2. Lernvoraussetzungen
2.1 Schule
Das Bildungszentrum St. Konrad ist eine katholische freie Schule. Aus diesem Grund sind auch Schulgelder zu entrichten.
Ä'DV%LOGXQJV]HQWUXP6W.RQUDG bietet neben der Vorschulerziehung alle Abschlüsse der allgemeinbildenden Schulen unter einem Dach an. Aufbauend auf der Grundschule sind Hauptschulabschluss, Mittlere Reife (über die Werkrealschule oder Realschule) und die Allgemeine Hochschulreife (Abitur) möglich. Zwischen den 6FKXODUWHQNDQQJHZHFKVHOWZHUGHQ³ 1
Namensgeber der Schule ist der Heilige Konrad, Bischof von Konstanz. Da sich in seiner Person tiefer Glaube und hohe Bildung als Grundlage für karitatives Handeln verbinden, dient der dem Bildungszentrum als Vorbild. Oberstes Ziel der Einrichtung ist es daher, bei Kindern und Jugendlichen aller Altersstufen und Begabungen sowohl die Wissensvermittlung als auch die Persönlichkeitsbildung zu fördern. Dies geschieht auf der Grundlage christlicher Wertvorstellungen und des Glaubens.
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ideelle und materielle Förderung des Bildungszentrums St. Konrad³ 2
Das Bildungszentrum hat dreierlei Profile, welche Teil des Marchtaler Plans sind (dieser Plan ist für alle Einrichtungen des Bildungszentrums das Leitbild).
Ä'HUMarchtaler Plan ist der Erziehungs- und Bildungsplan für die katholischen Freien Grund- und Hauptschulen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Er dient der Verwirklichung der Zielsetzung katholischer Schulen.
Da die den Plan tragenden Prinzipien vorwiegend an der Kirchlichen Akademie der Lehrerfortbildung Obermarchtal entwickelt wurden, wurde ihm der Name Marchtaler Plan gegeben³ 3
Zum einen das religiöse Profil. Religiöse Bildung und Glaubenserziehung beginnt im Kindergarten und wird als Pflichtfach für die Schülerinnen und Schüler jeder Klassenstufe fortgeführt. Zum anderen das soziale Profil, welches sich in der Erziehung zu sozialem Verhalten niederschlägt. Nur in einer Atmosphäre gegenseitiger Achtung ist soziale Erziehung möglich. Diese Atmosphäre wird auch im Tagesheim, im Hort und in der Mittagsfreizeit geschaffen. Zu guter Letzt gibt sich das Bildungszentrum ein pädagogisches
1 http://www.bz-st-konrad.de/de/traeger-organisation/leitbild.php?navanchor=7010003, 26.03.2007.
2 http://www.bz-st-konrad.de/de/traeger-organisation/index.php?navanchor=7010000, 26.03.2007.
3 http://www.bz-st-konrad.de/de/realschule/marchtaler-plan.php?navanchor=3010035, 26.03.2007.
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Profil. Im Zentrum sämtlicher Bemühungen steht stets das Kind beziehungsweise der junge Mensch. Die ganzheitliche Erziehung fördert und fordert beim Lernen den Einbezug von Kopf, Hand und Herz.
Nun aber im Speziellen zur Katholischen Freien Realschule am Bildungszentrum St. Konrad. Die Realschule wird von ungefähr 550 Jugendlichen besucht. Aufbauend auf der Grundschule schließt sie am Ende der Klasse 10 mit der staatlich zentral gestellten 5HDOVFKXODEVFKOXVVSUIXQJEHVVHUEHNDQQWDOVÄ0LWWOHUH5HLIH³DE'DV/HKUHUNROOHJLXP
umfasst 35 Lehrerinnen und Lehrer. 4
Als Teil des Bildungszentrums bieten sich für die Schülerschaft hervorragende Bedingungen. So verfügt das Bildungszentrum über drei Sport- und Turnhallen, einen Fußballplatz mit Leichtathletiklaufbahn und einen Basketballcourt. Ein schuleigener Speisesaal sowie ein neues Schülercafé mit Sommerterrasse sind ebenso fester Bestandteil der katholischen Einrichtung wie eine große Aula für besondere Anlässe, mehrere Schüleraufenthaltsräume sowie ein üppig ausgestatteter Musiksaal.
