Ausgewählte Probleme des sozial- und
kulturwissenschaftlichen Lernens
Biografisches Lernen am Beispiel des Lebens von Angela Merkel
von Brigitte Poppinga und Insa Zimmer
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ...
3
1.1 Kemidee des Biografischen Lemens ... 3
1.2 Hinführung zur Thematik ... 4
2. Biografie von Angela Merkei ...
4
2.1 Das Eltemhaus ... 4
2.1.1 Der Vater ... 4
2.1.2 Die Mutter ... 5
2.2 Politische Umstände ... 5
2.3 Das Mädchen ... 5
2.4 Die Schulzeit ... 6
2.5 Das Studium ... 7
2.6 Die Promotion ... 7
2.7 Demokratischer Aufbruch ... 8
2.8 Merkel bei der CDU ... 8
2.9 Die mächtigste Frau der Welt ... 1 0
3. Anknüpfungspunkte aus der Biografie für den
Unterricht... 10
4. Wie Kinder sich ihre Zukunft vorstellen ... 10
4.1 Was sind Lebensentwürfe? ... 1 0
4.2 Fähigkeit der Erkennung von gesellschaftlichen
Problemen ... 11
4.3 Stereotype Denkweisen ... 12
4.4 Zukunftsträume von Grundschulkindern ... 12
4.4.1 Einführendes ... 12
4.4.2 Unterschiede: Jungen und Mädchen ... 13
4.4.3 Unterschiede: Ost- und Westdeutschland ... 14
5. Chancengleichheit in der Berufswelt ... 15
6. Umsetzung im Unterricht ... 16
6.1 Didaktische Begründung ... 16
6.2 Vorstellung von zwei Unterrichtsentwürfen ... 17
6.2.1 Projektarbeit. ... 17
6.2.2 Arbeit mit Gedichten ... 18
7. Fazit ... 19
8. Literaturangaben
1. Einleitung (Brigitte Poppinga)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema des Biografischen Lemen am Beispiel von Angela Merkel.
Nachdem wir zunächst die Kemidee des Biografischen Lemens kurz aufgreifen, werden wir eine kleine Einführung zur Thematik leisten. Den Hauptteil unseres Referats bildet die Biografie von Angela Merkel. Hier gehen wir zuerst auf ihr Eltemhaus ein, um dann ihre Kindheit und die damals herrschenden politischen Umstände vorzustellen. Danach folgt ein kleiner Einblick in die Schulzeit von Angela Merkel und ihr danach folgendes Studium. Im zweiten Teil ihrer Biografie werden wir Angela Merkeis Weg in die Politik aufzeigen. Die Biografie von Angela bildet in unserem Referat die Grundlage für mögliche Anknüpfungspunkte im Schulunterricht. Thema hierbei bilden Berufswünsche und Lebensenlwürfe von Kindem. Es wird erklärt, was Lebensenlwürfe sind, dass die Fähigkeit der Erkennung von gesellschaftlichen Problemen schon bei Grundschulkindem vorhanden ist und welche stereotype Denkweisen in Bezug auf die Berufswahl in der Gesellschaft geprägt sind. Im Weiteren werden wir einige Beispiel von Lebensenlwürfen nennen und zum Einen Unterschiede in den Vorstellungen zwischen Jungen und Mädchen dar stellen. Darauf aufbauend zeigen wir Unterschiede in den Zukunftsträumen von Kindern aus Ost- und Westdeutschland auf, um in einem neuen Punkt nochmal die allgemeine Chancengleichheit in der Berufswelt aufzuzeigen.
Für die Umsetzung im Unterricht, im letzten Teil unserer Referats, folgt vorerst eine didaktische Begründung, bis wir dann zwei kurze Unterrichtsenlwürfe anhand von Gedichten und Projektarbeiten vorstellen werden. Ein abschließendes Fazit greift noch einmal die Bedeutung der Arbeit mit Biografien im Sachunterricht auf und verdeutlicht die Wichtigkeit der Auseinandersetzung mit diesen.
