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Inhaltsverzeichnis
0. Einleitung 2
1. Perspektiven Neuer Medien im Englischunterricht. 3
1.1 Neue Medien und konstruktivistisches Lernen 3
1.2 Vorteile des Computereinsatzes im Fremdsprachenunterricht. 4
1.3 Herausforderungen beim Einsatz Neuer Medien im Englischunterricht 9
2. Einsatzmöglichkeiten Neuer Medien im Englischunterricht 10
2.1 Computer als Werkzeug 10
2.2 Computer als Kommunikationsmedium. 12
2.3 Computer als Informationsmedium. 13
3. Computereinsatz am Beispiel eines Internet-Projekts. 14
3.1 Vorbereitung und Zeitplan eines WWW-Projekts 14
3.2 Lehrerrolle bei Internetprojekten im Unterricht. 16
4. Zusammenfassung. 18
Literaturverzeichnis 20
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1. Einleitung
Der Einsatz Neuer Medien im Unterricht gewinnt an immer größerer Bedeutung. Zum einen werden Schüler in ihrer Freizeit regelmäßig mit ihnen konfrontiert und zum anderen gehört der Umgang mit ihnen im späteren Berufsleben schon lange zum Alltag. Eltern und Lehrer sind gefordert, die jüngere Generation einerseits vor dem blinden Konsum der Medien zu bewahren und sie gleichzeitig auf die Vorteile, die der einfache Zugang zu den zahlreichen Medien bietet, aufmerksam zu machen. Andererseits ist es ihre Aufgabe den Schülern dabei Arbeitstechniken mit dem Computer und der gängigen Software zu vermitteln. Damit wird die Zweideutigkeit des Begriffes Medienpädagogik betont, nämlich nicht nur die Erziehung durch Medien, sondern auch die Erziehung zu einer kompetenten Mediennutzung. Die Fragestellung, die dieser Arbeit zugrunde liegt, beschäftigt sich zunächst mit den Möglichkeiten und Herausforderungen des Einsatzes Neuer Medien im Fremdsprachenunterricht. Dabei soll auf die Vorteile der Neuen Medien im Unterricht eingegangen werden, gleichsam sollen jedoch auch mögliche Schwierigkeiten und Probleme aufgezeigt werden. Der Englischunterricht bildet im Rahmen dieser Problematik die Grundlage, das heißt also, dass insbesondere auf solche digitalen Medien eingegangen wird, deren Einsatz im Englischunterricht sinnvoll ist. Jedoch soll die Fachdidaktik anderer Bereiche dabei nicht gänzlich außer acht gelassen werden, sondern für weitere Möglichkeiten inspirierend sein. Die Einsatzmöglichkeiten Neuer Medien im Englischunterricht sollen genauer untersucht werden, wobei der Computer nicht nur als Werkzeug, sondern auch als Kommunikations- und Informationsmedium hervorgehoben werden soll. Anhand eines praktischen Beispiels, soll abschließend verdeutlicht werden, welche Auswirkungen die Arbeit mit Neuen Medien auf den Fremdsprachenunterricht haben können, etwa auf die Verschiebung der Rolle des Lehrers und der Schüler im Vergleich zu der Arbeit mit herkömmlichen Unterrichtsmedien.
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2. Perspektiven Neuer Medien im Englischunterricht
Schon durch Erkenntnisse aus der Lernpsychologie konnte sich die Einsicht, autonomes Lernen verlaufe in bestimmten Lernsituationen günstiger und für die Lernenden erfolgreicher, bereits vor dem Einsatz Neuer Medien im Unterricht durchsetzen. Lernen als individueller Prozess fordert, dass den Schülern neben gemeinsamen Unterrichtsphasen immer wieder die Möglichkeit gegeben wird, sich eigenständig und individuell Wissen anzueignen und in vorhandene Erfahrungen und Kenntnisse einzugliedern.
2.1. Neue Medien und konstruktivistisches Lernen
Da das in der Schule zu vermittelnde Wissen auf einer ständig anwachsenden Informationsmenge basiert, bedarf es für eine kompetente Unterrichtsplanung, pädagogisch überzeugender inhaltlicher und methodischer Konzepte. Diese veränderten Anforderungen haben zur Öffnung des Unterrichts geführt, d.h. zur Integration offener Lernkonzepte, die sich mit traditionellen Methoden abwechseln und diese ergänzen.
So spricht sich Donath (vgl. 1997 1 : 30f) für eine Verschmelzung von Phasen der Instruktion mit Phasen entdeckenden, aktiven, selbstgesteuerten und kommunikativen Lernens aus. Die Abwechslung gemeinsamer und individueller Phasen trägt der Erkenntnis Rechnung, dass Lernen ein individueller und mentaler Prozess ist, der jedoch im Rahmen von Schule als soziale Lerneinrichtung nur funktioniert, wenn instruktive und konstruktive Lernkonzepte sich ergänzen:
Ein genereller Paradigmenwechsel von der Instruktion zur individuellen Konstruktion wird am Ziel vorbeigehen, denn in der Schule kann es nur um eine gelenkte Entdeckungsreise unter kundiger Anleitung gehen, bis die Lernstrategien erworben sind. […] Lernende brauchen zwar auf der einen Seite genügend Feiraum für konstruktive Aktivitäten, auf der anderen Seite aber auch gezielte Unterstützung, vor allem wenn Probleme auftreten, die die Lernenden allein nicht bewältigen können. […] Instruktion und Konstruktion sind allenfalls in ‚ideologischer’ Auseinandersetzung ein Gegensatz, in der Praxis dagegen eine sinnvolle Ergänzung. (Donath 1997 1 : 31)
Idealer Weise sollte das in individuellen Lernphasen erworbenen Wissen im systematischen, vom Lehrer gesteuerten Unterricht zusammengeführt werden. Angesichts dessen, dass es „keine uneingeschränkt beste Lehr- und Lernmethode im
Hinblick auf unterschiedliche individuelle Voraussetzungen“ (Donath 1997 1 : 31)
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gibt, ist eine Kombination gemeinsamer, organisierter Lernperioden mit Phasen eines selbstgesteuert-individuellen oder kooperativen Wissenserwerbs nötig. Neben den verschiedenen Variationen des Frontalunterrichts sollte daher offenen Unterrichtsformen, wie Kleingruppen- und Projektarbeit ein fester Platz eingeräumt werden. Neue, computergestützte Technologien tragen durch die Distribution von Lernangeboten über Internet zur inhaltlichen Öffnung des Unterrichts bei. Sie unterstützen die Flexibilisierung und Individualisierung der Lernprozesse durch interaktive Selbstlernmaterialien, virtuelle Kommunikationsmöglichkeiten und vernetzte Lernumgebungen.
