Betriebswirtschaftslehre, insb. Medienmanagement
FB 5 Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsrecht
,,Aufgaben, Probleme und neuere Entwicklungen
des Medienmanagements in der Musikwirtschaft"
Thema Nr. 5: Aufgaben und Funktionen von
Musikverlagen und Verwertungsgesellschaften
(GEMA, GVL) in der Musikindustrie.
Abgabetermin 01. Mai 2009
André Fietkau
8. Fachsemester Deutsches und Europäisches Wirtschaftsrecht
I
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
I
Abkürzungsverzeichnis
II
Literaturverzeichnis
III
1. Einleitung
1
2. Musikverlage
1
2.1. Allgemeine Definition der Musikverlage
1
2.2. Funktionen der Musikverlage
2
3. Verwertungsgesellschaften
4
3.1. Allgemeine Definition von Verwertungsgesellschaften
4
3.2. Verwertungsgesellschaften in der Praxis: Die GEMA
5
3.2.1. Aufbau und Struktur der GEMA
5
3.2.2. Art und Umfang der Rechteverwertung durch die GEMA
7
3.2.3. Der Verteilungsplan der GEMA
8
3.3. Verwertungsgesellschaften in der Praxis: Die GVL
9
4. Schlussbetrachtung
10
II
Abkürzungsverzeichnis
BGB
Bürgerliches Gesetzbuch
GEMA-BerV
Berechtigungsvertrag der GEMA in der Fassung vom 24./25. Juli
2008
GEMA-S
Satzung der GEMA in der Fassung vom 24./25. Juli 2008
GVL-GV
Gesellschaftsvertrag der GVL
UrhG
Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
UrhWahrnG
Gesetz über die Wahrnehmung von Urheberrechten und
verwandten Schutzrechten
VP-A
Verteilungsplan A der GEMA in der Fassung vom 24./25. Juli
2008
VP-B
Verteilungsplan B der GEMA in der Fassung vom 24./25. Juli
2008
III
Literaturverzeichnis
Berneike, K.; Rohde, L.; Pitzschke, B.; Weinacht, S.: Urheberrecht in der
Musikwirtschaft. In: Praxisforum Medienmanagement, Bd. 7: Musikwirtschaft
und Medien. Märkte Unternehmen Strategien, hrsg. v. B. Schneider, S.
Weinacht, München 2007, S. 129-145.
Böhringer, J.; Bühler, P.; Schlaich, P.: Kompendium der Mediengestaltung für Digital
und Printmedien. 3. Aufl. Berlin, Heidelberg 2006.
Deutsches Patent- und Markenamt: Liste der Verwertungsgesellschaften, die über
eine Erlaubnis nach § 1 UrhWahrnG verfügen,
http://www.dpma.de/docs/dpma/aufgaben/listederverwertungsgesellschaften2
pdf
, Download am 16.04.2009.
Fischer, J.: Medienrecht und Medienmärkte. Berlin, Heidelberg 2008.
Fukking, J.: Der Musikverlag ein Einstieg. München 2006.
Geyer, H.-H.: Die GEMA eine Verwertungsgesellschaft. In: Praxisforum
Medienmanagement, Bd. 7: Musikwirtschaft und Medien. Märkte
Unternehmen - Strategien, hrsg. v. B. Schneider, S. Weinacht, München 2007,
S. 121-128.
Hansen, G.; Schmidt-Bischoffshausen, A.: Ökonomische Funktionen von
Verwertungsgesellschaften - Kollektive Wahrnehmung im Lichte von
Transaktionskosten- und Informationsökonomik. In: GRUR Int, Heft 6, 2007, S.
461-481.
Homann, H.-J.: Praxishandbuch Musikrecht. Ein Leitfaden für Musik- und
Medienschaffende. Berlin, Heidelberg 2007.
IV
Koch, W.: Zur Wertschöpfungstiefe von Unternehmen. Die strategische Logik der
Integration. Wiesbaden 2006.
Reber, N.: Aktuelle Fragen zu Recht und Praxis der Verwertungsgesellschaften. In:
GRUR, Heft 3, 2000, S. 203-211.
Schwenzer, O.: Die Rechte des Musikproduzenten. Eine Untersuchung zu den
Urheber- und Leistungsschutzrechten und dem Urhebervertragsrecht in der
Produktion und Vermarktung von Popmusik. Baden-Baden 1998.
1
1. Einleitung
Für Komponisten, Textdichter und Interpreten ist die Frage
der Wahrung und Wahrnehmung ihrer Urheber- und Leis-
tungsschutzrechte von entscheidender Bedeutung. Ohne
effektiven Schutz und verbreitete Nutzung dieser Rechte wä-
re die professionelle Musikindustrie in ihrer heutigen Form
nicht denkbar. Angesichts der nahezu unüberschaubaren
Anzahl von potentiellen Nutzer der Rechte an den Werken
der Musikschaffenden, von der Erstverwertung über die
Zweitverwertung bis hin zur Drittverwertung, stellt sich die
Frage, wie die angesprochene Wahrung und Wahrnehmung
der Urheber- und Leistungsschutzrechte zu gestalten ist. In
dem existierenden System wird diese Aufgabe von den Mu-
sikverlagen sowie den Verwertungsgesellschaften wahrge-
nommen. Mit der vorliegenden Arbeit sollen die rechtlichen
Rahmenbedingungen für die Arbeit der Musikverlage sowie
der Verwertungsgesellschaften, ihre innere Organisation, der
genaue Inhalt ihrer Aufgaben und Funktionen sowie die Um-
setzung dieser Aufgaben und Funktionen in der Praxis dar-
gestellt werden.
2. Musikverlage
2.1. Allgemeine Definition der Musikverlage
Musikverlage können auf eine weitreichende Tradition zu-
rückblicken und werden nicht ohne Grund als ,,ältestes Ge-
werbe der Musikwelt" (Fukking 2006, 5) bezeichnet. Ihr
Hauptaugenmerk gilt der Verwertung und Vermarktung der
Urheberrechte an den musikalischen und musikdramatischen
Werken eines Autoren (vgl. Fukking 2006, 7; Koch 2007,
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