1.1 Kernidee des Biografischen Lernens (Brigitte Poppinga)
Sachunterrichtliches Lernen, im Sinne eines persönlich bedeutsamen Lernen wird immer bedeutsamer. Die subjektive Dimension soll mit in den Unterricht einbezogen und der Lernende als Person angesprochen werden. Das Kind wird immer mehr als Individuum gesehen. Hierbei ist zu beachten, dass jedes Kind über seine eigene Lebensgeschichte, bzw. Biografie verfügt und somit über erworbene Erfahrungen und Erlebnisse, die mit in deren Handeln einfließen. Die Gefühle, Wünsche und Erfahrungen der Kinder gilt es mit der Biografie in Beziehung zu setzen. Es wird ein Vertrauensverhältnis aufgebaut, indem der Lehrer die Schüler und die Schüler sich untereinander kennen lernen. Außerdem hilft das biografische Lernen, Gefühle wahrzunehrnen und Erlebnisse zu verbalisieren. Sehnsüchte und Hoffnungen werden artikuliert und das eigene Handeln kritisch reflektiert. All dieses ist irn Kontext rnit dern Unterrichtsgegenstand zu sehen. Die Dimension des "Ich" gewinnt an Bedeutung. 1
1.2 Hinführung zur Thernatik (Brigitte Poppinga)
Der Wandel der Gesellschaft errnöglicht den Kindern, ihre Zukunft völlig frei zu gestalten. Es gibt eine große Bandbreite von Gestaltungsrnöglichkeiten durch veränderte gesellschaftliche Bedingungen. Wandelnde Arbeitsbedingungen und Technologien , aber auch veränderte Ansprüche an Beziehungen, gehören zu diesen sozialen Bedingungen. Aus Norrnalbiografien werden Wahl biografien. Darüber hinaus hat sich die Rolle der Frau grundlegend verändert. Besonders irn Berufsleben wird deutlich, dass irnrner rnehr Frauen in Männerdornänen eingreifen. Das Bild der typischen Männer- bzw. Frauenberufe wurde aufgelöst. Die Freiräurne für die Gestaltung des eigene Lebens werden irnrner größer. Die Individualisierungschancen steigen.2 Die Arbeit des biografischen Lernens und das Verständnis über Rollenklischees ist dadurch unurngänglich und bedarf einer ausgiebigen Zuwendung irn Schulunterricht.
2. Biografie Angela Merkels
2.1 Elternhaus
2.1.1 Der Vater (Insa Zimmer)
Horst Kasner beendet irn Geburtsjahr von Angela Merkel sein Theologiestudiurn in Harnburg. Als ihn ein Harnburger Bischof bittet, die Berlin-Brandenburgische Kirche als evangelischer Pfarrer zu unterstützen, zieht er rnit seiner Frau und der erst wenigen Wochen alten Angela in das kleine Dorf Quitzow, das nur 30 krn von der deutsch-deutschen Grenze entfernt liegt. Die rneisten Menschen gehen in dieser Zeit den urngekehrten Weg - hinaus aus der DDR, solange es noch geht, doch Horst Kasner gibt an, überall hinzugehen, wohin ihn die Kirche schicke.
Da es in dern Dorf keine Schule und sornit keine Lehrer gibt, ist Horst Kasner als Pfarrer ein wichtiger Ansprechpartner irn Dorf. In der DDR stehen ihrn und seiner Farnilie schwere Zeiten bevor, denn in dern atheistisch geprägten Staat, der die Kirche als Opiurn für das Volk ansieht, rnuss rnan als Pfarrersfarnilie eine Menge Nachteile und Entbehrungen in ...
[...]
1 Ragaller, Sabine (2007): Biografisches Lernen, S. 47-58
2 Vgl. Hempel, Marlies (2008): Lebens- und Berufsplanung - ein Thema
für Mädchen und Jungen im Grundschulalter, S.44
Arbeit zitieren:
Brigitte Poppinga, Insa Zimmer, 2009, Ausgewählte Probleme des sozial- und kulturwissenschaftlichen Lernens, München, GRIN Verlag GmbH
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