2.2. Vorteile des Computereinsatzes im Fremdsprachenunterricht
Um ein abwechslungsreiches Angebot an didaktisierten und authentischen Materialien anzubieten, muss der traditionelle handlungsorientierte Unterricht schon seit langem auf verschiedene Medien zurückgreifen. Diese können das mentale Lexikon der Schüler über die unterschiedlichen Lernkanäle ansprechen und somit fremdsprachliche Interaktion auf verschiedenartige Weise ermöglichen. Um die geschriebene Sprache zu transportieren, werden neben dem Lehrbuch authentische literarische Texte oder Printmedien aus Zeitschriften genutzt. Hörtexte und Lieder erreichen die Schüler über den auditiven Lernkanal, der sie gleichzeitig für verschiedenen Dialekte und Idiolekte der Fremdsprache sensibilisiert. Abbildungen in verschiedenster Funktion, beispielsweise als Visualisierung von
grammatikalischen Regeln oder Darstellung von Bedeutungsunterschieden, erhöhen die Anzahl von Assoziationen im mentalen Lexikon und unterstützen die Vernetzung der zu speichernden Strukturen. Der Einsatz von Videos wiederum transportiert Informationen sowohl über den visuellen als auch den auditiven Kanal (vgl. Lahuerta Galán, Pujol Vila 117ff). „Lernen, das heißt die selbst gesteuerte Integration neuen Wissens in vorhandene Wissensbestände, ist besonders erfolgreich, wenn die Lernumgebung möglichst reichhaltig und authentisch ist sowie selbstbestimmtes und entdeckendes Lernen ermöglicht.“ (Mühlmann 48)
Multimediatechnologien in Form computergestützter Lehr- und Lernmaterialien erfüllen die Forderung nach einer reichhaltigen Lernumgebung (rich learning environment) im Fremdsprachenunterricht, da sie alle traditionellen Medien wie Text, Sound, Graphik und Video integrieren. Sie sprechen unterschiedliche Lernkanäle an und unterstützen den Lernprozess durch multimediale Elemente. „Ein
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multimediales Programm fördert mehrkanaliges Lernen in höherem Maße als jede andere Unterrichtstechnologie, weil es Informationen über alle Eingangskanäle transportiert, die einzelnen Teilmedien (Bild, Sprache, Musik und Text) richtig dosiert und die Wahrnehmung lernpsychologisch lenkt“ (Kleinschroth in Donath
1997 2 : 255). Für die Lernpsychologie ergibt sich außerdem der Vorteil, dass über die Nutzung der Neuen Medien das Vorgehen und die Lösungswege der Schüler nachvollziehbar werden. Dadurch werden neue Erkenntnisse über den Wissenserwerb ermöglicht.
x Neue Medien als Vorbereitung auf die Informationsgesellschaft Software und Internet eröffnen den Zugang zu neuen Informationswelten und erlauben neue Formen der Kommunikation (E-Mail, Chat-Foren, Videokonferenzen). Anliegen der Schule muss es sein, mit ihnen kompetent und reflektiert umgehen zu können, weil Sprache als Materie des Fremdsprachenunterrichts über Medien transportiert wird. Der Englischunterricht ist außerdem grundlegend auf Medien angewiesen, da dieses Material (Text/Bild/Ton) immer öfter in digitalisierter Form vorliegen wird.
x Steigerung der Motivation im Englischunterricht durch Neue Medien Wissenschaftlichen Studien zu Folge öffnet die Nutzung des Computers den Unterricht für ein Medium, das gerade Heranwachsende in hohem Maße fasziniert. Die multimedial vernetzte Lernumgebung, wirkt motivierend auf
Sprachlernprozesse. Somit erreicht der Unterricht eine neue didaktische Qualität, da sich aus der gleichzeitigen Verfügbarkeit auditiver und visueller Elemente neue Präsentations- und Übungsmöglichkeiten ergeben. Durch problemlose Verlinkung von Texten, Ton, Bildern und Videosequenzen können die Lernenden mühelos Zusatzinformationen zu einem Thema erhalten. Mit Hilfe von Abbildungen können Sachverhalte veranschaulicht bzw. durch Tonsequenzen Ausspracheprobleme beseitigt werden. Computergestützte Lernmaterialien fördern also die selbstständige Auswahl und Sequenzierung von Informationseinheiten im Gegensatz zur Linearität von traditionellen Medien. Neue Medien unterstützen nicht nur, sondern setzen autonomes, entdeckendes Lernen sogar voraus.
Arbeit zitieren:
Silvia Hennig, 2002, Neue Medien im Englischunterricht, München, GRIN Verlag GmbH
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