Inhaltsverzeichnis
I Vorwort - Die Re - Rekonstruktion der vorliegenden Arbeit 3
a )Formales - Das vermeintliche Essay war fast eine Hausarbeit 3
b )inhaltlich 4
1. Die begriffliche Durchdringung - Von guten und bösen Agenten, Kritik und Konzepten 6
2. Die WTO als Doppelagentin - Objekt strukturalistischer Kritik und Subjekt institutionalistischer
Konzeption 9
3. Der konstruktive Konsens - Von kritikfähigen Konzepten 11
II Nachwort - in dubio pro libertate 12
III Anmerkungen und Quellenverweise auf direkt eingeflossene Literatur 13
IV Verzeichnis ebenfalls verwendeter Literatur 17
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I. Vorwort - Die Re- Rekonstruktion der vorliegenden Arbeit
a)Formales - Das vermeintliche Essay war fast eine Hausarbeit
Die Überschrift dieser Neuauflage der formalen Rekonstruktion der vorliegenden Arbeit könnte ebenso lauten: Wenn aus technisch-methodischen Defiziten intersubjektive Missverständnisse resultieren. Ich möchte dies hier kurz erläutern. Da mir bis vor kurzem der Unterschied zwischen Essay und Hausarbeit nicht ganz klar war 1 , kam es wohl zu dem Missverständnis über die Form des Leistungsnachweises zwischen uns. Obwohl Sie natürlich vollkommen Recht haben, dass ein persönliches Vorgespräch viel Zeit gespart hätte, so resultierte aus meinem Vorgehen doch auf zweitem Blick eine wertvolle Erkenntnis.
Der Unterschied zwischen Essay und Hausarbeit liegt nicht so sehr im Bereich der argumentativen Stringenz, sondern viel mehr im Bereich der formalen Stringenz.
Diese Erkenntnis erschloss sich mir nach nochmaliger intensiverer Vertiefung der mir zur Verfügung gestellten methodischen Literatur 2 aus dem ersten Semester. Insofern hatte mein Vorgehen zweierlei gewinnbringende nicht intendierte Nebeneffekte, wobei nur einer für die hiesige Arbeit von hoher Relevanz zu sein scheint und deshalb hier erwähnenswert ist:
Eine inhaltlich-thematische und argumentationsbezogene Änderung der Arbeit ist meiner Meinung nach nicht notwendig, weil sie in diesem Bereich stringent zu sein scheint. 3 Allerdings sind formal einige Modifizierungen vorzunehmen, um in diesem Bereich die nötige Stringenz für eine Hausarbeit zu erreichen.
Zu diesen Modifizierungen gegenüber dem eingereichten Essay gehören vor allem die Vereinheitlichung jener Verweise via Endnote, die auf Fundstellen im Internet verweisen, sowie die kursive Markierung argumentativ wichtiger Punkte im Fließtext. Bevor ich inhaltlich einsteige noch eine Formalie zu den Endnoten. Die Endnoten, die mit „ebenda“ versehen sind, verweisen auf die gesamte vorherige Endnote. Das heißt, in dem Fall, wo auf zwei oder mehrere Quellen verwiesen wird, meint ein „ebenda“ in der nächsten Endnote eben nicht nur letztgenannte Quelle, sondern alle sich dort befindenden Quellen.
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b)Inhaltliches
Die vorliegende Hausarbeit und die ihr zu Grunde liegende Fragestellung und These lassen sich aus groben Kriterien heraus rekonstruieren. Das eine Kriterium beinhaltet Aspekte, wie den Seminartitel. Danach wäre es ratsam sich in der Hausarbeit mit einer Institution der IPÖ zu beschäftigen. Ein weiterer Aspekt dieses Kriteriums verdeutlicht sich in Ihrem verlockenden Angebot, durch eine Einbeziehung der behandelten theoretischen Perspektiven Bonuspunkte zu erheischen. Es wäre also ratsam sich mit einer Institution der IPÖ im Lichte einer bzw. mehrerer theoretischer Perspektiven zu beschäftigen. Mit diesem Kriterium, das die genannten beiden Aspekte in sich trägt, korrespondiert nun ein anderes Kriterium, das Aspekte mit sich führt, wie mein persönliches Erkenntnisinteresse. Dieses Interesse speist sich wiederum aus mehreren Faktoren, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Zum einen knüpft es an das Referatsthema meiner Gruppe an. Darin ging es um die WTO und deren Einbettung in die drei Analyse-Perspektiven. Zum zweiten wird mein Interesse von einer These tangiert, die in der Einführungssitzung präsentiert wurde. Es handelt sich hierbei um die These, dass die Institutionen der IPÖ (WTO, IWF, Weltbank) Agenten des Neoliberalismus seien. Aus der Korrespondenz beider Kriterien ergibt sich ein konkretisiertes Bild dessen, was ich in meiner Hausarbeit behandeln möchte. Es geht mir darum zu zeigen, dass diese These zutrifft. Ich werde also zunächst versuchen, die WTO als Agentin des Neoliberalismus zu entlarven. Dabei ist eines vorab unabdingbar, nämlich geeignete Indikatoren für einen solchen Nachweis heranzuziehen. Die Bereitstellung solcher Indikatoren kann meiner Meinung nach lediglich über die Annäherung an die These selbst geleistet werden. Es wird also eine begriffliche Durchdringung der These notwendig sein. Diese soll an den Anfang der Hausarbeit gestellt werden.
Meine Annahme bezüglich des Ergebnisses dieser Durchdringung sieht folgendermaßen aus. Zum einen wird sich eine negative Konnotation herauskristallisieren, die im Grunde der strukturalistischen Kritik an der WTO entspricht. Zum anderen wird diese begriffliche Durchdringung eine Alternativinterpretation der These ergeben, die positiv konnotiert sein wird und im Grunde die Positionen des neoliberalen Institutionalismus´ widerspiegeln wird. Auf Grundlage beider Positionen werde ich dann argumentativ versuchen zu belegen, dass die These in zweierlei Hinsicht Gültigkeit besitzt. Mein Anspruch dabei ist, dies durch ein hohes Maß an empirisch-analytischer Evidenz zu tun.
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Wenn sich herausstellen sollte, dass sowohl die negative Version, als auch die positive Version der These haltbar ist, werde ich anschließend eine Gegenüberstellung wagen, die sich sowohl auf die eine als auch auf die andere Version bezieht.
Da diese Rekonstruktion alles andere als plastisch ist und ein hohes Maß an Abstraktion beinhaltet, möchte ich Sie auch nicht weiter auf die Folter spannen und meine Fragestellung samt These nun präsentieren:
Fragestellung:
Ist die WTO eine Agentin des Neoliberalismus?
These:
Sie ist es sogar in einem doppelten Sinne und das ist auch gut so!
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Arbeit zitieren:
Matthias Schulze, 2008, Ein Plädoyer für konstruktive Kritik und kritikfähige Konzepte, München, GRIN Verlag GmbH
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