Geographisch gesehen befindet sich das Bildungszentrum im Norden Ravensburgs. Aus diesem Grund besuchen auch viele Kinder und Jugendliche der Stadt Weingarten die Schule, vor allem solche, die im Süden Weingartens wohnen. Ansonsten wird die Schule hauptsächlich von Schülerinnen und Schülern, die in der näheren Umgebung der Schule wohnen, sowie von solchen, die in der Innenstadt Ravensburgs wohnen, besucht. Überdies schätzen auch Eltern aus kleineren Ortschaften aus der näheren Umgebung Ravensburgs die Bildungseinrichtung, welche einen exzellenten Ruf und unter Jugendlichen oftmals als Ä(OLWHVFKXOH³LP8PNUHLV5DYHQVEXUJVEHWUDFKtet wird.
2.2 Klasse
Die Klasse besteht aus 14 Schülerinnen und 18 Schülern. Da ich die Unterrichtsstunde im Fach Sport halten werde, gilt meine Konzentration nur den 18 männlichen Jugendlichen, da der Sportunterricht am Bildungszentrum St. Konrad ab Klasse 5 geschlechtergetrennt durchgeführt wird. Keiner der Schüler hat einen nennenswerten Migrationshintergrund. Überhaupt befinden sich am gesamten Bildungszentrum nur wenige Kinder und Jugendliche aus Familien mit Migrationshintergrund. Dies rührt zum einen von der Tatsache, dass die Schule katholisch ist, andererseits aber auch daher, dass Schulgeld zu entrichten ist, welches für Familien aus weniger betuchten Verhältnissen eine zusätzliche Belastung darstellen
4 www.bz-st-konrad.de, 26.03.2007.
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würde. Jedenfalls gibt es aufgrund eben geschilderter Situation keinerlei außergewöhnliche Kommunikationsprobleme, auf die eingegangen werden müsste. Jeder Schüler ist problemlos in der Lage, klare Anweisungen von Seiten der Lehrkraft in die Tat umzusetzen. Der Sportunterricht findet für die Klasse 5 mittwochs immer in der gemeinsamen Halle des Gymnasiums und der Realschule statt. Diese große Halle lässt sich in drei Hallendrittel teilen. Der zu unterrichtenden 5. Klasse wurde das erste Hallendrittel zugewiesen. In diesem befinden zwei Basketballkörbe, zwei Weichbodenmatten, mehrere Bänke, eine Sprossenwand, Turnringe sowie sämtliche Gerätschaften eines großen Geräteraumes ± unter anderem ein Mattenwagen, mehrere Groß- und Kleinkästen, Reckgeräte, Barren und kleinere Hilfsmittel. Sämtliche Bälle befinden sich allerdings im Geräteraum des mittleren Hallendrittels, folglich auch die Handbälle. Überdies ist darauf hinzuweisen, dass das erste Hallendrittel über keine Tore verfügt, sondern ± wie bereits erwähnt ± nur über zwei Weichbodenmatten, die ersatzweise als Tore verwendet werden können. Alles in allem kann man auf sehr viele Medien zurückgreifen, da die gemeinsame Halle des Gymnasiums und der Realschule sehr gut ausgestattet ist und auch regelmäßig mit neuem Material versorgt wird. Die Schüler der Klasse 5 erfahren in ihrem ersten Schuljahr auf der Realschule im Sportunterricht unter Hr. X eine ausgewogene sportliche Ausbildung. So wird keine Sportart ± auch wenn sie noch so beliebt ist ± bevorzugt, was zur Folge hat, dass für jeden etwas dabei ist und außerdem alle Schüler mit vielen Sportarten in Berührung kommen. Sämtliche Unterrichtseinheiten werden in einer methodischen Übungsreihe eingeführt. Der genannte Lehrer legt sehr viel Wert darauf, denn seiner Ansicht nach sind die Schüler in den unteren Klassenstufen noch am lernfähigsten und auch am lernwilligsten. Was in dieser Zeit nicht von Grund auf erlernt wird, kann später nur noch schwer nachgeholt werden. Das soziale Klima der Klasse erachte ich als unspektakulär an. Es gibt sicherlich ± gerade auch in Wettkampfsituationen im Sportunterricht ± immer wieder mal kleinere Auseinandersetzungen, diese ergeben sich aber auch recht schnell wieder von allein. Das Ausleben von Emotionen soll im Fach Sport auch nicht unterbunden werden, sofern es keine störenden Dimensionen annimmt. Wie üblich gibt es auch in dieser Klasse Schüler, die besser miteinander auskommen, und solche, die weniger gut miteinander auskommen. Jedoch halten sich jegliche Reibungspunkte im normalen Rahmen, so dass hierauf keine besondere Rücksicht genommen werden muss.
