I n h a l t s v e r z e i c h n i s
A.0 Einleitung. 3
A.1 zeitgenössische Extremsportarten,
ein Überblick Definition 4
A.2. Klettern, ein Sportart stellt sich vor. 4
A.3. Klettern, Licht im Dschungel der Begrifflichkeiten. 6
B.0 Hauptteil 8
B.1 Entwicklung des Extremsports 8
B.2. Reflexionen zur Ursachenergründung. 10
B.2.1. Soziale Komponenten 11
B.2.2. Psychologische Komponenten 13
B.2.3. Biologische Komponenten. 16
C.0 Schluß. 17
D.0 Literaturverzeichnis 19
E.0 Quellenverzeichnis 20
F 0 Glossar 21
A.0 Einleitung
Moderne Fun-, Trend- und Extremsportarten boomen und haben in der letzten Zeit einen gewaltigen Entwicklungssprung absolviert. Sie sind in aller Munde, in allen Köpfen und vor allem „voll im Trend“ !
Kurz, platt und überspitzt formuliert ist das die Prämisse Major, von der die vorliegende Arbeit ausgeht. Trotzdem soll im Hauptteil der Versuch unternommen werden, diese Entwicklung anhand von demographischen Daten und verschiedener anderer Indikatoren empirisch zu untermauern. Wie im Titel der Arbeit schon versprochen, soll dabei stellvertretend für den gesamten Bereich, das Klettern als zeitgenössisches Fallbeispiel herangezogen werden, da eine Ausweitung auf mehrere Sportarten, den Rahmen dieser Abhandlung sprengen würde.
Ist die Entwicklung erst einmal skizziert, drängt sich mit sanfter Gewalt die Frage auf, wodurch dieser Aufschwung motiviert ist. Welche (soziologischen) Veränderungen bilden den Nährboden für eine so markante Entwicklungsphase ? Was hat sich an den Lebensgewohnheiten geändert ? Diese Fragen stehen im zweiten Abschnitt des Hauptteils im Vordergrund. Die Reflexionen und Antworteten des Autors sollen an dieser Stelle skizziert werden.
Um eine fruchtbare Diskussion im Hauptteil zu ermöglichen, aber auch nicht zu letzt um etwas Licht in die dunklen Abgründe der kletterspezifischen Nomenklatur zu werfen, soll nicht darauf verzichtet werden, einen Versuch zu unternehmen, ein einheitliches Konzept der Begrifflichkeiten zu entwerfen.
Traktat über heutige Extremsportarten am Beispiel von Klettern, Seite 3 von 22
A.1 zeitgenössische Extremsportarten, ein Überblick & Definition Ein Kompendium der heutigen Trend-, Fun- und Extremsportarten ? Das würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen. Nein, vielmehr soll es sich um ein alphabetisches Spektrum des heutigen Angebots handeln. Anschließend soll geklärt werden, was an diesen Sportarten „extrem“ ist. Die Angebotspalette beginnt beim Airbagging, Bungee-Jumping, Cross-Country, Downhill, Extremskifahren, Fallschirmspringen, Gleitschirmfligen, Hochhausrunning, Innline-Skating, Jet-Skiing, Klettern, Langstreckenrennen, Mountainbiking, Orientierungslauf, Paragliding, Rafting, S-Bahn Surfen, Triathlon, Unterwasserrugby und endet beim Wildwasserfahren. Gibt es etwas, was diese Sportarten verbindet ? Ich denke, daß alle diese Sportarten ein dyonischiches Moment in sich tragen. Im Gegensatz zu den klassischen Sportspielen, muß bei den neuen Sportarten immer damit gerechnet werden, daß ein Fehler tödliche Folgen haben könnte. Meiner Meinung nach besteht eine typisches Merkmal der Extremsportarten darin, in gleichem Maße (extreme) psychische und physische Anforderungen an den Sportler zu stellen. Ich muß beim Klettern nicht nur mit der technischen Schwierigkeit einer Schlüsselstelle kämpfen, sondern auch damit, daß ich gerade 10 Meter von der letzten Sicherung entfernt bin und das 500 Meter senkrecht über dem Boden. Keine Aussicht auf Hilfe im Falle eines Unfalls.
