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Unterrichtsentwurf, 2002, 12 Seiten
Autor: Manfred Lenzen
Fach: Wirtschaft - Didaktik, Wirtschaftspädagogik
Details
Tags: Unterrichtsentwurf, Volkswirtschaftliche, Grundlagen, Wirtschaftskreislauf
Jahr: 2002
Seiten: 12
Note: nicht bewertet
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-19344-3
Dateigröße: 125 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Als Unterrichtskonzept habe ich eine Mischung aus handlungsorientiertem und lenrnzielorientiertem Unterricht vorbereitet. Die Ziele sind vornehmlich kognitiver Art und damit operationalisierbar und abrechenbar. Das Unterrichtsziel ist vornehmlich kognitiver Art (siehe Lernziel der Unterrichtsstunde). Didaktisch handelt es sich hierbei um einen Teilkomplex der Sequenz volkswirtschaftliche Grundlagen (siehe Sachanalyse). Im Blickfeld steht der handlungsorientierte Unterricht und damit die Praxisrelevanz und Selbständigkeit (Prinzip der Praxis- und Lebensnähe, Prinzip der Selbständigkeit) der Schüler. Im handlungsorientierten Unterricht steht der Schüler im Mittelpunkt. Der Lehrer soll nur begleitend und beratend als „Coach“ den Schülern zur Seite stehen. Die Begleitung besteht hier aus der Idee, der Erstellung des Stundenkonzeptes und der Bereitstellung der Informationen/Arbeitsmaterialien. Während der Unterrichtsstunde kann von mir als Coach Hilfestellung geleistet werden. Der Unterricht kann auf fachlich hohem Niveau erfolgen, da in den ersten Unterrichtsstunden sich gezeigt hat, dass die Schüler entsprechendes Leistungsvermögen besitzen. Das inhaltliche Niveau kann mit jeder Unterrichtseinheit steigen, um die Leistungsfähigkeit der Schüler zu erkennen. Ferner soll der Unterricht so gestaltet sein, dass der Aufbau eines vertrauensvollen Lehrer-Schüler-Verhältnisses möglich ist. Nach dem gemeinsamen Ankommen und der allgemeinen verbalen Einführung geht es jetzt darum, die neue „Lernwelt“ zu erkunden. Wie üblich werde ich den Schülern eine Struktur vorgeben und das Ziel und den Stundenablauf an die Tafel skizzieren.
Textauszug (computergeneriert)
Unterrichtsentwurf
Unterrichtsfach: Allgemeine Wirtschaftslehre
Unterrichtssequenz: Volkswirtschaftliche Grundlagen
Thema der Stunde:
Wirtschaftskreislauf
Studienreferendar: M. Lenzen
Datum: 12.12.2002
1. Bedingungsanalyse (Lerngruppensituation)
Die Klasse BK 21 mit insgesamt 24 Auszubildenden (17 Schülerinnen, 7 Schüler) wird die Berufsschule mit dem Abschluss "Bürokaufmann/Bürokauffrau“ im Jahre 2005 abschließen und befindet sich zur Zeit im ersten Ausbildungsjahr.
!! Grafik ist nur in der PDF-Version enthalten !!
Grafik 1: Altersverteilung der Lerngruppe BK 21
Es lässt sich bereits durch die Altersverteilung vermuten, dass die Bildungsabschlüsse der Klasse äußerst heterogen sind.
!! Grafik ist nur in der PDF-Version enthalten !!
Grafik 2: Bildungsabschlüsse der BK 21
Andere Abschlüsse = z. B. Hauptschulabschluss aus anderen Bundesländern Die Schüler werden fachpraktisch in verschiedenen Betrieben der näheren Umgebung ausgebildet.
Das Leistungsvermögen der Klasse ist durchschnittlich. Eine Stichprobe des durchgeführten Tests am 09.12.2002 lässt diesen Schluss zu. Gerade bei den Grundlagen der Volkswirtschaftslehre können die Schüler Kay W., Nicole S., Doreen T. und Christin R. von ihren Vorkenntnissen profitieren. Es hat sich auch herausgestellt, dass die Schülerin Doreen T. bereits 4 Semester Wirtschaftsingenieurwesen studiert hat und dadurch Grundkenntnisse der Volkswirtschafts- und Betriebswirtschaftslehre erwerben konnte. In der ersten Stunde wurden die Schüler von mir an die Sozialformen Gruppenarbeit, Partnerarbeit und Einzelarbeit herangeführt. Ich gehe hier jedoch behutsam vor und habe mit den Schülern vereinbart, dass wir bis Weihnachten 2002 die nach dem Zufallsprinzip gebildeten Gruppen beibehalten werden und im Januar 2003 neue Teams zusammen setzen werden. Die Regeln der einzelnen Arbeitsformen wurden besprochen und fixiert, jede Gruppe hat einen Gruppensprecher gewählt, der das Team nach außen vertritt. Der Gruppenplan wurde von mir dem Klassenbuch beigelegt und mit anderen Fachlehrern vereinbart, dass wir in den verschiedenen Fächern, z. B. Rechnungswesen, mit denselben Gruppenregeln und Teams arbeiten werden. Das ist nicht selbstverständlich und üblich.
Das Motivationsverhalten (Schüler-Motivation) der Schüler ist äußerst unterschiedlich. Die Schüler Kay W., Roman Sch., Mirko J, Stephan R. und Janine H. arbeiten aktiv im Unterricht mit. Sie melden sich und bringen konstruktive Beiträge. Die Schülerinnen Anett M. und Mandy B, die einen äußerst schüchternen Eindruck machen, zeigen Motivation, indem sie auch versuchen, sich am Unterrichtsgespräch zu beteiligen. Ich vermute, dass alle anderen Schüler noch „auftauen“ werden und sich auch in diesem neuen Lebensabschnitt der neuen Klassengemeinschaft aktiv einbringen werden. Allerdings konnte ich nach einer ersten Übungs-Vertretungsstunde feststellen, dass nur 4 bis 5 Schüler der gesamten Klasse die Aufgaben wirklich angesehen und gelesen haben. Diese Schüler waren aktiv dabei und haben sich gemeldet. Andere Schüler, die ich direkt auf Ihre Ergebnisse angesprochen habe, konnten keine Antwort geben und hatten die Aufgaben ganz offensichtlich nicht bearbeitet. Hier muss ich sehen, wie sich die Leistungsbereitschaft und auch die Leistungsfähigkeit in der nächsten Zeit entwickeln wird. Ich werde die anderen Schüler in Zukunft gezielt fordern. Zur geplanten Exkursion zum Weihnachtsmarkt erhalten die Schüler als Motivationstest auch eine Aufgabe auf freiwilliger Basis von mir. Ich bin gespannt und möchte einmal testen, wer aus der Klasse Ehrgeiz besitzt.
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