1. Bedingungsanalyse (Lerngruppensituation)
Die Klasse BK 21 mit insgesamt 24 Auszubildenden (17 Schülerinnen, 7 Schüler) wird die Berufsschule mit dem Abschluss "Bürokaufmann/Bürokauffrau“ im Jahre 2005 abschließen und befindet sich zur Zeit im ersten Ausbildungsjahr.
Grafik 1: Altersverteilung der Lerngruppe BK 21
Es lässt sich bereits durch die Altersverteilung vermuten, dass die Bildungsabschlüsse der Klasse äußerst heterogen sind.
Grafik 2: Bildungsabschlüsse der BK 21
Andere Abschlüsse = z. B. Hauptschulabschluss aus anderen Bundesländern
Die Schüler werden fachpraktisch in verschiedenen Betrieben der näheren Umgebung ausgebildet.
Das Leistungsvermögen der Klasse ist durchschnittlich. Eine Stichprobe des durchgeführten Tests am 09.12.2002 lässt diesen Schluss zu. Gerade bei den Grundlagen der Volkswirtschaftslehre können die Schüler Kay W., Nicole S., Doreen T. und Christin R. von ihren Vorkenntnissen profitieren. Es hat sich auch herausgestellt, dass die Schülerin Doreen T. bereits 4 Semester Wirtschaftsingenieurwesen studiert hat und dadurch Grundkenntnisse der Volkswirtschafts- und Betriebswirtschaftslehre erwerben konnte. In der ersten Stunde wurden die Schüler von mir an die Sozialformen Gruppenarbeit, Partnerarbeit und Einzelarbeit herangeführt. Ich gehe hier jedoch behutsam vor und habe mit den Schülern vereinbart, dass wir bis Weihnachten 2002 die nach dem Zufallsprinzip gebildeten Gruppen beibehalten werden und im Januar 2003 neue Teams zusammen setzen werden. Die Regeln der einzelnen Arbeitsformen wurden besprochen und fixiert, jede Gruppe hat einen Gruppensprecher gewählt, der das Team nach außen vertritt. Der Gruppenplan wurde von mir dem Klassenbuch beigelegt und mit anderen Fachlehrern vereinbart, dass wir in den verschiedenen Fächern, z. B. Rechnungswesen, mit denselben Gruppenregeln und Teams arbeiten werden. Das ist nicht selbstverständlich und üblich. Das Motivationsverhalten (Schüler-Motivation) der Schüler ist äußerst unterschiedlich. Die Schüler Kay W., Roman Sch., Mirko J, Stephan R. und Janine H. arbeiten aktiv im Unterricht mit. Sie melden sich und bringen konstruktive Beiträge. Die Schülerinnen Anett M. und Mandy B, die einen äußerst schüchternen Eindruck machen, zeigen Motivation, indem sie auch versuchen, sich am Unterrichtsgespräch zu beteiligen. Ich vermute, dass alle anderen Schüler noch „auftauen“ werden und sich auch in diesem neuen Lebensabschnitt der neuen Klassengemeinschaft aktiv einbringen werden. Allerdings konnte ich nach einer ersten Übungs-Vertretungsstunde feststellen, dass nur 4 bis 5 Schüler der gesamten Klasse die Aufgaben wirklich angesehen und gelesen haben. Diese Schüler waren aktiv dabei und haben sich gemeldet. Andere Schüler, die ich direkt auf Ihre Ergebnisse angesprochen habe, konnten keine Antwort geben und hatten die Aufgaben ganz offensichtlich nicht bearbeitet. Hier muss ich sehen, wie sich die Leistungsbereitschaft und auch die Leistungsfähigkeit in der nächsten Zeit entwickeln wird. Ich werde die anderen Schüler in Zukunft gezielt fordern. Zur geplanten Exkursion zum Weihnachtsmarkt erhalten die Schüler
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als Motivationstest auch eine Aufgabe auf freiwilliger Basis von mir. Ich bin gespannt und möchte einmal testen, wer aus der Klasse Ehrgeiz besitzt.
Auch das Klima in der Gruppe kann noch nicht abschließend beurteilt werden (Schülerverhalten). Es haben sich nach der ersten vollständigen Schulwoche kleine Gruppen gebildet, die sich durch die Banknachbarschaft ergeben. Hier sind Veränderungen in naher Zukunft noch möglich. Gruppenarbeit und damit die Beobachtung des Schülerverhaltens in der Gruppe wurde noch nicht durchgeführt.
Hinsichtlich Methodenkompetenz konnte festgestellt werden, dass die Schüler im großen und ganzen in der Lage sind, einfache Texte zu lesen und zu erfassen. Dieses erlesene Wissen kann auch teilweise reproduziert und reorganisiert werden.
