 1973 (gemeinsam mit N. Tinbergen und K. von Frisch) den Nobelpreis. Große Publizität erreichte Lorenz vor allem durch sein 1963 veröffentlichtes Buch “Das so genannte Böse”, das sich mit der Naturgeschichte der Aggression beschäftigt.
(vgl. Brockhaus 1984)
Konrad Lorenz geht davon aus, dass Aggression ein elementarer, angeborener Trieb ist, der eine unerlässliche Komponente des Triebsystems darstellt. Der biologische Trieb ist vergleichbar mit Nahrungs- und Sexualtrieb, bzw. ein Instinkt mit eigener somatischer Reizquelle. Vier dieser Triebe hebt Konrad Lorenz durch die Bezeichnung “die großen Vier” hervor. Dazu gehören der Aggressionstrieb, der Nahrungstrieb, der Fortpflanzungstrieb und der Fluchttrieb. Alle Triebe und durch sie ausgelösten Instinkte stellen sich Lorenz als harmonische Einheit dar, das “große Parlament der Instinkte”.
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Die oben erwähnte somatische Reizquelle produziert nach Lorenz ständig triebspezifische Energien, die nach Entladung drängen. Die Instinkthandlung ist zwar in sich autonom, hat sich jedoch im Zuge der stammesgeschichtlichen Anpassung in Auftreten und Dynamik “auf mit gewisser Regelmäßigkeit auftretende äußere Situationen” angepasst.
(vgl. Lorenz/ Leyhausen 1968, S. 59)
Dieser Umstand musste sich zunächst selektiv auf die Wahrnehmung des Tieres auswirken, es musste sich eine Art von “Wahrnehmungsschablonen” entwickeln, die angeborenen auslösenden Mechanismen (AAM), die angeborenermaßen das äußere Reizangebot strukturieren und mit den adäquaten Instinktverhalten. Die AAMs spielen im sozialen Leben vieler höheren Tierarten eine bedeutende Rolle: Sie lösen bestimmte Verhaltensweisen aus. Zum Beispiel beim Stichlingsmännchen, während der Brutzeit jeden Rivalen, der sich in sein Revier verirrt hat, angreift und vertreibt. Der Gegner muss für den dreistachligen Stichling einen roten Bauch aufweisen, um das Aggressionsverhalten auszulösen. Versuche mit Attrappen zeigten, dass als Auslöser schon eine ovale Metallplatte mit roter Unterseite genügt, um die Reaktion auszulösen. Ein anderes originalgetreues Modell, aber ohne roten Bauch, löst keine Reaktion aus.
(vgl. Knodel 1983, S. 274)
Deshalb gelten Instinktbewegungen mit unterschiedlichen Verhaltensweisen nach Lorenz als “kleiner Diener der Arterhaltung”, diese stehen oft mehreren großen Trieben gegenüber. Innerhalb der Triebe können alle denkbaren Wechselwirkungen stattfinden; ein Trieb kann den anderen zum Beispiel unterstützen bzw. erhöhen; zwei Triebe können sich addieren oder hemmen, ja sogar ausschalten, sofern sie genau gegensätzlich gepolt sind.
“Raben hacken mit Vorliebe nach glänzenden Gegenständen, bei Beutetieren daher nach den Augen. Gegenüber Artgenossen besitzen sie eine spezifische Hemmung.”
(Lorenz/ Leyhausen 1973, S. 60)
Es entsteht eine Spannung, die aus der Beziehung verschiedener gerichteter Triebe entsteht, zum Beispiel Flucht und Aggression. Diese Spannung gibt dem gesamten System eine Spannkraft, die Handlungen erst ermöglicht, indem sie, wie “Spanndrähte” wirken und somit dem Ganzen Festigkeit verleiht. Auf einen signalisierenden Reiz werden als Reaktion von Trieben Instinkthandlungen ausgelöst. Das Auftreten einer trieb bedingten Verhaltensweise ist
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somit weitgehend an auslösende Reize gebunden, die durch den AAM gefiltert werden. Bleiben diese auslösenden Reize jedoch längere Zeit aus, so entlädt sich der Trieb spontan. Wie schon gesagt, besitzen die Triebe und die Instinkte eine eigene Spontaneität, was sich im Verlauf der Reize zeigt. Um die Spontaneität der innerartlichen Aggression nachzuweisen, geht Lorenz auf Beobachtungen von tierischen Verhalten aus. Unter Experimentbedingungen tritt die Spontaneität als Sonderfall ein, wenn die Schwellenwerterniedrigung der die Triebhandlung auslösenden Reize auf den Grenzwert Null absinkt, sie zeigt sich dann in Form einer Leerlaufhandlung d.h. die aggressive Handlung findet ohne Objekt statt, quasi im Leeren. Der Stau triebspezifischer Energien bewirkt jedoch zunächst, dass das Tier in allgemeine Unruhe versetzt wird, die es veranlasst, eine günstige Reizkonstellation aufzusuchen, d.h. das Tier zeigt Appetenzverhalten, welches die Triebbefriedigung (Endhandlung oder auch consummatory act) wahrscheinlich macht.
Lorenz hält die Spontaneität menschlicher Aggression als unbezweifelbar. Als äußerst fragwürdiges Beispiel führt er die überdurchschnittliche Aggressivität der Nonfrustrationchildren Amerikas an. Zahlreiche Eltern der gehobenen Mittelklasse versuchten in den vierziger Jahren in den USA, ihre Kinder, nach der wissenschaftlichen Hypothese, dass durch Frustration Aggression hervorgerufen wird, ohne Enttäuschung großzuziehen. Die Möglichkeit ließ Lorenz außer Acht, dass die Kinder durch das Unvermögen der Erzieher gar nicht ohne Frustration aufwachsen konnten.
Lorenz zeigt die Nützlichkeit der innerartlichen Aggression an der arterhaltenden, selektiven Leistung im Tierreich auf. Diese Aggression äußert sich unter anderem:
1. Beim Rangordnungskampf der in einer Gesellschaft lebenden Arten wird verhindert, dass jüngere unerfahrene Nachkommen die Rolle des Anführers übernehmen, weil ältere Tiere körperlich ihren Jüngeren überlegen sind.
2. Bei den Rivalenkämpfen vor der Paarung. Sie dienen der Selektion, da nur die stärksten Tiere Nachkommen zeugen werden und somit starke und wehrhafte Nachkommen folgen werden.
3. Bei der Revierverteidigung einzeln lebender Arten mit örtlich oder zeitlich begrenzten Territorien. Die Nahrungsdeckung der betreffenden Lebensräume (auch ökologische Nische genannt) ist durch die Revierverteidigung der entsprechenden Vertreter gewährleistet.
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Arbeit zitieren:
Stephan Hintze, 2003, Aggressionstheorien, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
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Gründe aggressiven Verhaltens - Untersuchung allgemeiner Bedingungsfak...
Psychologie - Sozialpsychologie
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