Das Leistungsniveau der Klasse reicht von sehr guten, sportlich äußerst talentierten Schülern bis zu schwachen, koordinativ mangelhaften Schülern. Hierbei ist es die Aufgabe des Lehrers, einen solchen Sportunterricht zu gestalten, der alle Schüler ± ungeachtet des Leistungsniveaus
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± anspricht, fördert und fordert. Auch die weniger talentierten Kinder sollen aktiv teilnehmen können. In Wettkampfsituationen führt das bewusste Einbinden von diesen Schülern zwar gelegentlich zu Unstimmigkeiten unter der Gruppe. Allerdings ist es wichtig, dass auch sportliche Schüler damit umzugehen lernen, wenn ein Gruppenmitglied nicht über die gleichen Fähigkeiten verfügt. All dies gehört zu einem natürlichen, ganzheitlichen Lernprozess dazu.
3. Sachanalyse
Zunächst einmal muss man sich als Lehrkraft über die Regeln des Handballspiels völlige Klarheit verschaffen ± vor allem im Hinblick auf das Ziel der Unterrichtseinheit: regelkonform Handball zu spielen. Im Folgenden schildere ich jeweils die wichtigsten Handballregeln und insbesondere solche, die für das Handball im Sportunterricht von Bedeutung sind.
Die Spielfläche ist 40 m lang und 20 m breit und beinhaltet zwei Torräume. Als Seitenlinie bezeichnet man die Längsseiten, als Torauslinien die Breitseiten und als Torlinien die Linien zwischen den Torpfosten. Die Tore, welche fest im Boden oder an den Wänden verankert sein müssen, sind 3 m hoch und 2 m breit. Sowohl die Torpfosten als auch die Torlatte müssen quadratisch sein und mit zwei kontrastierenden Farben gestrichen sein (in der Regel schwarzweiß), die sich deutlich vom Hintergrund abheben. Überdies muss jedes Tor mit einem Netz versehen sein, welches so befestigt ist, dass ein ins Tor geworfener Ball im Normalfall im Tor verbleibt. Sämtliche Linien auf dem Feld gehören zu diesem dazu. Die Torraumlinie befindet sich 6 m vom Tor entfernt, während die Freiwurflinie 9 m vom Tor entfernt liegt. Des Weiteren gibt es eine 7-m-Linie zur Ausführung eines 7-m-Wurfes, sowie eine Torwartgrenzlinie, welche 4 m vom Tor entfernt ist. Schließlich befindet sich am Mittelkreis eine Mittellinie, welche zwischen den beiden Längsseiten des Spielfeldes gezogen ist. Die reguläre Spielzeit für Jugendmannschaften von 8-12 Jahren beträgt 2 x 20 min. Die Halbzeitpause dauert 10 min. Bei Unentschieden kommt es zu einer 2 x 5 minütigen Verlängerung mit einer Minute Halbzeitpause. Ist der Spielstand danach immer noch unentschieden, so kommt es zu einer weiteren Verlängerung mit derselben Spielzeit. Sollte auch dann noch keine Entscheidung herbeigeführt worden sein, kommt es zum 7-m-Werfen, b ei welchem pro Mannschaft 5 Spieler abwechselnd antreten.
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Arbeit zitieren:
Johannes Vees, 2007, Unterrichtsstunde: Einführung in das Handballspiel (Prellen, Werfen), München, GRIN Verlag GmbH
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