A.2. Klettern, eine Sportart stellt sich vor
Alles in allem hat das Klettern (in all seinen "Spielarten") in den letzten Jahren eine kaum vorstellbare Entwicklung hinter sich gebracht. Vor 20 Jahren nur von ein paar „Suizidsüchtigen“ Junkies betrieben, ist das Klettern heutzutage salonfähig geworden. Besonders deutlich wird dies auch für "Nicht-Szenen-Mitglieder" am Beispiel des modernen Sportkletterns. Wo die Grenze der Schwierigkeitsskala, welche Anfang der 60er Jahre von ein paar besonders besessenen Hoppykletterern aus den tiefsten Winkeln der südtiroler Alpentäler gesprengt wurde (und diese nur im oberen sechsten Grad lagen), dort bestimmen heute täglich acht Stunden trainierende Hochleistungssportler das Geschehen. Die einst magische Grenze des VII. Grades ist mit der heutigen Ausrüstung, bei der der Erfindung des "Kletterpatschens" (Reibungskletterschuh) die größte Rolle zukommt, selbst für Frei-
Traktat über heutige Extremsportarten am Beispiel von Klettern, Seite 4 von 22
zeitkletterer keine wirklich schwierige Herausforderung mehr. Auf dem seit 1991 ausgetragenen Weltcup klettern Profis in Routen die sie noch nie zuvor gesehen haben im X. Grad und es gibt bereits eine Hand voll Routen im XI. Grad. (Um eine Vorstellung von der Schwierigkeit solcher Routen zu geben, ist hier die Charakterisieung des Erstbegehers einer Route im XI. Grad zitiert, die am 14.9.1991 durchstiegen wurde :>> 12 m lange, boulderartige Kletterei an Einfingerkuppenlöchern in 45° überhängendem Gelände.<<)
Neue Materialien bringen entscheidende Erleichterungen, so daß der Bergsport in unseren Tagen für fast jeden realisierbar geworden ist. Neue Trends und Ideen kommen in diesem Sport meistens aus den USA, wo auch die heutige Kletterethik ihre grundlegenden Merkmale bekam. Der leistungsorienierte Gedanke des freien Kletterns, bei dem Seile und ähnliches nur der reinen Sicherung und nicht der Fortbewegung dienen, hat sich auf der ganzen Welt durchgesetzt, und auch die Philosophie des Clean-Climbings hat in Zeiten wachsenden ökologischen Bewußtsein viele Anhänger.
Man darf bei dieser großen heilen Kletterwelt allerdings die Probleme nicht übersehen, die mit dieser Entwicklung verbunden sind. Gebietssperrungen und mangelndes Umweltbewußtsein der Kletterer stehen ebenso an der Tagesordnung wie Unfälle und Überlaufe der natürlichen Arenen. Aus dieser Not entstand vor wenigen Jahren die Idee des Indoor-Climbings, die heute viele, vor allem leis-tungsorientierte jugendliche Anhänger findet. Aber auch die Gefahren, die in der Sportart selber liegen sind nicht unerheblich, jedes Jahr verunglücken Tausende von meist unerfahrenen Bergfetichisten und Hunderte sterben in Lawinen oder Unwettern. Wie die Auswertung der alpinen Unfallstatistiken des DAV zeigt, liegen die Ursachen für diese Unfälle aber meist beim Menschen selber.
Traktat über heutige Extremsportarten am Beispiel von Klettern, Seite 5 von 22
Arbeit zitieren:
Dr. Martin Giese, 1999, Entwicklung und Entwicklungsursachen von zeitgenössischen Extremsportarten am Beispiel von Klettern, München, GRIN Verlag GmbH
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Sport ohne Grenzen - Merkmale, Formen und Ursachen des Extremsports
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