Meine Betreuungslehrerin Frau H. Müller ist gleichzeitig Klassenlehrerin. Somit sind die Schüler automatisch auch auf Frau H. Müller fixiert.
Durch die letzte Hospitation hat sich gezeigt, dass den Schülern bewusst geworden ist, eine Lehrkraft vor sich zu haben, die Neuem und neuen Medien aufgeschlossen gegenüber steht und diese modernen Arbeitsformen und Arbeitsmittel punktuell in das Unterrichtsgeschehen einbaut. Diese Schülergeneration wächst mit neuen Medien auf und nutzt diese aktiv - privat als auch im Ausbildungsbetrieb (Powerpoint). Durch den modernen Unterricht konnte ich einen Teil der Klasse erreichen - das Eis war gebrochen, die Schüler nehmen mich bewusst an, der Unterricht macht Spaß und es entwickelt sich langsam ein vertrauensvolles Lehrer- Schüler-Verhältnis. Ich hoffe, dass auch die anderen Schüler meinen Praxis-, Methoden- und insbesondere stark zielorientierten Unterrichtsstil annehmen und akzeptieren werden.
2 Allgemeine materiell-technische Voraussetzungen im Klassenraum –
Die Schüler besitzen die Bücher "Betriebswirtschaftslehre Büroberufe" und „Spezielle Wirtschaftslehre“, die aktiv im Unterricht verwendet werden können, jedoch durch aktuelles Unterrichtsmaterial einer Ergänzung bedürfen.
Ein Overhead-Projektor und eine Schiebetafel sind im Klassenraum vorhanden. Die Tische sind nicht fest mit dem Unterboden verankert und bieten somit die Möglichkeit, die Sitzform für unterschiedliche Sozialformen zu ändern.
Den Lehrern steht auch in jedem Stockwerk das Medium Fernsehen und Videorekorder zum aktiven Einsatz im Unterricht zur Verfügung.
3. Sequenzplanung Bürokaufmann/Bürokauffrau
Das Fach Allgemeine Wirtschaftslehre wird im ersten Ausbildungsjahr am kaufmännischen Oberstufenzentrum in Cottbus mit 9 Unterrichtsstunden (45 Minuten) je Unterrichtswoche gelehrt. Die Ausbildung erfolgt im dualen System. Die Schüler erscheinen im Drei-Wochen- Rhythmus im KOSZ Cottbus.
Grundlage für die Sequenzplanung ist der Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf "Bürokaufmann/Bürokauffrau" in der Fassung vom 30. Juli 1992 der Verordnung vom 13. Februar 1991 (BGBl. I S. 425 vom 20. Februar 1991) nebst Rahmenlehrplan im Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 29.05.1991, Beilage zum Bundesanzeiger Nr. 165 vom 4. September 1991) in Abstimmung mit dem schuleigenen Stoffverteilungsplan.
Dieser Stoffverteilungsplan wird von mir individuell dem aktuellen Lernfortschritt der BK 21 angepasst (Soll-/Ist-Analyse) ohne die Zielorientierung zu vernachlässigen. Der Lehrplan sieht i m Fach Allgemeine Wirtschaftslehre den Lernabschnitt „Volkswirtschaftliche Grundlagen“ vor.
Die Schüler sollen im Rahmen ihrer Ausbildung die vielfach dem Bildungsauftrag der Berufsschule durch die Kultusministerkonferenz-Rahmenvereinbarung angestrebten u nd
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beschriebenen Kompetenzen (Handlungskompetenz, Fachkompetenz, Sozialkompetenz, Methodenkompetenz, usw.) erwerben. Die Sequenzplanung muss jedoch auch die spezifischen Berufsanforderungen des 3 -jährigen-Ausbildungsberufes "Bürokaufmann" berücksichtigen.
Bürokaufleute können in unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern in verschiedenen Branchen tätig werden. Dies setzt ein fundiertes Fachwissen und eine schnelle Anpassungs- /Umstellungsfähigkeit voraus. Ferner benötigen die Schüler ein Grundverständnis und einen wirtschaftlichen Überblick, der durch das Themengebiet „Volkswirtschaftliche Grundlagen“ gewährleistet wird. Das Arbeitsgebiet der Bürokaufleute umfasst hauptsächlich Auftrags- und Rechnungsbearbeitung, Buchführung, Kostenrechnung, Personalverwaltung, Entgeltabrechnung und Lagerhaltung in Betrieben verschiedener Wirtschaftszweige und Branchen.
Sequenzplanung Volkswirtschaftliche Grundlagen (14 Unterrichtsstunden)
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Arbeit zitieren:
Manfred Lenzen, 2002, Unterrichtsentwurf - Volkswirtschaftliche Grundlagen - Wirtschaftskreislauf, München, GRIN Verlag GmbH
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